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Es gibt mmer mehr Fälle von Fahrerflucht in Belgien – Fußgänger und Radfahrer sind die häufigsten Opfer

Ein Autofahrer hat einen Fußgänger angefahren, sieht ihn auch noch im Rückspiel und ergreift trotzdem die Flucht (gestellte Szene). Foto: Shutterstock

Laut einer Studie des Instituts für Verkehrssicherheit Vias nehmen Unfälle mit Fahrerflucht in Belgien zu. Fußgänger und Radfahrer sind die Hauptopfer dieses Phänomens.

Jeder vierte Unfall mit einem Fußgänger endet heute mit einer Fahrerflucht, wie eine am Sonntag veröffentlichte Studie des Instituts Vias zeigt. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei einem von fünf Unfällen.

Insgesamt wurden im Jahr 2025 1.006 Fußgänger Opfer einer Fahrerflucht. Proportional gesehen bilden sie die Gruppe der Verkehrsteilnehmer, die am stärksten von dieser Art von Unfällen betroffen ist.

Auch Radfahrer gehören zu den häufigen Opfern. Im Jahr 2025 waren 1.819 von ihnen in einen Unfall mit Fahrerflucht verwickelt. Nutzer von Elektrorollern sind in gleichem Maße betroffen: Bei 15 Prozent der Unfälle mit dieser Fahrzeugart kam es zu Fahrerflucht. Bei Mopedfahrern liegt dieser Anteil bei 12 Prozent.

Im Jahr 2025 waren in Belgien 1.819 Radfahrer in einen Unfall mit Fahrerflucht verwickelt. Foto: Pixabay

Im vergangenen Jahr endeten 4.814 Unfälle mit Personenschaden mit einer Fahrerflucht, das sind fast 200 mehr als im Jahr 2024. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl dieser Unfälle um 8 Prozent gestiegen.

„Diese Zahlen sind besorgniserregend“, meinte der föderale Minister für Mobilität, Jean-Luc Crucke (Les Engagés). Er kündigte an, dass die Bekämpfung der Faktoren, die Fahrerflucht begünstigen, zu den Prioritäten des künftigen Föderalplans für Straßenverkehrssicherheit gehören werde.

„In der Regel haben Personen, die sich nach einem Unfall aus dem Staub machen, etwas zu verbergen. Beispielsweise sind sie nicht versichert oder haben die Führerscheinprüfung nicht bestanden. Möglicherweise stehen sie auch unter Alkohol- oder Drogeneinfluss“, betonte der Sprecher von Vias, Benoit Godart.

Einzige positive Entwicklung: Trotz dieses Anstiegs können die Verursacher von Fahrerflucht immer häufiger identifiziert werden. Daten der Polizei und des belgischen Garantiefonds zeigen, dass im Jahr 2025 etwa 85 Prozent von ihnen ausfindig gemacht wurden, gegenüber 78 Prozent im Jahr 2016. Um dieses Phänomen besser zu verstehen, plant das Institut Vias die Durchführung einer Studie, um das Profil der Fahrerflüchtigen genauer zu analysieren und die Gründe dafür zu ermitteln, warum ihre Zahl nicht zurückgeht. (cre)

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