Politik

US-Präsident Donald Trump: Zölle auf Autos und Lkw aus der Europäischen Union steigen auf 25 Prozent

01.04.2025, Bremen, Bremerhaven: Autos stehen auf dem Gelände vom BLG Autoterminal Bremerhaven. Die Einführung neuer Zölle durch US-Präsident Trump verteuert die Autos europäischer Hersteller in den USA. Foto: Sina Schuldt/dpa

Die EU und die USA haben sich im vergangenen Sommer auf ein Rahmenabkommen für Zölle geeinigt. Doch nun eskaliert US-Präsident Trump den Streit erneut.

US-Präsident Donald Trump will Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der Europäischen Union in die USA eingeführt werden, ab nächster Woche auf 25 Prozent erhöhen. In seinem Post auf der Plattform Truth Social begründete er das mit dem Vorwurf, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt.  Auch für europäische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.

30.04.2026, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump spricht zu Journalisten im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.

– Ausnahme für in den USA produzierte Fabrikate: Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben ausgenommen. Der US-Präsident will dadurch Autobauer auf der ganzen Welt dazu bewegen, trotz höherer Herstellungskosten mehr in den USA zu produzieren. Derzeit befänden sich „zahlreiche“ Produktionsstätten im Bau, das Investitionsvolumen liege bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar (knapp 85,5 Mrd. Euro), schreibt er in seinem Post.

Das Verhältnis zwischen den USA und europäischen Ländern war zuletzt angespannt. In den vergangenen Tagen war Trump etwa Deutschlands Kanzler Friedrich Merz mehrfach verbal angegangen, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. Kurz danach drohte er mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland. Wenig später stellte Trump entsprechende Überlegungen auch für Italien und Spanien in Aussicht. Der US-Präsident kritisiert seit geraumer Zeit die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung der Europäer bei seinem Krieg gegen den Iran. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

24 Antworten auf “US-Präsident Donald Trump: Zölle auf Autos und Lkw aus der Europäischen Union steigen auf 25 Prozent”

    • Anstreicher

      In der Geschichte sind Sie eigentlich der Clown….aber das schlimme ist Sie merken es nicht einmal . Er schadet nämlich nicht die USA sondern uns Europäer. Das tut er unter anderem deshalb, weil man ihn in Europa seit Jahren beschimpft und beleidigt. Obwohl die Europäer eigentlich mit UVL und Merz zB genug eigene schäbige Gestalten in der Führungsriegen haben. Sie fallen letztendlich auf den Trick rein, in dem man mit dem Finger auf andere zeigt, um von den noch wiederlicheren Schandtaten ablenkt.

  1. MARCEL SCHOLZEN Eimerscheid

    Es wird immer schwieriger, Freund und Feind zu unterscheiden. Fakt ist, die Entscheidungen von Trump berühren mehr das tägliche Leben eines Europäers als russische Sabotage und Spionage.

      • Ja, denkt mal drüber nach.
        Vielleicht solltet ihr mal aufhören mit euren stândigen EU-Bashing.
        Wie soll das was werden, wenn ihr nicht aufhört euch selbst zu strangulieren. Putin , Trump, Xi, ….
        Von denen will uns keiner was Gutes.
        Eigene Stärke ist das Einzige was uns in eine Position bringt, die nicht von Dispoten ausgelutscht zu werden. Stärke erreicht und erhält der kleine Fleck Europa nur durch Zusammenhalt. Deshakb versuchen alle Seiten Europa zu spalten. Wir das Volk, sind der Schlüssel zur Spaltung oder zum Erfolg.
        Kapiert das endlich und hört auf mit der Selbstbemitleidung. Haltet zusammen, dann kommen wird alles besser.

  2. Alfons van Compernolle

    Dieser Mensch D.Trump ist bedauerlich sehr krank in seinem Kopf !!! Was er aber immer vergisst,
    was immer er jetzt veranstaltet , wird er eines Tages , da bin ich sicher , auch zu verantworten haben
    und diese Rechnung wird zu RECHT der Horror sein, fùr diesen Herrn D.Trump und noch so ein paar andere (un)nette Zeitgenossen aus Russland/ Nord-Korea / China Belarus etc !!

  3. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Die USA und Europa hatten bis jetzt eine gut funktionierende Partnerschaft.Nur die wird zunehmend von Trump und Co in Frage gestellt.Da muss man sich eben langsam umorientieren.Es ist schon mal gut, das die EU einigermaßen gut funktioniert und der Euro eine Alternative zum US Dollar ist.Wir sind heutzutage weniger abhängig von den USA als noch vor 40 Jahren.Noch vielleicht 10 Jahre dann hat Europa auch militärisch aufgeholt.Dann braucht man wahrscheinlich keine amerikanischen Truppen mehr in Europa.

    Was da geschieht in Washington ist eine ganz gefährliche Sache.Das nennt sich „Greater North America“.Ein nordamerikanisches Grossreich ist die Wunschvorstellung von Trump, dh Annektion aller Staaten in Amerika bis zum Äquator.Trump und Co sind verrückt genug, diesen Plan zu realisieren.Nur dann müssen sie mit viel Widerstand rechnen.Das könnte die USA wirtschaftlich das Rückrad brechen.In Mittel und Südamerika will man keine Gringos in Uniform.

    • DR ALBERN

      @ MSE, zu spät!!! Trump zieht nun bereits 5000 in Deutschland stationierte Soldaten zurück!!! Pistorius sprach von 40000 US Soldaten, die demnächst auch zurück beordert werden könnten, da Trump sich über Merz geärgert hat!!! Die Uneinigkeit Europas trägt dazu bei!!!

      • Marcel Scholzen Eimerscheid

        Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, kann man doch feststellen, dass die EU bezüglich Krisen Handlungsfähigkeit bewiesen hat. Das ist eine große Leistung. Die EU hat mittlerweile starke Institutionen, die auch mit Flinten-Uschi an der Spitze funktionieren.

        Das europäische Durcheinander, Nebeneinander und Miteinander ist auch ein taktischer Vorteil gegenüber zentral regierten Staaten wie Russland oder China. Wenn die Einfluss üben wollen, müssen sie viele Machtzentren kontaktieren und das erschwert die Einflussnahme.

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