Notizen

Spannung vor dem Nationalen Sicherheitsrat am Freitag: Werden Corona-Maßnahmen weiter gelockert?

18.04.2020, Belgien, Brüssel: Eine Polizistin überschaut Kunden zwischen Absperrbändern am Eingang eines Brico-Baumarktes am ersten Tag der Wiedereröffnung. Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

An diesem Freitag, 24. April, trifft im frühen Nachmittag in Brüssel erneut der Nationale Sicherheitsrat unter Vorsitz von Premierministerin Sophie Wilmès (MR) zusammen, um über weitere Lockerungen der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beraten und zu entscheiden. Was ist diesmal von der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats zu erwarten?

Letzte Woche hatte das Gremium, dem die Premierministerin, die Ministerpräsidenten der Regionen und Gemeinschaften und die zuständigen Minister sowie Experten angehören, entschieden, die laufenden Maßnahmen bis zum 3. Mai zu verlängern.

Gleichwohl wurde beschlossen, dass Baumärkte und Gartencenter ab Samstag, dem 18. April, unter Respektierung der Abstandsregeln („Social Distancing“) wieder öffnen durften.

Nicht befolgt wurde die Empfehlung des Nationalen Sicherheitsrats, dass ab Montag, dem 20. April, die Alten- und Pflegeheime pro Bewohner einen Besucher zulassen dürften, insofern es sich immer um dieselbe Person handele und diese seit zwei Wochen keine Symptome der Covid-19-Krankheit aufweise.

Belgien, Ostende: Ein Polizeiband hängt an einer Bank am Deich an der Küste. Trotz des sonnigen Wetters werden Menschen gebeten, die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten und zu Hause zu bleiben. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa

Die Teilstaaten weigerten sich, diesen Beschluss umzusetzen, obwohl ihre Vertreter im Nationalen Sicherheitsrats den Beschluss gutgeheißen hatten. Erstmals stand Premierministerin Wilmès im Kreuzfeuer der Kritik.

An diesem Freitag erwartet Wilmès und die Ministerpräsidenten erneut eine heikle Mission. Sie müssen eine Exit-Strategie definieren. Das tun sie auf der Grundlage von Vorschlägen der „Expertengruppe für die Ausstiegsstrategie“ (GEES).

In ihren ersten Schlussfolgerungen, die sehr zum Bedauern von Wilmès durch Indiskretionen an die Presse gelangt sind, schlägt die mit der Exit-Strategie beauftragte Expertengruppe u.a. vor, bestimmte Teile der Wirtschaft in einer ersten Phase zu beleben und die Schulen ab dem 18. Mai teilweise wieder zu öffnen.

Es stellt sich die Frage, welche Wirtschaftssektoren mit welcher Priorität und mit welchem Zeitplan wieder öffnen sollen. Der Handelsverband Comeos hat bereits einen Plan mit teils obligatorischen, teils empfohlenen Maßnahmen ausgearbeitet, um die Wiederaufnahme der Tätigkeit in Bekleidungsgeschäften zu ermöglichen.

Bestimmte Sport- und Freizeitaktivitäten wieder möglich?

Noch heikler ist die Frage in Bezug auf den Horeca-Sektor: Viele Politiker hätten gerne, dass wieder Restaurants öffnen können, aber es ist nicht leicht, die Wirtschaftlichkeit für den Betreiber unter Respektierung des sozialen Abstands für das Personal und die Kundschaft zu gewährleisten.

Die Frage der Masken, die derzeit in Belgien nicht obligatorisch sind,  wird wohl ebenfalls zur Sprache kommen. So könnte es für Bus und Bahn eine Maskenpflicht geben.

12.03.2020, Belgien, Brüssel: Sophie Wilmès (l), Premierministerin von Belgien, trifft nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates zu einer Pressekonferenz ein. Foto: Uncredited/AP/dpa

Zur Diskussion steht ferner die Möglichkeit der Wiederaufnahme der Ausübung von bestimmter sportlichen und kulturellen Aktivitäten. Die Sommerferien könnten ebenfalls ein Thema sein.

Der an die Öffentlichkeit gelangte erste Expertenbericht enthielt Vorschläge zu diesen Themenbereichen. Die Expertengruppe schlug vor, dass die Gemeinden Parks und Spielplätze wieder öffnen könnten; dass sportliche Aktivitäten im Freien erlaubt werden könnten unter der Bedingung, dass sie von maximal zwei Personen im Freien ohne Körperkontakt ausgeübt werden: Tennis, Reiten, Angeln, Golf, Pétanque, Kajakfahren… Nach Ansicht der Experten könnten die anerkannten Sportvereine das kollektive Training, auch im Freien, unter Einhaltung bestimmter Regeln wieder aufnehmen.

Schließlich sollen die von den beiden großen Gemeinschaften am Donnerstag eingereichten Pläne für die Wiedereröffnung der Schulen geprüft werden.

In Flandern schlagen Bildungsexperten vor, Schulen ab dem 15. Mai teilweise wieder zu öffnen. Die Föderation Wallonie-Brüssel setzt sich ihrerseits für eine teilweise Wiedereröffnung der Schulen am 18. Mai ein, angefangen mit den letzten Klassen der Sekundarstufe. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

49 Antworten auf “Spannung vor dem Nationalen Sicherheitsrat am Freitag: Werden Corona-Maßnahmen weiter gelockert?”

    • Jo, aber selber braucht sich die Polizei ja auch an nichts zu halten. Hauptsache ist, daß die Polizei die unsinnigen Regeln gegen jeden Widerstand durchsetzt. Wir wissen ja zwar alle, dass diese Maßnahmen einen Monat zu spät gekommen sind und rein garnicht bringen, aber wir leben halt in Belgien! Das Land des Surrealismus!

    • Wirrologe

      Genau so denke ich auch: Wieder allg. Verkehr auf der Straße ab dem 18.5. wird mir ermöglichen, halbwegs gefahrlos von Lüttich zur Grenze zu kommen, und dort kann ich mich dann nachts, wie ein Verbrecher, durch den Wald schleichen. So weit sind wir gekommen.

  1. Ich stelle mir die Frage, wie sie das im Griff bekommen sollen?! Morgen wird gesagt,das bestimmt sämtliche Lehrer und Schüler Masken tragen sollen,wie Bus Geschäfte und Bahn..siehe Deutschland.Bin kein Hellseher aber komme mir langsam verarscht vor!!! Glaube wirklich,das ich schon letztes Jahr Covid hatte.Herzrasen,Grippe,Luftprobleme und musste mich ständig übergeben.Als ich im Krankenhaus war,lag eine Frau mit dem selben Problemen da.Nach 30 min sagten sie dort alles ok und verschrieben mir Tramadol gegen die Brustschmerzen.Nach 2 Tabletten kam mir der Gedanke,das man mir gar nicht wirklich helfen wollte…..Traurig So was! Ich erwarte nichts mehr von denen.Zahlen ja Hilfe Fehlanzeige.Sollen sie uns alle Krank werden lassen und dann werden wir selber Immun!!! Ich geh jeden Tag Arbeiten und leiste meinen Beitrag aber bekomm nur Vorschriften!!! Hat man um 18h Feierabend, wird man im Geschäft noch blöd angemacht,warum man nicht Zeitiger kommt,obwohl sie die Öffnungszeiten gekürzt haben!!!Was man noch dann Kaufen kann,gibst du nicht mal deinen Hund…Ich bin so enttäuscht von allem.Lange lasse ich mich auch nicht mehr so behandeln.Warum darf das Volk nicht mitentscheiden?Maske und Handschuhe ok aber dann auch versuchen,das wir zumutbare Regeln haben.Mir tun die kleinen Geschäfte und Selbständige leid!!!! Nichts wird für sie gemacht..Hauptsache unsere Gesundheitsministerin kann wieder bei McDonald’s bestellen,dann ist alles beim Alten.

    • Das kann ich eindeutig jetzt schon mit „Ja“ beantworten.
      Ja, wir werden etwas zu den Grenzöffnungen erfahren.
      Ja, wir werden weiter eingesperrt bleiben.
      Wer tatsächlich glaubt, man würde jetzt schon die Grenzen öffnen und uns auch wieder frei und ungestört durch die Gegend fahren lassen, sollte den Finger heben und laut „hier“ rufen.😂 Dem ist dann aber auch sonst nicht mehr zu helfen.
      Da werden höchstens einige wenige Erleichterungen kommen in homöopathischer Dosis.
      Wie ich schon nach dem 18. März schrieb wird es wohl bis Ende Mai gehen. So hat es De Block anfangs gesagt. Minimum 8 Wochen.
      Trotzdem hat sich die Regierung in meinen Augen in Fällen schuldig gemacht. Bruch des Eides auf die Verfassung, (mindestens)unterlassene Hilfeleistung, Amtsmissbrauch etc.
      Wer mir am meisten Leid tut, sind die Pseudosheriffs. Die werden sich schwertun ihre „Macht“ und den Mißbrauch, den sie damit treiben sowie die Drangsaliererei, an der sie offenbar Freude gewonnen haben, wieder abzugeben. Es gibt einige wenige Uniformierte, die im Umfang und Ton menschlich geblieben sind. Der Großteil scheint vom Jagdfieber getrieben.
      Gib den Menschen Macht und Du lernst ihren Charakter kennen.

      • Schafhirte

        @Realist
        Es gibt in allen Berufen schwarze Schafe. Ich bin mir ganz sicher, dass viele Polizisten sich lieber auf ihre wesentliche Arbeit konzentrieren würden, als wie im Moment diese teils absurden Corona-Maßnahmen durchzusetzen und zu protokollieren.

      • deuxtrois

        „Wer tatsächlich glaubt, man würde jetzt schon die Grenzen öffnen und uns auch wieder frei und ungestört durch die Gegend fahren lassen, sollte den Finger heben und laut „hier“ rufen.😂 Dem ist dann aber auch sonst nicht mehr zu helfen.“

        Wenn der nächste Supermarkt auf dem Arbeitsweg liegt und dieser kürzer ist, als der Weg in einen inländischen Supermarkt und das ist verboten ist, kann mir niemand mehr mit Vernunft argumentieren, weil es schlicht und einfach Blödsinn ist.

        Selbst Tanken sei nicht erlaubt, dabei muss man dafür nicht einmal in die Tankstelle, sondern bezahlt direkt am Terminal.

    • GIB GATES KEINE CHANCE!

      Zahlen… Anscheinend werden in Belgien sogar die, die an Herzinfarkt, um nur ein Beipsile zu nennen, auch als Coco-Opfer dazu gezählt.
      Und fragen Sie sich einmal weshalb gerade die Johns Hopkins Universität die zentralisierte Zahl, hmmmmm Zählstelle für Coco ist. Keine Ahnung? Weil sämtliche Labors, dir an dieser UNi über Coco arbeiten von X finanziert werden. Na, fällt der Groschen? Genau, Gates, der uns, alle 7 Milliarden Erdbewohner impfen will (also einen Nano-Chip in die Blutbahn jagen will), finanziert sie üppig.

      • Wirrologe

        Sie sprechen da ein Thema an, das uns noch in gehörigem Ausmaß beschäftigen wird; es stellt sich nämlich die Frage, ob wir auf einen Impfstoff überhaupt hoffen, oder uns nicht lieber von ihm fürchten sollten.

        Fakten/Tatsachen: 1) Bill Gates‘ 3 Kinder (heute erwachsen) erhielten laut Auskunft seines damaligen Arztes NICHT die üblichen Impfungen. (Das ist eindeutig Bruch der ärztl. Schweigepflicht, andererseits besteht natürlich ein weltweites Interesse, das die Persönlichkeitsrechte der Gates‘ überwiegt, denn Gates propagiert, finanziert weltweit Impfungen im großen Stil, ist an für „Corona“ aussichtsreichen Laboren finanziell beteiligt, wird durch Impfstoffe in diesem Zusammenhang ggf. Milliarden verdienen. Auch wird kolportiert, von ihm veranlasste / finanzierte Impfungen in Afrika hätten auf Mädchen/Frauen außerdem einen dauerhaft sterilisierenden Effekt gehabt, und zwar ohne, dass diese Wirkung mitgeteilt worden wäre).
        2) Vor ein paar Jahren hat die BRD-Bundesregierung der Bevölkerung einen Impfstoff gegen einen Sars-o.ä.-Virus zur Verfügung stellen lassen, der sich von dem Impfstoff unterschied, den sie für die Regierung / hohe Beamte bereithielt.
        3) Es gibt nun Impfstoffe, die gleichzeitg sog. „Marker“ sind, also ähnlich wie diese komischen Quadrate auf Smartphones dauerhaft Informationen speichern und dann entsprechend „ausgelesen“ werden können.

        Ich sage zu diesen Fakten mangels besserer Kenntnis gar nichts außer: Man muss sich also nicht wundern, wenn im Web eben auch dringend von Impfungen gewarnt wird, weil man anscheinend nicht sicher sein kann, dass vom Herausgeber eben NUR der vom Patienten erhoffte Zweck verfolgt werden wird.
        Übrigens noch eine kleine Anmerkung zu meinem Nick: ein Virologe bekämpft Viren, ich möchte gern Verwirrung bekämpfen, und dass wir derzeit von Machthabern maximal verwirrt werden sollen, liegt für jeden denkenden Menschen auf der Hand.

    • Wirrologe

      Das ist genau der Punkt, 3 %, und erneutes Totaleinsperren ist für den Winter annonciert…
      Interessant finde ich Phase 2 ( https://www.sudinfo.be/id181461/article/2020-04-24/700000-belges-de-retour-au-travail-tous-masques-des-12-ans-ecoles-magasins ): „et les déplacements touristiques à la Côte ou dans les Ardennes seraient autorisés.“ – ab dem Punkt dürfte man gute Chancen vor Gericht haben, sein 250€-Knöllchen für den Grenzübertritt anzufechten, d.h. da sollten dann auch die Untergerichte auf Seiten des geknechteten Bürgers stehen, so dass man nicht mehr sämtliche Instanzen benötigt.
      Ich bin aber mehr und mehr für die Abschaffung der EU, derbezüglich schon seit Jahren nicht mal mehr ein enttäuschter Liebhaber, sondern habe einfach nur noch die Schnauze voll, aber unter vdL jetzt zeigt die ihre völlige Inkompetenz in vollster Pracht – vdL hat aber schon wieder für superteure „Beratung“ gesagt, das war anscheinend schon immer ihre allererste Amtshandlung, wenn sie wo hinpusht wurde – Freunde muss man haben! -, und jetzt prompt wieder. WIR bezahlen das. Haben tun wir von der EU nichts mehr. Aber ab 18. Mai hätten wir dann wie gesagt gute Chancen von wg. unseren eigenen Verfassung, immerhin.

    • Wirrologe - Korrektur

      Ich bin aber mehr und mehr für die Abschaffung der EU, derbezüglich ich schon seit Jahren nicht mal mehr ein enttäuschter Liebhaber bin, sondern ich habe einfach nur noch die Schnauze voll, aber unter vdL jetzt zeigt die ihre völlige Inkompetenz in vollster Pracht – vdL hat aber schon wieder für superteure „Beratung“ gesorgt, das war anscheinend schon immer ihre allererste Amtshandlung, wenn sie wo hingepusht wurde – Freunde muss man haben! -, und jetzt prompt wieder. WIR bezahlen das. Haben tun wir als sog. „Gemeinschaftsbürger von der EU nichts mehr. Aber ab 18. Mai hätten wir dann wie gesagt gute Chancen von wg. unserer eigenen Verfassung, immerhin. Sorry für das Dutzend Tippfehler, ist offenbar noch zu früh für mich am Tag.

    • Wirrologe

      Und Sie haben auch mit Ihrer Bemerkung völlig recht, nicht nur, dass das offenbar noch endlos dauert und wir wg. der nur 3 % überhaupt keine Perspektive haben, denn mit dem Ergebnis, das ja noch magerer nicht hätte sein können, waren die B-Krankhäuser und -Intensivstationen ja anscheinen bis zum Bersten überfüllt –

      Nein, wie Sie völlig richtig anmerken: die Zahlen passen auch überhaupt nicht zusammen: Einerseits haben wir angeblich die höchste Sterberate pro Kopf der Bevölkerung, so dass also eine erhebliche Durchseuchung stattgefunden haben müsste, so dass es zu dieser Sterberate kommen konnte, und andererseits FEHLT aber der gesamte Beifang, wie man es vielleicht nennen könnte, wir haben angeblich (im Vergleich) „viel zu viele“ Schwerstfälle und Tote, nebenher soll sich aber kaum einer „nur leicht“ angesteckt haben – das soll uns mal einer erklären.

      Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass ca. 40 Prozent der Schwerstfälle / Toten aus den Alten- und Pflegeheimen stammen, aber das war im Ausland auch ähnlich, das erklärt das eklatante Missverhältnis der Zahlen nicht.

      Noch etwas fällt mir (und sicher: uns) auf: Die ganzen Presseerklärungen, mit denen wir in der Angelegenheit permanent bedudelt werden, das ist immer nur das gleiche Blah-blah, die echten Fragen werden nie angesprochen, und wenn mal jemand wirklich nachfragt, kriegt er von der Wilmes UND von der Presse aber mal so richtig einen drauf – wobei man aber ja weiß, dass diese Blätter jährlich Millionen Steuergelder beziehen, und dies erklärt dann wieder jenes: ich beiß nicht die Hand, die mich füttert, auch wenn das Futter ja letztlich nicht aus der Privatschatulle der Regierung kommt, sondern eben von der Bevölkerung, deren Interessen die „4. Macht im Staat“ ja eigentlich vertreten sollte…

      Alexandre Penasse hatte sich da ein wenig zu weit vorgewagt, und das hat nicht nur Wilmes selbst, sondern auch den Kollegen aus der mit Steuergelder regelmäßig beglückten Presse sehr missfallen (z.B. https://www.sudinfo.be/id179858/article/2020-04-15/malaise-lors-de-la-conference-de-presse-de-sophie-wilmes-un-journaliste-pose-une : „Passablement irritée par cette question qui, soyons honnêtes, n’avait pas sa place en cette période de crise, Sophie Wilmes a gardé son calme et répondu d’une manière ferme…“; RTL hat sich meiner Erinnerung nach noch ablehnender ausgedrückt, ich finde im Moment aber den Link nicht mehr) – in Zukunft ist dann aber wieder endlich Ruhe und Frieden bei den Pressekonferenzen, denn er wurde dauerhaft ausgeladen: „En raison des consignes strictes liées au Coronavirus, l’accès à la salle de presse est strictement limité à certaines rédactions en pool.“ ( https://www.kairospresse.be/article/les-redactions-autorisees-ou-comment-empecher-que-certaines-questions-arrivent-jusqua-leurs-oreilles/ ).

      Wir werden also so behandelt, wie Eltern ihre Kleinkinder in den Fünfziger und frühen Sechziger Jahren behandelt haben, und auf den einschlägigen Seiten (Südpresse, RTBF, RTL) findet sich so gut wie keinerlei Nachfragen hinsichtlich gleich welcher Maßnahmen, es sind Verlautbarungsorgane. (Ich habe mir sagen lassen, das Grenzecho hinter seiner Paywall sei nicht besser, die kriegen aber aber auch Steuergeld…)

      Und von der Opposition hört man auch nicht wirklich was, oder aber die wird aus dieser MSM = Mainstreampresse systematisch rausgehalten. Das Ergebnis ist dasselbe: Wir haben KEINE einflussreichen Fürsprecher für unsere Belange als Bürger, wir sind quasi WEHRLOS, AUSGELIEFERT, und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde das sehr, sehr schlimm – ich hätte das so in früheren Jahren nicht erwartet, dass hier eine ganze Bevölkerung quasi rechtlos gestellt werden könnte und die Presse (= die mit Millionenreichweite) hierzu schweigt bzw. sich sogar noch zum Sprachrohr der Obrigkeit macht, statt einem „öffentlichen Diskurs“ ein Forum zu bieten. Traditionell kennt man solche Zustände nämlich von Diktaturen.

      • Wirrologe

        Hier ein hübsches Beispiel für die – anders kann man es nicht nennen – Verarsche seitens der Presse (abgesehen von deren Dauermühle „Voici la réponse“, d.h. der Bürger stellt „Fragen“, die Presse gibt, ohne jedes Hinterfragen, die „Antworten“ der Obrigkeit weiter):

        https://www.rtl.be/info/belgique/societe/coronavirus-en-belgique-puis-je-me-rendre-au-cimetiere-situe-a-5km-de-chez-moi-pour-me-recueillir-sur-la-tombe-de-mon-mari–1213130.aspx (meine freie Übersetzungen): „Diese Bürgerin möchte von uns wissen, ob sie zum Grab ihres vor einem Monat verstorbenen Gatten darf, das von ihrer Wohnung 5 km entfernt ist.“ – „Le centre de crise, contacté par nos soins, nous offre une réponse claire à ce sujet : „Si la dame reste dans sa commune, elle peut se déplacer et aller voir la tombe de son mari. Les cimetières restent ouverts. Mais si cette visite au cimetière entraîne un trop grand déplacement, mieux vaut l’éviter.“, conseille le centre de crise.“, also: „Das Krisenzentrum gibt eine klare [!!!!!] Antwort: Wenn sie in ihrer Gemeinde bleibt, kann sie hin, aber wenn der Friedhof zu weit entfernt ist, eher nicht.“ – Man muss sich das einmal klar machen: Die Frau fragt, ob sie zum 5 km (= klar nach der Entfernung und deren „Angemessenheit“ gefragt) entfernten Friedhof darf, und zwar (implizit) unabhängig (!) von ihrer Gemeinde, und kriegt als – von RTL als „klar“ bezeichnet – zur Antwort: Wenn in der Gemeinde, ja, wenn zu weit, nein – OB aber 5 km schon „zu weit“ ist, wenn’s außerhalb der Gemeinde liegt, denn das war ja offensichtlich ihr Problem: KEINE Antwort, laut RTL aber „klare Antwort“: Wenn das „Belgientum“ ist, dann kann man solches „Belgientum“ wirklich in die Tonne kloppen. Eine „klare“ Antwort wäre gewesen: „Innerhalb der Gemeinde eh kein Problem, und außerhalb kommt es auf die Entfernung an, 5 km scheinen uns noch angemessen / bereits zu weit weg.“ – Auch diese (ggf. virtuelle) Fragerin und alle, die vor ähnlichem Problem stehen, werden mit diesem also alleingelassen, statt tatsächlich eine Antwort zu bekommen, und das hat Methode: So ist der Bürger permanent im Unrecht.
        Die Antwort ist dann noch als Link ausgestaltet, nämlich hierhin: https://www.rtl.be/info/belgique/societe/deplacement-autorise-ou-non-le-mieux-reste-de-s-abstenir-en-cas-de-doute-rtl-info-repond-a-vos-questions-1210770.aspx – und dort steht dann: „David qui habite à Bruxelles se demande notamment s’il lui est permis de se rendre sur une sépulture en sachant que sa fille repose à Fleurus.“ und „Il y a beaucoup de cas particuliers, le centre de crise rappelle : en cas de doute face à une situation, il vaut mieux s’abstenir et ne pas prendre de risque.“, also: „Jeder Fall ist anders, und wenn Sie aus unserem Wischiwaschi nicht schlau werden, ist es besser, zu verzichten und kein Risiko einzugehen.“ – Welches Risiko? (man erinnere sich: Friedhof des frisch Verstorbenen vielleicht in der Gemeinde, vielleicht außerhalb, Entfernung vielleicht 2,8, vielleicht 6,7 km – offenbar alles völlig unterschiedliche Risiken, nur dass man völlir irre sein müsste, um das ernsthaft anzunehmen) – Welches Risiko also vermeiden, indem man, wie RTL vorschlägt, verzichtet (!) und zuhause bleibt:
        DAS Risiko, von einem beamteten Wichtigtuer 250€ aufgebrummt zu bekommen und sich dann über Jahre mit Gerichten herumschlagen zu müssen. Denn alles bleibt in diesen „Antworten“ in der Schweben, selbst das Krisenzentrum wird mit „rät“ zitiert, der Willkür ist Tür und Tor geöffnet, und dann gilt nur noch „Auf hoher See und vor Gericht hilft nur Beten“ – das eigentliche Kriterium ist, ob der Strafrichter am Morgen mit dem linken oder dem rechten Fuß aufgestanden ist.

        Ich finde eine solche Presse, die solches Spiel mitmacht und noch auf die Spitze treibt, statt den Irrsinn klar herauszustellen und zu kritisieren, ekelhaft.

  2. Rob-Otter

    „Datenwissenschaftler der Northeastern University in Boston haben berechnet, dass es Anfang Februar bereits 28.000 unbemerkte Infektionen in den Städten gegeben haben könnte.“

    Diese Ergebnisse hat die „New York Times“ veröffentlicht.
    Meine Berechnungen und Daten sagen etwas anderes: Es könnten damals schon 35.800 im ganzen Land gewesen sein.
    Hä?
    Wem nutzt das was?

    Wissenschaftler haben auch noch festgestellt, das Coronavirus kann nicht nur die Lunge sondern auch das Gehirn angreifen. Welches Gehirn befallen werden könnte haben sie noch nicht mitgeteilt.

  3. Ex-Eupener

    Heute Morgen Grenzübergang Köpfchen . Wie jeden Tag Kontrolle , aber ich habe nicht einen Polizisten mit einer Maske gesehen und die kriechen einem ja schon fast ins Auto rein um auch nur alles zu sehen .
    Kontainerpark , Kontrolle . Erstes Wort , ich stand noch nicht mal richtig mit dem Auto , da kam schon “ ihre Maske , nicht ohne Maske “ .Ich sagte moment , während dem fahren darf man keine Maske auf haben , so das man zu erkennen ist wenn man geblitzt wird .

    • Rob-Otter

      #Ex-Eupener
      „ihre Maske , nicht ohne Maske “ .Ich sagte moment , während dem fahren darf man keine Maske auf haben , so das man zu erkennen ist wenn man geblitzt wird .“

      Ja sagen Sie mal, wollten die Polizisten, nur sehen ob Sie Besitzer einer Maske sind?
      Wenn Sie in Ihrem Auto sitzen, handelt es sich um keinen Öffentlichen Raum. Es handelt sich praktisch um Ihr Wohnzimmer.
      In Ihrem Wohnzimmer können Sie angezogen ohne Maske sitzen oder auch nackt mit Maske. Sagen Sie dies beim nächsten Mal den Beamten.

  4. Schaue keine Nachrichten mehr und lese keine Zeitung mehr denn wir haben hier viele Experten -Virlogen-möchte Poliktiker-besser Wisser die alles können es aber zunichts gebracht haben usw…….

  5. Wirrologe

    Diese SMS-Journalisten wissen manchmal gar nicht, was sie sagen, z.B. gerade wieder: https://www.rtl.be/info/belgique/societe/coronavirus-en-belgique-dernieres-infos–1213763.aspx : „le Conseil national de sécurité débute pour décider de l’avenir du pays“ –

    Ich habe nämlich persönlich den Eindruck, dass Belgien (wie Frankreich, wie Italien) das Land bereits jetzt im Übermaß an die Wand gefahren hat, und wenn das nicht jeweils alsbald korrigiert wird, dann sehe ich persönlich – kann mich irren – ganz schwarz für diese Länder, tatsächlich „die Zukunft des Landes“ steht dann in der Tat auf dem Spiel“.

    Das meinen und sehen die RTL-Schreiber aber ganz gewiss nicht, das ginge sonst nämlich aus ihrem – üblicherweise erbärmlichen – Kontext hervor, bei ihnen sind’s nur Phrasen, sie sagen mehr, als sie überhaupt sagen wollen. Eine – Achtung, böses deutsches (!) Schimpfwort! – Journaille, die sich vom Staat aushalten lässt, zieht eben auch nicht gerade systematisch die allerbesten Köpfe des Gemeinwesens an, das hat diese traurige Situation nun mal eben so an sich. Statt hierüber Häme zu empfinden – man müsste dazu ein Idiot sein -, mache ich mir aber ernsthaft Sorgen, dass wir keine funktionierende 4. Gewalt im Staat haben – wir hier in „Ostbelgien“, im Ostkanton also, sind ja leider irrelevant: Schon unsere Sprache macht, dass wir im Restland nicht gehört werden. (Ein Zyniker könnte in meinem Alter sagen, ist mir doch alles egal, hab’s ja bald hinter mir; stattdessen möchte man manchmal weinen.)

    • Dagobertus

      Wieso bekomen hier rechte Verschwörungstheoretiker eine Plattform? Schauen Sie sich seine Quellen an, das kann man doch nicht ernst nehmen? Ich möchte das verstehen , ist das so damit Wir uns in dieser Corona Zeit amüsieren können wo es ja nicht so viel zu lachen gibt grade? Das ist hochgradiges Getrolle was der junge Mann / die junge Frau da treibt. Alleine an den Einträgen von der Person hier bei OD kann man davon ausgehen das da bei wem was nicht im Oberstübchen richtig ist , oder aber wie Ich vermute er ist ein Troll sondergleichens

      • @Dagobertus: Ah, sie können einen auch nur in eine Ecke schieben bzw. in Schubladen verfrachten?! Ja, stempeln können sie gut und das Schubladendenken funktioniert auch tadellos und danke für das Jung ;)
        Das Oberstübchen hätte ich ihnen jetzt abgesprochen.

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