Die belgische Fußball-Nationalmannschaft steht vor dem letzten Gruppenspiel gegen Neuseeland am Samstag (5 Uhr MESZ) mit dem Rücken zur Wand. Nach zwei enttäuschenden Unentschieden gegen Ägypten und Iran ist ein Sieg der Roten Teufel Pflicht, wenn sie sicher das Sechzehntelfinale der WM 2026 erreichen wollen.
Nach den beiden ersten Begegnungen hagelte es Kritik in der Heimat. Die Mannschaft muss jetzt liefern. Neuseeland belegt in der FIFA-Weltrangliste den 84. Rang.
Das gilt auch für Nationaltrainer Rudi Garcia, dessen Vertrag nach der WM ausläuft und noch nicht verlängert wurde. Der Fußballverband hat aus den Fehlern, die unter Garcias Vorgänger Domenico Tedesco gemacht wurden, gelernt. Tedescos Vertrag war noch vor der EM 2024 in Deutschland verlängert worden, was den Verband teuer zu stehen kam.

16.06.2026, USA, Seattle: Der Belgier Jérémy Dokusteht nach einigermaßen überstandener Atemwegsinfektion und der Geburt seines ersten Kindes wieder zur Verfügung, hat aber Trainingsrückstand. Foto: Peng Ziyang/Xinhua/dpa
Bisher stand Garcia zweimal unter enormem Erfolgsdruck: in der Nations League vor dem Playoff-Rückspiel gegen die Ukraine sowie in der WM-Qualifikation vor dem Spiel in Cardiff gegen Wales. Beide Male konnten Garcia und seine Mannschaft überzeugen. Und so soll ihnen auch gegen Neuseeland der erhoffte Sieg gelingen.
Eine andere Frage ist, welche Startelf Garcia aufbieten wird. Jérémy Doku steht nach einigermaßen überstandener Atemwegsinfektion und der Geburt seines ersten Kindes zur Verfügung, hat aber Trainingsrückstand. Gut möglich, dass der Franzose den Dribbelkünstler als Joker einsetzen wird. Dies könnte auch für Romelu Lukaku zutreffen, der gegen den Iran in der Startelf stand, aber mangels Spielpraxis nicht überzeugen konnte. Womöglich kommt gegen Neuseeland Mathias Fernandez-Pardo im Sturmzentrum zum Einsatz.
Gerätselt wird auch über das Mittelfeld. Weil Kevin De Bruyne nicht mehr Kevin De Bruyne ist, könnte Hans Vanaken von Beginn an zum Zuge kommen. Auf der rechten Angriffsseite könnte endlich Dodi Lukebakio seine Chance bekommen.
Die mögliche Startelf der Roten Teufel: Courtois – Castagne, Theate, Mechele, De Cuyper – Rasquin, De Bruyne, Vanaken (Tielemans) – Lukebakio, Fernandez-Pardo (Lukaku), Trossard (Doku). (cre)