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ALLES NUR SATIRE – Eine Promi-Sause mit steifer Brise: Die Lindner-Hochzeit auf Sylt

(Zum Vergrößern Bild anklicken) 09.07.2022, Schleswig-Holstein, Keitum/Sylt: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und seine Frau Franca Lehfeldt kommen nach der kirchlichen Trauung aus der Kirche St. Severin und steigen in einen Porsche Targa. Foto: Axel Heimken/dpa

Standesamt, Polterabend, Kirche: Der deutsche Finanzminister Christian Lindner (FDP) und die Journalistin Franca Lehfeldt haben auf Sylt ihre Hochzeit mit einem rauschenden Fest gefeiert.

Der dreitägige Partymarathon erreichte am Samstag seinen Höhepunkt mit der Trauung in einer Kirche in Keitum und anschließender Fete in der „Sansibar“. Die Hochzeit lieferte schönsten Gesprächsstoff: Prominente Gäste, ein strahlendes Brautpaar, viele klassische Details – und das alles bei einer ziemlich steifen Nordseebrise.

Gegen 16.30 Uhr am Samstag kam die Braut gemeinsam mit ihrem Vater an der Kirche an – in einem rückenfreien Kleid, hoch geschlitzt mit langer Schleppe und einer Schleife im Nacken. Die Haare trug sie offen – „ein perfekter Hollywood-Look“, kommentierten manche im Netz. Bräutigam Lindner kam im blauen Anzug und mit silberner Krawatte zur Trauung, dazu trug er ein Ansteckblümchen – eine weiße Rose.

07.07.2022, Schleswig-Holstein, Keitum: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und seine Lebensgefährtin Franca Lehfeldt verlassen das Sylt-Museum. Foto: Axel Heimken/dpa

Nach der Trauung wirbelten helle Blütenblätter für das Paar durch die Luft, einige Gäste jubelten. Schließlich stiegen die beiden in ein mit Blumen geschmücktes schwarzes Cabrio und düsten zur Party.

Zu den Hochzeitsgästen gehörten u.a. Bundeskanzler Olaf Scholz und dessen Frau.

Am Samstagvormittag sicherte die Polizei die Kirche und das mit einem Friesewall gesäumte Gelände. Die Straßen rund um das Kirchengelände wurden am Mittag zum Teil für den Verkehr gesperrt. Schaulustige und Journalisten postierten sich schon Stunden vorher etwa auf dem Rad- und Fußweg gegenüber, in der Hoffnung, einen Blick auf das Paar erhaschen zu können.

Während bei den zahlreich gekommenen Schaulustigen vor der Kirche eine friedliche und neugierige Stimmung vorherrschte, wurde in den (sozialen) Medien über Steuerverschwendung und einen unpassenden Zeitpunkt für die Feier ebenso kontrovers diskutiert wie darüber, dass das Paar in der Kirche heiratet, obwohl beide aus der Kirche ausgetreten sein sollen.

Der evangelische Ethikprofessor Mathias Wirth kritisierte die Hochzeit. Er sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dies sei eine „wenig sozial- und moralsensitive Luxus-Trauung eines Ministers, der zeitgleich die Hartz-IV-Sätze für Langzeitarbeitslose kürzen will“.

Für den 43-jährigen Lindner ist es die zweite Ehe. Er war bereits mit der Journalistin Dagmar Rosenfeld verheiratet. Auch Lehfeldt ist Journalistin. Die 33-Jährige arbeitet als Chefreporterin Politik für den Nachrichtensender Welt, der zum Medienkonzern Axel Springer gehört. (dpa)

12 Antworten auf “ALLES NUR SATIRE – Eine Promi-Sause mit steifer Brise: Die Lindner-Hochzeit auf Sylt”

  1. Wirklich absolut intelligenzlos was dieser Lindner dort aufgeführt hat .
    Wieviele wissen in diesen harten Zeiten fast nicht mehr wie sie über die Runden kommen und dieser Hirsch springt voll drauf Los wie die Sau im Brei .
    Am allereckelhaftesten war wie dieser Angeber Merz mit seinem Privatjet dort angedüst kam .
    Wetten das dieser Finanzminster auch zum dritten Mal wieder sich eine andere Biene aneignen.

    • @Hugo

      Man vehöhnt Sie @Hugo. Die machen sich lustig über Sie und sie werden immer dreister dabei! Hinterfragen Sie aber nichts………Schliesslich werden Sie diese Übermenschen brauchen damit Sie nicht erfrieren oder verhungern. Sie werden sie noch auf den Knien fallen, damit sie Ihnen ein Brotkrümmel hinwerfen. Immer schön weitermachen……

  2. Was ist denn dabei, wenn man eine Hochzeit mit Freunden, Bekannten und Kollegen feiert. Ich persönlich war auch schon auf Hochzeiten von „privaten Leuten“ mit 300 geladenen Gästen und „Pomp & Circumstances“ an jeder Ecke. Dass solche Events von den sozialen Medien gebasht werden ist eine Unsitte unserer Zeit. Früher gab es nur „Das Goldene Blatt“ oder „Frau mit Herz“ in denen einige Fotos von Paparazzi gezeigt wurden. Der Finanzminister wird schon alles selbst bezahlen und auch versteuern, denn das wäre ja für die Basher erneut ein gefundenes Fressen. Er fährt übrigens auch Porsche aus Leidenschaft – nur weil er Politik treibt muss er doch nicht auf alles verzichten, oder? Er setzt seine eigenen wirtschaftlichen Prioritäten – die einen fahren in Urlaub, die anderen haben einen Oldtimer, andere wiederum verprassen alles in Casinos. Jeder und Jede nach seinem Gusto! Und dann noch der Kommentar : „sie beide sollen aus der Kirche ausgetreten sein…!“ Was ist denn daran überprüft und belegt? Das ist nur Stimmungsmache ohne Hintergrundwissen

    • Der Minister wird wohl alles selbst bezahlen…
      Wer’s glaubt wird selig.
      Er fährt Porsche aus Leidenschaft: Welch ein Glück für ihn, dass es auf deutschen Autobahnen noch keine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung gibt! Die Autoindustrie freut sich auch.

  3. Regina cäli

    Tien , tien , schon so früh am Tag gekifft oder dem Prozentigem zugesetzt , Onkel Gusto.
    Mach mal ne Runde in der Mutter Natur , dann könnte es eventuell im Bereiche des möglichen liegen , das deine Birne etwas klarer wird , oder nimm Schmitz Katze an der Leine um Gassi zu gehen .

  4. Germano-Belgier

    Ich finde es auch nicht verwerflich, dass die Menschen die es haben ihr Geld auch ausgeben.
    Schlimmer finde ich das „horten“ von Geld, wo es nur den Banken und Spekulanten dient.
    Wer Geld hat soll es ausgeben, und wenn der Herr Lindner es sich leisten kann, dann soll er groß feiern.
    Er hat damit auch nicht gegen irgendwelche Bestimmungen verstoßen, wie seinerzeit der Herr Johnson.
    Nur wenn er es „hat“, und so feiern will, sollte er auch für alle Kosten aufkommen, inklusive Polizei und Sicherheitspersonal. In wieweit dies in Frage kommt, bzw. auch rechtlich möglich ist, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

  5. Freddy Derwahl

    Der Maler-Priester Herbert Falken musste nach dem Tod seines Freundes, des Literatur-Nobelpreisträgers Heinrich Böll, bis zuletzt beim Kölner Kardinal kämpfen, damit dieser dem aus der Kirche ausgetretenen Böll, der mit einem Kreuz in der Hand gestorben war, eine kirchliche Beerdigung gestattete. Was bei dem konfessionslosen Paar Lindner in einer Kirche auf Sylt vor allem Medien-Rummel war, geriet beim Abschied von Heinrich Böll, zu dem auch Bundespräsident Richard von Weizsäcker in die Eifel gekommen war, zu einem Ritual schlichter christlicher Barmherzigkeit. Der Hamburger Pfarrer Evers sollte nicht über die leerer werdenden Kirchen klagen, denn Austritte und Fernbleiben vieler enttäuschter Menschen rühren nicht selten vom fehlenden Mut anpasserischer Kleriker, die sich zieren, dem zu dienen, wozu sie sich bei ihrer Weihe auf dem Boden liegend, beim Gesang der erschütternden Allerheiligen-Litanei, verpflichtet haben.

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