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Ukraine: Putin bringt Schröder als Vermittler ins Gespräch

14.03.2024, Niedersachsen, Hannover: Gerhard Schröder, Bundeskanzler von 1998 bis 2005, aufgenommen in seiner Kanzlei. Foto: Michael Kappeler/dpa

Kremlchef Wladimir Putin hat den seit langem mit ihm befreundeten Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht.

Obwohl sich die USA um Vermittlung bemüht hätten, könne er sich von europäischer Seite den früheren SPD-Chef als Vermittler vorstellen, sagte Putin am Abend bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau. „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.“

Das Büro des Altkanzlers teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, Schröder werde sich zu dieser Frage nicht äußern. Putin hatte auch gesagt, es brauche jemanden als Vermittler, der bisher nicht mit Gemeinheiten gegenüber Russland aufgefallen sei.

07.05.2018, Russland, Moskau: Gerhard Schröder (r), ehemaliger deutscher Bundeskanzler, gibt Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, bei dessen vierter Amtseinführung die Hand. Foto: Alexei Druzhinin/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. „Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.“ Er sagte auch, er glaube, dass sich der Krieg dem Ende zuneige. Der russische Präsident hatte die großangelegte Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 befohlen – und seine Kriegsziele bisher nicht erreicht.

– Schröder ist gegen Isolierung Russlands: Der mittlerweile 82 Jahre alte Sozialdemokrat Schröder, der von 1998 bis 2005 Kanzler war, steht seit Jahren wegen seiner Freundschaft zu Putin und Tätigkeiten für russische Öl- und Gaskonzerne in der Kritik – auch innerhalb seiner eigenen Partei.

Zuletzt hatte er Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Ende Januar in einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“ als völkerrechtswidrig bezeichnet und zugleich nachgeschoben: „Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind.“ Auch plädierte Schröder für die Wiederaufnahme von Energielieferungen aus Russland.

Schröder war nach seinem Ausscheiden aus der Politik lange Jahre für russische Energiekonzerne aktiv, unter anderem als Präsident des Verwaltungsrats der Nord Stream 2 AG, einer Tochtergesellschaft des russischen Energiekonzerns Gazprom. Die Pipeline wurde Ende 2021 fertiggestellt, ging aber wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 nicht in Betrieb – die Bundesregierung unter dem damaligen Kanzler Olaf Scholz (SPD) versagte die Betriebsgenehmigung. (dpa)

71 Antworten auf “Ukraine: Putin bringt Schröder als Vermittler ins Gespräch”

  1. Zuhörer

    Auch wenn ich Schröder nie mochte, er war als Bundeskanzler schon immer für Frieden, sonst hätten uns die Amis damals schon in den Irak-Krieg hinein manövriert.
    Er war der Meinung; Deutschland hätte genug Negative Erfahrungen mit Krieg gemacht.

    • Onkel Grimm

      Zuhörer: Er war der Meinung; Deutschland hätte genug Negative Erfahrungen mit Krieg gemacht.

      Er hatte die Hosen voll, trifft es eher.
      Nicht umsonst gibt es den englischen Begriff :“German Angst.

      Hat sich dann ja bei jeder weiteren Gelegenheit, in der deutsche Unterstützung nötig gewesen wäre wiederholt.
      Humanitâre Aufgaben, militärische Ausbildung ,…weit ab vom Geschehen, da sind sie dann stolz drauf.

    • Zuhörer

      @. Abraham Lincoln.
      Raffgierig sind alle Politiker, aber einer der kein Leben opfern will ist mir am liebsten.

      @. Onkel Grimm.
      Bei euch Großmäuler ist jeder der gegen Krieg und töten ist ein Feigling. Geht zuerst mal selbst in den Krieg. Ich bin der Überzeugung, beim ersten Schussgeräusch fällt ihr in Ohnmacht.
      Die wahren Helden sind diejenigen,die Konflikte ohne Tod und Zerstörung bereinigen !

      • Abraham Likoln

        Hier irrt der Zuhörer
        Mit Gazprom hat Russland soviel Rubel verdient und der Schröder hat Gazprom so Salonfähig gemacht, dass sogar Bundesliegamanschaften deren Geld nahm…es stank ja nicht mehr.
        Was machen die Russen mit den vielen Rubeln? Sie greifen Nachbarländer an und massakrieren, was ihnen in die Finger kommt.
        Das Putin-Schröder Gespann bleibt beste Freunde.
        …nee nee den Gerhard kann man durchaus als Friedenstaube durchgehen lassen.

  2. Alfons van Compernolle

    Zu den hier und heute gelesenen Kommentaren ein Zitat von Otto von Bismarck:

    > Es ist leichter zu Kritisieren als zu regieren <

    Auch, wenn ich kein Freund von G.SCHroeder bin , solle er eventuell koennen,was andere nicht koennen
    dieses unoetige Sterben von Ukrainern & Russen beenenden ????

    • Orangenhaut

      Das kann nur Putin beenden.

      Putins Schachzug Schröder ins Spiel zu bringen ist nur Beschäftigungstherapie für die Medien.
      Diskussionstoff für die Parteien. Damit sind die beschäftigt und streiten sich tagelang darüber, statt sich darauf zu konzentrieren wie man die Ukraine unterstützenkann und Putin endlich dazu zu bringen den Wahnsinn zu beenden.

      Der feine Putin.Kumpel Herr Schröder gibt seinen Namen für diese Nebelkerze natürlich gerne her.

      Wacht mal auf Leute

      • Alfons van Compernolle

        Orangenhaut: Das denke ich auch , A B E R , man sollte es doch probieren im Interesse der moeglichen Rettung von russischen & ukrainischen Menschenleben ! Auch Soldaten sind Menschen, ganz gleich aus welchem Land sie auch immer kommen.
        Ich denke das wir Menschen aus gleich welchen Motiven auch immer , schon genug „weinende Mùtter, kaputte Familien und massenhaft Waisenkinder “ produziert haben.

        • Orangenhaut

          Hat Selenskij nicht geantwortet, dass er nicht Karten spiele.

          Hat Trump nicht gesagt,dass er den Krieg innerhalb von 24 Stunden beendet?

          Was sollen ihre permanenten „klugen“ Einwürfe, WK?

        • Alfons van Compernolle

          WK.: das hat Trump mal gesagt und die Russen sind immer noch nicht in Kiew im Gegenteil,
          mùssen sich noch Soldaten aus Afrika und Nord-Korea besorgen um ihre Stellungen ùberhaupt halten zu koennen.
          Und dennoch Orangenhaut, man sollte es mit Schroeder mal probieren, es ist ein versuch wert, wenn man dadurch Leben retten kann. Aber ich denke Sie haben recht !

          • Joseph Meyer

            @Alfons van Compernolle
            Da bin ich vollkommen bei Ihnen: Das Leben der Menschen bewahren, in dem man Kriege vermeidet oder so schnell beendet wie möglich!
            In der Ukraine ist Putin derjenige der den Krieg beenden könnte und müsste, aber natürlich auch Selenskij und der Westen, ohne die NATO-Intervention wäre der Krieg sowieso längst beendet!
            Ich gebe hier ein Interview von Glenn Diesen weiter, welches ich nicht auf seinen Realitätswert einschätzen kann, welches mich aber erschreckt hat!

            11. Mai 2026 von Erdenmensch
            Sergej Karaganow: Wie Russland den neuen Weltkrieg gewinnen will

            https://stine113blog.de/2026/05/11/sergej-karaganow-wie-russland-den-neuen-weltkrieg-gewinnen-will/

                • @WK
                  Und was ist mit den Ukrainer in ihrer Heimat dem Donbass?
                  Scheiss egal?

                  Okay dann geben wir doch Raeren mit den 38% Deutschen an Deutschland ab.
                  Brüssel an Marroko.
                  Vielleicht noch die Küste an Holland.
                  Provinz Luxemburg an Luxemburg.

                    • Es ist die Entscheidung der Ukraine, was sie hergeben und was nicht.
                      Das entscheidet weder WK, noch Mungo, noch Trump und schon gar nicht Putin.

                      Sie wollen eine Lösung von mir hören.
                      Die Lösung lag seit Tag eins auf der Hand und nein sie lautet nicht Kapitulation.Denken Sie mal nach

                    • Liebster WK, Sie erzählen viel Mist, wenn der Tag lang ist.
                      Die Ukraine will die Kapitulation Russlands.
                      Das ist der Witz des Jahres.
                      Und dann übernimmt die agressive , imperalistische Ukraine Russland oder was? 🤣

                      Die Ukraine führt einen Verteidigungskrieg auf eigenem Territorium, um ihre staatliche Souveränität und die Grenzen von 1991 wiederherzustellen.
                      Es ist ein klassischer Fall von „Täter-Opfer-Umkehr“, bei dem so getan wird, als sei die Verteidigung des eigenen Landes ein aggressiver Akt gegen Russland.

                      Dass die Ukraine selbst entscheidet, worüber sie verhandelt, ist zudem der Kernpunkt der internationalen Diplomatie („Nothing about Ukraine without Ukraine“). Die Behauptung, die Ukraine fordere die Kapitulation Russlands, dient meist dazu, Verhandlungen als „unmöglich“ darzustellen, weil die Forderungen angeblich zu extrem seien – dabei fordert die Ukraine lediglich die Einhaltung der UN-Charta.

    • So what ?

      @ AVC,
      Ihre Kommentare bei OD sind unübertrefflich! Wenn es Sie – besser gesagt – Ihre Beiträge, nicht geben würde, müsste man Sie glatt erfinden! Zudem liefern Sie dem geneigten Leser immer tolle Mitteilungen privater Natur : von Ihren (mehrfachen) Diplomen als „Inscheniöor), Ihre tollen Bekannten aus der Politik und von sonstwoher. Ich erinnere mich nicht alle VIP’s die Sie bereits erwähnt haben, darunter aber beispielsweise Olaf Scholz, der, wenn ich mich nicht irre, Ihr Nachbar in Hamburg war und und und…..Vielleicht waren Sie auch ein Duz-Freund vom Altkanzler Schröder? Wenn ja, überzeugen Sie ihn doch als Vermittler aufzutreten oder eben es besser sein zu lassen. So wie ich ( und womöglich etliche andere) Sie einschätzen, dürfte das für Sie doch kein Problem sein….

      • Alfons van Compernolle

        So what?: nee, O.Scholz lebt(e) nur in selbigen Stadtteil als meine Familie. Und ja ab und zu, als er noch nicht Bùrgermeister war und seine Ehefrau noch Lehrerin und keine Ministerin gewesen ist, konnte man beide ab und zu „Beim Griechen“ auf dem Spritzenplatz in Ottensen (Altona) antreffen. Es ist auch richtig, dass meine verstorbenen Eltern und wir unmittelbare Nachbaren von
        Altkanzler Helmuth Schmidt waren seit 1950 ! Das bescheidene Reihenwohnhaus von Familie Schmidt ist 50m van meinem Elternhaus entfernt , meine Schwester wohnt dort immer noch!
        Schmidt’s Wohnhaus ist heute ein Museum !!
        Was G.Schroeder angeht, diesen habe ich einmal persoenlich 1996 in Belum (Niedersachsen , bei Stade ) kennengelernt, da war er aber noch MP.in Hannover und kein Bundeskanzler !
        Aber „So What“ ich habe wohl verstanden, dass Sie mich ,namenlos, als Spinner versuchen hinzustellen.

        • So what ?

          „Aber „So What“ ich habe wohl verstanden, dass Sie mich ,namenlos, als Spinner versuchen hinzustellen.“

          Bestimmt nicht als Spinner, AVC. Nee, keinesfalls; Wenn Sie ein solcher wären, hätten Sie doch niemals in diesen prominenten und/oder illustren Kreisen verkehrt.

          • Alfons van Compernolle

            Mit diesen Herrschaften verkehrt ?? , nun der eine wohnte 50m von meinem Elternhaus entfernt und war schon mit meinen Eltern gut bekannt, bevor ich geboren war, der Andere O.Scholz, wir hatten den gleichen guten Griechen als Restaurant und Kneipe . Essen sehr sehr gut und preiswert und Jimmy der Wirt, war der damalige
            Partner ( nicht Ehemann) meiner Schwester und Freund meines Vaters !
            Echt alles Zufall, das ich den einen oder Anderen in Deutschland oder Belgien kennengelernt habe, als Student an der Uni in HH und Rijksuniversiteit Gent.

  3. Vereidiger

    Der russische Machthaber hat hier meisterhaft einen Nebenschauplatz eröffnet: Zumindest in Deutschland wird begierig nach diesem Stöckchen geschnappt, um dieses Nicht-Thema bis ins kleinste Detail durchzukauen. Dabei weiß doch jeder, dass der Bundeskanzler a.D. keine allseits akzeptierte Persönlichkeit wäre, auch er selbst, weshalb er sich schlauerweise nicht dazu äußert.

    • Orangenhaut

      Herr Schröder war kürzlich zu krank um vor Gericht zu erscheinen, er habe einen schweren Burn-out.
      Es ging ja nur un.die Aufklärung der Rolle der Landesregierung unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beim Bau der russischen Gaspipeline Nord Stream 2.

      Nord Stream2. Welche Job führte Schröder nochmal aus und stand der Gehaltsliste Putins.
      Achja, …Interessenvertreter des mit ihm befreundeten russischen Präsidenten Wladimir Putin und als Wirtschaftslobbyist tätig, unter anderem als Verwaltungsratspräsident des Ostsee-Pipeline-Betreibers Nord Stream 2

      Idealer man für eine neutrale Vermittlung

  4. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Schröder kann es versuchen.Man sollte nichts unversucht lassen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden.Der Moment ist günstig.Die Russen sind etwas in der Defensive.Die Ukrainer haben militärisch aufgeholt.

    Nur sollte man Russland nicht demütigen.Das weckt Rachegedanken.Dieser Fehler wurde in Versailles gemacht nach dem ersten Weltkrieg.

  5. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Wenn man Frieden haben möchte, dann hätte man sich nicht des öfteren ausschließlich zum Speisen seit über vier Jahren getroffen, sondern hätte Resultate, nach den Friedensverhandlungen geliefert.
    Es lebe die Rüstungsindustrie, mit ihren politischen Lobbyisten 😵‍💫
    Ob Schröder es schafft, dies zu ändern?
    Schön wäre es. Denn bei jedem weiteren Kriegstag werden wir gerupft.
    Und schlimmer noch, es sterben wieder mehr Menschen. Jeder Versuch, das Trauerspiel zu beenden ist ein guter Versuch.
    Bleibt zu hoffen, dass der nächste Versuchnicht wieder durch selbst Bereicherung und oder an der Korruption scheitert.

  6. Dass Putin einen Vermittler vorschlägt, um dieses Blutbad zu beenden, Europa dies jedoch ablehnt und nicht einmal eine Alternative vorschlägt, zeigt, wie wenig Interesse Europa daran hat, diese Morderei in der Ukraine zu beenden – koste es, was es wolle …

    Wenn man zudem bedenkt, dass man einen korrupten Schurkenstaat „verteidigt“– mit goldenen Toiletten und Terroranschlägen auf die eigenen „Verteidiger“ –, braucht man nicht lange zu überlegen, weshalb …

    Folgt dem Geld (unseren hart erwirtschafteten Steuergeldern, versteht sich), und man findet die Antworten.

    • Der frühere Ukraine-Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, hat die europäischen Staaten dazu aufgefordert, diplomatisch stärker auf Russland einzuwirken:
      „Europa sollte sein gesamtes geopolitisches Gewicht auf die Verhandlungsschale werfen, um den Krieg möglichst schnell zu beenden“, sagte Melnyk. (Tagesspiegel)
      A. Melnyk hatte Deutschland und seine Vertreter schon vor 4 Jahren beleidigt und Waffen gefordert, jetzt soll verhandelt werden?
      Jetzt wollen kriegslüsterne deutsche Politiker aber nicht verhandeln, sondern den Krieg gewinnen, koste es was es wolle, kriegstüchtige Propaganda läuft an, die Namen der Trommler sind bekannt.
      Daher kann Keiner sagen, er habe es nicht gewusst – dies ist hinterher wichtig.
      Die Russen sollen 1 Oreschnik-Rakete nach Kiew geschossen haben, allerdings meint ein Sicherheitsexperte, „ohne Sprengkopf“. ??
      Ob Melnyk deshalb verhandeln will?

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