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1:5-Pleite in Freiburg: Mit KRC Genk verabschiedet sich die letzte belgische Mannschaft aus Europapokal

19.03.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Igor Matanovic (SC Freiburg, r) im Zweikampf mit Ibrahima Sory Bangoura (KRC Genk). Foto: Silas Stein/dpa

Aus! Das Spiel ist aus! Der KRC Genk ist raus! Der viermalige belgische Landesmeister KRC Genk ist am Donnerstag nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel vor einer Woche beim Bundesligisten SC Freiburg sang- und klanglos untergegangen. Die Limburger verloren im Breisgau 1:5.

Damit ist auch der letzte belgische Vertreter aus dem Europapokal ausgeschieden. Die Bilanz ist aus belgischer Sicht nicht so schlecht, trotzdem konnte man mehr erwarten.

Bis auf den FC Brügge, der in der Champions League immerhin die Playoffs für das Achtelfinale erreichte, und Union Saint-Gilloise, die sich für ihre allererste Saison in der Königsklasse achtbar aus der Affäre zog, blieben die drei anderen belgischen Vertreter hinter den Erwartungen zurück, vor allem der SC Charleroi und der RSC Anderlecht. Genk erreichte wenigstens das Achtelfinale der Europa League.

19.03.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Daan Heymans (KRC Genk, l) im Zweikampf mit Maximilian Eggestein (SC Freiburg). Foto: Silas Stein/dpa

Beim SC Freiburg hatte Genk trotz eines schwachen Beginns mit zwei schnellen Gegentoren zur Pause beim Stand von 2:1 für die Gastgeber noch alle Chancen, doch in der zweiten Halbzeit leisteten sich die Belgier krasse Fehler, die ihnen zum Verhängnis wurden.

Während den Gästen aus Genk im gesperrten Rechtsverteidiger Zakaria El Ouahdi einer der Besten fehlte, spielte bei Freiburg der im Hinspiel rotgesperrte Eggestein wieder auf der Doppelsechs.

Nach einer nervösen Anfangsphase von beiden Seiten übernahmen die zuvor in vier Pflichtspielen sieglosen Freiburger die Spielkontrolle – und das Spiel nahm Fahrt auf. Zunächst konnte Yuito Suzuki nach einer Flanke von Vincenzo Grifo den Ball direkt vor dem Tor von Genk nicht kontrollieren (18.). Doch dann war es kurz darauf Matthias Ginter, der einen Freistoß von Grifo zum 1:0 einköpfte. Und nur fünf Minuten später staubte Igor Matanovic nach einem Kopfball von Ginter zum 2:0 ab.

Der Sport-Club setzte das um, was Julian Schuster gefordert hatte: leidenschaftlich in die Zweikämpfe zu gehen, ohne die Balance zwischen Offensive und Defensive zu verlieren.

19.03.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Yuito Suzuki (SC Freiburg, M) schießt aufs Tor. Foto: Silas Stein/dpa

Zwar kam Genk mehrfach vor das Tor der Hausherren, spielte seine Chancen aber nicht konsequent zu Ende – bis Konstantinos Karetsas den Innenpfosten traf und Matte Smets mit dem zweiten Versuch aus kurzer Distanz zum 2:1-Anschluss einschoss.

– Schwere Patzer von Genk: Nach der Pause folgte schnell die Entscheidung zugunsten der Freiburger. Grifo schob nach einem kapitalen Patzer von Smets aus kurzer Distanz zum 3:1 ein. Suzuki schloss einen Konter nach einer Vorlage von Johan Manzambi zum 4:1 ab. Freiburg kontrollierte nun wieder die Begegnung und brachte den Erfolg sicher über die Zeit. Genk hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Maximilian Eggestein erhöhte mit einem wuchtigen Schuss sogar noch auf 5:1.

Der KRC Genk kann der Schlappe von Freiburg nicht lange nachtrauern, denn am Sonntag, wenn in der Jupiler Pro League um 18.30 Uhr der letzte Spieltag der regulären Meisterschaft bestritten wird, hat die Mannschaft von Trainer Nicky Hayen noch eine Minimalchance im Rennen um die Champions Playoffs (Plätze 1-6). Allerdings muss Genk zum einen in La Louvière gewinnen und gleichzeitig auf fremde Schützenhilfe hoffen, um AA Gent oder den RSC Anderlecht noch überholen zu können. (cre/dpa)

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