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Neues von der Erfindermesse in Genf: Dusche auf Zuruf, Fahrradweste mit Blinker…

10.04.2019, Schweiz, Genf: Reinhold Kett aus dem Bezirk Dachau bei München stellt auf der Genfer Erfindermesse seine Warnweste für Fahradfahrer vor. Kinder wie auch Erwachsene können Blinker fürs Abbiegen an der Weste über ein Steuerungsmodul am Lenker aktivieren. Foto: Christiane Oelrich/dpa

Auf Erfindermessen gibt es Aha-Erlebnisse: Warum hat es den Regenschirm mit Beleuchtung nicht schon längst gegeben? Oder die Parkbank, die nie nass wird? Und wer braucht ein Computerprogramm, das in fünf Minuten messen will, wie clever man ist?

So ein Ärger, auf dem Spaziergang eine Bank anzusteuern und dann festzustellen, dass sie nass oder mit Vogelkot verdreckt ist. Unter dem Schirm ist’s kalt und dunkel, und dann muss man noch nach dem Hausschlüssel suchen.

Für solche Probleme des Alltags haben Erfinder Lösungen parat. Auf der Erfindermesse in Genf zeigen 800 Kreative, wie das Leben einfacher werden kann.

10.04.2019, Schweiz, Genf: Taiwanesische Studenten stellen auf der Genfer Erfindermesse ihre Dusche vor, die sich auf Zuruf ein- und ausschaltet. Foto: Christiane Oelrich/dpa

Michael Könker, Maurer und Fliesenleger aus Bünde in Westfalen, ist diesmal mit seiner Wendebank dabei. „Ich gehe oft mit meinem Hund spazieren und habe mich immer geärgert, wenn ich mich irgendwo setzen wollte und die Parkbank war nass oder verdreckt“, sagt er. „So kam ich auf die Wendebank, es war wie ein Ideenblitz.“

Könker entwickelte die Wendebank, bei der sich Sitzfläche und Rückenlehne automatisch nach unten drehen, wenn niemand draufsitzt. Wer Rast machen will, kann Sitz und Lehne einfach hochklappen. „Die Bank für die Ewigkeit“, sagt Könker (49), der in Bünde schon ein Exemplar vor dem Ärztehaus installiert hat. Er sucht nun Lizenznehmer in aller Welt.

Pierre Cretin aus Genf arbeitet im Krankentransport. „Wie oft haben wir betagte Patienten mit Oberschenkelhalsbruch, die gestürzt sind“, sagt der Schweizer. Mit zwei Kollegen entwickelte er einen Gürtel mit Airbag für Menschen mit Sturzrisiko. Darin sind Sensoren, die innerhalb von 70 Millisekunden einen Sturz erkennen und die Luftkissen dann automatisch aufblasen. „Die Aufprallkräfte werden beim Knochen dadurch um ein Zehnfaches gemindert“, sagt er. Der Gürtel ist leicht und hat einen einfachen Klickverschluss.

Für Reinhold Kett (64) aus dem Landkreis Dachau bei München war Sohn Nathan (9) die Inspiration. Als der Junge in der Schule den Fahrradführerschein machte, kam Kett auf die Idee einer smarten Warnweste. Seine Kreation hat ein Bremslicht und Blinker rechts und links, die der Radfahrer am Fahrradgriff mit den Fingern bedienen kann. Die Energie kommt aus Solarpanels. Die Steuerung sei abnehmbar und somit auch für Skateboarder geeignet.

Der Elektroingenieur startete seine Erfinderkarriere mit 14 Jahren, als er bei „Jugend forscht“ gewann, wie er erzählt. Er sei weltweit unterwegs gewesen und habe nebenbei erfunden, zum Beispiel einen Luftballon mit Beleuchtung, der aber nicht mehr in der Produktion sei. Nathan sei auch schon Erfinder: Er baue eigene Roboter, sagt Kett.

Die Studenten der Taipei-City-Universität in Taiwan haben einen Regenschirm wahlweise mit Beleuchtung, mit Wärmestrahler oder mit Ventilator entwickelt, um in warmen Ländern beim Regen cool zu bleiben. Er lädt sich mit Solarstreifen auf, und im Schirmstock ist zusätzlich eine USB-Steckdose.

10.04.2019, Schweiz, Genf: Zwei Schülerinnen aus Hongkong stellen auf der Genfer Erfindermesse eine App vor, die sie mit entwickelt haben. Eltern bekommen ein Foto von der Pausenbox ihres Kindes nach der Pause direkt aufs Smartphone geschickt. So können sie sehen, was die Kinder in der Pause gegessen haben. Die App zeigt, welche Nahrungsbestandteile fehlen, empfiehlt etwas für das Abendessen und zeigt gleich, wo man das kaufen kann. Foto: Christiane Oelrich/dpa

Ihre Kommilitonen zeigen in einer Plastikbadewanne eine Dusche, die auf Zuruf – chinesisch oder englisch – angeht, den Strahl verändert und sich ausschaltet. „Hilfreich, wenn man ein Baby in der Hand hat, oder auch für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit“, erklären die Erfinder.

Zwei Schülerinnen aus Hongkong stellen auf der Genfer Erfindermesse eine App vor, die sie mit entwickelt haben. Eltern bekommen ein Foto von der Pausenbox ihres Kindes nach der Pause direkt aufs Smartphone geschickt. So können sie sehen, was die Kinder in der Pause gegessen haben. Die App zeigt, welche Nahrungsbestandteile fehlen, empfiehlt etwas für das Abendessen und zeigt gleich, wo man das kaufen kann.

Wer eine Welt sucht, in der Computer und Algorithmen Menschen bewerten, der ist bei Psychologe Dumitru Grigore aus Rumänien richtig. Wer die Hände auf seinen Computer legt, wird mit Elektroimpulsen vermessen. Innerhalb von fünf Minuten gebe es ein komplettes psychologisches Profil, sagt er. Intelligenz, räumliches Denken, Kommunikationsfähigkeit, mathematische Fähigkeiten – alles unter den rund 60 Merkmalen, die er bewerten könne.

Das System habe dank künstlicher Intelligenz mit 10.000 Testpersonen gelernt. „Das wäre doch bei Bewerbungsgesprächen interessant“, sagt er. Oder für die Armee. In Rumänien habe er schon einen Preis gewonnen für das innovativste Produkt für die nationale Verteidigung, sagt er. (dpa)

3 Antworten auf “Neues von der Erfindermesse in Genf: Dusche auf Zuruf, Fahrradweste mit Blinker…”

  1. Fahrradweste mit Blinker…
    wurde erfunden, um die Aachener Straße in Hergenrath zu befahren.
    Nach der Neugestaltung stellt man fest, oh, ein Fahrrad-Weg wurde vergessen. Oh Oh Oh n
    Im Zick Zack geht es von links nach rechts,
    hier ist die Weste mit Blinker unbedingt einzusetzen.

  2. Wunschdenken?

    Wann erfindet man endlich mal in Belgien:
    Senatoren welche auch im Senat sind?
    Weniger Regierungen und weniger Minister?
    Bei der DG weniger Referenten?
    Weniger Alibikonferenzen und stetige unnötige Versammlungen?
    Weniger Schulden und weniger Steuern?
    Wann endlich eine bessere Politikergilde?
    Wann endlich eine viel härtere Strafe bei Politikskandale?
    Wann endlich eine deftige Dezimierung der Diäten bei der Politik?

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