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Mehrwertsteuer auf Sport- und Kulturevents sowie auf Speisen zum Mitnehmen nicht erhöht

Die Mehrwertsteuer auf Take-away-Gerichte wird doch nicht erhöht. Foto: Shutterstock

Das Kernkabinett der Föderalregierung hat sich am Freitag darauf geeinigt, Sport, Kultur und Speisen zum Mitnehmen von der Mehrwertsteuerreform, an der noch gearbeitet wird, zu befreien. Das bedeutet, dass die Steuersätze für diese drei Bereiche unverändert bleiben.

Letzte Woche hatte der Staatsrat die von der Arizona-Koalition vor den Feiertagen zum Jahresende beschlossene Mehrwertsteuerreform verworfen. Daraufhin kündigte Premierminister Bart De Wever (N-VA) an, dass die Regierung ihren Entwurf überarbeiten werde.

Der erste Teil dieser Überarbeitung wurde am Freitag vorgenommen. Er betrifft die Punkte, zu denen die Rechtsabteilung des Staatsrats die meisten Anmerkungen gemacht hatte: Sport, Take-away-Gerichte und Kultur. Nach Angaben von „Les Engagés“ bleiben für diese Bereiche die Mehrwertsteuersätze unverändert.

Premierminister Bart De Wever (N-VA). Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Dieser Beschluss hat indes einen geschätzten Einnahmeausfall von 400 Millionen Euro zur Folge. Der fehlende Betrag soll bei der nächsten Haushaltskontrolle über die Mehrwertsteuer oder die Verbrauchsteuern auf andere Produkte oder Dienstleistungen ausgeglichen werden.

Die Arbeit ist also noch nicht abgeschlossen und wird nach den Karnevalsferien fortgesetzt, bestätigte Vincent Van Peteghem (CD&V) beim Verlassen der Rue de la Loi 16. Eine Erhöhung der allgemeinen Mehrwertsteuer von 21 auf 22 Prozent könnte wieder diskutiert werden, aber die MR will davon nichts wissen. Der liberale Vizepremier David Clarinval hat dies am Freitag erneut bestätigt. Die Mehrwertsteuerreform sollte eigentlich am 1. März in Kraft treten. (cre)

26 Antworten auf “Mehrwertsteuer auf Sport- und Kulturevents sowie auf Speisen zum Mitnehmen nicht erhöht”

  1. Der Alte

    Vernünftige Entscheidung da die Unterschiede zwischen höher und niedriger besteuerten Produkte zu schwamig waren. Zudem war ein elitistischer Unterton (noble oder weniger noble Kultur) nicht zu überhöhren. Bleibt jetzt abzuwarten, wo die 400 Millionen in Zukunft herkommen sollen.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      An Feiertagen sind solche Diskussionen, bestimmt günstiger für den Bürger ;-)
      Wenn man sich damit brüstet, Mehrwertsteuer nicht zu erhöhen, dann möchte man sie nicht senken.
      Also wieder viel Gelaber für nichts, außer der Tatsache, dass man sicher schon beschlossen hat ,welches andere Huhn man an dieser Stelle rupft.
      Notfalls klaut man ihm vorher noch die Eier, vergoldet sie im Anschluss und brüstet sich dann damit, dass man jemand bestohlen hat, um sich die Gehälter und Pensionen zu erhöhen.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          #WK/ Ah Ha. Es ist ja bekannt, dass man die Halter von den Kühen mit Rädern auch melken möchte.
          Der Einfallsreichtum der politischen Melkmaschinen scheint kein Ende zu nehmen.
          Vermutlich stammt diese Idee, vom Autonomen KI-Agenten 😉
          Eigentlich müsste man noch etwas dafür bekommen, wenn man während der Rush Hour, im Stau auf der Autobahn steht.
          Vielleicht kann man es ja verrechnen, wenn man den Nachweis erbringt ;-)

          • Hugo Egon Bernhard von Sinnen, auf frankophoner Seite in den RTBf-Sendungen war es der Vertreter der Engagés, der dafür eintrat. Zwei drittel der EU-Staaten haben eine, darum sehe ich nicht ein warum Ausländer gratis auf unseren Autobahnen fahren können. Haben die Engagierten nicht eine Verwandschaft zur CSU.

  2. Kasperle

    Wiedermal ein hilfloser Versuch der Poltik dem Unausweichlichem ein Schnippchen zu schlagen.
    Der Allgemeinheit wird in die Tasche gegriffen um die Hypermultimilliardäre noch ein bisschen reicher zu machen.
    Anstatt Lösungen zu suchen werden durch Regeln und Verbote immer mehr Probleme geschaffen.
    Dann sind hier noch ein paar Holzköpfe die das für richtig halten.
    Suche den Fehler!

  3. Peter Müller

    Heute eine Tasse Kaffee bei Kockartz getrunken, 2,80 Euro , davon 21 % Mehwertsteuer. mach mal locker 0.49 Cent aus !. Hat schon mal einer ausgerechnet, was man so im Monat an Mehrwertsteuer bezahlt ?.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #ne Hondsjong / Wenn man ihnen von ihren Einnahmen 40 bis 50% sofort anhalten würde und stattdessen alle Produkte, für die sie jetzt Mehrwertsteuer bezahlen, steuerfrei sein würden, bleibt ihnen dann am Ende vom Jahr mehr Geld übrig?

  4. Der lachende Vagabund

    Die ewige Krux mit unserer Politik,! Anstatt mal Vernünftige und Bürgernahe Entscheidungen zu treffen, schneiden diese Schlauberger sich immer mehr ins eigene Fleisch! Verdammt nochmal, kriegt ihr denn gar nichts richtiges mehr fertig!?! Armseelige Leute allemal! Nur noch Schulden auf Schulden, sowie eure eigenen Taschen füllen!? Den Rest kann der Bürger selber sehen dass er fertig wird?! Steuern auf Steuern, und Schulden auf Schuloden! Das ist alles was sie tun!?

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