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Hillclimbing: Himmelfahrtskommando im „Teufelshang“ in Andler [mit VIDEO]

Als schräg, schrill und vor allem kompromisslos bezeichnen die Schönberger Hillclimber selbst ihre Veranstaltung.

An diesem Wochenende sind erneut die „tollkühnen Männer auf ihren fliegenden Zweirädern“ unterwegs, um den „Teufelshang“ in Andler bei Schönberg zu bezwingen. Auch zur bereits 14. Ausgabe des Rennspektakels „Hillclimbing“ erwartet das Organisationskomitee mit Präsident Rainer Baures wieder einmal Tausende Motorsportfans aus dem In- und Ausland.

Vor 14 Jahren wurde die unscheinbare Steingrube in Andler vom findigen Promotor Roger Lecoq entdeckt, so dass in Zusammenarbeit mit dem lokalen Verkehrsverein das erste „Hillclimbing“ in Belgien veranstaltet werden konnte.

Dieses erste Rennen fand eine Woche vor Weihnachten statt, sodass die fünf Pionierbiker, darunter Eric Lejeune und Klaus Klein, damals noch im Schnee um Bestmarken kämpften.

Es begann vor 14 Jahren im Schnee…

Es sehe zwar alles äußerst spektakulär aus, doch die Fahrer seien durch entsprechende Schutzkleidung gut gesichert, sagen die Organisatoren.

Es sehe zwar alles äußerst spektakulär aus, doch die Fahrer seien durch entsprechende Schutzkleidung gut gesichert, sagen die Organisatoren.

Für die Organisatoren aus Schönberg war die Hillclimbing-Szene völliges Neuland: „Es sah alles sehr verwegen und gefährlich aus, wie die Fahrer mit ihren Motorrädern nach dem mörderischen Vorpreschen der Schwerkraft schlussendlich dennoch Tribut zollten und hinterrücks die Piste hinunterpurzelten“, so die Erinnerungen der Chefplaner.

Die Resonanz des Wettbewerbs war von Beginn an überwältigend, so dass der Fortsetzung dieser Motorsportmaßnahme nichts im Wege stand.

In den vergangenen Jahren reifte das Hillclimbing zu dem Motorsport-Top-Event in Ostbelgien schlechthin. Schräg, schrill und vor allem kompromisslos, bezeichnen die Schönberger Hillclimber selbst ihre Veranstaltung. Es handele sich einfach um eine einzigartige Off-Road-Sportart, bei der Dreck meterhoch spritzt, die Bikes hochsteigen, sich spektakulär überschlagen und im Alleingang den schnellsten Weg nach unten suchen.

Das Publikum lechzt nach Action und nach Fun

Die Fahrer kämpfen nicht nur um jeden Höhenmeter, sondern suchen mitunter auch den spektakulärsten Sturz, denn das Publikum lechzt nach Action und möchte Gefahr hautnah spüren.

Neben den Fahrern selbst müssen auch die zahlreichen Streckenposten nahezu Extremsport betreiben.  An Seilen gesichert helfen die Posten den gestürzten Fahrern aus ihrer oftmals misslichen Lage.

Neben den Fahrern selbst müssen auch die zahlreichen Streckenposten nahezu Extremsport betreiben. An Seilen gesichert helfen die Posten den gestürzten Fahrern aus ihrer oftmals misslichen Lage.

Es sehe zwar alles äußerst spektakulär aus, doch die Fahrer seien durch entsprechende Schutzkleidung gut gesichert, so sie Organisatoren. Es handele sich keineswegs um Harakiri-Piloten, die eigene Verletzungen provozieren; zwar sei der Sport gefährlich, doch die strengen Sicherheitsbestimmungen garantierten die Gesundheit der Fahrer, so die Einschätzung.

Nur die Maschinen gehen demnach ab und an zu Bruch. Um den teilnehmenden „Hellriders“ auch ein entsprechend anspruchsvolles Wettkampfambiente zu bieten, haben die Mitglieder des lokalen Verkehrsvereins in den vergangenen Jahren weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Steinbruch in ein wahres Hillclimbing-Paradies zu verwandeln.

So entwickelte sich das Spektakel vom anfänglichen Spaßevent zum wahren Publikumsmagneten mit einigen Tausend Zuschauern.

Die Steilwand in Andler ist enorm schwierig

Rennleiter Raymond Braquet (links) beim Start.

Rennleiter Raymond Braquet (links) beim Start.

Die Fahrer lieben die Strecke in der ehemaligen Andler Steingrube vor allem wegen ihres anspruchsvollen Charakters, so dass Anmeldungen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und den Niederlanden vorliegen, um am letzten August-Wochenende erneut die „Besteigung“ in Angriff zu nehmen. Es handelt sich laut Organisatoren um eine eingeschworene Hillclimbing-Familie von rund 55 Fahrern aus ganz Europa, die hier nach Andler kommen, um Fun zu haben.

Die Zuschauer lieben vor allem die simplen Wettkampfregeln. Das Prinzip ist denkbar einfach, geht es doch lediglich darum, den Berg mit einem Motocross-Gefährt möglichst hoch hinaufzujagen.

Gerade das stellt ein halsbrecherisches Unternehmen dar, da die 100 Meter lange Steilwand in Andler enorm schwierig und mit zahlreichen Felsen übersät ist sowie vor allem auf den letzten zwanzig Metern ungemein steil wird. Erst zwei Mal konnte der Hang bezwungen werden. (eb)

Weitere Infos unter www.hillclimbing.be

Nachstehend ein VIDEO mit spektakulären Filmaufnahmen vom Hillclimbing 2012 in Andler:

 

22 Antworten auf “Hillclimbing: Himmelfahrtskommando im „Teufelshang“ in Andler [mit VIDEO]”

  1. Wenn man sich das Video ansieht, kann man sich nur wundern, dass bei dieser Veranstaltung nicht öfters etwas Schlimmes passiert. So ein Mororrad auf den Kopf, selbst mit Helm, meine Güte…

  2. die wahrheit

    Ich war schon öfters dort und muss wirklich sagen, dass es eine tolle Veranstaltung ist. Sie ist top organisiert. Ferner muss auch erwähnt werden, dass die Fahrer Schutzkleidung tragen. Dies ist Pflicht, ansonsten ist ein Start verboten. Ich kann die Organisatoren nur loben für ihre tolle Arbeit, weiter so. Kein Wunder das viele Tausend Zuschauer aus vielen Ländern Europas anreisen, um nur dabei sein zu dürfen. Mittlerweile ist ein richtiger Freundschaftsbund entstanden. Andler wir kommen, bis MORGREN , die Jungs aus Eupen, WAAAAHHHHH

  3. Bin seit über 10 Jahren dabei – top Organisation, weil quasi alles anpackt, was Beine hat… – tolle Typen – Spaß und Fun ohne Ende – keine nennenswerten Probleme, denn für alles gibt´s schnelle unbürokratische Lösungen – super Stimmung am Hang und auf dem Camping/schon seit Tagen – muss man einfach erlebt haben.
    Hoffentlich kommt keiner der ewigen Nörgler auf die Idee, dieses Mega-Event hier „kaputt zu schreiben“, denn das wäre völlig unplaziert.
    See you on the Andler-mountain!

        • Réalité

          „Sleepen =Schnarch….Schnarch….kann ju och in Oipen,de Kapitalsitti van den Ostkantones.In et Haus „Heidberg“ (also nit HEIDELBERG!!).On ze esse jät et in „La belle Montagne“,bocup de“ Cwiss de grenuje“ ob Platt „Fröschschenkele“, sin sehr lecker un immer frisch us de Ur.Weisswein jibt et keene,is all wegjedronke in de jrusse Kapitalsitti va Brussels!Mä,objepasst!Et jibt jenuch“Bières de Belvâ“…..!Also nix wee ob nach dä schunge Berech,do önne honner dee Bäreschwyz,on dat schunge Urtal!(keene Angst Jerhards,dee Bäre on dee Brunobär sin längst kaputt!!)Verstane,compris on „hau du ju du“ jerhards

            • De vrouw kannst de ruhig mitbringen üwwert Venn, denn in Andler jibt et och z.B. Waffeln,
              Kaffee, schöne Rocker, Red Bulli light, Klaaftische, Platz für Liegestühle, Bräute ohne Ende und fast so viele weibliche Zuschauer als Mannekens. Also, Frau Gerhards, nix wie mit ab nach Andlercity.

            • Réalité

              @ gerhards
              Hei Jerhards!jäf Dich ob Lapp!Die do une in „dat Grisslivälij“ (ob Änglich)-„la Montagne des Urs“( ob Franzüch)-„dee „Bäreschweiz“ (uff Schwyzerdütch),die warden ald ob üch!Jute Nam-Nam,bonne cuisine,is extra anjesacht des Wikend,un zwar va:Lafer/Lecker/Lichter un dat Ricarda un dä Eric va ZemVegt:
              Menufolge:
              -Negdejer Jromperezop (Soupe de patates de Neidange)
              -Knöddele us dem Ourtal us Mehl van Manderfelds Hermann,(Knödelle du val de l’Our de la farine de Hermann Manderfeld),mit Surmelke un Popebladersalat usem Jarde van Verschnegd (Salade des Poupées et des Pissenlits du jardin de Verschnegd)(nit falsch verston!!Un on dat Bett do pinkele…!!)
              Dazu ein saftiges Steak aus Bärenfilet.
              -Dessert:Waldbeeren aus Eimerscheid und aus dem Eiterbachtal (e su jot,do jift et keen Übersetzung für)
              Also Jerhards,auf nach „A(n)DLERSITI“,un jode Reise on vill Hunger in’d Jepäck-JELLD!

      • Réalité

        @ gerhards
        @ die wahrheit
        …..ene jute Tip Jerhards do van „die wahrheit“!!Guckes ob dä link van him do oven!Do findst de Natur Pur!Un Superschnarchlieje!Nit weit von „HASENVENN“ ob Franzüch „LA FAGNE DES LAPINS“,janz nah bei „EIMERSCHEID“ ob Platt „EMMESCHETT“-ob Franzüch „LA BÛCHE DES SEAUX“-un net wegt van „A(n)DLERMÜLLE (ob Platt) un ob Franzüch „MOULIN DES AIGLES“!Do finds Du d’r Himmel ob d’r Äd!Mach dich ob Lapp dahin!!!Tipp zum Schluss:Setz dich on dä Vennleiner,für dee Rückfahrt am Sondech has de bald de janze Bus für dech alleine!Dä naheste Flugplatz is in et Könegsland,in Böllenge.Mä pass ob!Öfters is da „VILL WIND“,dä berüchtigte „BÖLLENGER WÄND“….da jäfen dee Flüje wal umjeleitet na Bitburg (kennste jo van „BITTE EIN BIT“)JELLT!?Juten Reise an’d janz Fämili Jerhards no dem Süden!

  4. Knallköpp

    Hoptsaach et mescht Krarr! Wenn 1.200 Löck 100 Kilometer für ä juden Zwäck se Fuuss jon, interessiert dat bahl keng Soj, wenn äwer do sun en levensmüd Volljasspinner bzw. -idioten probieren op Berich erop ze kuhn, daaaaan os dat spannend. Jidderengem senge Spass, mer muss dat Jo net verston.

  5. Ich möchte nicht in der Haut des zuständigen Bürgermeisters stecken, in dem Fall wo einer oder mehrere Tote zu beklagen sind.

    Viele andere Sachen werden wegen eventueller Gefahren gesperrt, zB. ungesicherte Kinderspielplätze.

    • Lieber Her Wermut – Sie machen sich unnötig zu viele negative Gedanken; das ist auf Dauer schlecht für Ihre Gesundheit. Wenn Ihre Denkweise richtig wäre, dann dürften viele Sportarten usw. nicht mehr ausgetragen werden. Man kann auch die Treppe runter fallen – müssen deshalb alle Treppen durch Aufzüge ersetzt werden? Waren Sie schon mal beim hillclimbing? Ich war heute dort: nur Positives zu berichten, ….außer, dass eine Frau auf dem Campingplatz in den Grill gefallen ist – daraufhin haben die Veranstalter aber nicht alle Grillstätten verboten… Morgen sollten Sie vorbei kommen und übermorgen die Spielgeräte auf Ihrem Kinderspielplatz reparieren!

    • die wahrheit

      Hallo, ich fahre gleich wieder nach Andler, da ist der Bär los. Sie (Wermut) mit ihrem negativen Gedankengut. Entfernen Sie sich bitte von ihrem Computer, der könnte strahlen und ihren Tod herbei führen. Wie viele Fussballspieler sind auf dem Platz schon gestorben? Hat der Bürgermeister sich dafür zu verantworten? Alles Quatsch. Die Eifler haben gute Bürgermeister, die nicht so verklemmt sind, wie sie. Fahren Sie bitte auch kein Auto, sonst muss sich ihr Bürgermeister verantworten.

  6. na ja Wermut: Sie sollten doch besser morgen nicht nach Andler fahren, denn die Veranstalter, die Fahrer, die Camper, die Besucher, die Vereinsmitglieder, das Notarztteam, das MRT, die vielen Helferinnen und Helfer, einfach alle Anwesenden sind fröhlich, gut gelaunt, optimistisch und positiv. Da würden Sie einfach nicht hineinpassen!

    • Réalité

      @ gerhards

      Na Super!Die Bäreschwyz is doch besser wie dee Galmeiblume va Kelemes!
      Un uffjepasst,jang net zuviel an dee „(Frosch)SCHENKELE“!Wir haben Dir nicht zevill versproche Jerhards,un amüseer dech janz doll!Jelld!

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