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In den Schulen der DG keine Verlängerung der Ferien von Allerheiligen bis 11.11. – „Zum Wohle der Kinder“

Foto: Shutterstock

AKTUALISIERT – Nachdem die Französische Gemeinschaft am Donnerstag angekündigt hatte, die Allerheiligen-Ferien bis zum 11. November zu verlängern und somit die Schulen an zwei zusätzlichen Tagen zu schließen, hat die neue Unterrichtsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) angekündigt, dass die DG keine außergewöhnliche Verlängerung der Ferien in Betracht ziehen werde.

Nach einer kurzfristig angesetzten Konzertierung mit allen Schulleitern und Schulträgern habe die Ministerin die Entscheidung „zum Wohle der Kinder“ getroffen, hieß es.

Die Schulen in der DG werden wie geplant am 9. November den Unterricht wiederaufnehmen.

Die neue Unterrichtsministerin der DG, Lydia Klinkenberg. Foto: Gerd Comouth

„Eine Verlängerung der Ferien – gleichzusetzen mit einer Schließung der Schulen – wäre das falsche Signal an Eltern, Schüler und Lehrpersonen“, hieß es in einer Pressemitteilung.
„Es gibt keine Nachweise dafür, dass die Infektionsherde in Ostbelgien sich in den Schulen befinden. Im Gegenteil, die Ansteckungen finden außerhalb der Schule bei Treffen mit Freunden oder Familienfeiern statt. Unsere Schüler haben bei der Aussetzung des Unterrichts im Frühjahr bereits wertvolle Unterrichtszeit verloren, daher ist in meinen Augen jeder Unterrichtstag in der Schule wichtig, um weitere Lernrückstände zu vermeiden. Eine Schulschließung ist für uns keine Option“, so die Bildungsministerin.

Solange es aus sanitärer Sicht möglich sei, werde man alles daran setzen, dass die Schüler die Schulen durchgehend besuchen könnten, begründete die Ministerin die Entscheidung, die gemeinsam mit den Schulleitern und Schulträgern getroffen worden sei. (cre)

47 Antworten auf “In den Schulen der DG keine Verlängerung der Ferien von Allerheiligen bis 11.11. – „Zum Wohle der Kinder“”

  1. Kritiker

    Wenn die Pandemie weiterhin so wütet, dann sollten auch die Weihnachtsferien zumindest auf 3 Wochen verlängert werden. Alles in der Hoffnung, dass wir im Frühling einen sehr guten Impfstoff haben werden…

      • Piersoul Rudi

        @ Müllerkappes(16/10/2020 09:06)
        Mag sein das Sie den Kommentar des Herrn Peter Müller(15/10/2020 19:37)ein „geistreicher Kommentar“ finden…
        Ihre Antwort dagegen „sagt einem noch weniger“…
        Vielleicht hätte Herr Müller es „anders formulieren“ sollen.
        Daher versuche ich es mal auf eine andere Weise…
        Ich habe 2 Kinder, beide mittlerweile außer Haus und berufstätig.
        Vor gut 30 bzw 25 Jahren waren die Beiden ebenfalls klein und schulpflichtig…Mama und Papa(also wir, seine Eltern) beide berufstätig.
        Keine Großeltern oder andere Familienmitglieder der parat standen, nur…Freunde die selbst berufstätig waren.
        Manchmal waren Nachbarn bereit…wenn es passte…
        Wir haben selbst Lösungen finden müssen…und haben es auch hinbekommen…
        Leider konnten wir uns nicht alle Träume leisten…aber das ist eine Wahl die man trifft wenn man Kinder hat…

        • Müllerkappes

          @Piersoul Rudi
          Ihre andere Weise es zu beschreiben, ändert absolut Nichts an meinem Kommentar zu Peter Müller Aussage. Meine Kinder sind ebenfalls mittlerweile aus dem Haus und ich habe früher die selben Probleme gehabt wie Sie von Ihnen beschrieben wurden. Ich finde den Kommentar von Peter Müller in diesem Kontext einfach nur unangebracht.

    • Lass mich raten, Peter, du hast keine Kinder, sie sind schon aus dem Haus oder du hast ein Heimchen am Herd, das sich um die Kinder kümmert. Anders kann ich deinen Beitrag nicht einordnen.

      Falls du dich jemals gefragt hast, warum viele Paare keine oder nur wenige Kinder in die Welt setzen, dann kann ich dir sagen: Auch wegen Leuten wie dir.

    • Windmüller

      @müller
      Sie wollten Rente? Wir Kinder würden Sie auch lieber begraben und das Geld für uns nutzen. Oder wir stellen Sie in die Ecke als Hutständer,dann haben Sie auch einen Zweck.

    • Besorgte Mutter

      Was soll dieser alle Mütter und Väter beleidigende Kommentar?
      Glauben Sie denn, dass die heutigen Eltern bei der Entscheidung für Kinder diesen Coronakram auf dem Schirm hatten?
      Haben Sie selber es nie zur Vaterschaft gebracht und sind jetzt eifersüchtig auf andere oder was soll das?
      Wissen Sie wie hart das Leben in der Zeit mit kleinen Kindern ist, denn die meisten müssen gleichzeitig auch noch das eigene Haus abstottern und oftmals ist das Berufliche auch noch nicht so ganz gefestigt. Wenn ich so eine Meinung hier lese, dann könnte ich richtig hart k….n.

  2. Lehrerin in der Wallonie

    Bei allem Verständnis für die Eltern…die derzeitigen Unterrichtszustände in den Schulen werden allmählich unerträglich! Durch die zunehmenden Abwesenheiten von Schülern und Lehrern verkommt der Unterricht zu einer simplen Beaufsichtigung und verliert immer mehr an Effektivität. Allmählich hat man wirklich das Gefühl nur noch ein Chaos zu verwalten. Ich unterrichte an zwei kleinen Schule in der Wallonie Allein heute sind 3 Kollegen aufgrund der Pandemie ausgefallen. Bereits viele fehlen schon seit Tagen. Das heisst für die Kollegen, die noch da sind: alles übernehmen, was möglich ist! Heute habe ich drei Klassen gleichzeitig übernommen. Wenn noch mehr Kollegen ausfallen, dann müssen wir die Kinder sowieso nach Hause schicken. Auch Schüler und Eltern fallen wie die Fliegen! Man hat etliche abwesende Schüler pro Klasse, die ja dann auch nach ihrer Rückkehr bei der Aufarbeitung der versäumten Materie unterstützt werden müssen, während wieder andere abwesend sind. Einzelne Klassen werden geschlossen, weil es positive Schüler gibt. Und nebenbei läuft der ganz alltägliche Wahnsinn auch noch. Ich denke, dass trotz allem Engagemet das Limit aller Beteiligten in den Schulen bald erreicht ist!

    • Walter Keutgen

      Jo Wa! Die Frage erhitzte auch Gemüter im Innern des Landes. Es heißt nämlich „Communeauté française de Belgique“. Ich habe in meinem Petit Larousse von 1962 nachgesehen. Da steht für „français“: Adjektiv, a) was die französische Nation betrifft, b) was die französische Sprache betrifft. Es ist also keine verdeckte Heim-ins-französische-Mutterland-Benennung. http://Www.leo.org und Langenscheidts Taschenwörterbuch geben für „français“ nur die Übersetzung „französisch“.

  3. Die aktuelle Situation führt dazu dass das Bildungsniveau der Eltern noch entscheidender wird für die Zukunft ihrer Kinder. Wer selbst Wissen vermitteln kann dessen Kinder kommen besser durch diesen Irrsinn als die der „bildungsfernen Schichten“. Dem zukünftigen sozialen Frieden wird das nicht zuträglich sein, und das alles wegen „Corona“….

  4. Die Ministerin will aber einen Betreuungsdienst für Kinder berufstätiger Eltern gewährleisten… Äh, was ist denn der Unterschied für das Corona-Virus ob die Kinder in der Schule oder in der Betreuung zusammen sitzen? Wir werden von Irren regiert….

  5. dr fritz van ut jen aunderstadt

    Es ist haarsträubend welche Signale unsere führenden Politiker momentan von sich geben. Seit wir losgelöst sind von der Wallonie in Fragen der Pandemie offenbart sich ihr wahres Niveau. Von Weitsicht, Vorsicht fehlt jede Spur. Sie wähnen sich noch immer auf einer Insel, die sie als Orange einstufen. Dabei haben es diese Woche Dg Gemeinden in die Top 10 der Infektionen geschafft. es ist nur ein Frage der Zeit bis diese sich auch in Zahlen bei den Krankenhäusern niederschlägt. Vielleicht ist man aber auch noch beim Mini Trump in NRW zum Essen und Einkaufen und muss nun in Quarantäne?

    • Wie wahr!

      Da hat der Fritz den Nagel auf den Kopf getroffen.
      Die Regierung der DG liefert in Sachen Weitsicht, Vorsorge und Gefahrenabschätzung ein ganz schlechtes Bild ab.
      Die Entwicklung der Pandemie war mit Blick auf Herbst und Winter bereits vor 2 Monaten vorauszusehen.
      Leider nicht an der Klötzerbahn.
      Am Kaperberg schläft man ohnehin den Schlaf der Gerechten.
      Was ist mit der Opposition in diesen Tagen. Weiterhin ein Stillhalteabkommen?
      Da trägt man lieber Scharmützel über den Handygebrauch des Präsidenten aus.

  6. J. Fensterkreuz

    Standpunkt der Regierung für Dummies:

    Nein, wir schließen die Schulen nicht. Wir sind sind nämlich verantwortungsvoll. Wir schicken nur ein Viertel der Schüler und der Lehrer abwechselnd in Quarantäne, so dass ein Chaos sondergleichen entsteht. Diejenigen, die zur Schule kommen, müssen sich vermummen, während es überall eiskalt ist vom virusvernichtenden Lüften. Und wehe, ihr gewissenlosen Nichtswürdigen meldet nicht sofort jede triefende Nase an kaleido!
    Ach ja… Natürlich schiebt ihr alle Überstunden bis in die Nacht per online-Unterricht! Wie, ihr Vollpfosten von Lehrern und Eltern kommt damit nicht klar? Imkompetentes, faules Pack, dem die Bildung der Kinder egal ist!

  7. volkshochschule

    Wie soll ein normaler Unterricht möglich sein in Zeiten einer Pandemie. Ältere Lehrer haben Angst um ihre Gesundheit, alle 20 Minuten sollen die Klassen durchgelüftet werden, manche Fenster lassen sich aber gar nicht öffnen. Die Schüler tragen ihre Jacken und Mäntel wegen der Kälte und der Zugluft.

    • Was in der Schulzeit versäumt wurde holt man eben auf der Volkshochschule nach. Und Bildung wird eh überschätzt, wer weniger weiß ist fester im Glauben an das was die Autoritäten verkünden. So sind schon unsere Eltern und Großeltern erzogen worden. Schule, sowie nur was für Leute die zu faul sind richtig zu arbeiten. Corona sei Dank….

  8. „Schulen sind nicht die Quelle der Krankheit“, sagte er. Yenicik Minister. Können Sie diejenigen, die an den Veranstaltungen, Versammlungen und Feiern teilnehmen, die Sie als Krankheitsquelle betrachten, von der Schule trennen? Der neue Minister ist die populistische Entscheidung.

  9. Und wie soll der Unterricht organisiert werden, wenn mehrere Lehrer entweder erkrankt oder in Quarantäne sind? Klassen zusammen legen? Ersatzlehrer suchen, wenn es keine gibt? Auch hier kann die Regel nicht einfach auf alle Situationen übertragen werden. Entscheidungen treffen und sie umsetzen sind zwei paar Schuhe.

  10. Professor Schnapsidee

    Sehr gute Entscheidung ! Was sollten die zwei Urlaubstage denn bringen ? Das Vorurteil über « faule Lehrer » anheizen ? Corona besiegen, wenn doch « Garderie » stattfindet ?

    Besser wäre es, wenn die französische Gemeinschaft mal die Lage an den Universitäten in den Griff kriegen, das (überfüllte) Schulbusangebot verdoppeln oder die Hygiene in den Schulen verbessern würde.

    Das war wieder so’ne politische Schnapsidee, die unsere neue Ministerin zum Glück nicht aufgegriffen hat!

  11. Es ist doch sehr traurig feststellen zu müssen, dass für ganz Belgien noch nicht einmal EINE Entscheidung getroffen werden kann… DG, Wallonie, Flandern… ich wünsche mir EINE Regierung für unser Land zurück ! Aber Dank der Flamen und ihren Staatsreformen ist nichts mehr wie es mal wahr… damals war Belgien noch eins… jetzt ist es nur noch ein Kakophonieland ! Ich schäme mich für die Politiker.

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