Fußball-Weltmeister Argentinien hat das WM-Märchen von Kap Verde nur mit großem Zittern beendet. Der Titelverteidiger benötigte seinen Superstar Lionel Messi, eine 30-minütige Extrazeit und zwei überraschende Rückschläge, um den krassen Außenseiter in einem packenden und denkwürdigen Sechzehntelfinale mit 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung niederzuringen.
Vor 64.478 Zuschauern in seiner Wahlheimat Miami schoss Messi in der 29. Minute bereits sein siebtes Tor bei diesem Turnier und sein 20. insgesamt bei einer WM. Nach der Pause bestrafte Deroy Duarte (59.) das erste Mal die argentinische Passivität.

03.07.2026, USA, Miami Gardens: Sidny Lopes Cabral (13) aus Kap Verde reagiert auf die Niederlage. Foto: George Walker IV/AP/dpa
Auch in der Verlängerung kam der kleine Inselstaat nach dem 1:2 durch Lisandro Martinez (93.) noch einmal zurück. Denn der frühere Rot-Weiß-Erfurt- und Viktoria-Köln-Spieler Sidny Lopes Cabral gelang in der 103. Minute ein Traumtor. Argentiniens Treffer zum 3:2 wurde von der FIFA als Eigentor von Diney Borges gewertet in der 111. Minute – nach einem Eckball von Messi.
Der Außenseiter Kap Verde wuchs auch in dieser Partie über sich hinaus. Genau so, wie das Team des kleinen Inselstaats in der Vorrunde schon die Ex-Weltmeister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) getriezt hatte, spielte es auch diesmal: mit einem massiven Verteidigungsring vor dem eigenen Strafraum.
Kap Verde hätte fast eine der größten WM-Sensationen geschafft nach der von Nordkorea 1966, das erst Italien in der Vorrunde ausschaltete und dann im Viertelfinale gegen den späteren WM-Dritten Portugal sogar 3:0 führte, bevor Superstar Eusebio das Spiel fast im Alleingang drehte (5:3). (dpa/cre)
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