Politik

Ecolo setzt für PDG auf Doppelspitze mit Franzen und Mockel – Braun „nur“ auf Platz 24

Freddy Mockel und Franziska Franzen. Foto: OD

Die Ecolo-Partei hat am Freitag in Eupen ihre „strategischen“ Kandidaten für die Wahl zum PDG am 25. Mai bekannt gegeben. Die Grünen setzen auf eine Doppelspitze. Platz 1 nimmt erneut Franziska Franzen ein, die fünf Jahre Fraktionssprecherin war. Auf dem 2. Platz findet man Freddy Mockel.

Als eine Überraschung kann die Tatsache gewertet werden, dass Karl-Heinz Braun lediglich die 24. Stelle auf der Ecolo-Liste belegen wird. Grund dafür ist, wie Braun selbst bei der Pressekonferenz im Parlamentsgebäude versicherte, dass er ein Mandat im PDG nicht mehr mit seinen beruflichen Verpflichtungen als Informatiker vereinbaren kann.

Die "strategischen" Kandidaten von Ecolo für die PDG-Wahl. V.l.n.r.: Karl-Heinz Braun, Monika Dethier-Neumann, Freddy Mockel, Franziska Franzen, Roswitha Arens und Marc Niessen. Foto: OD

Die „strategischen“ Kandidaten von Ecolo für die PDG-Wahl. V.l.n.r.: Karl-Heinz Braun, Monika Dethier-Neumann, Freddy Mockel, Franziska Franzen, Roswitha Arens und Marc Niessen. Foto: OD

Listenplatz 3 nimmt Roswitha Arens ein, Listenplatz 4 Marc Niessen. „Listendrückerin“ auf Platz 25 ist Monika Dethier-Neumann. Die übrigen Kandidaten werden zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt. Dies gilt übrigens auch für den Spitzenkandidaten bei der Europa-Wahl.

Das Motto der Grünen lautet für den bevorstehenden PDG-Wahlkampf „Gut leben in der DG“.

Ecolo will natürlich nach den nächsten Wahlen Regierungsverantwortung übernehmen, sofern dazu programmatisch auch ausreichend Übereinstimmung mit anderen Listen besteht. Eine Koalition mit Karl-Heinz Lambertz (SP) ist laut Ecolo-Spitzenkandidatin Franziska Franzen nur möglich, wenn sich der heutige Ministerpräsident, dem Macht und Machtspiele sehr wichtig seien, für eine andere Methode der Politikgestaltung entscheide. Ecolo stehe für eine Politik „auf Augenhöhe und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Deutschsprachigen Gemeinschaft“.

„Gut leben in der DG“ lautet das Wahlkampfmotto

Das Wahlkampfmotto „Gut leben in der DG“ richte sich natürlich an alle Bürger, so Franziska Franzen. Allerdings fügte die Spitzenkandidatin hinzu: „Im Fokus stehen dabei jedoch vor allem jene Menschen, denen es nicht so gut geht.“

Sie "drücken" die Liste: Karl-Heinz Braun (Platz 24) und Monika Dethier-Neumann (Platz 25). Foto: OD

Sie „drücken“ die Liste: Karl-Heinz Braun (Platz 24) und Monika Dethier-Neumann (Platz 25). Foto: OD

Wer für den Fall einer Regierungsbeteiligung der Grünen von den genannten „strategischen Kandidaten“ als Minister infrage kommt, ist noch völlig offen. Klar wurde bei der Pressekonferenz am Freitag, dass Karl-Heinz Braun zwar kein weiteres Mandat im DG-Parlament anstrebt, aber für einen Ministerposten genauso infrage käme wie die anderen Kandidaten auch, ist doch ein Ministerposten ein Fulltime-Job.

Bei der Bezeichnung der Kandidaten für das PDG ist Ecolo wie folgt vorgegangen, wie der ebenfalls anwesende Nico Halmes erläuterte: Erst wurde ein Listenkomitee gegründet, bestehend aus erfahrenen Parteimitgliedern. Es folgte ein Kandidatenaufruf. Daraufhin machte das Listenkomitee einen Vorschlag, der am vergangenen Mittwoch von der allgemeinen Mitgliederversammlung mit 88 Prozent Zustimmung angenommen wurde.

Pressedossier mit weiteren Informationen zu den Kandidaten und Inhalten von Ecolo

Siehe auch Artikel „Erwin Schöpges Kandidat von Ecolo bei Europawahl?“

23 Antworten auf “Ecolo setzt für PDG auf Doppelspitze mit Franzen und Mockel – Braun „nur“ auf Platz 24”

  1. Warum sollte eine Partei die ewig zu allem nein sagt und selbst kein Proghramm hat einen Zuwachs verbuchen.

    Die CSP lebt auch nur von Stecheleien und von Ideen anderer.

    Ecolo – ja wäre da nicht die eine oder andere falsche Entscheidung gewesen die manchem Anhänger richtig Geld gekostet hat.

    Somit wird sich bei diesen drei nichts entwickeln eher umgekehrt.

    • Es reicht!

      Bürgerbeteiligung in der DG, wovon träumen Sie? Bei den kommenden Wahlen werden 25 Mandatare einziehen die im Namen des Bürgers Verantwortung zu tragen haben. Eine richtige Demokratie wäre wenn es nur eine einzige Liste geben würde, worauf alle stehen würden die gerne ins Parlament einziehen würden. Der oder Diejenige die die Meisten Stimmen bekommen würde wÜrde automatisch MP die vier nächsten Minister. Wieso kommt keine Partei mit diesem Vorschlag. Resolutionen gibt es doch sonst auch en masse.

  2. Es reicht!

    Programme sind für mich wichtiger als Personen. Was nützt ein toller Spitzenkandidat wenn das Parteiprogramm nichts taugt.
    Zum Beispiel wäre es hilfreich wenn die ECOLO Partei klar Stellung bezieht zum Beispiel zu folgenden Themen:
    – Krankenhäuser der DG; Ausbau der Windkraft in der DG; Einsatz bei der Wallonischen Region dass die Regionalstrassen endlich mal geflickt werden; im Süden der DG wäre es wichtig sich für oder gegen die Umgehungsstrasse Richtung Luxemburg auszusprechen.
    Nur wenn ECOLO klar Stellung zu konkreten anstehenden Entscheidungen und Projekten bezieht kann der Wähler ein Unterschied zu den anderen Parteien feststellen und eventuell doch noch den Wähler dazu brigen der ECOLO Partei die Stimme zu geben.
    Auch wäre es wichtig vorher zu wissen mit wem ECOLO eine Regierung bilden würde und mit wem nicht?

  3. Das gilt auch für Belgien und somit auch für die DG.

    In einem Interview sprach sich Gauck gegen bundesweite Volksabstimmungen aus – weil den Bürgern nach Gaucks Einschätzung die Einsicht in die Komplexität der Politik fehlt.
    Gauck hält also, wenn es nicht um Fledermaus-Brücken oder Frosch-Wanderwege geht, die Parteienherrschaft Weisheit der Parteien für besser für die Bürger.

  4. ECOLO ist im Grunde eine Linkspartei. Das erkennt man eindeutig am Parteiprogramm der Wallonischen Grünen. Dazu gesellt sich eine Öko-Ideologie, die unverkennbar religiöse Züge trägt. Damit entpuppt sich ECOLO als die gefährlichste Partei im politischen Zoo. Diese Mischung aus links-ideologischen Gesellschaftsutopien und religiöser Industriefeindlichkeit hat das Potential eine Industriegesellschaft zu zerstören! Erschwerend kommt hinzu, das der religiöse Ökologismus sich tief in die Gesellschaft, und somit in die anderen Parteien, hinein gefressen hat. Billige und sichere Energieversorgung sind die Grundlage jeder industriellen Wertschöpfung, und nur auf deren Basis lässt sich Gesellschaftlicher Wohlstand schaffen und verteilen. Wer hier mit „alternativen“ Energien und CO2 Schauermärchen Politik macht, geht einen ganz gefährlichen Weg, der Europa ganz schnell um seinen in den letzten 2 Generationen gewachsenen Wohlstand bringen kann. Wie sagt man so schön: “wird’s dem Esel zu wohl, wählt er …grün!“

    • Sie sind von vorgestern alias Dax.

      Der Wohlstand der letzten 2 Generationen ist ein Auslaufmodell für die überwiegende Anzahl der Bürger. Selbst Akademiker arbeiten heute für einen Hungerlohn.
      Mag sein, das Sie noch einer Generation angehören die in den wirtschaftlich guten Zeiten auf dem Arbeitsmarkt gelanden sind, das würde ihr verkennen der Schlage erklären.

      • Akademiker was heißst das schon…. Sozialpädagogen, Musikwissenschaftler, Historiker… die braucht doch keiner wirklich. Wir suchen einen technischen Mitarbeiter, Elektro-Mechanik, Basiskentnisse in Deutsch, Französisch und Englisch. Wissen Sie wieviele Treffer es im ONEM Computer in Verviers für die Provinz Lüttich – und darüber hinaus – gab? Einen einzigen!! Die Absolventen des HEC haben schon alle einen Job, bevor das letzte Master Jahr zu Ende ist. Unsere Gesellschaft braucht Fachkräfte, von deren Fähigkeiten leben wie schlIeßlich alle, aber keine Träumer; grüne Träumer schon gar nicht….

  5. Welch eine schwache Vorstellung.
    Haben die ostbelgischen Parteien als Spitzenkandidaten und Alternativen zu Lambertz und Paasch wirklich nichts Besseres zu bieten, als Franzen, Weykmanns und Nelles ? Die beiden lachen sich ins Fäustchen. Mehr als Kanonenfutter wird ihnen da nicht in den Weg gestellt.
    Mir graut jetzt schon vor diesem Wahlkampf.

  6. Guido Scholzen

    Hoffentlich verlieren die Grünen hier in Ostbelgien Stimmen, genauso wie die deutschen Grünen bei den letzten Bundestagswahlen verloren haben.
    Man sollte sich eines vor Augen führen: Grüne lösen keine Probleme; die verursachen mehr Probleme als nötig. Deren Polit-Ziele gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.

    • Réalité

      @ Guido Scholzen

      nicht nur die Grünen Herr Scholzen!Sie können se allemal nennen!
      Vorher reissen die gross ihre Mäuler auf….und nachher zusammen Häppchen futtern und Weisswein trinken……!!Letzerer ist aber bald alle……dann wird ganz einfach Bier jetrunken…..!
      Alles auf Kosten der Steuerzahler!
      Dann PROSIT!

      NB:ein ganz frisches Bspl:Die Bundestagswahl.Fast invers das „vorher und das nachher“!Nö wir wollen die Merkel nicht….sind doch nicht deren Steigbügelhalter…..!Skuril….was danach kam!Der reinste Zirkus und Leuteverdummung!

  7. die wahrheit

    In der Tat sollen die Grünen mal Stellung beziehen. Fakt ist, dass sie vieles blockieren und den Wähler dadurch verärgern. Fakt ist aber auch, dass ein junges Team augebaut werden muss und keine Veteranen, die nur versuchen, noch kurz vor dem Rentendasein, schnell noch Kasse zu machen. (dicke Pension).

  8. Tip für K H Braun – wann stehst du auf – Hund spazieren gehen – Kinder zur Schule – Toilette gehen – Duschen – Briefkasten leeren – Auto anwerfen – Tisch abdecken – das wäre doch mal was, wenn der Wähler das wüsste

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