Nach knapp neun Monaten intensiver Ausbildung und insgesamt mehr als 5.000 Arbeitsstunden haben 16 Lehrerinnen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft erfolgreich das Zertifikat in „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) erhalten.
Die Diplomverleihung fand vergangene Woche im Europasaal des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen statt.
Die Zusatzausbildung „Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für Lehrkräfte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft“ umfasst 10 ECTS, wird zum wiederholten Male in Ostbelgien angeboten und wurde im Schuljahr 2025–2026 zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena durchgeführt. Sie befähigt Lehrkräfte dazu, Schüler, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, gezielt zu fördern.
Minister Jérôme Franssen (CSP) gratulierte den Absolventinnen: „Sprachförderung ist keine Zusatzaufgabe, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Bildungserfolg. Die 16 Absolventinnen verfügen nun über zusätzliche fachliche Instrumente, um Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern und ihnen eine echte Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen. Für diesen Einsatz und ihre Bereitschaft zur Weiterbildung danke ich ihnen ausdrücklich.“
Bei der Feierlichkeit blickte Bernd Helmbold von der Friedrich-Schiller-Universität Jena auf die vergangenen neun Monate zurück und würdigte die Leistungen der Teilnehmerinnen. Anschließend richteten Yvonne Klietz vom Goethe-Institut Belgien und Myriam Pelzer, Kabinettschefin des Ministers Franssen, persönliche Glückwünsche an die Absolventinnen, bevor ihnen feierlich die Diplome überreicht wurden.
In den Schulen der DG werden erstankommende Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die der deutschen Sprache nicht oder kaum mächtig sind. Das Erlernen der deutschen Sprache ist wesentlich für ihren Lernerfolg in allen Fächern.
Die Ausbildung umfasste Inhalte aus den Bereichen Sprachentwicklung, Didaktik des DaZ-Unterrichts, Sprachförderung im Fachunterricht, Sprachstandsdiagnostik sowie Interkulturalität. Sie richtete sich an Lehrende des Kindergartens, der Primarschule und der Sekundarschule und zeichnete sich neben theoretischem Input besonders durch einen hohen Bezug zur Unterrichtspraxis aus.
