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Union St. Gilloise ist auch im Pokal die Nr. 1 in Brüssel – 3:1-Sieg n.V. gegen den Stadtrivalen RSC Anderlecht

Das Objekt der Begierde: der Pokal (Croky Cup). Foto: Shutterstock

Die Royale Union Saint-Gilloise hat ihren in den letzten fünf Jahren erarbeiteten Rang als Nummer eins von Brüssel einmal mehr bestätigt. Die Gelb-Blauen gewannen am Christi-Himmelfahrtstag den belgischen Fußball-Landespokal (Croky Cup) durch einen Sieg mit 3:1 n.V. gegen den Stadtrivalen RSC Anderlecht.

Union Saint-Gilloise gewinnt den belgischen Pokal: Die Union entschied das erste Derby in der Geschichte der Croky-Cup-Endspiele in der Verlängerung mit 3:1 für sich. Mit diesem neuen Titel holen die Gelb-Blauen den vierten Sieg im Landespokal.

In einer eher ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten sich beide Mannschaften einige Chancen erspielen. Zu Beginn des Spiels stellten aber die Schüsse von Zeneli und Biondic auf Seiten von Union sowie von Camara auf Seiten von Anderlecht keine Gefahr für die gegnerischen Torhüter dar.

Kevin Mac Allister (Bild) brachte die Union Saint-Gilloise mit 1:0 in Führung. Foto: Belga

Ein erster Aufregender in dieser Partie ereignete sich nach einer Viertelstunde. Burgess sprang höher als Cvetkovic, doch der VAR und Schiedsrichter Van Driessche mussten den Führungstreffer aberkennen. Grund dafür war die Position von Mac Allister, der den serbischen Stürmer blockiert hatte.

Nach dieser Aktion verlangsamte sich das Tempo der Partie erheblich. Es bedurfte einiger Geniestreiche, um im ausverkauften König-Baudouin-Stadion für neue Spannung zu sorgen. Zunächst mit einer Glanzaktion von Saliba, der Hazard bediente, dessen Schuss jedoch über das Tor ging. Dann durch einen weiteren herrlichen Freistoß von Schoofs, der den Pfosten von Coosemans streifte.

Die zweite Halbzeit war fußballerisch auch nicht besser. Erst in der letzten Viertelstunde kam endlich Bewegung in die Partie. An der Abseitsgrenze spielte Khalaili eine perfekte Flanke auf Mac Allister, dessen Abschluss ebenso makellos war. Die Union ging in Führung! (74., 1:0)

David Hubert, Trainer von Union Saint-Gilloise, wurde seinerzeit vom RSC Anderlecht entlassen und wurde jetzt gegen seinen Ex-Verein Pokalsieger. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Das brachte endlich Schwung in die Partie. Und die Anderlechter nutzten diese für sie günstige Phase, um das Finale wieder offen zu gestalten. Nach einem Freistoß spielte Hazard den Ball auf Hey, der ihn in die Mitte auf Cvetkovic weiterleitete. Der herrliche Kopfball des Serben war für Scherpen unhaltbar, Anderlecht glich damit aus (81., 1:1). Dabei blieb es bis zum Ende der regulären Meisterschaft.

Damit ging es in die Verlängerung. Bei der Union hatte Trainer Hubert beschlossen, Biondic und Zeneli für Rodriguez und Fuseini auszuwechseln. Und es war dieses neue Duo, das den Unterschied ausmachen sollte. Zunächst der Ghanaer, nach einer Vorlage des Ecuadorianers. Und vor allem dank eines Fehlers von Diarra, seinem ersten im Spiel, zum ungünstigsten Zeitpunkt (96., 2:1).

Dann war Rodriguez an der Reihe. Der Stürmer musste den Ball nur noch ins Netz von Coosemans schieben. Das war die Vorentscheidung (100., 3:1).

Die Union traf am Ende der Partie sogar noch den Pfosten. Anderlecht gelang es nie, wieder ins Spiel zurückzufinden. Der Rekordmeister muss ein weiteres Jahr warten, um auf einen neuen Pokalsieg hoffen zu können, ganz zu schweigen davon, dass der letzte bereits aus dem Jahr 2008 stammt. Und Meister wurden die „Veilchen“ zum letzten Mal im Jahr 2017. Die Durststrecke des früheren Aushängeschilds des belgischen Fußballs hält weiter an. (cre)

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