Politik

Claudia Niessen (Ecolo) will Eupens erste Bürgermeisterin werden

Claudia Niessen (Ecolo), Erste Schöffin der Stadt Eupen. Foto: OD

Was ohnehin schon allen klar war, ist jetzt gewissermaßen offiziell: Claudia Niessen wird bei der Stadtratswahl in Eupen im Oktober 2018 die Ecolo-Liste anführen. Die amtierende Erste Schöffin will somit Eupens erste Bürgermeisterin werden.

Fast wäre Claudia Niessen schon 2012 Eupens erstes weibliches Stadtoberhaupt geworden. Mit 1.336 Vorzugsstimmen erreichte die Ketteniserin das zweitbeste persönliche Ergebnis nach dem damaligen Bürgermeister Elmar Keutgen (1.722).

Längere Zeit vertrat Claudia Niessen den erkrankten Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg. Hier sieht man sie bei ihrer Ansprache anlässlich des Neujahrsempfangs im Januar 2016. Foto: Gerd Comouth

Weil aber die Liberalen insgesamt gerade mal 78 Stimmen mehr bekamen im Vergleich zu den Grünen und 2012 noch die Regel bestand, dass der Kandidat der stärksten Fraktion der Mehrheit mit den meisten Vorzugsstimmen Bürgermeister wird, ging die Schärpe des Bürgermeisters an Karl-Heinz Klinkenberg (PFF).

Diese Regel wurde inzwischen von der DG abgeschafft. Beim gleichen Wahlausgang wie 2012 könnte Ecolo 2018 in den Verhandlungen über die Bildung einer Koalition darauf bestehen, dass Claudia Niessen als eigentliche Wahlsiegerin Bürgermeisterin wird.

2018 ist nicht 2012

Allerdings ist 2018 nicht 2012 – das weiß auch Claudia Niessen. Ecolo, PFF und SPplus sind heute nicht mehr Jäger, sondern Gejagte.

Niessen selbst räumte in einem Gespräch mit dem Grenz-Echo ein, dass es schon einen großen Unterschied macht, ob man als Opposition (wie 2012) oder als ausscheidende Mehrheit (wie 2018) in einen Wahlkampf zieht.

Niessen: „Wir sind nicht mehr in der Oppositionsrolle, was seine Vor- und natürlich auch seine Nachteile hat. Als Minderheit kann man immer wieder sagen: ‚Wir machen alles besser.‘ Als Mehrheitspartei können wir hingegen sagen: ‚Schau, das haben wir alles geschafft.'“

Claudia Niessen bei ihrer Eidesleistung als Mitglied des Eupener Stadtrates Anfang Dezember 2012. Foto: OD

Möglicherweise wirkt auch noch immer das Hickhack um ihre „Abschiedsprämie“ nach, auf die sie als ausscheidende Senatorin Anrecht hatte und die sie nach längerem Hin und Her zum Teil für einen guten Zweck spenden wollte.

Niessen scheut sich nicht, in gewissen Fragen eine unbequeme Meinung zu vertreten, was in der DG nicht jeder schafft. Das gilt nicht nur für ihre konsequente Haltung in der Flüchtlingspolitik. Vor wenigen Tagen machte sie von sich reden, als sie in einem Interview mit dem BRF vor einer allzu großen Euphorie warnte, was die Übertragung von weiteren Befugnissen von der Wallonischen Region an die DG warnte (siehe dazu Artikel an anderer Stelle).

Ganz neu wäre der Posten des Eupener Bürgermeisters für Niessen nicht, sollte sie denn nach den Wahlen von Oktober 2018 tatsächlich das höchste Amt der Stadt bekleiden. Längere Zeit vertrat sie Karl-Heinz Klinkenberg während dessen krankheitsbedingter Abwesenheit. (cre)

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. So lange Sie einer Partei angehört die glaubt man könne das Wetter machen, und einer „wüsch-dir-was“ Energiepolitik anhängt, machen Sie auch Ihre lichten Momente in anderen Politikbereichen nicht wählbar. Aber das müssen die Eupener selbst entscheiden….

    • Der Wähler

      Stimmt. Weder sie noch diese Partei sind für mich wählbar. Aber: ein Teil der Eupener Bevölkerung ist „en masse“ dermassen abgestumpft (um nicht zu sagen „dämlich“), dass es mich nicht wundern würde, wenn sie dieser Person und dieser Partei ihre Stimme geben würden.

    • „So lange Sie einer Partei angehört die glaubt man könne das Wetter machen, und einer „wüsch-dir-was“ Energiepolitik anhängt,“

      Kleine Brötchen, Dax. Es ist irrelevant was die Frau davon hält oder nicht. Eupen alleine wird das Klima ohnehin nicht retten. Hätten Sie sonst noch eine Kritik an die Frau zu richten oder war das dieser bezahlte EIKE-Beitrag am Morgen?

  2. Ich habe sie einmal gewählt in der Hoffnung, dass sie unsere Interessen als Senatorin vertreten würde. Was hat sie getan, sie hat ihr Mandat aufgegeben, ja weg geschmissen und eine Wallonin hat als Ersatzkandidat davon profitiert. Nie mehr Ecolo, nie mehr Frau Niessen

  3. Hoffe nur das Ecolo ihre Quittung bekommt und die Eupener endlich verstanden haben und wissen was bei den nächsten Wahlen zu tun ist. Gebe DAX und LosKotzos vollkommen Recht. Als alter Eupener weiss ich auf jeden Fall was ich nicht wählen werde.

  4. Man kann für Eupen nur hoffen, dass seine Bürger (Wähler) nicht so dämlich sind, die Grünen zu wählen. Eupen liegt ja jetzt schon in Trümmern, weil die Grünen in den letzten Jahren mitregiert haben.

    • Réalité

      Nun Bürger! Wo die Frau Recht, da hat Sie Recht! Obschon ich bis jetzt „kein Ecolo Wähler war, noch sein werde“! Sie sollten der Realität ins Auge sehen! Wer bezahlt denn den ganzen Klim Bim! Sie doch sicher auch!? Oder sind Sie so ein „Freigiebiger Mensch“. Nirgends auf der ganzen Welt laufen soviele Politiker, Minister und Anhang herum, wie in der Kleinstadt Eupen?_?_

  5. Ex-Eupener

    Dann kann wann wirklich sagen , guten Nacht Eupen . Im Moment sehe ich keinen einzigen aktiven Politiker in Eupen der wie man sagt das Zeug dazu hätte Bürgermeister zu werden . Ich habe immer noch darauf gehofft das Patrik Mayer es sich doch noch mal überlegt und zurück kommt . Er hat damals ja schon die halbe Arbeit von Bürgermeister Keutgen gemacht und beliebt war er bei der Bevölkerung auch . Es war auch ein Mann den man jederzeit ansprechen konnte wenn es ein Problem gab . Schade Patrik , es ist so , die Stadt braucht Menschen wie dich !

  6. Wahrscheinlich dann noch im Schlepptau mit Herrn Genten und den anderen Weltverbesserern. Nein Danke. 6 Jahre und nie wieder. Ich denke das Experiment mit den Grünen hat gereicht

  7. Ja es wird eine Bürgermeisterin geben die jedoch Frau Kattrin Jadin heißen wird, zum Glück denn die Frau hat Ahnung!!! passend dazu Herr Michael Scholl als Bauschöffe der das kann und Bau und Sicherheitskoordination gelernt hat, als Kulurschöffe wird Herr Ph. Hunger den Job machen der ist doch in sämtlichen Clubs und Vereinen wie Karneval, Schützen, Kleintier Zuchtverein, …. Die Liberalen brauchen nur noch einen Finanzdirektor der Ahnung von Zahlen hat, dann steht der Liberalen PFF nichts mehr im Wege. Ich wähle BLAU und mit Sicherheit keine Möchtegern Serviceclub Politiker wie die CSP Sie hat oder Ökols wo nur der Parteiname Grün ist. Eupen muss Liberal bleiben damit es weiter Bergaufwärts gehen kann wie in den letzten 4 Jahren, den in den beiden ersten Jahren durfte man die Baustellen der „Ehemaligen“ beheben! Eupen’s Zukunft ist BLAU!!!

    • Réalité

      Helauu, Alaaaf, noch ist nicht Fastnacht, Sie freuen sich zu früh! Da war doch der Fred, schon der hat Nieten gemacht, und der jetzige auch, daher: nichts ist schlechter als Vorfreude! Denn die kann schnell kippen!

    • In die Bütt

      Dieser Kommentar eignet sich für eine schlechte Büttenrede. Für nichts sonst.
      Frau Jadin ist eine Politik-Opportunistin und Politik-Karrieristin. Sie hat in ihrem Leben nichts als Politik gemacht und ihre Arroganz steht der von Frau Niessen in nichts nach.
      Die Blauen haben ihre Kompetenz mit ihrem überforderten Bürgermeister, ihrem inkompetenten Finanzschöffen und ihrem Bauschöffen, der so ungefähr nichts auf die Reihe bekommen hat, leuchtend unter Beweis gestellt.
      Bitte keine grüne, vor allem aber keinen blauen Bürgermeister mehr.
      Die CSP sollte noch einmal ihre Chance erhalten und hoffentlich auch nutzen. Dass es nicht unbedingt ein Bürgermeister jenseits der 60 sein muss versteht sich aber ebenso (Sorry Joky… lass es sein)

      • Sie wollen Aldi die „Jugend Forscht“ Abteilung der CSP unterstützen, das ich nich lache. Bsp. Herr A. Pons wollte vor fast 2 Jahr noch sein Elternhaus in Lonzen-Busch zurück kaufen und dort hinziehen / heute will er zum Dreigestirn der Stadt Eupen gehören?!? Das ich nicht lache, der Bauschöffe der PFF hat mehr in einer Periode auf die Kette bekommen als der Bauschöffe der CSP in der gesamten Regierungszeit. Eupen hat keine Zeit für Versuche, Chancen, Testerein, … als Hauptstadt der DG oder Ostbelgien muss geliefert werden!

      • Merci Realist, das ist die Realität und kein wischi-waschi oder ein Karnevalswitz. Wir sollten uns alle im Vorfeld Gedanken machen und nicht erst wenn man Wahlbüro steht. Es wir immer nur geredet was in den letzten 6 Jahren schlecht war. Für mich war bis heute 90% der Umsetzungen der Liberalen Regierung sehr gut und besser als das was die Vorgänger 3x gemacht sprich versucht haben. Aber das ist Eupen, es wird nur das rausgekraamt was weniger gut war und das soll langfristiges Denken sein. Ecolo, nein Danke – CSP, mit Sicherheit nicht! Die Motzkies und Besserwisser wird es immer geben. Eupen meine Stadt, Liebe und Heimat!

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