Leute von heute

Christian Patron

Christian Patron im Trainingslager im sonnigen Süden Spaniens.

Der einzige ostbelgische Radprofi, der in Raeren wohnhafte Eupener Christian Patron, bereitet sich derzeit in Spanien auf die neue Saison vor. Diese zweite Saison als Profi wird für den 24-Jährigen nach eigener Aussage „das Jahr der Wahrheit“.

Patron gehört dem Team Wallonie-Bruxelles Crédit Agricole an, das zur Continental-Kategorie zählt, der dritten Division im Radprofibereich.

„Mit optimalen Voraussetzungen von Wetter und Höhenprofil kann sich hier jeder speziell auf seine Aufgabe, wie der Sprint für mich, im Team vorbereiten“, schrieb Christian Patron aus dem südspanischen Calpe an „Ostbelgien Direkt“: „Damit die Fahrer auf Höchstleistung kommen können, werden rund fünf Stunden pro Tag im Radsattel verbracht. Neben dem Training spielt das Teambuilding ebenfalls eine wichtige Rolle.“

Ein ambitionierter Fahrer

Christian Patron (links, hier mit Olivier Chevalier) gehört dem Team Wallonie-Bruxelles Crédit Agricole an.

Christian Patron (links, hier mit Olivier Chevalier) gehört dem Team Wallonie-Bruxelles Crédit Agricole an.

Nach einer durchwachsenen ersten Saison im Profilager, in der er 5 Monate wegen einer Krankheit pausieren musste, will Patron es in diesem Jahr wissen. „2013 ist für mich das Jahr der Wahrheit“, sagte Patron dem BRF in einem Interview, „es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder bekomme ich 2014 einen Pro-Continental- oder einen Protour-Vertrag, oder ich werde meine Berufsfahrerkarriere beenden. Ich werde in Kürze Vater. Dann habe ich nicht mehr den Freiraum, den ich vorher hatte. Man muss halt Prioritäten im Leben setzen.“ Er sei jedoch ein ambitionierter Fahrer und werde alles daran setzen, um im nächsten Jahr einen Pro-Continental- oder Protour-Vertrag zu erhalten, sagte der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur.

Auch ohne Doping kann man weit kommen

Auf die Frage des BRF, ob es angesichts der vielen Dopingaffären der letzten Zeit noch Spaß mache, Radrennen zu fahren, sagte Christian Patron: „Ich bin der festen Überzeugung, dass man auch ohne Doping weit kommen kann, aber Extremleistungen wie zum Beispiel der Gewinn der Tour de France sind, glaube ich, ohne Hilfsmittel nicht möglich.“

Vor Patron hatten laut BRF nur zwei Ostbelgier im Radsport den Sprung ins Profilager gebracht: Fritz Fischer und Jean Luc Duthoo.

 

9 Antworten auf “Christian Patron”

  1. Horst G. Laber

    Ja super, jetzt finanzieren wir über unsere Steuern auch noch einen Radrennstall. Haben unsere „Volksvertreter“ noch einen Realitätssinn?
    Überall wird gespart und dann wird das Geld an der anderen Seite rausgeworfen. Mannomannomann ………………

  2. Werner Pelzer

    Ich wünsche Christian viel Erfolg! Vor drei Jahren hatte er ja eine Supersaison gehabt, doch dann schlug das Verletzungs- und Krankheitspech zu. In diesem Sport muss man halt über eine sehr gute Gesundheit verfügen. Jean Luc Duthoo war in der Tat einige Zeit Profi. Er war aber kein echter DG-Einwohner, sondern Montzener und fuhr für den VC Kelmis. Momentan ist mit Kevin Van Melsen ein Hombourger bei den Profis. Seine Mutter stammt aus Kelmis und sein Vater war ein Torjäger in den hiesigen Provinzklassen.

  3. von DG gesponsert

    Möchtegernprofi der auf Kosten der Ostbelgischen Steuerzahler durch die Gegend radelt.
    Anhand seiner bisherigen Leistungen hat er sich auf jedenfall noch keinen Platz in dem Team verdient!

  4. Ich würde mich echt freuen wenn Ostbelgien nochmal nen Profi hervor bringen würde zumal der Radsport in OB immer mehr Anhänger findet.
    Allerdings sollte die DG echt überlegen ob sie hier auf das richtige Pferdchen setzt und das Geld an richtiger Stelle investiert.
    Ins Team Indeland ist er vor zwei Jahren nur durch Beziehungen eines Freundes reingekommen und bei Wallonie Brüssel fährt er auch nicht wegen seiner guten Resultate…
    Als sich dann aber letztes Jahr ein neues Amateurteam in OB aufmachte um den OB Radsport so gut es geht in Belgien, Deutschland und den Niederlanden zu repräsentieren, und hier auch bei der DG um einen kleinen Zuschuss in egal welcher Höhe anfragte wurde man mit der Zusage vertröstet „ihr hört von uns“…. Auf die Antwort wartet das Team heute noch …

  5. Kulturbanause

    Missgunst ist bei diesem harten Sport doch nun wirklich fehl am Platz. Dass einige Talente staatliche Unterstützung erhalten, ist doch kein Verbrechen. Die AS erhielt ein Stadion in? Millionenhöhe, und überhaupt kostet der Fußball dem Steuerzahler viel Geld. Wieso sich also für die paar sauer verdienten Almosen aufregen?

  6. von DG gesponsert

    Erfolg? Ha ha ha …. jeder der was von der Radsportszene der Wallonie kennt,weis,dass er einige andere Fahrer in der Wallonie gibt,die eher einen Platz in dem Team verdient hätten!

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern