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AS Eupen verschafft sich durch einen 3:2-Sieg in Ostende etwas Luft im Abstiegskampf

Die Eupener Spieler Jordi Amat (M) und Zarandini Ebrahimi (r) feiern mit Trainer Beñat San José (l) den Treffer zum 2:2. Foto: Belga

Die AS Eupen hat am Samstag ihren zweiten Sieg in dieser Saison errungen. Die Schwarz-Weißen gewannen beim KV Ostende 3:2.

Für diese weite Ausfahrt ans andere Ende des Landes musste Trainer Beñat San José auf Adalberto Peñaranda und Sulayman Marreh verzichten. Dafür aber kehrte Jordi Amat in die Abwehr zurück. Außerdem bekam Nils Schouterden eine neue Chance, ebenso Yuta Toyokawa.

Die Eupener Startelf sah wie folgt aus: De Wolf – Beck, Amat, Verdon, Schouterden – Cools, Ebrahimi, Milicevic – Toyokawa, Bolingi, Bautista.

Auch Ostende stand unter Druck. Nach einem starken Saisonstart haben die Küstenstädter mit der Zeit den Faden verloren und seit dem 24. August nicht mehr gewonnen.

Eupens Sturmspitze Jonathan Bolingi (l) im Zweikampf mit Goran Milovic (r) von Ostende. Foto: Belga

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. In der 1. Minute, beim ersten Angriff überhaupt, gingen die Gäste aus Eupen in Führung. Nach einer Musterflanke von Schouterden köpfte Milicevic zum 0:1 ein.

Zum ersten Mal in dieser Saison war Eupen in Führung gegangen, und Milicevic bewies einmal mehr, dass es ein großer Fehler von Trainer San José war, ihn in den ersten Spielen einfach zu ignorieren.

Es sah also gut aus für die AS Eupen in dieser Anfangsphase. Leider traf auch der KV Ostende bei seinem ersten Angriff: Canesin gelang in der 6. Minute der Ausgleich zum 1:1.

In der 21. Minute hatte Bautista nach einem Traumpass seines Landsmannes Amat in den Rücken der Verteidigung von Ostende die große Chance zur erneuten Eupener Führung, doch ging der AS-Stürmer im Zweikampf mit Torhüter Dutoit zu Boden und reklamierte einen Foulelfmeter, den Schiedsrichter Christof Dierick aber nicht gab.

AS erzielt erstmals drei Treffer in einem Spiel

In der 33. Minute kam Canesin im Eupener Strafraum zu Fall, doch auch in dieser Szene blieb der Pfiff des Unparteiischen aus. In der 37. Minute hätte Eupens Stürmer Bolingi nach einem scharf ausgeführten Freistoß von Skulason fast ein Eigentor erzielt. Und kurz danach sorgte Sakala im Eupener Strafraum für Torgefahr, aber De Wolf war auf dem Posten.

Eupens Iraner Zarandini Ebrahimi. Foto: Belga

In der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit war Ostende die gefährlichere Mannschaft. In der 42. Minute flog der Ball nach einem Schuss von Skulason nur knapp am Tor von De Wolf vorbei. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Ostende das 2:1. Vandendriessche nutzte einen katastrophalen Ballverlust von AS-Verteidiger Verdon, um De Wolf zu überlisten. Eupen war zwar in Führung gegangen, was in dieser Saison noch nie gelungen war, lag aber zur Pause 1:2 zurück.

Die erste Chance in der zweiten Halbzeit hatten die Eupener in der 52. Minute, als Cools nach einer Flanke von Milicevic zum Kopfball kam, das Leder aber das Tor von Dutoit nur knapp verfehlte. Eupen hatte auch die zweite Möglichkeit, doch auch Amat verfehlte das Ziel.

In der 56. Minute hatte dann auch Ostende seine erste Möglichkeit im zweiten Durchgang. Nach einem Freistoß verlor die Eupener Abwehr Milovic komplett aus den Augen, doch köpfte der Spieler von Ostende den Ball übers Tor von De Wolf.

In der 58. Minute fiel dann das 2:2. Nach einem Eckball von Milicevic kam Bautista zum Kopfball. Dutoit konnte den Ball nur abwehren, Amat war zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison gelangen der AS zwei Treffer in einem Spiel. Das erste Mal war beim Sieg bei Cercle Brügge.

AS verteidigt mit Mann und Maus – Rot für Koch

Es folgte sogar ein drittes Tor in der 65. Minute durch Bautista nach einem perfekten Zuspiel von Milicevic. Zunächst hatte der Linienrichter Abseits angezeigt, doch stellte der VAR alles richtig. Der Treffer des Spaniers war absolut regulär. Eupen führte 3:2.

Auch er hat sich mit dem Sieg in Ostende etwas Luft verschafft: AS-Eupen-Cheftrainer Beñat San José. Foto: Belga

In der letzten Viertelstunde versuchte Ostende mit der Brechstange, zumindest einen Punkt zu retten – notfalls durch einen Foulelfmeter, den die Gastgeber mehrmals krampfhaft zu provozieren versuchten.

AS-Trainer San José brachte Blondelle und Koch, um das 3:2 zu verteidigen – eine riskante Strategie, die man dem Coach der Schwarz-Weißen nach dem Spiel auch vorgeworfen hätte, wenn die Sache noch schiefgegangen wäre.

Koch blieb übrigens nicht lange auf dem Platz, denn der Niederländer wurde nur 12 Minuten nach seiner Einwechslung des Feldes verwiesen.

Am Ende verteidigte Eupen mit Mann und Maus. Ein letzter Schuss von Milovic ging übers Tor. Damit blieb es beim 3:2-Sieg der Gäste aus Eupen. Trainer San José bleibt damit eine Diskussion über seine Person vorerst erspart – und der Vereinsführung ebenfalls.

Die AS Eupen hat nach diesem zweiten Saisonsieg 9 Punkte auf dem Konto – so viele bzw. wenige wie Rekordmeister RSC Anderlecht, der allerdings noch am Sonntag mit seinem neuen Trainer Franky Vercauteren gegen Sint-Truiden spielen muss und am kommenden Freitag um 20.30 Uhr im Eupener Kehrweg-Stadion gastiert. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

39 Antworten auf “AS Eupen verschafft sich durch einen 3:2-Sieg in Ostende etwas Luft im Abstiegskampf”

  1. Zum ersten mal in Führung gegangen und endlich Willen gezeigt. Verdienter Sieg. Spiele in Oostende u Brügge liegen uns scheinbar. Lag mit meinem Tip goldrichtig.
    Das heute gezeigte erwarte ich jetzt auch mal daheim.
    Unverständlich dass Benat so lange nicht auf den überragenden Milicevic baute.

  2. 2 x 15 Minuten guten Fussball gespielt. Jedoch noch viel Abfall. In der jetzigen Situation 3 wichtige Punkte. Milicevic bester Mann, nur dieser Trainer hat ihn in den ersten Spielen total ignoriert. Es bedarf einer grossen Leistungssteigerung will man in den naechsten Spielen etwas zaehlbares holen.

  3. Habe schönen Fussball gesehen. (sogar der Reporter von proximus lobte das ansehnliche spiel) bis dasTrainer und Spieler von Panik befallen wurden und Fussball zur Nebensache wurde.unnötige fouls ( besonders das unnötige brutale foul von Koch welches den Sieg in Frage stellten,. Positiv war jedenfalls die ideenvolle Arbeit von Mii, und das gute Spiel von Schouterden.
    Unsere gewonnenen 3 Punkte werden Brügge und Waasland unter enormen Druck setzen

  4. Auf Kurs

    Super, dass der Sieg geklappt hat. Es gibt aber noch zu viele individuelle Fehler, siehe zweites Gegentor und die vielen Fehlpässe im Mittelfeld.

    In den nächsten 3 Spielen 4 Punkte holen und AS ist wieder auf Kurs.

    Am Freitag alle ins Stadion und 12. Mann stellen.

  5. So paradox es sich anhören mag: Gerade bei diesem Sieg in Ostende hat der Trainer der AS gezeigt, dass er für diesen Job nicht taugt. Es ist zwar gut gegangen, aber wenn das Spiel noch 5 Minuten länger gedauert hätte, wäre das 3:3 mit Sicherheit noch gefallen, wenn nicht sogar das 4:3 für Ostende. Wenn man 3:2 führt, muss man zumindest intelligente Konterangriffe starten. Was aber machte unser Trainer? Er wechselte mit Koch und Blondelle zwei zusätzliche Verteidiger ein, anstatt zu versuchen, mit einem 4. Treffer Ostende den Gnadenstoß zu versetzen. Aber gut, Sieg ist Sieg, jetzt hat San José seinen Posten auf jeden Fall bis zur Winterpause gerettet. Ob das aber gut ist für den Verein, wird man sehen.

    • Piersoul Rudi

      Wer Blondelle spielen lässt ist immer ein Verlierer.
      Mit Blondelle weiss man nie in welche Richtung das Spiel kippen kann.
      Der seine Fehler(egal welcher Art) sind schon fast „Kult“…

    • Georg Kremer

      Sehr gute Analyse. Der Sieg geht bestimmt nicht auf die Kappe des Trainers und seinem taktischen Geschick. Ohne Druck von außen würde D. Milisevic wahrscheinlich noch immer nicht spielen. Und ein Menno Koch dürfte nach seiner zweiten roten Karte in der Saison wohl kaum noch für die erste Mannschaft in Frage kommen.

  6. Nachdem ich mehrere Kommentare von Fans gehört habe, die noch immer Mut haben unsere Mannschaft auswärts zu unterstützen, weiß ich nicht ob ich mich freuen soll oder weinen soll.
    Freuen wir uns sicher alle über die 3 Punkte. Aber die Art und Weise ließ scheinbar weiter zu wünschen übrig.
    In der Zusammenfassung sah ich selbst, dass wir 3 Tore eiskalt erzielt haben. Riesen Fortschritt!!! Ansonsten wenig Torchancen im TV gesehen. Dafür 2 krasse Abwehrfehler (BECK verliert gefühlt sein 100. Duell und VERDON vertändelt den Ball als letzter Mann bei unnötigem Dribbling. Somit Xte Abwehrformation weiter unsicher. Von BOLINGI, unserem 4. Mittelstürmer haben wir noch nichts gesehen, außer einem fast Eigentor. Zumindest hatte der Trainer einige Fußballer aufgestellt, so dass es zumindest zu schönen Toren kam. Leider bewies er bei seinen Auswechselungen wieder, wie überfordert er ist. MILISEVIC-BAUTISTA-TOYOKAWA (die technisch versiertesten, Tor gefährlichen Spieler) raus, für 2 Verteidiger und einen Kopfball starken Stürmer zum verteidigen. Das nennt man Angsthasen-Fußball! Er hat scheinbar noch nie etwas von ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG gehört. Ich kann zwar nicht beurteilen ob die 3 ausgewechselten wirklich platt oder schlecht waren, weiß nur, dass sie unsere treffsichersten Torschützen sind und sonst haben wir keine! Für mich hat der Trainer zu viel Schiss und nicht den Überblick und müsste schnellstens ersetzt werden. Deshalb weint ein Auge auch noch nach dem Sieg; denn der Trainer wird wohl weiter rudern dürfen, bis das Boot versinkt.

  7. Hoffnung

    Es musste ein „Ruck“ durch die gesamte AS-Mannschaft gehen: von der Abwehr über das Mittelfeld bis zum Sturm. Trotz einiger krasser Abwehrfehler hat die AS gestern ihr Bestes gegeben und am Ende etwas glücklich 3-2 in Ostende gewonnen. Die 3 Punkte machen mit Sicherheit Hoffnung für die Zukunft. Nächsten Samstag müssen sie daheim gegen den Rekordlandesmeister Anderlecht antreten, der momentan auch in der Krise ist. Dann ein kleiner Sieg und die „schwarzweiße Fußballwelt“ ist wieder in Ordnung !!! Und so könnte die AS erstklassig bleiben !!!

  8. Ghostrider

    Zum zweiten mal nach Brügge zieht der Trainer mit etwas Glück den Kopf aus der Schlinge. Die drei Punkte waren wichtig aber ich bleibe dabei der Schwachpunkt in Eupen bleibt der Trainer und die sportliche Leitung die an ihn glaubt .

    • Ja er hat wieder so gerade den Kopf aus der Schlinge gezogen. Wäre das 3-3 gefallen, hätte er sich total verzockt. Denn relativ lange vor Abpfiff die offensiven rauszuholen und 2 weitere Abwehrspieler einzuwechseln war schon riskant. Ich verstehe dass man das Ergebnis halten möchte in unserer Situation aber das war überängstlich. Somit stand Eupen ganz weit hinten, der Druck nahm zu und KVO warf alles nach vorne. Man hätte auch locker nen Konter zum 4-2 fahren können, ja wenn ein offensiver noch auf dem Platz gestanden hätte.
      Aber es ist gut gegangen. Etwas aufatmen kann man dann,wenn Cercle heute nicht gewinnt. Es ist noch deutlich Luft nach oben aber es war schon besser. Auswärts lange mit mehr Mut, Ballbesitz und Chancen ist so schlecht auch wieder nicht.
      Zumindest habe ich mal endlich Willen, Kampf und auch Ideen gesehen sowie mehr Tempo.
      Mili und Schouterden haben Pluspunkte gesammelt. Auch de Wolf behielt kühlen Kopf in der hektischen Schlussphase. Zentral sind Amat u Verdon, trotz Patzer, schon besser als die Varianten zuvor. Ziemlich abgefallen für mich Koch mit dem harten Foul mal wieder und Toyo, dem momentan wenig Konstruktives gelingt. Ich denke dass auch Rocha im Kader sein sollte. Auch Cools war effekitv, erobert stark den Ball zum 3-2 und ackerte viel, ebenso der Iraner, der mir diesmal auch deutlich besser gefiel

    • Trainer muss sich gegen Anderlecht beweisen

      Zu Ghostrider: Unser Trainer muss sich am Freitagabend erneut gegen den Rekordlandesmeister Anderlecht beweisen. Er muss mit dem Eupener Team zumindest einen Punkt holen.
      Ansonsten soll ein neuer guter Trainer es richten.

    • Karen. Weshalb musste das Tor annuliert werden??Nennen Sie bitte den Grund. Abseits war es keineswegs. Dies haben die Fernsehsender bewiesen. Klären Sie mich Idiot bitte auf. Bin gespannt auf Ihre Reaktion/Antwort

  9. Eupenerin

    (KAREL )Wieso sollte das 3.Tor von der AS annullieren werden ???,das war richtig .Ich weiß ja nicht was sie gesehen haben also .Und zu( AS FAN U Eupener ) ihr habt super tolle Kommentare gemacht ,schließe mich euch voll u ganz an .

  10. Anderlecht

    Anderlecht hat gestern St.Truiden mit einer Packung von 4-1 nach Hause geschickt.
    Anderlecht ist also langsam wieder im Kommen. Aufgepasst AS Eupen !!!
    So wäre evtl. ein Unentschieden am Freitagabend bereits gut.

    • Gegen Anderlecht nur eine Chance, wenn von der ersten Sekunde bis zur 95. Minute hochkonzentriert und voll dagegen gehalten wird. Wenn die AS hinten reinsteht wie gegen Ostende in der letzten Viertelstunde, wird es sicherlich nicht klappen. Es muss ganz früh Vollgas gegeben werden um bei Anderlecht Zweifel aufkommen zu lassen (STVV hat dies auch Ende der ersten Halbzeit und Anfang zweiter Halbzeit gut gemacht, anstelle des 2:2 viel dann das 3:1 und das Spiel war entschieden).
      Beck wird es sehr schwer haben gegen Chadli… hoffentlich geht seine Formkurve wieder sehr schnell nach oben . Auch die Leistung von Toyokawa lässt im Moment sehr zu wünschen übrig und dabei kann er viel besser spielen. Glaube er versteht den Trainer ganz einfach nicht. Mit einem Unentschieden wäre ich schon sehr zufrieden, aber dafür muss erstmal auf Sieg gespielt werden und sicherlich nicht diesen Angsthasenfussball wie nach dem 2:3 in Ostende, das ist nicht die richtige Taktik. Anderlecht hat weitaus mehr Qualität als Ostende und wird am Ende der Saison ganz stark sein, davon bin ich überzeugt.

  11. Milisevic ist momentan der Dreh- und Angelpunkt im Eupener Offensivspiel. Er ist momentan der beste „Panda“. An ihn sollten sich die anderen Spieler aufrichten („kämpfen bis zum Umfallen“, „Herzblut zeigen“), Dann könnte es auch am Freitagabend gegen Anderlecht klappen.

    • So ist es

      Zu Mili: So ist es. Milisevic war der „Mann des Spiels“ in Ostende. Hoffentlich wird er es erneut gegen Anderlecht sein. Seine Flanken und Ideen sind für das Eupener Spiel Gold wert.
      Milisevic könnte in die Fußstapfen von Garcia treten.

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