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Deutschland: AfD jetzt sogar gleichauf mit der Union

16.02.2025, Berlin: Friedrich Merz, Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Bundesvorsitzender, und Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, begrüßen sich beim "Quadrell" der TV Diskussion zum Bundestagswahlkampf im Studio. Foto: Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Je lauter die Kritik der etablierten Parteien, der Medien und Kabarettisten an der AfD, je zahlreicher die Klagen gegen die AfD vor dem Bundesverfassungsgericht und je höher die Brandmauern, desto besser stehen sich die Rechtspopulisten in den Meinungsumfragen. Neuerdings liegen sie sogar gleichauf mit der Union.

Mitten in den schwarz-roten Koalitionsverhandlungen verliert die Union an Zustimmung. Bei der Bundestagswahl lag die AfD noch auf Platz zwei, jetzt kommt sie ebenfalls auf 24 Prozent.

Die AfD liegt in einer Umfrage zum ersten Mal gleichauf mit der Union. Knapp sechs Wochen nach der Bundestagswahl kommen Union und AfD in der Sonntagsfrage beide auf 24 Prozent.

28.07.2023, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Dieses Logo steht für die Partei AfD. Foto: Carsten Koall

Das ergab eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung. Für die AfD ist das ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Befragung und ihr bester Wert bisher in der Umfrage. Der Wahlsieger, die Union um Friedrich Merz, verliert dagegen zwei Prozentpunkte.

CDU und CSU hatten die Wahl am 23. Februar mit 28,5 Prozent der Zweitstimmen gewonnen und verloren zuletzt an Zustimmung der Wählerinnern und Wähler. Die AfD landete mit 20,8 auf Platz zwei.

Die SPD kann ihren Wert in der Umfrage halten und liegt bei 16 Prozent. Dahinter liegen Grüne (-1) und Linke (+1) gleichauf. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden es FDP (+1) und BSW (-1) weiter nicht ins Parlament schaffen. Beide Parteien liegen laut der Umfrage bei 4 Prozent.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 31. März und dem 4. April 1.206 Bürger befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt Insa zufolge bei 2,9 Prozentpunkten. (dpa/cre)

21 Antworten auf “Deutschland: AfD jetzt sogar gleichauf mit der Union”

  1. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Sieht Merz nach dieser Schlagzeile im April, auf den Bildern schon wesentlich kleiner aus?
    Wenn ja , wird der deutsche Steuerzahler ihm spätestens im September , wegen der Änderung seiner Konfektionsgröße, neue Anzüge bezahlen müssen?

  2. Katar 2022

    Die AFD wird bei 30 % landen und das war es dann. Nützt trotzdem nichts. Um regieren zu können müssen sie die richtig Radikalen loswerden. Somit hätte die CDU auch einen vernünftigen Koalitionspartner ohne sich verbiegen zu müssen.

  3. Erleuchtung Jean

    Friedrich Merz, Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Bundesvorsitzender, ist für den Posten des Leiters der deutschen Lügenbold-Akademie besser geeignet. Die Bevölkerung hat dies seit einigen Wochen klar erkannt.

  4. Flitzekacke

    Was fürn Quark.
    Und die selbsternannten Selbstdenker hier, plappern dem woken ARD und ZDF und den grünen WDR fröhlich nach.

    Merz hat auf Ereignisse reagiert und sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
    Hätte er nicht reagiert, wäre er die gleiche Schnarchnase wie sein Vorgänger. Gucken, dumm gucken, noch dümmer gucken, Sprüche klopfen (Zeitenwende usw) aber nichts unternehmen
    Statt Merz Reaktion und Hanflungsbereitschaft zu würdigen, greift man die grünen Vorwürfe auf und kaut sie wieder und wieder durch, bis der letzte Idiot es nachplappert
    Resultat ist dann ein Zugewinn für die AFD in einer Prognose die nullkommanull Relevanz hat.
    Ausser man spielt auch diese hoch und höher und redet die AFD weiter stark.

    Lass den Mann doch erstmal arbeiten.
    Er ist noch nicht mal Kanzler.

  5. Katar 2022

    @ Flitzekacke

    Ok, sie gehören zum harten Kern der CDU. Nur werden es immer weniger, 24% !!! Fast 5% verloren seit der Bundestagswahl , die noch aus Vernunft/Hoffnung CDU statt AFD gewählt hatten. Sie kennen doch sicher noch die Zeiten um die 40 %.

      • Hans Eichelberg

        „Union und AfD gleichauf: Jetzt werden sie ihn jagen.
        Merz sitzt in der Falle.
        Union und AfD liegen in einer Umfrage gleichauf. Das überrascht nicht, Merz hat viel Vertrauen verspielt. Ob er den Riss noch kitten kann, ist fraglich.
        Zu viel Vertrauen hat Merz verspielt, Versprechen gebrochen.
        Die Schuldenbremse wollte er bewahren, um jeden Preis, gelobte er im Wahlkampf – kurz danach beschloss er ein Schuldenpaket in schwindelnder Höhe, wie es in der Geschichte der Bundesrepublik einzigartig ist.

        Natürlich hatte Merz Erklärungen für seinen dauernden Zickzack-Kurs. Seine Schuldenwende begründete er etwa mit einer veränderten Sicherheitslage nach dem Eklat im Weißen Haus zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Klar aber war schon lange vor der Wahl und dem Eklat: Es geht nicht ohne Schulden. Medienberichte, die nachzeichneten, dass es den Plan zum Wortbruch in der Union schon lange gab, bestätigten das nur.

        Im ARD-Deutschland-Trend von Donnerstag halten rund 70 Prozent der Befragten Merz‘ Erklärung für unglaubwürdig. Das ist nur folgerichtig. Denn was Merz in den letzten Wochen geliefert hat, ist nicht Kanzlermaterial. Das ist Kindergarten, wo man den Kleinsten noch beibringen muss, dass nicht nur Schläge wehtun, sondern auch Worte von Bedeutung sind.

        Es wird nicht leicht für Merz, den nun schon entstandenen Riss zu kitten, das verloren gegangene Vertrauen in der Bevölkerung wieder zurückzugewinnen. Die AfD wird noch dazu alles daran setzen, das zu verhindern. Sie ist gerade hoch motiviert: Die Union und ihre Politik unter Angela Merkel sind der Hauptgrund für die Gründung der AfD gewesen, die Christdemokraten sind seit jeher ihr strategischer Hauptgegner. Von der „Zerstörung“ der Union träumte manch AfD-Funktionäre schon öffentlich – jetzt ist die Chance dazu zum Greifen nah.
        Es ist vorhersehbar, was jetzt passiert: Die AfD wird im neuen Bundestag Vorschläge einbringen, die CDU/CSU im Wahlkampf versprochen haben, aber mit ihrem Koalitionspartner SPD nun nicht durchbringen können.

        Merz‘ großes Versprechen von der Zurückweisung von Flüchtlingen an deutschen Grenzen ist da nur ein Beispiel. Schon jetzt erinnert die AfD den CDU-Chef an seine großen Worte vom ersten Tabubruch kurz vor der Wahl: Bei dem wichtigen Thema Migration „schaue er weder rechts noch links“. Diese Worte werden Merz einholen, immer und immer wieder.

        Es bleiben ihm nur zwei Optionen: Er bleibt hart und hält die Brandmauer – dann führt die AfD ihn vor und die Wähler, denen er im Wahlkampf zu viel versprochen hat, sind enttäuscht. Oder er schwenkt irgendwann ein, kooperiert mit der AfD – dann zerreißt es seine Regierung. Merz sitzt schon jetzt in der Falle und wird der Gejagte sein, sobald der neue Bundestag seinen Betrieb normal aufnimmt.“ (t-online)

      • Pensionierter Bauer

        Das wurde damals aber auch Zeit, dass die damals so arroganten CSP Vögel in die Opposition geschickf wurden. Die Arroganz ist ein Problem in dieser Partei, dies konnte man auch schon wieder in der Gemeinde Kelmis gut beobachten, denn der Franck brach direkt nach der Übernahme des Bürgermeisteramtes in 2018 vor Arroganz fast über.

  6. Voller Elan

    @ zur Erinnerung , in St Vith machte man es ähnlich wie der Lambertz , man zog dort eine Miniliste mit ins Boot , um sich mit deren paar stimmchen eine knappe Mehrheit zu verschaffen .
    Wie nun die wurschtelerei dort weitergeht bleibt abzuwarten .

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