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1:1 gegen starkes Chelsea schmeichelhaft für Real

27.04.2021, Spanien, Madrid: Chelseas Christian Pulisic (M) überspringt Real Madrids Torhüter Thibaut Courtois und erzielt das erste Tor der Partie. Foto: Isabel Infantes/PA Wire/dpa

Im strömenden Regen von Madrid hat sich der FC Chelsea eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am 5. Mai an der Stamford Bridge in London verschafft. Das 1:1 war letztlich für Real eher schmeichelhaft.

Der frühere Dortmunder Christian Pulisic brachte Chelsea früh in Führung (14.), doch Real-Torjäger Karim Benzema gelang mit seinem 71. Tor in der Champions League der Ausgleich (29.).

Eine Aufgabe, „die schwieriger nicht sein könnte“, hatte Tuchel das Duell mit dem 13-maligen Königsklassen-Sieger beschrieben. Doch auf dem Rasen des kleinen Stadions Alfredo Di Stèfano – Real verzichtet während der Corona-Pandemie auf Spiele im Estadio Bernabeu – war von ungleichen Kräfteverhältnissen nichts zu sehen.

27.04.2021, Spanien, Madrid: Real Madrids Jose Vinicius Junior (M) in Aktion mit Chelseas Andreas Christensen (l) und Cesar Azpilicueta. Foto: Isabel Infantes/PA Wire/dpa

Vielmehr waren es die Blues aus London, die Real gerade in der Anfangsphase in größte Schwierigkeiten brachten. Frischer, schneller und mit mehr Drang zum Tor trat die Tuchel-Mannschaft auf.

Dabei hatte Timo Werner – der Ex-Leipziger stand wie Nationalmannschaftskollege Antonio Rüdiger in der Startelf – die große Chance zur Führung. Doch Ex-Chelsea-Keeper Thibaut Courtois verhinderte mit einer starken Fußabwehr den Rückstand (10.). Vier Minuten später konnte aber auch der Belgier nichts mehr ausrichten, als Pulisic ihn umkurvte und traf. Vorausgegangen war ein exzellenter Pass von Rüdiger.

Und auch in der Folgezeit rollten weitere Angriffe Richtung Real-Tor. Kapitän und Abwehrchef Sergio Ramos, der vor zwei Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurde schmerzlich vermisst. Entsprechend besorgt schaute der Ex-Weltmeister, dessen Vertrag ausläuft, auf der Tribüne drein.

27.04.2021, Spanien, Madrid: Chelseas Reece James (Mitte links) springt um den Ball mit Nacho von Real Madrid. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

Doch Real hatte ja noch Benzema. Ging ein Schuss des Torgaranten in der 23. Minute noch an den Außenpfosten, war es sechs Minuten später passiert. Nach doppelter Kopfballvorlage setzte sich der wuchtige Franzose gekonnt durch und traf zum Ausgleich.

Mit seinem 71. Tor zog Benzema in der ewigen Torjägerliste mit Real-Legende Raul gleich. Nur Cristiano Ronaldo (134), Lionel Messi (120) und Robert Lewandowski (73) stehen noch vor ihm.

Bei den Madrilenen war Toni Kroos nach auskurierter Muskelblessur zurück in die Startelf gekommen. Der Mittelfeldspieler war um Ordnung bemüht, was gegen die gut organisierte Tuchel-Elf nicht einfach war.

Eden Hazard wurde in der 66. Minute eingewechselt, konnte aber kaum Akzente setzen. Vielleicht hat der Kapitän der Roten Teufel im Rückspiel in seinem früheren Stadion von Stamford Bridge mehr Möglichkeiten zu beweisen, dass er wieder auf einem guten Weg ist, der Hazard zu werden, der Real Madrid vor zwei Jahren mehr als 100 Millionen Euro wert war.

Am Mittwoch wird das zweite Halbfinale ausgetragen zwischen Paris Saint-Germain und Manchester City (mit Kevin De Bruyne). (dpa/cre)

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