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Talentschmiede Jupiler Pro League: Von Tielemans über Doku, De Ketelaere und Tzolis bis zu Karetsas

19.03.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Fußball, Männer: Europa League, SC Freiburg - KRC Genk, K.o.-Runde, Achtelfinale, Rückspiel, Europa-Park Stadion. Konstantinos Karetsas (KRC Genk, l) im Zweikampf mit Maximilian Eggestein (SC Freiburg). Foto: Silas Stein/dpa

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat den griechisch-belgischen Offensivspieler Konstantinos Karetsas verpflichtet. Der 18-Jährige kommt von Erstligist KRC Genk und hat einen Vertrag bis 30. Juni 2031 unterschrieben, wie Borussia Dortmund mitteilte. 30 Millionen Euro überwies dercBVB an Genk.

Konstantinos Karetsas ist als Ersatz für den früheren Nationalspieler Julian Brandt vorgesehen, der nach Ablauf seines Vertrags zu Ajax Amsterdam in die Niederlande gewechselt ist.

Der Jungprofi Karetsas ist in Genk geboren, hätte sich auch für die belgische Nationalmannschaft entscheiden können, für deren Jugend-Mannschaften er zwischen 2022 und 2024 zum Einsatz kam, jedoch optierte er für Griechenland. Zehn A-Länderspiele hat Karetsas bisher für die Nationalmannschaft der Hellenen absolviert.

19.03.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Konstantinos Karetsas (KRC Genk, l) im Zweikampf mit Igor Matanovic (SC Freiburg). Foto: Silas Stein/dpa

„Borussia Dortmund ist ein besonderer Verein und ich bin unglaublich stolz, jetzt das schwarzgelbe Trikot tragen zu dürfen. Ich freue mich sehr darauf, meine Mitspieler kennenzulernen und bald in diesem beeindruckenden Stadion vor unseren Fans zu spielen“, sagte der Offensivspieler bei seiner Vorstellung in Dortmund.

In der abgelaufenen Europa-League-Saison scheiterte Karetsas mit seinem Verein im Achtelfinale am SC Freiburg. Für die Belgier lief der 18-Jährige in seinen jungen Jahren bereits 92 Mal auf. Dabei bereitete der Grieche 23 Tore vor und erzielte sechs Treffer.

Mit einer Ablösesumme von 30 Millionen Euro ist Karetsas nunmehr der fünfteuerste Abgang der belgischen Pro League. Die Jupiler Pro League sei eine der meistgescouteten Ligen in Europa, sagte vor einiger Zeit Thorsten Fink, als er noch Trainer des KRC Genk war.

Vor allem der FC Brügge versteht es glänzend, Talente zu finden und einzukaufen, um sie dann nach 1-2 Jahren für ein Vielfaches der ursprünglich bezahlten Ablösesumme zu verkaufen, wie die nachfolgende Übersicht zeigt. Durch diese Politik ist der FC Brügge inzwischen der Ligakonkurrenz weit überlegen. Nicht von Ungefähr nennt man den FC Brügge „den FC Bayern von Belgien“… (dpa/cre)

Die teuersten Abgänge aller Zeiten in der Jupiler Pro League

Die höchste belgische Fußballklasse hat sich als Talentschmiede einen Namen gemacht. Das gilt vor allem für Erstligisten wie FC Brügge, Union Saint-Gilloise, RSC Anderlecht und KRC Genk.

Christos Tzolis vom FC Brügge. Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa

Auch in der laufenden Transferperiode machen die belgischen Fußballvereine gute Geschäfte. Christos Tzolis brachte sich und den FC Brügge vor einer Woche mit seinem Wechsel zu Arsenal London auf Platz 1, aber auch der KRC Genk konnte durch den Verkauf von Karetsas sein Konto deutlich aufbessern. Nachfolgend eine Übersicht über die teuersten Abgänge aller Zeiten in der Jupiler Pro League.

1. Christos Tzolis vom FC Brügge zu Arsenal London (40 Millionen Euro): Ein neuer Meilenstein für den FC Brügge. Mit dem Transfer von Christos Tzolis überschreitet der amtierende Meister als erster belgischer Club die 40-Millionen-Euro-Marke bei einem Abgang. Vor zwei Spielzeiten war der Grieche noch für 6 Millionen von Fortuna Düsseldorf übernommen worden, und nun bringt er bereits ein Vielfaches ein. Arsenal holte Tzolis, um den Weggang des Roten Teufels Leandro Trossard auszugleichen.

2. Ardon Jashari vom FC Brügge zum AC Mailand (36 + 3 Millionen Euro): Der Schweizer Mittelfeldspieler beeindruckte vor zwei Spielzeiten im Mittelfeld von Brügge und war entscheidend für das historische Achtelfinale von „Blau en Zwart“ in der Champions League. Dafür wurde er mit dem „Goldenen Schuh“ ausgezeichnet. Der AC Mailand zahlte 36 Millionen Euro für Jashari und legte zusätzlich noch 3 Millionen Euro an Boni auf den Tisch.

3. Igor Thiago von FC Brügge zu Brentford (37 Millionen Euro): Ein Millionentransfer, den niemand kommen sah. Igor Thiago hatte einen schwierigen Start beim FC Brügge, explodierte dann aber plötzlich. Der englische Verein Brentford zögerte nicht, im Jahr 2024 sage und schreibe 37 Millionen Euro für den brasilianischen Stürmer zu zahlen. Die Brügger erhalten sogar noch einen Prozentsatz bei einem späteren Weiterverkauf.

Bild links – 15.09.2021, Belgien, Brügge: Charles De Ketelaere vom FC Brügge in Aktion gegen Paris Saint-Germain. Bild rechts – 03.06.2021, Belgien, Brüssel: Belgiens Jeremy Doku (M) in Aktion mit Griechenlands Kostas Galanopoulos. Fotos: Dirk Waem/BELGA/dpa – Francisco Seco/AP/dpa

4. Charles De Ketelaere vom FC Brügge zum AC Mailand (32 Millionen + 3 Millionen Euro): Beim FC Brügge gibt man nicht so schnell nach. Dank der harten Verhandlungen des damaligen Sportdirektors Vincent Mannaert, inzwischen Technischer Direktor des belgischen Fußballverbandes, mit Mailands Sportdirektor Paolo Maldini sicherte sich der FC Brügge im Jahr 2022 für Charles De Ketelaere eine Ablösesumme von 35 Millionen Euro (einschließlich Boni). In Mailand könnte sich De Ketelaere nicht durchsetzen. Wohl aber danach bei Atalanta Bergamo. Durch seine drei Tore bei der WM, darunter das einzige gegen den späteren Weltmeister Spanien, auf einer für ihn ungewohnten Position hat De Ketelaere seinen Marktwert weiter gesteigert.

5. Konstantinos Karetsas (30 + 3 Millionen Euro) vom KRC Genk zu Borussia Dortmund: Es muss nicht immer nur der FC Brügge sein, der durch den Verkauf einer Spielers viele Millionen Euro in seine Kasse spülen lässt. Auch bei Racing Genk weiß man, wie man ein Juwel zu Geld macht. Konstantinos Karetsas wechselt mit 18 Jahren in die Bundesliga, wo er einen Vertrag über fünf Spielzeiten bei Borussia Dortmund unterschrieb. Genk erhält für den Transfer rund 33 Millionen Euro – eine Rekordsumme für den Limburger Verein.

6. Jonathan David von KAA Gent zu OSC Lille (27 + 5 Millionen Euro): Das Juwel Jonathan David – einst ablösefrei aus Kanada geholt – wechselte 2020 für eine stattliche Summe zum französischen Verein OSC Lille. Über die genaue Summe kursieren verschiedene Angaben. Berichten zufolge handelte es sich um 27 Millionen Euro plus 5 Millionen Euro an Boni. Der kanadische Nationalspieler, der inzwischen für Juventus Turin stürmt, erzielte für die „Buffalos“ 37 Tore.

7. Antonio Nusa vom FC Brügge zu RB Leipzig (28 + 2 Millionen Euro): Vor drei Wintern wollte Brentford 37 Millionen Euro für Antonio Nusa hinblättern, doch Zweifel nach den medizinischen Tests ließen eine Grundsatzvereinbarung noch platzen. Dennoch landete das norwegische Ausnahmetalent noch unter den Top 10 der teuersten Abgänge in der belgischen Liga. Bundesligist RB Leipzig zahlte 28 Millionen Euro für den norwegischen Nationalspieler, in Zukunft können noch 2 Millionen Euro an Boni hinzukommen.

Youri Tielemans, Mega-Talent des RSC Anderlecht (Archivbild). Foto: Shutterstock

8. Jérémy Doku vom RSC Anderlecht nach Stade Rennes (26–27 Millionen Euro): Doku wechselte 2020 für rund 26 Millionen Euro vom RSC Anderlecht nach Rennes. Ein Jackpot, der für den nach vielen erfolglosen Jahren finanziell angeschlagenen belgischen Rekordmeister ein Segen war. Rennes verkaufte Doku später für nicht weniger als 60 Millionen Euro an Manchester City weiter.

9. Tolu Arokodare vom KRC Genk nach Wolverhampton (26 Millionen Euro): Der nigerianische Torjäger wechselte vor einem Jahr für 26 Millionen Euro vom KRC Genk nach England zu den Wolverhampton Wanderes. Die Summe wurde jetzt durch den Transfer von Karetsas nach Dortmund gebrochen.

10. Wesley vom FC Brügge zu Aston Villa (25 Millionen Euro): Im Jahr 2019 zahlte der Premier-League-Club Aston Villa 25 Millionen Euro für Wesley. Der brasilianische Stürmer hatte mit seiner Unbeugsamkeit und seinem Torinstinkt in der belgischen Liga für Furore gesorgt. Viel Freude dürfte Villa an Wesley aufgrund einer schweren Knieverletzung allerdings nicht gehabt haben – er erzielte gerade einmal 6 Tore.

11. Youri Tielemans vom RSC Anderlecht zu AS Monaco (25 Millionen Euro): Youri Tielemans brachte Anderlecht durch seinen Wechsel nach Monaco nicht weniger als 25 Millionen Euro ein. Hinter diesem Transfer verbirgt sich jedoch eine zwielichtige Geschichte. Später stellte sich heraus, dass Supermakler Christophe Henrotay für die „kommerziellen Dienstleistungen“ im Rahmen des Transfers 6,3 Millionen Euro (!) einstreichen sollte. Eine enorme Provision von etwa 30 Prozent. Und das hinter dem Rücken des Spielers.

12. Odilon Kossounou von FC Brügge zu Bayer 04 Leverkusen (23 Millionen Euro): Auch Verteidiger bringen manchmal das große Geld ein. Der FC Brügge verkaufte Odilon Kossounou für 23 Millionen Euro an Leverkusen. (cre)

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