Interview

Juncker zu groß für das kleine Luxemburg?

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Trotz des Bruchs seiner Koalition mit den Sozialdemokraten will Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker (Christlich-Soziale Volkspartei) bis zur geplanten Neuwahl im Herbst weiterregieren.

Gleichwohl stellt sich die Frage, ob der 58-jährige Juncker nicht schon viel zu lange Regierungschef in Luxemburg war. Abnutzungserscheinungen sind nach 18 Jahren im Amt des Premierministers unvermeidbar.

Möglicherweise hat Juncker, der von 2005 bis 2013 zudem Vorsitzender der Euro-Gruppe war, zu oft über den eigenen Tellerrand geschaut. „Vielleicht hätte er doch manchmal auch etwas genauer hinschauen sollen, was eigentlich bei ihm zu Hause vorging“, meinte ein Brüsseler Korrespondent der ARD. Oder wie n-tv meinte: „Tatsächlich ist Jean-Claude Juncker eher auf der ganz großen europäischen Bühne zu Hause als in dem Zwergstaat.“

Wie in einem James-Bond-Film

Was sich im kleinen und vermeintlich friedliebenden Großherzogtum Luxemburg abgespielt haben soll, einem James-Bond-Film. Der damalige Chef des Geheimdienstes SREL, Marco Mille, hatte mit einer Spezialuhr 2007 heimlich ein Gespräch mit Juncker aufgenommen. Ende 2008 erfuhrJuncker davon, erst 2010 ging Mille.

Juncker sagte, er habe von diesem Abhören nichts gewusst. Auch eine Bombenleger-Affäre spielt eine Rolle dabei. Es geht um eine Serie von 20 Sprengstoffanschlägen zwischen 1984 und 1986 mit mehreren Verletzten.

Das Gerücht kursiert, dass ein Zeuge den Luxemburger Prinzen Jean in den 1980er Jahren bei einem Bombenanschlag beobachtet haben soll, was dieser bestreitet.

 

  1. „Das Gerücht kursiert, dass ein Zeuge den Luxemburger Prinzen Jean in den 1980er Jahren bei einem Bombenanschlag beobachtet haben soll, was dieser bestreitet.“

    ???

    Das ist kein Gerücht, sondern wurde mehrmals vor Gericht ausgesagt in den letzten Wochen !!

    Gerüchte gibt es nur oder vor allem auf OD.

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