Politik

Beim sehr heiklen Thema Eupener Wetzlarbad will sich Ministerin Isabelle Weykmans nicht nass machen

Außenansicht des Eingangsbereichs des Eupener Wetzlarbads. Foto: OD

AKTUALISIERT – Im Rahmen der sogenannten Regierungskontrolle im Ausschuss II des DG-Parlaments war am Dienstag auch das sehr heikle Thema Eupener Wetzlarbad Gegenstand einer Frage des CSP-Abgeordneten Colin Kraft an Ministerin Isabelle Weykmans (PFF).

Letzte Woche hatte „Ostbelgien Direkt“ aus zuverlässiger Quelle erfahren (siehe Bericht weiter unten), dass „praktisch gesehen die Stadt Eupen das Bad der Wetzlarbad AG abgegeben hat“ und „die Wetzlarbad AG praktisch gesehen pleite ist“.

„Aktiva 9.646.507 Euro und Passiva 9.657.872 Euro, Minuskapital -302.102 Euro (nicht, wie uns ursprünglich mitgeteilt wurde, -41.173 Euro, Anm.d.Red.). Unter Umständen haben die Betreiber gar keine Lust mehr weiterzumachen. Oder sie haben die Stadt in der Hand, um einiges zu verlangen. Die Stadt hat keine Kontrolle mehr über das Bad. Die Frage ist, wie man einen solchen Vertrag abschließen konnte…“, wurde uns mitgeteilt.

DG-Ministerin Isabelle Weykmans. Foto: OD

Der Abgeordnete Kraft stellte Ministerin Weykmans diesbezüglich folgende Fragen:

1. Wie steht die Regierung der DG zu dieser Aussage?

2. Was hat die Regierung der DG unternommen, um den Wiederaufbau des Wetzlarbades
zu fördern?

3. Was wird die Regierung der DG unternehmen, um den Wiederaufbau der besagten
Sportinfrasturktur zu beschleunigen?

Die Antwort von Weykmans fiel relativ kurz aus. In Anspielung auf das Wetzlarbad, das seit 2013 nur ein Mal einen ganzen Sommer geöffnet hatte, könnte man fast behaupten, Weykmans habe sich in ihrer Antwort auf die Frage von Kraft im wahrsten Sinne des Wortes nicht nass machen wollen.

„In Beantwortung der ersten Frage gehe ich davon aus, dass jeder nachvollziehen kann, dass ich auf die von Ihnen beschriebenen und nicht verifizierten Aussagen von einer unbekannten Quelle im Rahmen der parlamentarischen Kontrolle nicht reagieren werde, sagte die Ministerin.

Der CSP-Abgeordnete Colin Kraft (l). Foto: OD

„Meine Aufgabe ist es, hier Rechenschaft über die Aktion der Regierung abzugeben.Die Regierung unterstützt das Projekt des Wiederaufbaus des Wetzlarbades nach den ihr zur Verfügung stehenden und gesetzlich festgelegten Möglichkeiten. Die Kosten für die Instandsetzungsarbeiten an der Infrastruktur sind im Infrastrukturplan 2024 der Deutschsprachigen Gemeinschaft vorgesehen. Alles in allem kann ich Ihnen versichern, dass bei der Ausführung der Arbeiten grundsätzlich der Nachhaltigkeitsaspekt höchste Priorität genießen soll.“

Auf die finanzielle Lage der Wetzlarbad AG, die laut unserer Quelle zu „nicht der Stadt, sondern zu 100 Prozent der Innopa SA in Löwen gehört“, und deren Verträge mit der Stadt Eupen, über die sich unser Informant fragte, „wie man einen solchen Vertrag abschließen konnte“, ging Weykmans nicht ein.

Sie fügte lediglich hinzu: „Daher soll im Rahmen des Wiederaufbaus das Bad mit einer – und so war es im Ursprungsprojekt nicht vorgesehenen – PVT-Anlage bestückt werden. Diese kombiniert Photovoltaik und Solarthermie, und hat den Vorteil, daher bezuschusst zu werden. Dieses Projekt steht aktuell im Infrastrukturplan 2024, mit Projektkosten in Höhe von 600.000 Euro und einem möglichen Zuschuss von 360.000 Euro. Der Antrag auf Bezuschussung wurde bis dato noch nicht von der AGR Tilia eingereicht.“ (cre)

Eupen wieder vor einem Sommer auf dem Trockenen: „Die Stadt hat keine Kontrolle über das Wetzlarbad“

Es ist Frühling! Das Wetter wird besser. Die Menschen freuen sich auf den Sommer. Leider steht Eupen abermals vor einem Sommer auf dem Trockenen. Wohl erst frühestens Anfang 2025 wird das LAGO Eupen Wetzlarbad wieder öffnen. Allerdings könnten die Verträge, die seinerzeit von der Stadt Eupen mit dem Betreiber abgeschlossen wurden, noch ein Hindernis sein.

Am 9. September 2012 schloss das alte Wetzlarbad. Seitdem hatte der Schwimmkomplex im Ortsteil Hütte nur eine komplette Sommersaison. Das war 2019. Erst ließen Bau und Eröffnung auf sich warten. Dann machten die Pandemie und die Flut den Betreibern einen Strich durch die Rechnung.

Das LAGO Eupen Wetzlarbad im Eupener Ortsteil Hütte. Foto: OD

2013 nahm das Wetzlarbad-Drama seinen Lauf. Der Sommer des Jahres 2013 war der erste ohne Freibad in Eupen. Es sollten noch fünf weitere „Trockenschwimmer-Sommer“ folgen, ehe das neue Bad in Betrieb genommen werden konnte.

Es waren eigentlich sogar sechs Sommer, denn die Eröffnung im Jahr 2018 erfolgte mit Verspätung. Wegen einer defekten Filteranlage an einem Außenbecken gab es zunächst nur eine Teileröffnung.

Am 4. August 2018 wurden das Innenbecken und der Spaßbereich eröffnet. Das Außenbecken blieb weiterhin geschlossen. Erst am 3. Oktober 2918 konnte auch das Außenbecken für den Schwimmbetrieb freigegeben werden.

Es war das erste Mal seit der Schließung des alten Wetzlarbads am 9. September 2012, also seit über sechs Jahren, dass Eupen wieder über ein richtiges Außenbecken verfügte. Im Sommer 2019 schien in Eupen die Welt endlich wieder in Ordnung zu sein.

Noch ahnte niemand, dass 2019 für das neue Bad im Eupener Ortsteil Hütte die erste und vorerst letzte komplette Sommersaison sein würde, denn ab dem 12. März 2020 war das LAGO Eupen Wetzlarbad wieder geschlossen. Diesmal machte die Covid-Krise den Betreibern einen Strich durch die Rechnung.

Nur 2019 hatte das neue Bad eine komplette Sommersaison. Foto: OD

Am 1. Juli 2020 durfte das Bad unter Auflagen wieder öffnen. Endlich Licht (und vor allem Wasser) am Ende des Tunnels. Betreiber LAGO hoffte, dass 2021 endlich wieder eine komplette Sommersaison möglich sein würde.

Dann kam die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. Seit der Flut bietet sich im Ortsteil Hütte ein Bild der Verwüstung. Viel zu lange dauerte es, bis man sich mit den Versicherungen einig wurde. Frühestens 2025 soll das Bad wieder in Betrieb genommen werden – wenn überhaupt.

Ein noch größeres Problem als das des Wiederaufbaus des Wetzlarbads sind die vertraglichen Rahmenbedingungen, die schon vor Jahren von Experten als äußerst nachteilhaft für die Stadt Eupen gewertet wurden. Tatsächlich lässt die Bilanz der Wetzlarbad AG, die nicht der Stadt, sondern zu 100 Prozent der Innopa SA aus Löwen gehört, tief blicken. Die Innopa SA ist die Dachfirma, die eine Beteiligung an den von ihr verwalteten Bädern hält.

„Praktisch gesehen hat die Stadt Eupen das Bad der AG abgegeben“, wurde uns aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt: „Praktisch gesehen ist die Wetzlarbad AG pleite. Aktiva 9.646.507 Euro und Passiva 9.657.872 Euro, Minuskapital -302.102 Euro. Unter Umständen haben die Betreiber gar keine Lust mehr weiterzumachen. Oder sie haben die Stadt in der Hand, um einiges zu verlangen. Die Stadt hat keine Kontrolle mehr über das Bad. Die Frage ist, wie man einen solchen Vertrag abschließen konnte…“ (cre)

79 Antworten auf “Beim sehr heiklen Thema Eupener Wetzlarbad will sich Ministerin Isabelle Weykmans nicht nass machen”

  1. Unterstädter

    Leider kann man die Verantwortlichen des Gemeinderates nicht finanziell zur Verantwortung heranziehen wenn solche Verträge zum Nachteil der Bevölkerung abgeschlossen werden. Wir können nur hoffen, dass der Wähler dem jetzigen Gemeinderat und Bürgermeisterin zeigt, dass die Bevölkerung endgültig die Nase gestrichen voll hat von der ganzen Misswirtschaft, welche dieser in den letzten Jahren in Eupen verursacht haben.

  2. Solche Verträge kommen zustande wenn auf der einen Seite kluge, intelligente und verantwortungsvolle Leute sitzen und der anderen Seite die, die sich dafür halten.
    Deutlicher darf ich sicher wieder nicht werden, damit meine Meinung nicht versehentlich in den Papierkorb fällt.
    Denkt in der Wahlkabine daran.

    • Pipin der Kurze

      So etwas brauchen wir nicht unbedingt. Eupen hat genug Attraktionen. Seit Wochen mehren sich Busse mit Chinesen und besonders Japanern, die das kahlgeschlagene Waisenbüschchen besichtigen kommen und wie irre Fotos knipsen. Hier und da sieht man auch deutsche Nummernschilder an Elektrobussen sowie Lastenräder mit weinenden deutschen Baumumarmern. So gesehen hat das Waisenbüschchen sterbend noch die Tourismusbranche angekurbelt.

  3. Ein Jahr mit dem Lärm der Wellenbadpumpe zu leben, hat den Anwohnern echt gereicht. Auf der Terasse oder Balkon sitzen war nicht möglich. Nochmal brauchen wir das nicht. Ein ganz normales Freibad ohne Schnickschnack wäre wünschenswert.

  4. delegierter

    Wo liegt eigentlich das Problem ?
    In anderen Gemeinden wird zur Erhaltung der Sportstätten einfach Gemeindeland versteigert, habt ihr in Eupen nicht irgendwo ein paar Morgen Land zu verscherbeln ?

  5. Langweilig

    Ein ganz normales Freibad ohne Schnickschnack…. hatten wir schon. Dann kam u. a. Herr Baumgarten als damaliger und später abgetretener Schöffe, der wollte das nicht mehr…. das Ganze Trauerspiel ist eigentlich ein Verbrechen

      • Langweilig

        Das stimmt so weit. Die ersten Planungen unter Dr. Keutgen, die weiteren Planungen sowie Ausführungen unter (Federführend) Herrn Baumgarten und Herr Scholl….. dann auch mit den Streichungen… die den Projektautor zu der Aussage führte „wenn ihr das bad so (also nach den Streichungen) baut, dann braucht ihr auch nicht den zusätzlichen Parkplatz zu erwerben (ehemaliges Campingplatz Gelände)….. der Mann sollte recht behalten.

  6. M der Block

    Daran sieht man mal wieder wie toll diese ganzen möchtegern Politiker sind .
    Politiker der einzige Beruf wo kein Diplom gebraucht wird um ihn auszuführen ! Selbst als Reinigungskraft braucht man heute wie in jedem anderen Beruf ein Befähigungszeugnis .

  7. Greffier

    +- 70 Jahre hatten wir ein gut funktionierendes Schwimmbad, keine Probleme, Dann kommen Hohlköpfe von Politikern, siehe Herr Baumgarten und Konsorten ,die brauchten 1 Jahr damit nichts mehr funktioniert,
    die Bevölkerung wartet seitdem über 12 Jahren darauf wieder im Sommer das Wetzlarbad so wie früher zu benutzen. ( Traurig )

  8. Ostbelgien Direkt

    KORREKTUR: Das Minuskapital der Wetzlarbad AG belief sich laut Bilanz nicht auf -41.173 Euro, sondern auf -302.102 Euro (Aktiva 9.646.507 Euro und Passiva 9.657.872 Euro, Minuskapital -302.102 Euro). Gruß

      • … Zumal in einer Bilanz Aktiva und Passiva gleich gestellt sind. Das Kapital der Gesellschaft beträgt nur 100.000 € (?)
        Interessant wäre, von der Stadt zu erfahren, wie der wirkliche rechtliche Rahmen ist. Wem gehört was ?
        Ich kann mich nicht erinnern, gelesen zu haben, dass Gebäude und Grundstück an die AG verkauft wurden.
        Hab‘ ich vielleicht verpasst…

        • Ostbelgien Direkt

          @5/11 Wir haben uns erkundigt. Ein Experte hat uns gesagt, dass bei Aktiva 9.646.507€ und Passiva 9.657.872€ (Schulden an die Stadt) und einem Minuskapital von -302.102€ man vermuten muss, dass die gesamte Anlage entweder verkauft oder auf 27 Jahre durch Pachtvertrag an die Wetzlarbad AG abgegeben wurde. In der Gesellschaft wäre demnach nichts anderes drin. Virtuell pleite. Sie gehört zu 100% der Innopa SA (Lago). Gruß

          • @OD,
            Danke für die Info.
            Ihr Expert wird wohl die öffentlich zugängliche Bilanz eingesehen haben: da die Gesellschaft mit 100.000 € gegründet wurde, aber mittlerweile Verluste von über 400.000 € aufweist, gibt’s effektiv ein negatives Kapital vom über 300.000 €.
            Die 9,6 Millionen Schulden sind als „dettes commerciales“ verbucht und sind fast gleich mit dem für „Grundstücke und Bauten“ angegebenen Wert.
            Wem und warum eine solche Summe geschuldet ist, können natürlich nur die Beteiligten sagen…

          • Wie albern, Herr Doktor! Schwimmbäder sind sinnvoll, aber Geldvernichtungsmaschinen. Wie soll man solch eine verscherbeln können? In Gulpen besteht seit Jahren eine wunderschöne und mehr als gutbesuchte Schwimmanlage mit Außen- und Innenanlage. Sie wird nächstes Jahr geschlossen, weil von der Gemeinde nicht mehr zu finanzieren. Vielen Gemeinden geht es ähnlich, wie Kelmis und Eupen. Ein Schwimmbad ist finanziell gesehen ein Fass ohne Boden.

            • Subjektiv

              Fass ohne Boden, da haben Sie recht. Sind wir Bürger es nicht wert dass wir von unseren Steuergeldern ein Schwimmbad teilfinanziert bekommen? Das Wetzlerbad hat doch viele Jahre überlebt, sicher auch mit Unterstützung öffentlicher Gelder die bis dato noch überschaubar waren. Leider hatten unsere Politiker eine größenwahnsinnige Idee mit einem Spaßbad und als es fertig gebaut war haben diese bemerkt das dies eine Nummer zu groß für Ihre Kompetenz und der Finanzierung war. Leider können wir die Zeit nicht zurückdrehen.

            • @ – Logisch 09:51
              Möchten Sie wissen weshalb solche Projekte früher funktioniert haben ?

              Es gab nicht ständig einen Hype , den man glaubte als modernes Bad mitmachen zu müssen.
              Es gab keine Bauunternehmer, die im kuschelmuschel mit der Politik Preise verlangen konnten, wie sie lustig sind.
              Es gab keinen Besucher die ständig gemeckert haben, dass es in anderen Schwimmbädern besser sei.
              Es gab niemals so viel Steuern auf die Versorgung mit Energie, wie in der jetzigen Zeit .
              Das Wasser musste damals auch keine Badewannentemperatur haben , keine Wellen und auch keine Sauna und Solarium auf dem Gelände.
              Die Wellen hatten wir Kinder gemacht und die Bräune kam durch die 🌞 Sonne , auf die man als Kind keinen Wert gelegt hatte .
              Wer zu kalt hatte, ist ein bisschen schneller geschwommen, oder hat sich mal 30 Minuten in der Sonne aufgewärmt .
              Und an sehr heißen Tagen wurde an der schwarzen Brücke geplanscht , im Schatten zwischen den Bäumen.

              Heutzutage hat man mit der verweichtlichen Gesellschaft aber etwas anders vor.
              Man nimmt ihnen das Geld , und steckt es in der Rüstungsindustrie.
              Weil davon aber dreiviertel nie zum Einsatz kommt , wegen dem Verfallsdatum .-) muss man natürlich auch ab und zu Leute an die Front schicken um glaubhaft zu bleiben, dass solche schwachsinns-investitionen von Nöten sein .
              Kaltes Wasser geht nicht, aber schießen sollen sie ;
              im durch den Regen voll gelaufenen Schützengraben.
              Das kühlt ja auch den Körper, vor allen Dingen wenn er tot ist .
              Wirklich grausam, wie alles den Bach runtergeht durch immer mehr fehlplaner, von denen jeder ,sich mehr für seine Vorteile interessiert, als für sinnvolle Investitionen.

  9. Fellowes

    Ich frage mich was das hier wieder einmal soll. Absolut nichts Neues. Wurde doch schon alles in den letzten 15 Jahren besprochen, kommentiert und von allen Betroffenen und Verantwortlichen offen gelegt. OD ist hier auf „Aufwärmen“ eingestellt. Das Schwimmbäder Geld kosten ist auch allen bekannt. Das Corona und Flutkatastrophe sicherlich jegliche positive Entwicklung ausgebremst haben, wissen wir auch. Das Bilanzen ausgelegt werden können wie man das möchte, ist auch nichts Neues. Vielleicht ist das auch nur alles Wahlkampf Gescharere.
    Ich jedenfalls freue mich darauf in einigen Monaten wieder mit Enkel, Freunden und Verein schwimmen zu gehen. Alles andere ist unwichtig und dummes Gequatsche.
    Wünsche allen in naher Zukunft viel Spaß im Wetzlarbad.

  10. Fellowes

    @ Bravo: Ja, bin Optimist. Wenn ich sehe wie viele Gemeinden ihre Bäder schließen,
    dann finde ich es gut, dass in Eupen alles versucht wird uns ein Bad zu stellen. Wir sehen uns dann bestimmt!
    @ Herbert G.:
    Sie reden mit wem sie möchten. Mir ganz egal. Vielleicht sehen wir uns dann doch mal im Wetzlarbad! Ob dann mit oder ohne Akte.

    • Sollte die Stadt effektiv „keine Kontrolle über das Wetzlarbad“ mehr haben, erübrigt sich eigentlich die Diskussion, zumindest auf politischer Ebene.
      Bleibt höchsten die Frage, ob die Stadt Bauten und Grundstück verkauft hat oder nicht.
      Und natürlich ob sie den Kaufpreis überhaupt erhalten hat.

      • Fellowes

        Wieso sollte die Stadt keine Kontrolle mehr haben. Das Wetzlarbad gehört der Stadt Eupen. Die AG Wetzlarbad ist ein Konzessionaer. Was juckt es uns, ob die AG bankrott ist oder nicht. Ein Fall für die Justiz. Wir wollen doch alle Schwimmen und uns nicht in Theorien verstricken, die schwachsinnig sind. Oder?

        • Langweilig

          Na, wenn Sie in allem eingeweiht sind, dann mal her damit.

          Fakt ist, dass das Bad unter Bgm Klunikenberg (mit den Schöffen Baumgarten und Scholl, federführend ) zur Kirmes 2018 eingeweiht wurde (unter anderem nachzulesen „eupen-erleben Juni 2018). Die Stadt Eupen (bzw. die AGR Tilia, MwSt Optimierung, Gegründet durch Stadtratsbeschluss vom 05 September 2005) hat mit dem Betreiber, der Innopa AG einen Vertrag über 20 Jahren abgeschlossen (Quelle u.a. Aussage in „eupen-erleben 2018“)… und zahlt dafür jährlich noch 620.000€ dazu! (BRF vom 30.03.2018).
          Wenn der Betreiber in Insolvenz geht, bleiben die Schulden (der Wiederaufbau) an der AGR Tilia hängen. Das ist unter anderem auch mein Steuergeld.
          Da der Betreiber (Wetzlarbad AG) die Versicherungsverträge ausgehandelt hat, hat die Aufsichtspflicht der Tilia (bzw. deren Vertreter) versagt! Bereits in der Haushaltsrede der SP Plus (Herr Baumgarten) von 2023 wurde über eine Unterdeckung spekuliert bzw. wurde davon ausgegangen.
          Man kann also sagen, dass die AGR Tilia/Stadt Eupen In jedem Fall verloren hätte:
          Bei guten Gewinnen/Auslastung des Bades – Gewinn an den Betreiber, die Innopa AG (im ersten Jahr auch so geschehen, einfach mal die Bilanz nachlesen).
          Bei Insolvenz – bleiben die Kosten bei Tilia (oder wird sich ein Käufer für die Ruine finden ?? :-)
          Und bei Unterversicherung, wird die Sache dann richtig teuer!

          Und ich kann von meinen gewählten Vertretern verlangen, dass sie ihre Arbeit gewissenhaft ausführen. Das geht aber nicht, wenn „man“ auf allen Hochzeiten Tanzen möchte – ich mutmaße, um auch alle (gut dotierten) Gehälter zu kassieren!

          Und Sie schreiben, „wen juckt es wenn die AG Bankrott ist“??? das kann nur jemand schreiben, der selber mit Steuergeldern gewissenlos umgeht, oder die Zusammenhänge nicht sieht oder sehen will.

          Wenn sie konkrete Fragen haben, oder meine Überlegungen widerlegen möchten – gerne (mit Quellenangaben bitte)

          • „Langweilig“ ist das Thema eigentlich nicht, das BSK müsste doch klare Auskunft geben können, werde denn jetzt Eigentümer ist.
            Die AG gibt in ihrer Bilanz über 9 Mio Grundstücke und Bauten an, hat aber Schulden in etwa gleicher Höhe. Vielleicht kann der von Ihnen erwähnte 20 Jahres Vertrag so verbucht werden??
            Die „Unterversicherung“ ist mehr als wahrscheinlich, ein solches Risiko der quasi vollständigen Zerstörung durch eine Flutkatastrophe kann man kaum versichern. Das wird bei hiesigen geschädigten Unternehmen ähnlich gewesen sein.

  11. Eifel_er

    Jaaaa jetzt kommen sie wieder aus allen Parteien aus allen Löchern gekrochen um Wahlvieh zu fangen. Um große Probleme und deren Lösungen wird bewusst ein großer Bogen gemacht.. aber diesmal schiesst ihr euch alle selbst ins Bein. 🤛🏻. Ich bleibe auf jeden locker flockig zu Hause und tue mir das nicht wieder an.

  12. Subjektiv

    „In Beantwortung der ersten Frage gehe ich davon aus, dass jeder nachvollziehen kann, dass ich auf die von Ihnen beschriebenen und nicht verifizierten Aussagen von einer unbekannten Quelle im Rahmen der parlamentarischen Kontrolle nicht reagieren werde, sagte die Ministerin.
    Da Sie diese Fragen schon vorher kannten, sehe ich es als Ihre Pflicht, Frau Weykmans, sich darüber zu informieren und recherchieren was an Frage 1 dran ist und nicht die üblichen Phrasen eines Politikers anzuwenden.

  13. Ach wie schön war es früher im Wetzlarbad

    Wenn ich an meine Jugend im Wetzlarbad zurückdenke, macht es mich umso trauriger zu sehen, wie sich dieser Ort zum Schlechten verändert hat. Das heutige Wetzlarbad bietet viel weniger Mehrwert als das Alte, hier wurde eindeutig am falschen Ende gespart! Es ist wirklich erstaunlich, wie alltags- und realitätsfern selbst unsere Kommunalpolitiker agieren können. Natürlich ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die neue Thematik setzt dem ganzen nur die Krone auf. Die Weykmans weiß schon warum sie geht. Alles Schönwetter-Politiker, die in ihrem Größenwahn lieber ihre eigenen Visionen umsetzen als die Interessen ihrer Wähler zu vertreten.

  14. Eifel_er

    Und der Werner Baumgarten ? Hat sich im richtigen Moment ausgeklinkt weil er von Anfang an wusste wo es hingeht. So war es schon immer. Sich schön selber richtig in Szene setzen und verkaufen, und danach kann er sich an nichts mehr erinnern.
    Aber gut, wenn er damit klarkommt? Ich könnte es nicht.

  15. Ekaterina

    Guten Abend,
    Ich habe nicht ganz verstanden, wird das Wetzlarbad demnächst wiedereröffnet?
    Es ist sehr viel “bla-bla-bla” geschrieben, aber konkret über die Renovierung des Schwimmbades ist im Artikel kaum ein Wort zu finden. Ich fahre ab und zu am Schwimmbad vorbei, um zu sehen, ob da etwas unternommen wird. Leider sind keine Vorschritte zu sehen.

  16. Ich habe mi h schon vor der Eröffnung gefragt warum so ein neues Stadion realisiert wurde und kein Spassbad wie in Würselen, Köln etc. Als ob die Einwohner von Eupen und Umgebung es nicht Wert sind ein für alle schönes Schwimmbad zu haben. Baut es doch in der Oberstsdt vernünftig und lasst die jetzigen Besitzer im Regen stehen. Wie man als Stadt seine Verantwortung zu 100 % abgeben kann ist mir schleierhaft.

  17. Statt so ein Bunker ……einfach ein Freibad mit Kasse und jut ist.
    Braucht nicht mal 10 Mio.
    Ihr macht was schönes kaputt und setzt ein Bunker da hin , kommt Hochwasser und nun haben wir nix mehr .
    Danke hierfür!!! Hauptsache ganz Eupen wird pünktlich zum Sommer aufgerissen für das Lebensnotwendige Glasfaserkabel.Eupen schafft sich selber ab

  18. Fellowes

    oh, der Wahlkampf ist im vollen Gange. Beleidigungen statt korrekte Information ist angesagt.
    Wie ist es möglich, dass falsche Behauptungen ungestraft veröffentlicht werden?
    Ich freue mich auf die Wiedereröffnung Ende des Jahres.
    Allen Politikern hier im Netz wünsche ich noch viel Fantasie,. Aber seid beruhigt, das Wetzlarbad ist Eigentum der Stadt, eine Unterversicherung ist schon lange vom Tisch und Bilanzen sollte man lesen umd deuten können, bevor man darüber redet.

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