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Alemannia Aachen wieder in Not: Hauptsponsor kündigte fristlos

Der Aachener Tivoli, Heimstätte von Regionalligist Alemannia Aachen. Foto: alemannia-aachen.de

Während auf der anderen Seite der Grenze die AS Eupen in der höchsten belgischen Liga spielt und fast im Geld schwimmt, ja nicht einmal einen externen Trikotsponsor benötigt, sondern auf der Brust der Spieler seinen Eigentümer Aspire anpreist, dümpelt Alemannia Aachen weiter in der 4. Liga und – schlimmer noch – droht wieder in finanzielle Probleme zu geraten.

Wie die Aachener Zeitung berichtete, hat Hauptsponsor „Check2win“ dem Aachener Traditionsverein, der noch vor 10 Jahren in der 1. Bundesliga spielte, die fristlose Kündigung „aus wichtigem Grund“ zustellen lassen. Für den klammen Club vom Tivoli ist dies ein weiterer finanzieller Einschnitt.

Was genau der Grund für die fristlose Kündigung ist, wollte die Vereinsführung bisher nicht sagen. Angeblich weiß sie selbst nicht, was eine derart brutale Entscheidung ausgelöst haben könnte. „Der einzige, der einen Grund gehabt hätte zu kündigen, wären wir gewesen“, wurde Aachens Geschäftsführer Timo Skrzypski in der Presse zitiert.

Ein Loch von 540.000 Euro

Denkbar ist nach Meinung des Sportmagazins „Kicker“, dass die missliche finanzielle Lage der Alemannia zum Anlass genommen wurde, um abzuspringen. „Check2win“ habe eine Zusicherung verlangt, dass der Regionalligist nicht wieder vor einer Insolvenz stehe. Im Dezember 2016 habe jedoch Aachens Geschäftsführer Skrzypski unverblümt zugegeben, dass der Alemannia zur Finanzierung der aktuellen Saison noch ein sechsstelliger Betrag fehle.

Während der Saisonvorbereitung im Juli 2016 bestritt Alemannia Aachen ein Freundschaftsspiel im Eupener Kehrweg-Stadion. Das Bild zeigt die beiden Kapitäne Timo Staffeldt (Aachen, links) und Luis Garcia (Eupen, rechts) bei der Seitenwahl. Foto: OD

„Wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass wir ein Defizit vor uns herschieben. Das ist bekannt. Dieses liegt weiterhin bei rund 400.000 Euro. Das Loch haben wir bisher nicht stopfen können“, so Skrzypski.

Durch das Ausscheiden des Consulting-Unternehmens klafft ein weitaus größeres Leck am Tivoli. Rund 140.000 Euro Fehlbetrag würden dazukommen – damit würde das Haushaltsloch etwa 540.000 Euro betragen.

Vor der Saison war Alemannia Aachen mit einem Etat von rund 3,5 Millionen Euro in die Spielzeit 2016-2017 gestartet. Wie sich aber jetzt herausstellt, hat man sich am Tivoli verkalkuliert.

Damit steht die Alemannia abermals vor einer finanziell ungewissen Zukunft. In Richtung Insolvenz soll es laut Geschäftsführer Skrzypski aber nicht gehen.

Zu den finanziellen Problemen kommen die sportlichen hinzu: In der Regionalliga West ist die Alemannia weit davon weg, wieder in den Profifußball zurückkehren zu können. Nach 20 Spielen liegt der ehemalige Bundesligist nur auf Rang 5 und hat 13 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach II. (cre)

  1. Vielleicht sollten Sie den verkauften Verein AS Eupen nicht als Vergleich nehmen. Ein Erstligist ohne Fans und mit einer handvoll Belgier im Team….

    Was glauben Sie wo die AS steht, wenn die WM in Katar durch ist und das Interesse der Geldgeber gegen „Null“ geht? Das wird lustig!

  2. Naja, niemand kann in die Zukunft schauen. Aber die As bestand schon vor Aspire und wir auch danach bestehen, als finanziell gesunder Verein.
    Da haben Sponsoren nichts zu befürchten.
    Nur wâhrend einer kurzen Zeit hat die AS höher gepinkelt als sie es sollte, da war ein Deutscher „Sponsor“ am Ruder.

  3. Alemannia4ever

    Tradition schießt keine Tore. Und es hieß schon immer so: „Alemannia? Dat is’n Klömpchensverein!“ Das ist eine Hassliebe.
    Problem ist u.a. im Fußball, dass bisher ehrenamtliche/halbprofesionell geführte Strukturen mit einem Aufstieg plötzlich ganz viel TV-Gelder, Sponsorengelder etc. erhalten und dann von jetzt auf gleich lernen müssen damit vernünftig umzugehen. Das kann. Ich jeder Verein verkraften. das hat auch die AS 2010 mit dem Aufstieg in die 1. Division erlebt.
    Und Fußball ist wie alles heutzutage ein schnelllebiges Geschäft. Da kommen Fehlentscheidungen schnell zum Tragen. Und Sponsoren wie Zuschauer wenden sich ab – wenn der Verein Pech hat sogar ganz schnell.

  4. Missmanagement hat es in der tat auch in Eupen gegeben, aber nicht sehr lange.
    davor war Eupen immer ein solider Verein in der zweiten Division, nicht reich, aber auch nicht pleite.
    Nachdem Aspire sich zurückgezogen hat bleiben zwei Möglichkeiten:
    – ein neuer Sponsor übernimmt. Die wahrscheinlichkeit ist nicht klein, denn Eupen ist jetzt finanziell gesund und hat hervorragende Strukturen
    – es findet sich kein neuer Sponsor und Eupen steigt ab, das ist nicht schlimm, denn, wie gesagt, lieber schuldenfrei in der zweien (oder auch erste Amateurliga) als ein sack voll Schulden in der ersten.
    Bis dahin geniesse ich den erfrischenden, frivolen Fussball der AS Eupen.

  5. Lieber in die (Deutsche) 4 liga fussball spielen als mit eingekauften kinder aus Afrika und eingekauften GE REPORTER (siehe Artikel in die Monatausgabe heute live aus Doha… wer hat whol diese Reise bezahlt…) so zu profilieren…

  6. Immer wieder diese absolut überflüssigen Kommentare über die ASE. Wir sind nun mal in Händen von Aspire und nicht erst seit Gestern! Irgendwann muss es auch mal gut sein mit diesen Kommentaren! Die AS hatte Probleme, die Alemannia hat Heute Probleme! Wichtig ist die Rettung des Traditionsvereins aus Aachen, nicht mehr und nicht weniger!

  7. Herbert prümmer

    Hallo liebe ostbelgier.habt ihr nicht irgendwo in der Eifel einen kleinen Sportplatz,wo diese gurkentruppe,die uns Aachener Steuerzahler Carl.1mio€ pro Jahr kostet,ihren thekenfussball spielen kann.dann würde der Tivoli abgerissen und Aachen wäre ein nicht zu lösendes Problem los.angebote bitten unseren Bürgermeister Philipp oder noch besser,an den Initiator des Chaos Jürgen Linden,ehem.bürgermeister.

    • Herr Prümmer, das war eine Glanzpartie des Linden damals. Die Augen grösser wie der Bauch. Ähnlich hat es hier unser Karli gemacht, auch einer dieser Partei! Die wollten sich damit ewige Denkmäler setzen. Ist ihnen auch super gelungen! Traurige Gestalten und in ewiger Erinnerung. Bei der Arbeit wären sie auf der Stelle entlassen worden! Heute sammeln sie Verdienstorden.

  8. Ulrich Küpper

    Na, habt Ihr da drüben denn wirklich keine anderen Probleme ? Und unser Kalmucke Herbert Prümmer mischt auch noch fleissig mit, nur nicht mit Geld. Merkt Euch doch, Fussball soll nur ein Spiel sein, genau wie Mensch ärgere Dich nicht. Schlimm genug, dass es den Steuerzahler sehr viel Geld kostet

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