„Das Problem der Dörfer ist nicht, dass keine Busse fahren, sondern dann niemand mit dem Bus fährt.“
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Dieses Zitat greift zu kurz. Wer in einem Dorf lebt und auf „den Bus“ angewiesen ist, erlebt eine extrem unflexible und zeitraubende Mobilität. Das kann ein Großstädter wie der Schreiber von „Die Zeit“ offenbar nicht nachvollziehen.
Ja, in den Städten kann man es „sich leisten“, kein Auto zu haben, wenn alle paar Minuten Busse in alle Richtungen fahren. Aber wehe, man möchte sich weiter als 20 km vom Stadtzentrum begeben, dorthin, wo kein Bahnhof ist und wo nachts noch die Straßenlampen ausgeschaltet werden. Dann muss wohl ein teures Taxi her, denn auch Zeit kostet Geld…
Das Problem der Dörfer heißt Tilgencamp.
Die Busse sollten auch in die Richtung fahren wo man hin moechte. Zum Beispiel; Malmedy. Keine direkte Verbindung nach Eupen. Man muss mehrmals umsteigen, oder über Verviers. Stunden lange Fahrt. Für 30 Kilometer. Wenn eine direkte Verbindung wäre würde ich lieber bus fahren.
Zum Beispiel; Malmedy. Keine direkte Verbindung nach Eupen? Wer fährt denn auch schon von Malmedy nach Eupen?
Emonts-pool Horst, die Verbindung hatten wir mal vor vielen Jahren. Genauer: Vaals-Kelmis-Eupen-Malmedy alle drei Stunden. Jetzt durch den Vennliner ersetzt. Damals hatte man das Problem Eupen-St. Vith. Übrigens, damals Lüttich-Malmedy mehr als 4 Stunden. Tja, mit Massenverkehrsmitteln muss man wie die Masse fahren.
Wenn Bus und Bahn so toll wären, würden sie stärker genutzt.
Nennen wir das Ding doch mal klar beim Namen: Zug und Bus sind viel zu teuer (vorbildliche Ausnahme: Interrailticket der SNCB für Inlandsfahrten), zeitraubend und nicht zuletzt dank einiger, gesetzlich gekuschelter Zeitgenossen zunehmend unangenehm und gefährlich. Letzteres gilt ja nicht nur für das Verkehrsmittel selbst, sondern auch für das Umfeld wie Bahnsteige, Busbahnhöfe. Besuchen sie in Aachen den Bushof, ein seit Jahrzehnten bekannter Brennpunkt, fragen Sie auch die Fahrer und Kontrolleure zu Ihrem Berufsalltag!
Wer kann, fährt heute selten Bus. Wer Schüler ist, sehnt den Führerschein herbei (trotz der Klimaterroristen sind die Fahrschulen voller junger Leute …), weil er den Viehtransportcharakter zu Stoßzeiten genug erlebt und satt hat. lange
Im eigenen Auto hat man einen garantierten Sitzplatz, wird nicht angepöbelt, angegriffen und infiziert sich auch nicht durch den Rotz anderer – um es mal deutlich zu sagen!
Was ist nun die Reaktion unserer „Oberen“? Wie immer naheliegend einfach: Dem wehrlosen Bürger tief in die Tasche greifen, d.h. Autofahren so teuer machen, dass die über Jahrzehnte zugrunde gesparten „Viehtransporte“ gezwungenermaßen attraktiver erscheinen.
So sieht es aus.
Aber das aktuelle Konzept des öffentlichen Nahverkehr muss sich ändern. Die Hauptstrecken sollen bestehen bleiben mit Verbesserungen(z.B: Eupen -Malmedy,…)
Auf den Nebenstrecken wäre es besser während der Schulzeit Busse fahren zu lassen (mit Veränderungen; neuen Strecken ,…)
und während der Tageszeit, am Abend, an Wochenenden der Schulferien Rufbusse .
Alle Orte in der Eifel sollten mit den öffentlichen Nahverkehr so erreicht werden.
Anschlüße zu den/von den Hauptstrecken müßten gewährleistet werden.
So wird vermeidet das leere Busse auf den Nebenstrecken fahren.
Dieses Modell gibt es schon in NRW
als Multibus (Selfkant) : https://www.west-verkehr.de/index.php/de/ihr-bus/multibus
als Netliner in der Woche :( Monschau): https://www.aseag.de/fahrplan/netliner-fuer-monschau/
Ist dieses Modell auch für unsere Eifelgemeinden geeignet und möglich ?
Das Dorfleben hat sich stark verändert es gibt (noch) kein Arzt, Apotheke, Geschäft ,Post, Bäcker,…
Ganz zu schweigen von einer Teilnahme am kulturellen Geschehen.
Einmal ins Kino, Konzert, oder zu anderen kulturellen Veranstaltungen fahren.
Und versuchen Sie mal an einem Tagesausflug am Sonntag nach Ostende zu machen .
Der erste Bus von St.Vith nach Eupen fährt ERST um 12Uhr45 =) nicht machbar.
Es gibt im Süden einen Bus von Bütgenbach (08h29) nach Verviers(09h20) Ostende gegen 12h20
Zurück müssen Sie sein in Verviers(20h20) da der letzte Bus um 20Uhr45 abfährt.
Und hat der Zug Verspätung oder Fahrplanänderung durch Arbeiten, der Bus wartet nicht.
Die SNCB und die TEC arbeiten nicht zusammen.
Es gibt viele Baustellen im öffentlichen Nahverkehr. Es geht nicht nur ums Geld, sondern alle Beteiligten müßten MITEINANDER arbeiten und nicht GEGENEINANDER.
Es hat den Eindruck jeder kocht sein eigene Suppe.
Ein runder Tisch mit allen Beteiligten wo alle Probleme besprochen werden und wo Lösungen
entschieden werden.
Beteiligten des öffentlichen Nahverkehrs sind Wallonische Region, TEC,, DG, Gemeinden,
Vertretung der Busunternehmer ,Vertretung der Benutzer (Bus/Bahn)
und die SNCB(Verbindung Bus-Zug-Bus).
TO BE OR NOT TO BE das ist die Frage .
Auf die Antwort werden noch (lange) warten müssen.
@ Walter Keutgen. Ich weiß nicht ob ihnen entgangen ist , das der Vennliner nicht über Malmedy fährt. Nochmals. Ich muss zurest mal sehen wie ich den Vennliner erreichen kann. Auch wenn es sich für die T.E.C nicht lohnt direkt von Malmedy nach Eupen zu fahren, sollte doch eine verbindung zwischen zwei Nachbarstaedten bestehen. Wir sollen doch das Klima schonen.