Politik

Überfüllte Schulbusse: Für Vivant muss jetzt die Politik handeln

Ein Bild aus der Zeit vor Corona: Ein Bus der TEC nach Schulschluss am Bahnhof in Eupen. Foto: OD

In der anhaltenden Diskussion über überfüllte Schulbusse schlägt die Fraktion von Vivant im PDG eine Resolution vor. Gerichtet ist sie an die Regierung der Wallonischen Region, das Parlament der Wallonischen Region sowie an die Regierung der DG.

Nach Meinung von Vivant reichen Appelle an die TEC nicht mehr, um die Probleme zu lösen.

„Obwohl jedes Jahr zum Schulbeginn die gleichen Probleme auftreten, scheint es bisher vonseiten der TEC keine zufriedenstellende Prozedur zu geben, die in kürzester Zeit – im Bestfall schon vor dem Auftreten des Problems – für Abhilfe sorgt. Die TEC führt, oft erst nach lautstarkem Protest aus der Öffentlichkeit, Zählungen durch und löst dann gegebenenfalls das Problem, indem sie einen Gelenkbus oder einen Zusatzbus einsetzt oder Strecken umplant. Dies löst, wenn überhaupt, das Problem aber immer nur kurzfristig, höchstens bis zum nächsten Schuljahr“, heißt es in der Begründung.

Laut Vivant ist jetzt die Politik gefragt. In dem Vorschlag für eine Resolution werden Regierung und Parlament der Wallonischen Region aufgerufen:

Reger Betrieb am Mittwochmittag, 28. September, an der Bushaltestelle am Eupener Bahnhof kurz nach 13 Uhr. Foto: OD

Reger Betrieb am Mittwochmittag, 28. September, an der Bushaltestelle am Eupener Bahnhof kurz nach 13 Uhr. Foto: OD

– sich der Problematik der überfüllten Schulbusse, vor allem zu Beginn eines Schuljahres, gewissenhaft anzunehmen;

– die veraltete belgische Straßenverkehrsordnung gerade im Hinblick auf den Schülertransport zu überarbeiten;

– genügend sichere Plätze zur Schülerbeförderung, wenn nötig auch durch Inanspruchnahme eines größeren Fuhrparks, auf den betroffenen Strecken der TEC zu gewährleisten;

– die Normen für Linienbusse zu überarbeiten und dabei bei der Festlegung der zulässigen Höchstzahl Passagiere das mögliche Gepäck (Schultaschen usw.) an Bord zu berücksichtigen;

– die Busfahrer zu verpflichten, jede Überschreitung der zulässigen Personenanzahl zu melden, und zwar sofort, damit in diesem Fall direkt Abhilfe geschaffen werden kann, ohne erneute, nicht immer aussagekräftige Zählungen abwarten zu müssen;

– gerade auf den Strecken, von denen bereits bekannt ist, dass sie überfüllt sind, reine Schulbusse einzusetzen;

– Zählungen verpflichtend am Anfang jedes Schuljahres durchführen zu lassen, damit gegebenenfalls eine zeitnahe Anpassung der Anzahl Busse erfolgen kann.

Nachfolgend der Resolutionsvorschlag im vollen Wortlaut:

RESOLUTIONSVORSCHLAG ÜBERFÜLLTE SCHULBUSSE

Ministerpräsident Oliver Paasch und die Generaldirektorin der TEC Lüttich-Verviers, Isabelle Mewissen bei ihrem Treffen im Sommer 2015. Foto: Kabinett Paasch

Ministerpräsident Oliver Paasch und die Generaldirektorin der TEC Lüttich-Verviers, Isabelle Mewissen bei ihrem Treffen im Sommer 2015. Foto: Kabinett Paasch

32 Antworten auf “Überfüllte Schulbusse: Für Vivant muss jetzt die Politik handeln”

    • Geld verdienende TEC?????? Das ich nicht lache , Kein Transportbetrieb ist mehr marode als die TEC . Und der ebenfalls marode Staat muss diesen Verein bezuschussen , andernfalls drehen die Räder nicht mehr bei diesem Betrieb .

      • Marathon Anna

        Wieso Quatsch???? Es könnte sein , das mal ein einziger TEC Bus ein bisschen überladen war , nun jetzt gleich eine Katastrophe daraus zu machen ist doch gleich zum lachen . Bei allen Zählungen der Polizei waren keine Beanstandungen zu vermerken . Wie kann die TEC denn Gewinne einfahren , wo die Bussen die meiste Zeit nur mit leeren Sitzen durch die Ortschaften jondeln .

        • Altweltenaffe

          Der Bus ist für den Transport von X Personen zugelassen. Laut Polizei wurden diese Zahlen nicht überschritten. ABER hat sich jemand mal angeschaut wie die Leute/ Kinder da befördert werden, wenn dies X Personen (plus Schultaschen) im Bus drin sind? Keine Sicherheitsgurte (es sei denn das wäre in den letzten Jahren nachgerüstet worden), im Flur müssen die Kinder stehen, zwischen Schultaschen und sonstigem Gepäck.
          Ich finde, dass Nutzvieh unter besseren Bedingungen durch die Gegend gefahren wird!
          Ich gebe den Fahrern nicht die Schuld, die haben diese Regeln nicht gemacht und müssen sehen wie sie mit der Situation klar kommen (zB die sitzenden Passagiere auffordern ihr Gepäck auf den Schoss zu nehmen und die stehenden aufordern bis hinten in den Bus weiter zu gehen). Kein Wunder das keiner freiwillig mit dem Bus fahren möchte!

        • Das ist der Unterschied zu normalen Linienbussen und dem Schülertransport. Letzterer ist definitiv die reinste Katastrophe. Das Thema ist auch nicht neu und kommt jedes Jahr neu. Am besten mal informieren oder zusehen, wie so die Busse in Realität manchmal aussehen.

  1. Mediengott FLOP

    Gut so VIVANT! Dafür haben wir eine Opposition! Viel zu gefährlich solche TEC Praktiken!

    Herr Pasch, da sieht man was Ihre Kontakte bringen!? Nicht viel!
    Bitte endlich effektiv und wach werden! Ehe es mal zu spät ist!
    Oder schalten Sie Ihren Verkehrs- oder Schulminister schnellstens ein wenn Sie keine Zeit haben.

  2. Reiner Mattar

    Interessant ist, dass Vivant den eigenen Resolutionsvorschlag mit einem schlecht gescannten Logo des Parlaments „überschreibt“ und das Dokument beschließt mit:
    „Das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft… beauftragt die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft…“
    Unterschrift: A. Mertes und M. Balter.

    Hab ich was verpasst? Hat Vivant den Vorsitz des Parlamentes übernommen?

    • auch das noch

      Die haben absolut keinen Mehrwert! Darohne geht es genau so gut.Nicht nur das, die sind auch noch teuer dabei. Die pferchen die Klassen so voll um zu sparen. Dann können die umso mehr feiern und herum reisen.

  3. Der Mediengott

    Die Bilder vom Bahnhof, so sah es schon um die 90ziger aus. In Aachen, fahren auch viele Stehend im Bus. Manche Schüler stehn gern extra am Fahrer, wenn dat einer zum Quatschen ist. Sah man auch schon immer. Auch wenn das eigentlich auch Verboten ist. Aber Vivant hat sicher nun die Macht alles zu ändern, extra Busse bestellen und so…Klaro. Viel Blah…

    • Pressekonfekt

      Mediengott! VIVANT deckt die Unfähigkeiten auf, dass muss die Opposition tun, und zwar immer. Egal welche Partei es ist. Sie sollten etwas vorsichtiger sein mit solcher Meinung. Wenn nun mal was passierte, und dann? Daher zuerst Verstand ein schalten, ehe so einen Quatsch zu schreiben. Daher 0 auf 10!

  4. Standpunkt

    @nicht nur das:

    da gebe ich Ihnen recht. Ich weiss eine Dorfschule wo 19 Kinder im Kindergarten sind und nur eine Lehrerin….die arme Lehrerin mit 19 Kindern verschiedener Jahrgänge das ist doch unmöglich…wie soll sie die 19 Kinder alleine im Herbst und Winter für die Pausen alle anziehen… und mit den Kleinsten zur Toilette gehen ….den älteren laut Rahmenplan der DG auch noch unterichten…
    Bei 20 hätte die Schule Anrecht auf eine weitere Lehrkraft…. bitte Herr Unterrichtsminister was soll das denn bitteschön. Machen sie mal diesen Job 2 Tage…ich glaub mehr würden sie nicht verkraften…Erfahrung haben sie ja durch ihre eigenen Kindern.

  5. Der Mediengott

    Das Anschnallen, wer kontrolliert das eigentlich, vom Start bis nach Hause? Wenn das wirklich Pflicht wäre. So gesehn müsste ne Aufsichtsperson an der Bushalte stehn, wobei manche Schüler unterschiedlich einsteigen. Beispiel Eupen: Bushof, Bahnhof…Manche Linie gibt es mehrfach, sei es der ASEAG Bus Richtung Aachen oder der Tec Bus Richtung Raeren/Eynatten. Gut die ASEAG könnt ja nen Long Wajong einplanen. Die haben zumindest nen langen Bus. Aber aber….

    • Busfahrer

      @Mediengott, Leider haben sie keine Ahnung was wirklich abgeht!!
      Anschnallen ist keine Pflicht in einem Streckenbus. Ich als Busfahrer habe noch nicht mal ein Sicherheitsgurt, die Passagiere schon gar nicht, Tachopflicht Fehlanzeige im Streckenbus,
      10 Stunden fahren ohne Pause kommt vor, alles ist erlaubt im STRECKENBUS. Zulassungen bis 100 Personen im Streckenbus,das alles und noch viel mehr könnte ich den schlauen Gesetzgebern erzählen.
      Vivant hat schon Recht mit ihren Forderungen, endlich bewegt sich mal was, aber ob da Resultate rauskommen bezweifle ich.

  6. Noergeler

    Jede Person weniger als die Norm, schmälert den Ertrag des Busses, egal ob da noch zig Schultaschen hinzukommen. Personenbeförderung wird pro Person berechnet und nicht nach m³! Sas müsste jedem Kaufmann bekannt sein

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