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Will Donald Trump Grönland erobern oder kaufen?

Grafik:picture alliance / dpa

Donald Trump will Grönland – und plötzlich ist die Angst da, dass er seine Annexionspläne wahr macht. Was steckt hinter dem Streit? Und wie positioniert sich Europa?

US-Präsident Donald Trump will Grönland – und das schon seit Jahren. Doch es ist unklar, wie genau die USA Kontrolle über die Insel erlangen wollen. Die US-Regierung sendet unterschiedliche Signale.

Im Streit um das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland sendet die US-Regierung widersprüchliche Signale: Das Weiße Haus schließt einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus, während der Außenminister Berichten zufolge von einem Kauf der autonomen Arktisinsel spricht. Die US-Regierung hat ihre Drohungen in der Sache zuletzt massiv verstärkt – sehr zum Ärger der europäischen Nato-Partner.

15.03.2025, Grönland, Nuuk: Menschen nehmen an einem Marsch teil, der vor dem US-Konsulat unter dem Motto „Grönland gehört dem grönländischen Volk“ endet. Auf einem Plakat steht geschrieben „We are not vor sale!“ Foto: Christian Klindt Soelbeck/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

Präsident Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte zum amerikanischen Anspruch auf Grönland am Dienstagabend (Ortszeit): „Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige außenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung.“

– Trump soll neuen Plan zum Ankauf Grönlands verlangt haben: Außenminister Marco Rubio, der aktuell auch Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist, sagte Medienberichten zufolge in einer vertraulichen Sitzung mit US-Abgeordneten, dass die jüngsten Drohungen keine militärische Invasion signalisieren sollten. Das Ziel sei ein Kauf Grönlands, berichteten das «Wall Street Journal» und die «New York Times» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Sitzung fand am Montag statt.

Unter Berufung auf Beamte berichtete die „New York Times“ weiter, dass Präsident Donald Trump seine Mitarbeiter um die Vorlage eines aktualisierten Plans für einen Erwerb der Insel gebeten habe. Trump hatte einen solchen Plan bereits während seiner ersten Amtszeit ins Spiel gebracht.

03.04.2025, Grönland, Nuuk: Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen (M) Grönlands amtierender Regierungschef Múte Bourup Egede (r) und Grönlands neu gewählter Regierungschef Jens-Frederik Nielsen gehen nach einem Ausflug mit einem Sea-Hawk-Hubschrauber der dänischen Marine vom Inspektionsschiff Vaedderen in den Gewässern um Nuuk. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

– Dänemark und Europäer wehren sich gegen US-Vorstöße: Dänemark hat den US-Anspruch auf Grönland und die militärischen Drohungen entschieden zurückgewiesen. Regierungschefin Mette Frederiksen sagte: „Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann hört alles auf.“ Das wäre das Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur.

In einer gemeinsamen Erklärung machten Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien, Dänemark und Belgien am Dienstag klar: Grönland gehört den Grönländern. „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen“, hieß es in der auch vom belgischen Premierminister Bart De Wever unterzeichneten Erklärung. Auch die Regierung in Grönland, wo nur rund 57.000 Menschen leben, lehnt die Begehrlichkeiten der US-Regierung ab.

– Gegenwind auch im US-Kongress: Im US-Kongress gibt es in der Sache ebenfalls vereinzelt Kritik an Trumps Regierung. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen und der republikanische Senator Thom Tillis, beide Mitglieder im Auswärtigen Ausschuss, teilten mit: Wenn Dänemark und Grönland klarstellten, dass die Insel nicht zum Verkauf stehe, müssten die USA ihre Vertragsverpflichtungen einhalten und die Souveränität des Königreichs Dänemark respektieren.

Trump verweist bei seinen Grönland-Besitzansprüchen immer wieder auch auf China und Russland. Wenn man sich Grönland entlang der Küste anschaue, sehe man überall russische und chinesische Schiffe, meint er. Es gehe nicht um Mineralien oder Öl, davon hätten die USA selbst genug. Die USA bräuchten Grönland für ihre nationale Sicherheit, argumentiert er. Trumps jüngste Äußerungen dazu folgten auf den US-Militäreinsatz in Venezuela und die weltweite Sorge, er könnte seinen Blick nun auch auf weitere Regionen werfen.

– Klimawandel verstärkt Bedeutung Grönlands: Die größte Insel der Welt liegt zwischen den USA, Russland und Europa und ragt weit in den Polarkreis hinein. Aufgrund des Klimawandels wird die Arktis zunehmend für die zivile und militärische Schifffahrt interessant. Zudem werden in Grönland auch Vorkommen wichtiger Mineralien, darunter seltene Erden, vermutet. Seltene Erden stecken in allerlei täglichen Gebrauchsgegenständen wie Smartphones, Laptops und Fernsehern.

Aufgrund des Klimawandels wird die Arktis zunehmend für die zivile und militärische Schifffahrt interessant. Zudem werden in Grönland auch Vorkommen wichtiger Mineralien, darunter seltene Erden, vermutet. Foto: Shutterstock

Trump hatte bereits 2019 in seiner ersten Amtszeit einen Besitzanspruch auf Grönland geäußert und wollte die Insel für die USA kaufen. Die Dänen hatten zunächst an einen Scherz geglaubt. Seitdem hat der US-Präsident seine Ansprüche auf die Arktisinsel mehrfach erneuert und dabei auch militärische Gewalt nicht ausgeschlossen, um Grönland unter seine Kontrolle zu bringen.

– USA unterhalten in Grönland Militärstützpunkt: Die USA haben schon jetzt weitgehende Rechte, die Insel zur eigenen Verteidigung zu nutzen – unter anderem durch ein Verteidigungsabkommen von 1951. Im abgeschiedenen Pituffik, etwa 1.500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nuuk, betreibt das US-Militär seit langem einen Militärstützpunkt. Dieser unterstützt Raketenwarnsysteme sowie Raketenabwehr- und Weltraumüberwachungsmissionen.

Grönland war bis 1953 eine Kolonie Dänemarks, hat aber seit 1979 immer größere Selbstverwaltungsrechte erhalten und ist inzwischen weitgehend autonom. Über Bereiche wie Außen- und Verteidigungspolitik entscheidet weiter Dänemark – durch die Anbindung an das Königreich ist Grönland auch Teil der Nato. (dpa)

45 Antworten auf “Will Donald Trump Grönland erobern oder kaufen?”

  1. Cocolöres

    Wenn sich denn schon die Amis, die Chinesen und die Russen für Grönland interessieren, dann kann Trump es von mir aus haben. Die EU hat eh nichts zu melden und kann dem nichts entgegen setzen. Mir ist es tausendmal lieber, die Amis sind dort anstatt die Russen oder die Chinesen. Für unsere Sicherheit wäre das bestimmt die beste Option, auch wenn der Napoleon-Nachfolger noch einen Flugzeugträger bauen will und Merz die größte konventionelle Armee in der EU erschaffen möchte.

    • „Für UNSERE Sicherheit“

      @ Cocolores

      „ Für unsere Sicherheit wäre das bestimmt die beste Option“

      Da bin ich inzwischen nicht mehr so sicher! Diesem Typ in den USA traue ich alles zu, der verkauft auch seinen besten Freund, wenn es ihm nutzt.

      Das Problem Europas ist seine Schwäche und die Einstellung vieler Bürger (viele davon auch in diesem Forum), die nach dem Motto leben „Ich doch nicht, lass‘ doch lieber die „Andern“ …“ machen! Unter „machen“ verstehen diese Leute z.B.: arbeiten, das Land verteidigen, für ihre Rente und gut gefüllte Kassen beim ÖSHZ sorgen …!

      Diese Geisteshaltung entspricht derjenigen einer untergehenden Gesellschaft … wie im 4JH die Römer und vorher die Ägypter!

        • „Für unsere Sicherheit“

          @ Mungo

          Na ja Mungo, denken scheint nicht Ihre Kernkomptenz zu sein.

          „Unter anderer Herrschaft“ würde man Ihnen schon sagen in welchem Schützengraben Sie morgen liegen und von welchem „Mächtigeren“ Sie sich erschießen lassen. 🙄

          • Genau. Gleich Beleidigungen schreiben.
            Denken ist dann wohl nicht mal eine Kompetenz von Ihnen und von Geschichte haben Sie offensichtlich noch weniger Ahnung wie ich. Wenn Ihnen ausser Schützengraben nichts anderes einfällt…..

            • „Für unsere Sicherheit“

              @ Mungo

              Wenn 80 Jahre zurück für Sie schon Geschichte sind, ist das Ihr Problem. Ich habe mich oft genug mit Zeitzeugen unterhalten, die konnten sehr genau sagen, wie es in den 30 – 40iger Jahren hier (!!!) zuging. Auch habe ich meinen Wehrdienst bei der ABL (wenn Sie wissen, was das ist) absolviert – zu Friedenszeiten wohl bemerkt – selbst da war das Leben kein Wunschkonzert. Wenn es hieß „Gasmaske auf und in die Gaskammer“, dann ging man und diskutierte nicht mit dem „Schleifer“, weil man keine Lust hatte das Wochenende auch noch in der Kaserne zu verbringen.

              Es ist höchste Zeit so etwas nochmal einzuführen, um manche in die Realität zurück zu bringen.

              • Guter Mann, die Geschichte geht einige tausend Jahre zurück und nicht nur 80. Dann denken Sie mal über meinen, zugegeben nicht ganz ernst gemeinten Ausgangstext nach und überlegen wieviel Völker in der Geschichte fremdbeherrscht wurden. Kleine Hilfe, römische, mongolische, arabische od. osmanische Eroberer. Da wurden die unterworfen Völker auch nicht komplett massakriert.

                • „Für unsere Sicherheit“

                  @ Mungo

                  Wir sind nicht mehr in der Römerzeit. Und ja, die Menschen der eroberten Gebiete mussten den Römern Steuer zahlen, Paläste bauen und die Kotze wegwischen wenn sich wieder einer von den „Herrn“ mit der Feder im Hals hatte kitzeln ließ, damit er noch mehr fressen konnte!
                  Und bei den Ägyptern durften die Israelis die Steine für die Pyramiden schleppen …

                  Tolle Aussichten also, wenn man unter fremder Herrschaft lebt – aber ja, wie Sie schon sagten, „man muss sich eben anpassen“ 🙄🙈

  2. Wieso kaufen?
    Er wird es sich nehmen,zur Not mit Gewalt.
    Was will die EU machen? Nichts.
    Tja, leider wollte man zum Ami, Pech gehabt.
    Nach Osten wäre ein Bündnis besser gewesen, aber leider wollte man das nicht.
    Milliarden in Ukraine geböllert anstatt selber das Geld zu nutzen.
    Ich würde sagen ,klassisch umzingelt von allen Seiten,fehlt noch der Todesstoß.

    • Cocolöres

      „Nach Osten wäre ein Bündnis besser gewesen“ Etwa mit Russland???
      Ich hatte noch das Glück, in der Familie mit Personen über den 2. Weltkrieg sprechen zu können, die ihn erlebt haben oder zu den Waffen greifen mussten. Eins hatten alle gemeinsam, sie haben die Russen mehr gefürchtet als alles andere und mich vor denen gewarnt.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Mungo/Wird er Belgien Erobern oder kaufen?😉
      Was die Eroberung oder den Kauf Grönlands betrifft, kann man in diesem Fall nicht behaupten : Der will doch nur spielen.
      Spannend dürfte auch werden (nachdem Grönland zu den USA gehören wird) welche Begründung er auf dem Tisch legen möchte, um aus Kuba einen weiteren Bundesstaat zu machen.
      Gerüchte in den offiziellen Medien, Kreisen jedenfalls schon, dass er auch Interesse an Kuba haben könnte.
      Wie die Normalbürger Kubas selbst, auf die Übernahme durch die USA reagieren würden, dürfte genauso spannend werden, wenn sich die Gerüchte bestätigen.

      • Keine Sorge, wird das Groß Amerikanische Reich zu groß, wird es ihm ergehen wie einst Rom. Korruption, Verrat u.s.w. werden es schwächen und Goliath wird sich vor David fürchten müssen.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          #Mungo/ Normalerweise hakt ja die eine Krähe der anderen kein Auge aus.
          Interessant zu beobachten war jetzt, die (Entführung, Festnahme, oder wie auch immer) von Maduro .
          Wer hätte das gedacht? Ein Präsident lässt einen Präsidenten eines anderen Landes festnehmen
          Wie einfach das funktioniert, hat uns Trump jetzt gezeigt.
          Meine Hoffnung ist jetzt, dass alle Präsidenten sich gegenseitig ( festnehmen, entführen oder wie auch immer) der Länder, die in einem Krieg verwickelt sind, oder diesen durch Waffen unterstützen.
          Danke Herr Trump, sie werden zwar bald (Entführt, festgenommen oder wie auch immer) aber die Bevölkerung vieler Länder, werden sich bei Ihnen bedanken, weil sie gezeigt haben, wie einfach es ist Frieden zu schaffen ,
          Der nächste Friedensnobelpreis gehört ihnen 😉

  3. Zionisten arbeiten WELTWEIT zusammen und sie nehmen und machen was sie wollen und wie sie es wollen. Der Talmud, auf den sie hinweisen, erlaubt es ihnen nicht nur sondern befiehlt es ihnen. Begreift es endlich!
    Offenbarung
    2.9 Ich kenne deine Bedrängnis und Armut – doch du bist reich – und die Lästerung derer, die sich Juden heißen, und sind es doch nicht, sondern eine Synagoge des Satans. Fürchte nichts, was dir von Leiden bevorsteht.
    2.10 Fürchte dich vor der keinem, das du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr versucht werdet, und werdet Trübsal haben zehn Tage. Sei getrost bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.

    Jesus Christus ist Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit, Friede und Gnade.
    Offenbarung
    3.9 Siehe, ich werde geben aus des Satanas Schule, die da sagen, sie seien Juden, und sind’s nicht, sondern lügen; siehe, ich will sie dazu bringen, daß sie kommen sollen und niederfallen zu deinen Füßen und erkennen, daß ich dich geliebt habe.
    3.10 Dieweil du hast bewahrt das Wort meiner Geduld, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden.

  4. Gerad van Oche

    Zuerst muss ja jemand verkaufen wollen und fragen kostet ja nix?! Da es aktuell zu geht wie im wilden Westen, wird beim nächsten Mal die Kavallerie mit dabei sein, dafür gibt es für den Besitzer eine Ladung Kugeln statt Geld

  5. Neneewaa

    Grönland ist halb so groß wie die gesamte EU, und reich an Bodenschätzen. Für die Zukunft der EU ist es unabdingbar dieses Territorium zu verteidigen und in absehbarer Zeit zu explorieren. Dem Trump sollte man den Mittelfinger zeigen. Wenn es jetzt nur noch das Recht des Stärkeren gilt, ist Europa so ziemlich verarscht und versohlt worden, wobei viele Probleme auch hausgemacht sind.

    • @Neneewaa…nein, ich habe es nicht gelesen. Das Protokoll gilt als zentrales Referenzdokument des weltweiten Antisemitismus und insbesondere des antisemitischen Verschwörungsdenkens. Ich bin Antizionist und nicht Antisemit. Gleich wie die Weltanschauung der Charedim (streng orthodoxe Juden), die der israelischen Mehrheitsbevölkerung häufig diametral entgegen steht, denn jene akzeptieren als Grundlagen jüdischen Lebens und jüdischer Identität nur die Thora und die religiösen Gesetze (Halacha), für mich ist es das Neue Testament. Jene Weltanschauung ist ihrem Wesen nach antidemokratisch, setzt auf hierarchische Gesellschaftsstrukturen mit Rabbinern an der Spitze und ist weit­gehend azionistisch.

  6. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Der Louisiana purchase umfasste laut Wikipedia 2.144.476 km². Grönland ist 2.166.086 km² groß. Ungefähr das gleiche.

    Zitat aus Wikipedia.de „louisiana purchase“ :

    „Der Kaufpreis betrug 15 Millionen US-Dollar oder 80 Millionen französische Franc (7 US-Dollar pro km²). Gemessen an der Kaufkraft entspricht das einem heutigen Wert von circa 315 Millionen US-Dollar oder 147 Dollar pro km.“

    Bei einem normalen Grundstücksverkauf weiß man ja, ob es sich um Bauland, landwirtschaftlichen Flächen etc handelt. Davon hängt dann der Kaufkraftpreis ab.

    Mich interessiert wie man hier vorgehen will. Wie will man das Grundstück „Grönland“ bewerten ? Welche Kriterien werden angebracht ?

    Ganz davon abgesehen, halte ich das ganze Ansinnen von Trump für Nonsens. Es wäre doch einfacher und preiswerter die komplette Bevölkerung und Regierung zu bestechen (Sind ja nur 56 000), damit amerikafreundliche Gesetze eingeführt werden wie in einer südamerikanischen Banenrepublik.

    Und sollte Trump militärisch Grönland besetzen, wäre die Nato in Frage gestellt. Könnte man die amerikanischen Soldaten in Europa nach Hause schicken. Deren Anwesenheit hätte keinen Sinn mehr, denn Trump könnte die ja auch benutzen, um sich in europäische Staaten einzumischen. Dann wäre eine Verständigung mit Russland das kleinere Übel. Putin ist gewiss brutal. Aber bei dem weiß man, wo man dran ist. Bei Trump weiß man nie, wie er gerade tickt.

    • Der Alte

      “Mich interessiert, wie man hier vorgehen will. Wie will man das Grundstück „Grönland“ bewerten? Welche Kriterien werden angebracht?”
      Neben dem militärstrategischen Wert der Insel (wie einen solchen in Dollar bewerten?) spielen natürlich die vorhandenen Bodenschätze eine enorme Rolle bei der Schätzung des monetären Wertes eine sehr große Rolle. Aber auch hier gilt: wie diesen in Dollar bewerten, denn a. kennt niemand das wahre Ausmaß der vorhandenen Bodenschätze, bevor diese systematisch katastriert wurden und deren Erschließung beginnt und b. kann der zukünftige Wert von Bodenschätzen sich stark verändern, sei es nach oben oder nach unten. So war Naturkautschuk (ok, kein Bodenschatz) ein wertvolles landwirtschaftliches Produkt, das so manche Hand kostete, bevor es durch veredeltes Erdöl ersetzt wurde und makroökonomisch an Wert verlor. Den anderen Weg ging das Kelmiser Galmeierz, das erst dann wirklich wertvoll wurde, als es durch die Erfindung des Dony-Verfahrens effizient verhüttet werden konnte und somit 1809 die langjährige industrielle Vorherrschaft Belgiens in der Nicht-Eisen-Metallurgie begann.
      Auch bei einem Grundstück in Eimerscheid ist es schwer bis unmöglich den langfristigen Wert einzuschätzen. Die Kuhwiese kann zu Bauland werden, das dann aber 10 Jahre später nicht mehr bebaut werden darf, weil dort ein Juchtenkäfer gesichtet wurde. So lange bis sich das Grundstück als ideal für eine WKA herausstellt, Zeitpunkt, ab dem der Juchtenkäfer dann keine Rolle mehr spielt.
      “Ganz davon abgesehen, halte ich das ganze Ansinnen von Trump für Nonsens. Es wäre doch einfacher und preiswerter die komplette Bevölkerung und Regierung zu bestechen (Sind ja nur 56 000), damit amerikafreundliche Gesetze eingeführt werden wie in einer südamerikanischen Bananenrepublik.”
      Insgesamt gesehen dürfte es wohl preiswerter sein sich das Wohlwollen der Handvoll Isländer zu erkaufen und diese und deren Nachkommen am Gewinn zu beteiligen. Was das Ansinnen von Trump anbelangt, so können wir nur abwarten. Der legt sicherlich nicht schon jetzt seine Karten auf den Pokertisch.

      • Rob-Otter

        Focus, aktuell:
        „Dänische Truppen sind angewiesen, bei einer möglichen US-Invasion von Grönland sofort das Feuer zu eröffnen, auch ohne vorherige Genehmigung. Diese Regelung geht auf eine Direktive aus dem Jahr 1952 zurück, die laut Angaben des dänischen Verteidigungsministeriums weiterhin gültig ist.“

        Schaun mer mal….

    • China macht lediglich das, was wir Europäer überJahrzente mirt China gemacht haben. Im Gegensatz zu Europa ist China geduldig. Uns steht ein steiniger Weg bevor. Genau wie die letzte Qing Dynastie haben viele europäischen Politiker leider nicht verstanden, worum es sich eigentlich geht. Von der Leyen erinnert mich an Cixi.

        • Wieder nicht im Geschichtsunterricht aufgepasst? Wir haben jahrzehntelang China wirtschaftlich ausgebeutet, mit Opium süchtig gemacht, geplündert. Das rächt sich jetzt. Im Gegensatz zu den Europäern werden die Chinesen nicht einmarschieren sondern Europa mit wirtschaftlicher Macht gefügig machen.

          • Peter S.

            Dass Sie keine Manieren haben, ist ja nichts Neues. Der Opiumkrieg war eine Angelegenheit der Briten. Sind Sie Brite? Was hat der Rest Europas damit zu tun?

            Und wie die Chinesen mit wirtschaftlicher Macht Europa gefügig machen, das erklären Sie auch nicht.

  7. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Fragen wir mal anders herum : was gibt den Dänen das Recht in Grönland zu sein ? Die Dänen sind dort seit 300 Jahren und haben Grönland kolonisiert. Hier streiten sich zwei Kolonialmächte. Da fragt man besser nicht nach Moral oder Rechtsstaat.

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