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Belgien erinnert an Opfer der Terroranschläge von 2016

22.03.2022, Belgien, Brüssel: Alexander De Croo (vorne r), Premierminister von Belgien, und seine Frau Annik Penders nehmen an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge im Jahr 2016 in Brüssel teil. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Zum sechsten Jahrestag der schweren Terroranschläge in Belgiens Hauptstadt Brüssel hat das Land der Opfer gedacht.

Angehörige von Opfern, Regierungschef Alexander De Croo und weitere Politiker versammelten sich am Dienstag im Brüsseler Europaviertel. An einem Denkmal für Terrorismus-Opfer wurden Blumen niedergelegt, es folgte eine Schweigeminute. Auch wurden die Namen der Opfer verlesen.

„Das hinterlässt eine riesige Wunde, und ich finde es ist wichtig, dass es Gedenkveranstaltungen wie diese gibt, um zu helfen, das in unsere Geschichte einzuordnen», sagte De Croo.

22.03.2022, Belgien, Brüssel: Eine Frau legt am Gedenktag an die Opfer der Terroranschläge im Jahr 2016 in Brüssel Blumen vor einer Gedenktafel in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek ab. Foto: Nils Quintelier/BELGA/dpa

Am Morgen des 22. März 2016 explodierten insgesamt drei Bomben in der Hauptstadt – zwei am Flughafen Zaventem und eine in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe der EU-Institutionen. 35 Menschen starben, darunter auch die drei islamistischen Attentäter. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

Zehn Menschen wurden in Zusammenhang mit den Anschlägen wegen der Teilnahme an terroristischen Aktivitäten und versuchten Mordes in einem terroristischen Kontext angeklagt. Der Prozess soll in sechs Monaten vor einem Schwurgericht in Brüssel beginnen, eine erste Anhörung ist am 12. September geplant.

Fünf der Angeklagten sind zurzeit auch im Prozess um die terroristischen Anschläge in Paris vom November 2015 angeklagt und sollen im Juli an Belgien übermittelt werden. (dpa)

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