Politik

Protestaktion des nicht-kommerziellen Sektors vor Regierungsgebäude und Parlament [Fotogalerie]

10.12.2025, Belgien, Eupen: Die vier DG-Minister bekommen bei einer Kundgebung des Nicht-Kommerziellen Sektors in Eupen große Geschenkboxen überreicht, die allerdings leer waren - so leer wie die Versprechen der Politik an die Beschäftigten des Nicht-Kommerziellen Sektors. Foto: Patrick von Staufenberg

Am Mittwochmittag versammelten sich rund 200 Beschäftigte des nicht-kommerziellen Sektors (NKS) in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) vor dem Regierungsgebäude an der Klötzerbahn in Eupen (siehe FOTOGALERIE unten).

Mit Trillerpfeifen, Ratschen und Transparenten zogen sie anschließend zum Parlament der DG — kurz bevor dort das Sozialbudget für das kommende Jahr diskutiert werden sollte.

Die Aktion war ein gemeinsames Zeichen der Gewerkschaften, die kritisieren, dass die Versprechungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen — insbesondere ein Rahmenabkommen, das bessere Löhne, mehr Personal und weniger Belastung sichern sollte — seit März 2023 nicht umgesetzt wurden.

Auf Plakaten war zu lesen: „Pflege ist kein Rabattartikel“, „Pflege brennt – Politik pennt“, „Leere Versprechen zum Mitnehmen“, „Für mehr Wertschätzung“, „Gestern Helden – heute nichts zu melden“, „Für bessere Arbeitszeiten“…

Vom Regierungsgebäude an der Klötzerbahn setzten die Demonstranten ihren Marsch in Richtung Parlament fort. Foto: OD

Die vier DG-Minister bekamen große Geschenkboxen überreicht, die allerdings leer waren – so leer wie die Versprechen der Politik an die Beschäftigten des nicht-kommerziellen Sektors.

Zudem befestigten Protestierende kleine Weihnachtskugeln mit Forderungen an die Regierung an einen Christbaum. Auch der Weihnachtsmann war anwesend.

Betroffen sind rund 3.000 Beschäftigte — u.a. aus Alten- und Behindertenheimen, Werkstätten, Familienhilfe, psychiatrischer Betreuung und dem soziokulturellen Bereich. Die Gewerkschaften warnen, dass durch die anhaltende Überlastung und fehlende Wertschätzung immer mehr Mitarbeiter den Sektor verlassen — was die Qualität der sozialen Dienste gefährdet.

Mit der Kundgebung wollen die Beschäftigten die Politik an ihre Zusagen erinnern und Druck aufbauen — besonders weil das Sozialbudget am selben Abend im Parlament der DG beraten wurde. Die Demonstration sollte ein deutliches Signal dafür sein, dass konkrete Verbesserungen absolut notwendig sind. (cre)

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Fotograf Patrick von Staufenberg von der Kundgebung der Gewerkschaften des Nicht-kommerziellen Sektors (NKS) am Mittwoch in Eupen (Zum Vergrößern Bild anklicken):

37 Antworten auf “Protestaktion des nicht-kommerziellen Sektors vor Regierungsgebäude und Parlament [Fotogalerie]”

  1. Peter Müller

    das bessere Löhne, mehr Personal und weniger Belastung sichern sollte — seit März 2023 nicht umgesetzt wurden.
    Was heisst das : Weniger Belastung ? Möchten das nicht alle ?, und was ist Belastung? Jeder der berufstätig ist muss mit der Belastung leben. Aber wie es schon da steht, weniger arbeiten, durch mehr Personal, aber mehr Lohn !. Oder verstehe ich das verkehrt !.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Applaus 👏 . Sehr gute Initiative der großzügigen, die anscheinend zahlreich, die Geschenke übergeben haben.
      #Peter Müller/ Meiner Meinung nach haben sie die ganze Aktion nicht verstanden.
      Möchte sie aber damit trösten, dass sie es zukünftig auch noch verstehen werden.
      Es dauert nur eben noch etwas. Geduld.

    • Altenpflegerin

      Ich hoffe, Herr Müller, dass Sie nie in den „Genuss“ kommen, selbst einmal in einem Pflegeheim residieren zu müssen. Sei es auch nur zur Kurzeitpflege, um sich z B von einem schlimmen Sturz nach Krankenhausaufenthalt zu erholen.
      Wir geben alle unser Bestes, aber wir sind auch nur Menschen!! Hoher Krankenstand, immer dieselben Kollegen, die einspringen, und dann wiederum krank werden. Kollegen, die krank bei der Arbeit erscheinen….alles selbstverständlich?
      Leute wie Sie haben keine Ahnung, aber reden schlau daher

      • Onkel Müller

        @altenpflegerin , nehmen Sie den herr Müller nicht zu ernst , er schreibt permament dasselbe.
        Ist zu vergleichen mit dem Wallonen Pierre oder vor einiger Zeit mit Onkel Mischutka .
        Er sollte mal ausschau nach etwas Weiblichkeit halten.

      • Peter Müller

        Ja,. dass freut mich das sie ihr Bestes geben. So soll es auch sein. Auch viele andere tun das. Jeder hat etwas zu erzählen. Sie müssen nicht glauben ,dass nur sie benachteiligt werden, oder Änderungen statt finden müssen. Es gibt Leute die keine Zeit haben zu demonstrieren, weil sie ihr Bestes geben.
        PS. Hugo. Ich bin doch froh, dass so intelligente Menschen wie sie, uns immer noch etwas beibringen können (wollen) :-)

      • Keine Ahnung, aber „schlau“ daherreden, die Meldung nur halb lesen, aber gleich einen vielfach noch pöbeligen Kommentar raushauen, das ist zum überwiegenden Teil leider das Wesen dieses Forums.

        • Peter Müller

          Wie so oft anmüsiere ich mich über die Kommentare. Pensionierter Bauer, wie können sie sich mit einer Altenpflegerin/ Krankenschwester auf eine Stufe stellen. :-)) Jeder will weniger arbeiten ,mehr Lohn, und mit 55 Jahre in Rente gehen. Wir müssen noch mal zurück in die 70. Jahre.

          • Ja,ja Herr Müller, die gute alte Zeiten. Damals hatten wir eine 50-60 Stundenwoche. Und fragte man den Chef damals für mehr Lohn, dann sagte dieser nur: du kannst gerne ein paar zusätzliche Überstunden machen.

      • Pensionierter Bauer

        Als Milchbauer hatte ich auch einen anstrengenden Job mit sehr viel harter Arbeit und glauben Sie mir, mit der Anerkennung war das auch immer so eine Sache. Obwohl wir Bauern die Nahrungsmittel für fast alle Menschen herstellen, sind wir schon immer die gewesen die die Straßen verschmutzen und mit der Gülle und dem Silo nur so rumstinken. Die Entlohnung war mal so mal so, aber sicher war gar nichts. Stress hatten wir auch regelmäßig, wenn sich zB. ein Kontrlleur angemeldet hatte und es genau zum Termin eine schwierig Kalbung anbahnt und gleichzeitig auch noch eine Maschine in Panne fällt. Es ist mir nicht bekannt, ob die Gewerkschaftler des nicht kommerziellen Sektors sich darüber im Klaren sind, dass ihre Jobs immer von der allgemeinen wirtschaftlichen Situation abhängig sind. Vielleicht muss die Regierung der DG mal an gewissen Stellen im Kulturbetrieb Einsparungen vornehmen um den Pflegesektor attraktiver gestalten zu können, denn irgendwo müssen die finanziellen Möglichkeiten generiert werden.

        • Altenpflegerin

          @ Pensionierter Bauer
          Wollen Sie die Kalbung einer Kuh oder eine Maschinenpanne tatsächlich mit der Pflege von Menschen vergleichen? Ihr ehemaliger Beruf und der unsere haben nichts, aber auch überhaupt nichts gemeinsam! Tut mir leid

          • Altenpflegerin, müssen Sie denn auch Ihre Patienten im Stich lassen, wenn ein Kontrolleur kommt? Der ehemalige Beruf des Pensionierten Bauer ist noch viel schwerer als Ihrer und wie er schreibt nur schlecht angesehen im Gegensatz zu Ihrem.

            • Altenpflegerin

              WK,
              Wenn ich den Kommentar von einem Herrn Müller lese,sehe ich tatsächlich hohes Ansehen.
              Haben Sie schon mal in meinem Beruf gearbeitet?Ich meine tatsächlich -gearbeitet-, nicht nur als Verwandter,ab und an mal für maximal 3 Std die Woche, Besuche absolviert.
              Nicht? Oh,na dann

              • Altenpflegerin

                Es geht auch nicht nur um mehr Gehalt. Es geht um die Stellenschlüssel, die mehr und mehr nach unten gesetzt werden.
                Wenn man morgens eh schon nur zu dritt ist, und dann kommt noch eine Krankmeldung rein,kommt man markant ins schleudern.Auf der Strecke bleiben die Bewohner.Zeit um mit den Menschen zu reden? Ich meine wirklich Zeit, mal zu zuhören, Fehlanzeige. Pflege am Fließband. Das ist nicht der Grund, weshalb ich diesen Beruf gewählt habe. Nicht mein Anspruch, weder für mich selbst noch für die Bewohner

                • Altenpflegerin

                  Ich arbeite im Schichtsystem.
                  Früh,Spät u Nachtdienst. 3/4 Stelle, dazu kommen Zusatzdienste wie Einspringen für erkrankte Kollegen und in der Urlaubszeit
                  Pro Tagesdienst 8 Std
                  Im Nachtdienst 9 Std
                  40 Personen in den Tagdiensten, Z Teil schwerstdement und dementsprechend pflegebedürftig.
                  Im Nachtdienst sind es zwei Personen für 80 Bewohner, wobei eine Krankenpflegerin bei ist.

                  • Top das sie dies machen, aber von der Stundenleistung doch noch durchaus überschaubar.
                    Klar, individuelle Betreuung pro Bewohner kommt dabei zu kurz, aber da kommen der Bauer oder Selbständige wie ich auf ganz andere Wochen Arbeitsstunden.
                    Da bräuchten sie nicht so großspurig oder grosskotzig aufzutreten.

              • Altenpflegerin, es ging mir darum, wie sie die Antwort des Pensionierten Bauer, die eigentlich nicht zum Thema des Artikels gehört, niedergemacht haben. In der Wallonie sind 3 von 4 Bauern vion Selbstmord bedroht.

  2. Wer mehr Lohn haben will,der muss auch damit rechnen, daß das Leben sich danach auch wieder verteuert.Das ganze ist ein Kreislauf ohne Ende. Und im Endeffekt ändert sich nichts.Es müssen ganz andere Lösungen her. Vielleicht könnte mal darüber nachgedacht werden, das Ehrenamt vielleicht mit einer Kleinigkeit zu vergüten. Dadurch könnten Menschen eher aktiviert werden etwas zu tun um andere bei ihren schweren Arbeiten zu entlasten. Es wäre ein Versuch wert.

  3. So langsam ist es genug mit all den Prahlereien und Ausreden! Seht der Tatsache ins Auge!
    Die meisten Schulden aller Regierungen im Lande, sind Beweis genug dass hier sehr vieles Falsch lief in dem Passé!
    Zieht eure Lehren daraus, anstatt noch Zeit zu verlieren!
    Baut das Gebilde in Eupen um die Hälfte ab, da spart ihr schon X Millionen bei!
    Der Bürger weist euch schon lange drauf hin, seit ihr Blind?
    Schaut mal rein in eure Spendenliste, da findet ihr jede Menge an Bedarf, und horrenden Beträgen, welche total daneben lagen, ganz besonders im Kulturbereich usw.

  4. Die in diesem Sektor arbeitenden Menschen haben meinen allerhöchsten Respekt!!
    In konkreten Zahlen ausgedrückt sollten hier Gehälter um die 5000€ brutto gezahlt werden. Das wäre eine angemessene Entlohnung.

  5. Peter Müller

    Wenn man mal so überlegt, höre ich immer: wir mussten unsere Mutter,Vater in Altersheim geben. Es ging nicht mehr anders? Ja klar, geht es nicht anders, werwill sich denn um diese Personen schon Kümmern. Wir können nicht, haben keinen Platz um sie zu uns zu nehmen. Wir sind beide Berufstätig!. Da müssen wir unser Leben umstellen, und immer verfügbar sein !. Mama oder Papa abschieben ist einfacher, wenn uns das auch etwas Geld kostet , aber wir brauchen auf nichts zu verzichten. Sicher gibt es Umstände wo es nicht anders geht, aber es ist die einfachste Lösung !.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Peter Müller. Zwischen können und wollen, liegen Welten. Haben Sie noch nie davon gehört, das heutzutage Mann und Frau berufstätig sein müssen, um die unverschämt teure Bude abzubezahlen? Und weshalb kann in der heutigen Zeit, sich von den beide arbeitenden wiederum, ein großer Teil überhaupt kein Eigenheim leisten? Und zahlen Sie noch immer die gleichen Summen für ihre Rechnungen wie vor 50 Jahren?
      Wenn in ihrem Kopf die Zeit stehen geblieben ist, muss es in der Realität ja nicht so sein .
      Sollen die Jungen Leute jetzt auf alles verzichten, weil die Eltern eines Tages Kranken und Altenpflege benötigen? Können die machen, die würden dann aber gar nichts vom Leben haben. Der große Knall kommt ja erst noch. Auch Sie persönlich werden sich daran gewöhnen müssen, dass die Zeiten in denen wir in jungen Jahren gelebt haben, endgültig der politischen Unfähigkeit und Korruption zum Opfer gefallen sind.

  6. Der Kern des Problems zeigt sich schon im Namen „Nicht kommerzieller Sektor“. Auch wenn viele das nicht gerne hören, aber das wirtschaftliche Schicksal diese Sektors hängt auf Gedeih und Verderb an dem des kommerziellen Sektors!! Die DG hat kein Geld, sie erwirtschaftet nichts, gar nichts, sie verteilt nur um. Und wenn die EU Wirtschaftspolitik weiter der Industrie und dem Gewerbe die Beine wegschlägt soll niemand im „nicht kommerziellen Sektor“ glauben das er dann noch weiter Laufen kann. Ihr geht zusammen mit der Wirtschaft unter, egal wie wichtig eure Arbeit auch immer sein mag…. Verstehen die Gewerkschaften aber nicht, Fahne schwenken alleine genügt nicht um diesem Problem Herr zu werden.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Dax/ Wenn wirtschaftlich zehnmal so viel eingenommen würde, hilft es nur bedingt .Weil unsere von der und ihren Leyen , wüssten wo sie das Geld schon vor der Einnahme gebrauchen könnten. Sie müssen auch nicht verstehen, dass die Gewerkschaften helfen könnten , hauptsache die vielen Demonstrierenden verstehen es.

  7. Peter Müller

    „um die unverschämt teure Bude abzubezahlen?“ Muss man denn unbedingt Bauen ? Die Mehrheit wohnt zur Miete
    „Wenn in ihrem Kopf die Zeit stehen geblieben ist, muss es in der Realität ja nicht so sein. “ Eben, sie sagen es. Was mal war muss ja heute nicht unbedingt auch sein.
    Die meisten Die eine Bude haben, wie sie es schreiben haben auch 2-3 Kinderzimmer, die leer stehen, da könnte man ohne Probleme eine Person unterbringen. . Aber die Sache ist, wer will seinem Vater/ Mutter den Hintern abwaschen ?. Das ist dass Problem und sonst garnichts. Es liegt einfach an der heutigen Generation. Ich kenne Personen, die mit der Rente von der Person sehr gut leben, und brauchen nicht arbeiten zu gehen. Aber lieber arbeiten gehen, und sich nicht mit solchen Problemen auseinanderzusetzen.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Neee isss Klar #Peter Müller hauptsache sie haben ein paar Buden zu vermieten, Leben davon und lassen sich später von Kranken oder Altenpflegern von dem Geld den Hintern abwaschen, denn ihre Kinder werden das auch nicht machen. Ihre Sorge besteht doch nur aus der Tatsache, das auch bald ein Großteil ihre Miete nicht mehr bezahlen werden können.
      Deshalb predigen sie hier tagtäglich, dass andere den Gürtel enger schnallen sollen, beziehen sich selbst, aber nie in ihre Predigt mit ein.
      Und hinterfragen dann auch noch eben dreist, ob der Lohn der Leute gerechtfertigt ist ?

  8. Peter Müller

    Oh Hugo da habe ich sie aber getoffen :-))) Bei mir ist schon alles geregelt, mit meinen Kindern. . Wer keine hat, oder wollte, muss natürlich jetzt bezahlen, was auch richtig ist. Jeder hat sein Leben selber in der Hand ,und darf Später nicht jammern. Wie gesagt, gibt es auch Menschen wo in ihrem leben nicht alles gut gelaufen ist, aber das sind die wenigsten. Jeder hat zwei Hânde und muss für sich sorgen. Wenn man meint, dass man zu wenig verdient, steht es jedem frei, seine Arbeitsstelle zu wechseln.
    Und welcher Beruf schwer ist oder nicht, wer will das beurteilen. da sind wir bei der Frührente !.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Peter Müller. Bin gespannt wie sie es in ein paar Jahren sehen werden, wenn in Europa überhaupt nichts mehr geht. Und machen Sie sich keine falschen Hoffnungen. Auch Sie werden davon betroffen sein. Aber vermutlich wissen sie es und versuchen durch ihre unlogischen Kommentare es nur länger rauszuzögern. Wird Ihnen aber leider nicht helfen.

  9. Peter Müller

    Hallo Hugo, Ich glaube nicht, denke da mehr an unsere Enkel. Ich werde das nicht mehr erleben. Auf meine Enkel würde ich mich auch nicht verlassen, Die heutige Jugend ist garnicht mehr in der Lage solche Probleme zu bewâltigen ?.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Peter Müller. Da muss ich ihn recht geben. Diese Probleme sind auch nicht so leicht lösbar, für unsere Nachkommen.
      Denn man hat sie auch von politischer Seite Verweich🥚🥚 eid .
      Suchen sie nicht, das Wort habe ich gerade erfunden😉

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