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Studie: Hitze trocknet Böden immer schneller aus

21.07.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Extremes Niedrigwasser lässt am Rheinufer in Köln vor der Kulisse dem Dom weite Teile des Flussgrundes frei liegen. Foto: Boris Roessler/dpa

AKTUALISIERT – Die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Monate hat laut einer Studie als Folge des Klimawandels die Dürre in Europa weiter verstärkt.

Ausschlaggebend ist nicht allein der Niederschlagsmangel, sondern vor allem die durch Hitze dramatisch gestiegene Verdunstung, wie die Forschungsergebnisse der World Weather Attribution (WWA) aufzeigen.

„Trotz höherer Winterniederschläge in weiten Teilen Europas beobachten wir inzwischen bereits im Frühjahr (…) eine verstärkte Tendenz zu ungewöhnlicher Austrocknung der Böden“, sagte Dominik Schumacher vom Institut für Atmosphären- und Klimawissenschaften der ETH Zürich. „Das haben wir selbst verursacht: Mit steigenden Temperaturen nimmt der „Durst“ der Atmosphäre rasch zu und entzieht Flüssen, Seen, Stauseen und Böden Feuchtigkeit.

15.07.2026, Bayern, Mariaposching: Ausgetrocknet ist eine Sandbank an der Niedrigwasser führenden Donau. Foto: Armin Weigel/dpa

Landwirtschaftliche Bodendürren in Westeuropa sind der Studie zufolge etwa fünfmal wahrscheinlicher geworden als vor der Industrialisierung. In Osteuropa, wo trockene Bedingungen seit sechs Monaten anhalten, sei die Bodendürre etwa elfmal wahrscheinlicher, teilten die Autoren mit. Niederschlagsdefizite, die früher keine Dürre ausgelöst hätten, würden heute zu Dürrebedingungen führen. In beiden Untersuchungsregionen habe der Klimawandel die Schwere der beobachteten Dürre erhöht.

– Risiko steigt bei weiterer Erwärmung: „Am alarmierendsten ist, dass diese Bedingungen bereits bei einer Erwärmung von 1,4 Grad Celsius auftreten“, sagte Mariam Zachariah vom Imperial College London. „Sollten die globalen Emissionen die Temperaturen wie prognostiziert auf 2,8 Grad Celsius ansteigen lassen, könnten diese intensiven Verdunstungsbedingungen doppelt so wahrscheinlich werden und Dürren wie diese zu einem regelmäßigen Ereignis machen.“

Ohne rasche und entschlossene Emissionsminderungen steuere Europa „auf eine Zukunft zu, in der diese glühend heißen, trockenen Sommer immer wieder auftreten“, fügte Zachariah an. Für die Studie hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zwölf europäischen Ländern Trends bei Niederschlag, Bodenfeuchte und der potenziellen Evapotranspiration (PET) – ein Maß für den «Durst» der Atmosphäre als Fähigkeit, Feuchtigkeit zu verdunsten – analysiert.

Die Forscher verweisen auf greifbare Folgen. Die Dürre belaste die Landwirtschaft erheblich. „Historische Ernteverluste (…) könnten zusammen mit den anhaltenden globalen Konflikten die Lebensmittelpreise erhöhen und Haushalte mit geringem Einkommen überproportional treffen“, heißt es.

Genannt wird beispielsweise die niedrigste Maisernte Frankreichs seit 50 Jahren. Viele Länder in Europa hätten bereits Notfallbeschränkungen oder vorübergehende Verbote für nicht notwendige Nutzungen von Trinkwasser eingeführt. Das könne den finanziellen Druck erhöhen, insbesondere für einkommensschwache Haushalte. (dpa)

Nächste Woche kehrt der Sommer mit voller Kraft zurück

Nach einer langen Phase, die von für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Kühle geprägt war, kehren in Belgien nun allmählich wieder sommerlichere Bedingungen zurück. Die neuesten Wetteranalysen deuten auf eine Entwicklung in zwei Phasen hin: Am Sonntag wird es zunächst feuchter, danach kehren Sonne und Wärme dauerhaft zurück.

Der Sonntag wird der unruhigste Tag dieser Wetterphase sein. Die Kaltfront wird mit ihren begleitenden Regenfällen und Gewittern über die Benelux-Länder ziehen und in vielen Regionen endlich nennenswerte Niederschläge bringen. Im Osten Belgiens wird die Gewittergefahr am größten sein. Im Laufe des Nachmittags wird sich die Lage jedoch allmählich von Westen her verbessern. Die Temperaturen sinken und werden je nach Region nur noch 18 bis 25 Grad erreichen.

19.07.2026, Rheinland-Pfalz, Wittlich: Eine Sonnenblume reckt ihre Blüten zur Sonne, während Wolken den Himmel verdecken. Ab nächster Woche kehren aber Sonne und Wärme zurück. Foto: Harald Tittel/dpa

Bereits zu Beginn der kommenden Woche wird sich über Mitteleuropa ein neues Hochdruckgebiet verstärken. Es wird sich am Dienstag über Deutschland konzentrieren und am Mittwoch allmählich auf Mitteleuropa ausdehnen. Dadurch wird der Zustrom trockener und zunehmend warmer Kontinentalluft begünstigt, während sich im Südwesten Frankreichs ein neues Tiefdruckgebiet bildet.

Ab Dienstag dürfte in ganz Belgien weitgehend die Sonne dominieren. Diese Wetterbesserung dürfte bis Ende Juli anhalten, begleitet von einem allmählichen Temperaturanstieg mit Höchstwerten zwischen 23 und 29 Grad.

Auch die ersten Augusttage versprechen volles Sommerwetter. Die Temperaturen könnten dann 26 bis 33 °C erreichen, während sich die Unbeständigkeit auf einige vereinzelte Gewitter am späten Nachmittag beschränken dürfte.

Vor diesem Hintergrund scheint das Risiko einer Hitzewelle – definiert als mindestens fünf aufeinanderfolgende Tage mit über 25 Grad, davon drei mit über 30 Grad – ab nächster Woche zu steigen. Diese Entwicklung muss jedoch noch durch die nächsten Aktualisierungen der Wettermodelle bestätigt werden. (cre)

49 Antworten auf “Studie: Hitze trocknet Böden immer schneller aus”

  1. ….
    Nach einer langen Phase, die von für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Kühle geprägt war, kehren in Belgien nun allmählich wieder sommerlichere Bedingungen zurück.
    ….
    ////
    Häh? Ich lese und höre im BRF und GE ständig etwas von „Hitzetoten“ in Belgien, in diesem Sommer…. 🤔

  2. ////
    Für die Studie hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zwölf europäischen Ländern Trends bei Niederschlag, Bodenfeuchte und der potenziellen Evapotranspiration (PET) – ein Maß für den «Durst» der Atmosphäre als Fähigkeit, Feuchtigkeit zu verdunsten – analysiert.
    /////

    Diese Studie wurde von Experten erstellt die daraufhin alle ihren Job behielten….

    • DR ALBERN

      @Eifel_er, Früher hatten wir 3 Monate lang Sommer, wo wir Tag für Tag das ehemalige Wetzlarbad aufsuchen konnten!!! Am Abend ergab sich aber meistens ein Gewitter oder eine heftige Regenschauer!!! Das bleibt z. Zt. aber leider aus, deshalb die Trockenheit!!!

  3. Zuhörer

    Heute 23 Juli 13:40 Uhr sind es bei uns 17 Grad.
    Vor Drei Tage war es nachts 7 Grad.
    Ist daß denn Hitze?
    Die letzte Woche ist es eigentlich viel zu kalt für die Jahreszeit. Wo bleiben die Meldungen? Nichts zu hören.

    • @ Zuhörer: Das ist ein genialer Ansatz! Es sollte verfügt werden, dass die Tageshöchsttemperatur jetzt nur noch nachts gemessen werden darf. Dann erledigt sich das ganze Theater automatisch!
      So ähnlich hatte es vor Jahren schon ein Aachener Oberbürgermeister von der Christdemokratischen Union propagiert: Die Feinstaubwerte in der Stadt sollten vorzugsweise auf dem Lousberg gemessen werden anstatt in den Hauptverkehrsstraßen in Höhe von Kindernasen und -lungen, denn so könne man ein viel besseres Ergebnis darstellen. Ich bewundere solche Akrobatik! Naja, vor allem bestaune ich sie.

  4. Warme Luft nimmt mehr Wasser auf als kalte – ein „völlig NEUES Forschungsergebnis“ der WWA?

    Es scheint eine Neuigkeit für die WWA zu sein, dass wärmer Luft mehr Wasser aufnimmt als kalte. Ich frage mich was diese „völlig neue Erkenntnis“ die Steuerzahler gekostet hat?! 🥵

    • Langsam wächst in mir die Erkenntnis, das es offensichtlich zu viele „Studierte“ gibt und all diese müssen sich mit irgendwelchen „neuen“ Erkenntnisse in der Öffentlichkeit darstellen um ihre berufliche Existenz zu rechtfertigen.
      Gerade die heutzutage leider meist ungebildeten Schulabgänger glauben dann, das es neue Erkenntnisse sind.

  5. Politiker

    Allein schon die Bezeichnung einer Hitzewelle:
    „Vor diesem Hintergrund scheint das Risiko einer Hitzewelle – definiert als mindestens fünf aufeinanderfolgende Tage mit über 25 Grad, davon drei mit über 30 Grad“
    Das ist eine Hitzewelle? Warum? Das sind nichts anderes als sommerliche Temperaturen.
    Trockenheit, Erwärmung, Flutregen, Austrocknung, Waldbrände, … es ist schon bezeichnend wie unsere Medien die uns doch informieren sollen zu Panikmachern und sensationsgeilen Schlagzeilenproduzierer verkommen sind. Gibt es keinen guten Journalismus mehr?

  6. Guido Scholzen

    seit Klimawandels Zeiten wird uns vorgelogen, dass es immer trockener wird – bis zur Totaldürre unseres Planeten!
    https://media.publit.io/file/WDR-2021-WELTWEITE-TROCKENHEIT.mp4
    Genau das wurde uns im WDR mal anfang 2021 vorgelogen.

    Realität:
    die niederschlagsstatistik für unsere Regionen sehen aber anders aus.
    die Niederschlagsmengen steigen aufgrund höherer Verdunstungen.

    aus ‚deutscher Wetterdienst‘
    Betrachtet man die langfristige Statistik der Niederschläge in Deutschland seit 1881, zeichnen sich klare Trends ab:
    -Zunahme: Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge ist im deutschlandweiten Flächenmittel seit 1881 um knapp 8 bis 10 % angestiegen.
    -Nassere Winter: Im Winter ist der stärkste Niederschlagsanstieg zu verzeichnen (je nach Region +15 bis +20 %).
    -Der Sommer weist insgesamt kaum eine nennenswerte Änderung der Gesamtmenge auf, aber die Niederschlagsstruktur hat sich gewandelt. Längere Trockenphasen, häufigere und intensivere Starkregenereignisse.

    Ja, es gibt Verränderungen. Und wir müssen uns darauf einstellen. Aber bitte nicht nach grünmarxistischen Rezepten.

    Zitat im Text „Das haben wir selbst verursacht: Mit steigenden Temperaturen nimmt der Durst der Atmosphäre rasch zu und entzieht Flüssen, Seen, Stauseen und Böden Feuchtigkeit.“
    Diese Aussage ist nicht allgemein gültig und erwiesen, und ist deshalb irreführend.

  7. noergeler

    1976,war der Sommer schon in Juni trocken.Im August wurde das Vieh schon mit Stroh beigefüttert,das Getreide war auf den Ähren verdorrt, es war zuwenig Winterfutter, Es wurde mehr Vieh verkauft um den Rest über den Winter zu bringen.Stroh wurde mit Zuckermelasse vermischt damit das Vieh es frass.Ettlische Jahre später hat im Sommer nur geregnet und das Vieh musste im August eistalliert werden,Dei kartoffelernte hat erst im Dezember stattgefunden, da die äcker vorher unpassier waren. Es wurde als normal gefunden, KEINER sprach vom KLIMAWANDEL.

  8. Eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt ist: Wie wirken sich die nunmehr doch recht viele Windgeneratoren, mit je 4 bis 7 Megawatt Leistung (manche auch mehr) auf das Wetter aus? Wenn ich viel Energie aus dem natürlichen Wettersystem entnehme, muss das doch dieses beeinflussen?

    • Josef Reiner

      Wenn Windräder das Wetter nennenswert beeinflussen würden, müssten wir konsequenterweise auch Wälder, Hochhäuser, Hecken und Gebirge verbieten. Die bremsen den Wind nämlich ebenfalls – teilweise sogar deutlich stärker.

      Die Physik ist hier ziemlich langweilig: Windräder zapfen nur einen winzigen Teil der Bewegungsenergie an. Gegen die rund 173.000 Terawatt Sonnenleistung, die unser Wetter antreiben, ist das statistisch ungefähr so relevant wie ein Strohhalm für den Rhein.

  9. Zuhörer

    @. Klimawandel. Sie wissen es natürlich besser.
    Das waren Tages Melsungen, was dann auch vom Volk direkt überprüfbar war. hätte es nicht gestimmt, hätte es widerruft werden müssen.
    Übrigens, dass war die Meldung vom 5.August 1975. An vielen Tagen war es auch noch viel wärmer. Ich erinnere mich noch gut an diesen Sommer, wo Wasser rationalisiert wurde, da es Monate nicht geregnet hatte. Autos, Fensterputzen und Garten Bewässerung wurde teuer bestraft.
    Obwohl damals die Bevölkerungsdichte nicht so hoch war wie heute, war Wasser verdammt knapp. Beim ersten Regen liefen die Menschen nach draußen, um die nasse Abkühlung zu genießen. In diesem Sommer hatten wir wirklich Angst vor Wasserknappheit.
    Da die Bevölkerungsrate so stark gestiegen ist, wäre es ratsam, mehr Talsperren zu bauen oder zu vergrößern, und nicht nur immer das Wasser zu verteuern.

    • Zuhörer

      @. Hans.
      Ich weiß nicht mehr genau welches Jahr es war.75oder 76. Aber ich weiß noch, dass das Jahr davor völlig verregnet war. Darum hatte ja Rudi Carell dieses bekannte Lied gesungen.
      Jedes Jahr danach, wenn der Sommer nicht in fahrt kam hieß es, Rudi Carell muss nochmals Singen.

  10. Zuhörer

    Jetzt kommt die nächste Panikmache. Der Klimawandel ist doch so praktisch, für uns immer neue Steuern aufzulegen.
    https://youtu.be/2waoKZDBbf8?si=9i7cxQmIlK7BfY54

    Wie im Video bereits gesagt, wird wieder eine neue Steuer auf Trinkwasser erwähnt, in einem der Wasserreichsten Gebiete der Welt.

    Genauso in den Ardennen. Hier bleibt der erste Regen vom Atlantik hängen. wir gehören auch zu den Regen reichsten Gebieten der Welt (ist auch vor Jahren im WDR gezeigt worden) Doch Wasser ist so teuer geworden, dass man sich ein Vollbad kaum noch leisten kann. Wieso ist eigentlich Mehrwertsteuer auf Wasser? ohne können wir doch überhaupt nicht existieren.

    Übrigens, Bauern müssen auch immer mehr für’s Wasser bezahlen, aber die Milch darf nicht teurer werden. Könnt ihr euch vorstellen wie gering der Verdienst da noch ist?
    Strom und Diesel auch . Dafür sind in Belgien auch die Hälfte der Landwirtschafts Betriebe in den letzten 30 Jahren verschwunden.. In Deutschland setzen die Bauern auf erneuerbare Energien. Felder und Wiesen werden mit Solar Paneelen,(die übrigens auch die Luft aufheizen) und Windräder vernichtet. Lebensmittel aus Amerika und Asien werden importiert. alles gut gegen den Klimawandel ❓
    Wir sollen nur ein schlechtes Gewissen haben, damit wir besser auszunehmen sind❗

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