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Rote Teufel nach 0:0 gegen Iran noch nicht am Ziel

21.06.2026, USA, Inglewood: Der Belgier Kevin De Bruyne (vorn) am Ball gegen den Iraner Hossein Kanaani. Foto: Andre Penner/AP/dpa

Auch im zweiten Vorrundenspiel ist der belgischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM kein Sieg gelungen. Die Roten Teufel kamen am Sonntag in Los Angeles gegen Iran über ein 0:0 nicht hinaus.

Belgien ist auch im zweiten WM-Spiel nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen und geht nach einem 0:0 gegen Iran mit lediglich zwei Punkten ins letzte Gruppenspiel. Wie beim 1:1 gegen Ägypten zum Start enttäuschte das Team um Starspieler Kevin De Bruyne erneut und musste sich bei Torwart Thibaut Courtois bedanken, dass Iran bei seinen eigenen Offensivaktionen nicht selbst traf.

Nach einer Notbremse von Nathan Ngoy (66. Minute) spielte Belgien fast eine halbe Stunde lang in Unterzahl. Iran hat vor dem abschließenden Duell mit Ägypten eine echte Chance, erstmals bei einer Fußball-WM in die K.o.-Phase einzuziehen.

21.06.2026, USA, Inglewood: Schiedsrichter Dario Herrera (r) zeigt dem Belgier Nathan Ngoy (2vr) die Rote Karte. Foto: Gregory Bull/AP/dpa

Angefangen hatte die Partie erwartungsgemäß: Belgien übernahm sofort die Kontrolle und brachte den Ball früh in den Strafraum Irans. Weil der in die Startelf beorderte Romelu Lukaku aber zu spät kam und rüde in Irans Torwart Alireza Beiranvand rauschte, spielte der Torschütze zum 1:1 gegen Ägypten schon von der dritten Minute an Gelb vorbelastet. Beiranvand war auch in der Folge immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Gegen Maxim De Cuyper (9.), Tielemans (22.) und erneut De Cuyper (44.) hielt der 33-Jährige das 0:0 fest.

– Irans Hymne wird erneut ausgebuht: Iran konzentrierte sich vor allem aufs Verteidigen und hatte große Schwierigkeiten, den Ball für länger als ein paar Sekunden in den eigenen Reihen zu halten. Meistens brachte eine technische Unsauberkeit bei der Annahme oder ein zu ungenauer Pass Belgien schnell wieder in Ballbesitz. Allerdings: Vor einem Publikum, das wie schon beim 2:2 gegen Neuseeland lautstark die iranische Hymne ausgebuht hat, im Spiel dann aber jede gelungene Aktion Irans feierte, kamen die Asiaten auch selbst gefährlich vors belgische Tor.

Die Belgier agierten oftmals zu ideenlos. Das krankheitsbedingte Fehlen von Man-City-Star Jérémy Doku fiel auf belgischer Seite ins Gewicht.

– Courtois muss sein ganzes Können zeigen: Schon in der 14. Minute musste Thibaut Courtois seine ganze Klasse zeigen, als er den Schuss von Hossein Kanaanizadegan zur Ecke lenkte. In der 25. Minute musste sich der Torwart von Real Madrid sogar geschlagen geben. Der Iran, bei dem mit Saeid Ezatolahi ein ehemaliger Spieler der AS Eupen in der Startelf stand, führte einen Freistoß flach aus, Mehdi Taremi traf aus der Drehung – nach minutenlanger Überprüfung zählte das Tor allerdings nicht. Taremi hatte mit dem Hintern im Abseits gestanden.

21.06.2026, USA, Inglewood: Der iranische Torhüter Alireza Beiranvand (unten/M) pariert einen Schuss des Belgiers Maxim De Cuyper. Foto: Mark J. Terrill/AP/dpa

Belgien war gewarnt, die vielen iranischen Fans unter den 70.317 Zuschauern auf der Tribüne im Los-Angeles-Stadion hatten Grund zur Hoffnung. Zu sehen waren erneut sowohl die aktuelle iranische Fahne als auch die ältere aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Letztere wird als Symbol der Opposition angesehen, die in der südkalifornischen Diaspora viele Anhängerinnen und Anhänger hat. Wie schon beim ersten Spiel Irans in der hochmodernen Arena herrschte während des Spiels eine fröhliche Atmosphäre.

In der 53. Minute zwang Taremi Belgiens Torwart Courtois dann erneut zu einer Glanzparade, als er nach einem langen Einwurf im Strafraum aus elf Metern zum Abschluss kam. Belgien wirkte gegen die defensiven Iraner ideenlos, immer wieder scheiterten die Abschlussversuche noch an einem ausgestreckten Bein eines iranischen Verteidigers oder an Torwart Beiranvand – wie in der 59. Minute, als er schon auf dem Boden liegend den Nachschuss von De Cuyper entschärfte und für Entsetzen sorgte bei allen belgischen Anhängern.

– Rote Karte nach Notbremse unstrittig: Von der 66. Minute an spielte Belgien dann in Unterzahl. Ngoy verstolperte bei einem Rückpass den Ball und riss Taremi zu Boden, der ansonsten alleine auf Courtois zugelaufen wäre. Der Jubel der iranischen Fans über die Rote Karte war so groß, dass die Ränge des Stadions bebten.

Die unerwartete Verantwortung in eigenem Ballbesitz stellte Iran allerdings vor eine Herausforderung. Das Team probierte auch in Überzahl bei jeder sich bietenden Gelegenheit, über schnelle Vorstöße in die Nähe des belgischen Tores zu kommen. In der 81. Minute kam so immerhin ein Distanzschuss von Ezatolahi zustande, den Courtois erst im Nachfassen sicherte. (dpa/cre)

3 Antworten auf “Rote Teufel nach 0:0 gegen Iran noch nicht am Ziel”

  1. Wir fassen zusammen….,
    Nachdem wir uns gegen die ersten beiden Fußballgroßmächte- 2 Punkte verdient erkämpft haben ,sollten wir doch mit der gleichen Einstellung und Sinnfreien Aufstellung noch uns ein drittes Unentschieden gegen die dritte Fußballgroßmacht Neu Zeeland in dieser Todesgruppe erkämpfen ,und beten ,das wir als einer der 8 besten Gruppe dritten weiter kommen!!!
    kein Tor in 200 Minuten,gegen solche Gegner!!
    zum Glück steht Courtois bei uns im Tor , sonst……!
    Eigentlich haben wir gar nix hier bei der WM zu suchen, vielleicht wird uns das aber erst nach dem nächsten Spiel klar.

  2. Rundes Leder

    Sehr endtäucht! Drollige wechsel vom Trainer u a Theate rein!Meunier und Castagne sind schwach und nicht Einsatzwürdig! In unserm Spiel fehlt der „Pusch“! Noch ist nicht alles verloren!

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