Alles nur Satire, Leute von heute

ALLES NUR SATIRE – Paasch beim Neujahrsempfang im Königlichen Palast in Brüssel

(Zum Vergrößern Bild anklicken) - König Philippe (r) im Gespräch mit Ministerpräsident Oliver Paasch (l) beim Neujahrsempfang im Königlichen Palast. Foto: Benoit Doppagne/BELGA/dpa

König Philippe hat an diesem Donnerstag seine jährliche Neujahrs-Ansprache vor den höchsten Amtsträgern des Landes gehalten. Zu den Turbulenzen um seinen Vater Albert II., der in dieser Woche eingeräumt hatte, der biologische Vater von Delphine Boël zu sein, verlor das Staatsoberhaupt natürlich kein Wort.

Von der königlichen Familie waren neben König Philippe und Königin Mathilde nur Prinzessin Astrid und Prinz Lorenz anwesend.

Schwerpunkt in der Rede des Königs war die Bildung einer neuen föderalen Regierung, die seit Monaten auf sich warten lässt. „Es ist an der Zeit, die Bemühungen der vergangenen acht Monate zu konkretisieren, das Exklusive loszulassen und eine vollwertige Regierung einzusetzen“, betonte das Staatsoberhaupt.

Der König sagte zwar, er sei sich „der zu überwindenden Schwierigkeiten bewusst“, mahnte aber: „Zeigen wir uns realistisch und verantwortungsbewusst, indem wir eine gemeinsame Basis zum Nutzen der Allgemeinheit finden und echte Kompromisse eingehen, bei denen jede Partei etwas zum Nutzen des Ganzen aufgibt.“

Der König sprach im Namen der Bürger, die „nach Stabilität und Handeln streben“. Belgien verfüge über „ein immenses Potenzial“.

Am Neujahrsempfang im Königlichen Palast in Brüssel nahmen auch Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) und Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz (SP) teil. (cre)

Zur königlichen Familie siehe auch folgenden Beitrag in der Rubrik ALLES NUR SATIRE:

21 Antworten auf “ALLES NUR SATIRE – Paasch beim Neujahrsempfang im Königlichen Palast in Brüssel”

  1. Signal de Botrange

    „Ostbelgien“, ausschließlich in deutscher Sprache geschrieben, betrifft nur die „Deutchsprachige Gemeinschaft“. In Malmédy oder Waimes käme keiner auf die Idee sich in Deutsch geschrieben, als „Ostbelgien“ zu bezeichnen. Sie gehören der „Französischen Gemeinschaft an“, das war und bleibt ihre Entscheidung.
    Der Begriff „Ostbelgien“ bietet uns Deutschsprachigen im In- und Ausland große Vorteile. Es war klug, dass ihn unsere Regierung „besetzt“ hat. Es zählt den Vorteilen der Autonomie, dass wir jetzt überall erkennbar sind und nicht, wie zuvor, mit einem religiösen Orden verwechselt werden.
    Gewiss wäre es diplomatischer gewesen, wenn man beim Festakt im Senat auch die historische Rolle von Mamédy und Waimes erwähnt hätte. Sie zu vergessen, war ein dummer Fehler der Eupener Redenschreiber. Sie sollten bei Herbert Ruhland Nachhilfe nehmen.

    • Cantons de l‘est

      Das sehen sie leider falsch. Ostbelgien war im Sprachgebrauch in der DG immer mehr als die Deutschsprachige Gemeinschaft. Irgendwann wurde nicht mehr von den Ostkantonen sondern von Ostbelgien gesprochen.
      Der Begriff wurde immer auf das Gebiet Eupen-Malmedy-Sankt Vith bezogen.

      Selbstverständlich sagt niemand in Malmedy, dass er in Ostbelgien lebt. Weder in Deutsch noch Französisch. Dass Malmedy und Weismes Teil der Ostkantone-Cantons de l‘est sind, bestreitet wohl niemand.
      Darum hieß die Tourismusagentur Ostbelgien bisher auch „Cantons de l‘est“ -„ “Oostkantons“. Zuständig ist sie für die DG und die Gemeinden Malmedy und Weismes.

      Wer eine territorial nicht näher definierte offene Standortmarke mit dem Namen Ostbelgien schafft, der sich alle Vereinigungen, Institutionen und Gemeinden in und außerhalb der DG anschließen können, kann diesen Begriff nicht gleichzeitig und abgrenzend als Bezeichnung für die DG und deren Körperschaften nutzen.

      Weder im Kabinett des MP noch in der Berliner Werbeagentur, die das Konzept der Standortmarke „Ostbelgien“ erarbeitet hat, hat man sich dazu Gedanken gemacht.
      Hier liegt der Geburtsfehler der Marke „Ostbelgiens“ begründet.

      Dumm gelaufen.

  2. Festäng

    Unsere munteren Festängs von Eupen fühlen sich Pudelwohl in ihren Funktionen! So gut vertreut im Lande und Europa, alle hart am arbeiten!? Nur fragt man sich oft, für was wohl? Gewiss, nicht alle schieben da einen munteren Tag. Aber viele von denen sehr wohl! Da fragt man sich, und reibt sich die Augen: was mögen die Leute alle wohl den ganzen Tag über so schaffen? Einer wird nach Flugmeilen und Reisekilometer bezahlt, wo der andere nur ganze mal im Jahr aktiv wird im Senat!?
    Ob die sich nicht zu schämen brauchen?
    Der alltägliche Arbeiter, der oft pro Tag bei seiner harten Arbeit auch noch so Km Autofahrt hat, hier mit, oder ohne Chauffeur (oft ist er es selber sogar!), wenn die Leute nach 11-13 Stunden nach Hause kommen, ausgelaugt und matt, an solche Leute solltet ihr Politiker euch mal vergleichen! Dann darüber Nachdenken! Aber, ist euch ja Strunzegal!
    Festtage in grossen Massen bei der Politik, man würde fast sagen zur 1/2 ihrer Zeit?
    All das auf unsere Kosten!? Nicht schlecht, wa?
    Ob wir durch Empfänge und Nutzlose Meetings besser da ständen?
    Gute Frage? Ohne vieles von dem allemal, jedenfalls viel billiger!

  3. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, war der Redenschreiber alles Schuld. Und MP Paasch ist Opfer in dieser Situation und nicht Täter. Daraus kann ich ja schlussfolgern, dass MP Paasch einfach alles nachplappert, was man ihm vorsetzt. Das sind aber keine guten Eigenschaften, um so ein wichtiges Amt zu bekleiden.

  4. Bosche, Prüße et germanophones

    Richtig ist, dass der allseits anerkannte St. Vither Historiker Bernhard Willems bereits 1948 sein geschichtliches Werk zur Regionalgeschichte ab dem Band I „Ostbelgische Chronik“ nannte. Der Begriff „Ostbelgien“ wurde im „Land ohne Grenzen“ ab 1950 zunehmend anerkannt, er war, wie Hubert Jenniges berichtet, durch den Schulinspektor Joseph Lousberg aus Montzen geprägt worden. Die Bezeichnung „Ostbelgien“ ist folglich keine Erfindung von Ministerpräsident Oliver Paasch, sondern seit der Nachkriegeszeit ständig gewachsen.
    Dass die „Malmedier Wallonie“, mit wallonischen Straßenschildern, und die ablehnenden Bürgermeister der „altbelgischen Gemeinden“ keine gemeinsame Sache mit ihren deutschsprachigen Nachbarn machen wollten und somit „Ostkantone“ nur ein touristischer Begriff blieb, ist nicht die Schuld derer die heute als Deutschsprachige eine exemplarische Autonomie genießen. Das hat viel mit Pochen auf Einsprachigkeit und Hurrah-Patriotismus der Wallonen zu tun.
    Umso mehr hat die Gemeinschaftsregierung in Eupen gute Gründe, beste Beziehungen zu Malmédy, Waimes, Montzen und all den anderen zu unterhalten, die durch die Staatsreformen etwas stiefmütterlich an den Rand gedrängt worden sind, und nicht in Brüssel zu Staatsbesuchen, Königsempfängen und Ministersitzungen eingeladen werden.
    Ostbelgien als zweisprachiges Gemeinschaftswesen wird es nicht mehr geben. Die letzten Versuche von José Happart aus den Voeren und Dr. Robert Denis aus Malmédy sind engültig vor 20 Jahren gescheitert.

    • Cantons de l‘est

      Interessante Informationen.
      Es geht allerdings nicht darum, ein „zweisprachiges Gemeinschaftswesen“ zu schaffen, sondern darum, die nach dem eigenen Selbstverständnis und auch verfassungsmäßig definierte Bezeichnung für die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht durch unpassende Begriffe und unausgereifte Marketingkampagnen zu verwässern und allgemeine Verwirrung zu stiften.

    • Mont Rigi

      In den Medien unterscheiden sich Personal, Herkunft und Präferenzen.
      So auch im GE, wo der Herausgeber Thommessen seinen Landsleutendie Losung ausgegeben hat: „Zeigt dass ihr Eifeler seid“.
      Das kann man seitdem in jeder Ausgabe im Überfluss nachlesen. Der Chefredakteur schießt den Vogel ab.

    • R.A. Punzel

      Was denn berichten? Im Süden ist die Welt noch in Ordnung. Wer auffällig wird, den schieben sie einfach nach Eupen in einem Ministerium ab. Dort kann er/sie immer noch als abschreckendes Beispiel irgendeine sinnlose Tätigkeit ausüben.

    • Ostbelgien Direkt

      @Standpunkt: Da muss man schon nuancieren. Wenn es in der Eifel ein brisantes Thema gab, haben wir das immer aufgegriffen. So haben wir über die Kritik am St. Vither Krankenhaus berichtet, noch bevor Grenz-Echo und BRF dies taten. Dass Parlament, Regierung und Ministerium in Eupen angesiedelt sind und hier mit der AS Eupen auch der ranghöchste Fußballclub der DG spielt, hat OD nicht zu verantworten. Eine Rolle spielt aber auch, dass die Gemeinden und Vereinigungen in der Eifel „Ostbelgien Direkt“ gar nicht informieren, weil sie befürchten, dass ihre Tätigkeit im Forum von OD kritisiert wird. Deshalb vertrauen sie eher dem Gefälligkeitsjournalismus von Grenz-Echo und BRF. Übrigens waren wir just heute in der Eifel: In Leykaul (Gemeinde Bütgenbach) haben wir Jeanne Dürnholz, der „Ostbelgierin des Jahres 2019“, einen Besuch abgestattet. Text und Fotos folgen in den nächsten Tagen. Gruß

    • Schwarzbrot

      Zur damaligen Lage ist es wichtig zu wissen, dass die Beschmierer der Schilder in den deutschsprachigen Gemeinden der Gendarmerie und einigen Eingeweihten bekannt waren. Zu den Schweigern gehören die Eifel-Spezies, der damlige Ministerpräsident Joseph Maraite und der aus der PDB-Seilschaft stammende Bruno Kartheuser. Geschwiegen hat selbstverständlich auch die St. Vith-Connection im GE. An sich ein Fall für Herrn Cremer.

  5. Alfons van Compernolle

    Wenn ich Eure Kommentare so Lese , frage ich mich ab : „Seit Ihr Belgier ???? oder irgendetwas Anderes??“ ?
    Mir ist es gelinde gesagt ziehmlich egal , von wo Ihr kommt , zugehoerig seit oder ob ihr Franzoesisch , Deutsch oder Het Nederlands als Umgangssprache gebraucht , mich interessiert nur der Charakter des Menschen , welcher mir , wo auch immer, begegnet um mir von diesem Menschen
    eine Meinung zu bilden !! Bei Politiker/innen sieht es schon etwas anders aus . Ich kenne nur drei
    charakterstarke menschlich gebliebene Politiker – Daniel Termont – Rudy Coddens – Sven Taeldeman !
    Der ganze andere Rest muesste mir erst einmal Beweisen, dass sie „Charakter“ auch gramatikalisch
    Buchstabieren koennen!! Zu unserem gemeinsamen Staatsoberhaupt Koenig Filip , habe ich mich schon oefters geaeussert, sehr symphatisch !!!

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