Politik

Oliver Paasch: „Die Anschuldigungen von Bruno Kartheuser sind an Lächerlichkeit nicht zu überbieten“

Ministerpräsident Oliver Paasch (Bildmitte) verteidigt auf der Pressekonferenz in Eupen das Koalitionsabkommen zwischen ProDG, SP und PFF. Foto: Gerd Comouth

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) hat am Samstag in einer Mitteilung an „Ostbelgien Direkt“ auf einen Kommentar des Autors und Historikers Bruno Kartheuser reagiert.

„Die Anschuldigungen von Bruno Kartheuser sind frei erfunden und an Lächerlichkeit nicht zu überbieten“, so Paasch in seiner Stellungnahme: „Man könnte meinen, dass Bruno Kartheuser an einem Thriller arbeitet, fernab von der Realität.“

Bruno Kartheuser. Foto: Gerd Comouth

Paasch: „Er wurde bekanntlich in der Vergangenheit schon wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt. Ich habe bereits vor langer Zeit entschieden, die immer wieder in neuen Variationen auftauchenden, abstrusen Verschwörungstheorien von Bruno Kartheuser nicht zu kommentieren. Daran gedenke ich mich auch künftig zu halten.“

In einem Kommentar auf „Ostbelgien Direkt“ unter dem Titel „Lambertz und die Paaschs“ (siehe Artikel an anderer Stelle) hatte Kartheuser durchblicken lassen, zwischen Lorenz Paasch, dem Vater von Oliver Paasch und Mitgründer der PDB, und dem jetzt trotz eines katastrophalen Wahlergebnisses zum Parlamentspräsidenten nominierten Karl-Heinz Lambertz (SP) gebe es einen „Pakt“. Laut Kartheuser ist „Papa Lorenz“ gewissermaßen der Strippenzieher für Lambertz. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

134 Antworten auf “Oliver Paasch: „Die Anschuldigungen von Bruno Kartheuser sind an Lächerlichkeit nicht zu überbieten“”

  1. treesche

    Wenn es doch so lächerlich ist, dann kann man ja über den Dingen stehen! Sind da etwa alte Sachen ausgegraben worden? Wenn die Wähler rummotzen, wegen dieser Minderheitsregierung stört Herrn Paasch auch nicht.

  2. Paasch:“Ich habe bereits vor langer Zeit entschieden, die immer wieder in neuen Variationen auftauchenden, abstrusen Verschwörungstheorien von Bruno Kartheuser nicht zu kommentieren. Daran gedenke ich mich auch künftig zu halten.“

    Und was ist dann dieses Stament?

    • Piersoul Rudi

      @“Nicht Nurso“, „Nobody“ und „otto“;
      Diese Aussagen Paaschs, spiegelt wieder was man von die „ganze politische Klasse“ halten soll…nämlich nichts…nichts…und nochmal nichts…
      Wenn man in ein Firma „so jemandem rumlaufen hätte“…
      Was kann man dagegen tun…auch nichts…denn Abwählen geht nicht.
      In deren „Demokratieverständnis“ wird gedreht bis alles so ist wie gewollt…also Schummel…Maffiaähnliche Praktiken…

  3. Jockel F.

    Ein interessanter Kommentar von einem, der doch eigentlich nicht kommentieren wollte.
    Die „abstruse Verschwörungstheorie“ hat ja offensichtlich gute Chancen, tatsächlich zu einem Thriller zu werden.

  4. Oha! Bruno Kartheuser wurde bereits wegen Verleumdung verurteilt!?!? Sehr, sehr interessant! Wie sagt man so schön: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“

    Herr Bruno Kartheuser hat sicher seine eigene Wahrheit. Mit dieser glaubt er sich in den Mittelpunkt drängen zu können, da solche „Wahrheiten“ derzeit Konjunktur haben. Sie passt gut in die Hetze, die derzeit kursiert. Wer fragt dann noch nach realer Wahrheit? Da glaubt man eher einem verurteilten Verleumder.

    • Reaktion??

      Paasch reagiert doch nicht wirklich.
      Er faselt mal wieder etwas nichts sagendes.
      Das hat er schon immer gekonnt. Viel labern und nichts sagen.
      Und der Wähler fällt (noch) drauf rein..

  5. Wahrheit und Lüge

    Nur seltsam, dass Freddy Derwahl die selben Hintergründe in seinem letzten Buch genau so wiedergibt. Herr Kartheuser fügt dem lediglich noch die eine oder die andere Schlussfolgerung hinzu, die sich fast von alleine aufdrängt. Lügt Herr Derwahl denn auch? Und nur Herr Paasch sagt die Wahrheit?

  6. Justitia und die Literaten

    Wurde Kartheuser tatsächlich zweimal rechtskräftig verurteilt? Ja, allerdings von einer Justiz, die von einem korrupten, im Gefängnis gelandeten 1. Generalanwalt dirigiert wurde, der Ostbelgien landesweit in Verruf gebracht hat. Gegen den „Thriller“ Kartheuser sind Derwahls „Lebenserinnerungen“ ein schönes Bilderbuch.

    • Verschwörer

      Kartheuser verurteil von korrupter Justiz, Lambertz klaut „Euromillionen“, Paasch macht „Kopulation“ (Geschlechtsverkehr zwischen Tieren)… Wann kommen die Aliens in die DG, Herr Kartheuser? Unglaublich, was der von sich gibt.

    • Norbert Schleck

      Jaaaa, erstaunlich, nicht wahr? Um genau zu sein, nur einmal rechtskräftig verurteilt in zweiter Instanz, die das erste Urteil bestätigt hat.
      Lesen Sie mal die Kommentare zu dem Parallelartikel über das Thema BK/L+OP und „Sie können geholfen werden.“
      Auch über den Ersten Generalanwalt gibt’s dort was. Ich wiederhole mich nur ungern.

      Diese „korrupte Justiz“ aber auch!
      Während meines Berufslebens hatte ich mit -zig Urteilen zu tun. Verloren die Leute den Prozess, war der Richter korrupt, oder der Staatsanwalt, oder der Anwalt, oder alle zusammen, nur schuld war man selbst nie.

  7. Skeptiker

    Dass tatsächlich ganz olle Kamellen aus der Mottenkiste ausgegraben werden, um die ernennte Ernennung von KHL zum Parlamentspräsidenten infrage zu stellen, ist auch Ausdruck davon, wie umstritten diese Entscheidung in der Mehrheit der Bevölkerung ist.

    Zur Erinnerung, KHL Lambertz erzielte 2009 3.525 Vorzugsstimmen und wurde 2014 als Ministerpräsident abgewählt (3130 Vorzugsstimmen). Im Vergleich zu 2009 hat er 2019 knapp ¾ an Vorzugsstimmen eingebüßt (973 Vorzugsstimmen).

    KHL Lambertz ist für so manchen Tiefpunkt in der Parlamentsgeschichte der DG verantwortlich, es sei an die monatelange Nichtbeantwortung einer einfachen parlamentarischen Frage der ECOLO-Fraktion erinnert, die in 2014 wohl mit seine Wiederwahl gekostet haben dürfte. Seine Ausfälle gegenüber einem Abgeordneten kurz vor diesen Wahlen waren sicherlich auch keine Sternstunde des Parlamentarismus in Ostbelgien.

    Auch deshalb regt sich bei den Wählern Unmut bei der Frage, wieso ausgerechnet KHL Lambertz das gut dotierte Amt (min. 6.000 € netto im Monat?) des Parlamentspräsidenten angedient wird.

    Die übers Knie gebrochene Koalitionsbildung, bei der es offenbar ausschließlich um Posten- und Ressortverteilung ging, mag zwar politisch geschickt gewesen sein, um schnellstmöglich aus der medialen Schusslinie der umstrittenen Neuauflage von PRODG-SP-PFF zu kommen, lässt den aufgeklärten Wähler jedoch konsterniert zurück.

    Das Tempo der Koalitionsbildung ist wohl einmalig im westlichen Parlamentarismus. Es wurde nicht mal mehr der Anschein erweckt, dass irgendeine Debatte über inhaltliche Schwerpunkte geführt wurde (kein Vorwahlabkommen?). Auch personell hat man es tunlichst vermieden, dem Wähler überhaupt noch vorzugaukeln, dass seine Wahl irgendeinen Ausschlag geben könnte. Wie eine vernünftige Konsultierung zumindest der Kandidaten der drei Regierungslisten in diesem extrem kleinen Zeitfenster stattgefunden haben soll, erschließt sich mir auch nicht.

    Aufgrund der sich in Brüssel abzeichnenden politischen Krise stellt sich erneut die Frage, ob es nicht endlich sinnvoll wäre, den Posten des Parlamentspräsidenten mit dem des Gemeinschaftssenators zusammenzulegen. Nach der konstituierenden Sitzung des Senats wird dort bis zu einer Regierungsbildung auf föderaler Ebene, insofern diese überhaupt möglich ist, sehr wenig bis eher gar nichts mehr laufen. Der Senator darf sich somit auf sehr viele Monate Gehaltszahlungen freuen, ohne überhaupt einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen zu müssen. Somit schlage ich vor, dass diese beiden Posten zur Hälfte der Legislatur durch ein PS-Mitglied und zur anderen Hälfte durch ein PFF-Mitglied ausgefüllt werden.

    Wenn der aktuelle Senator es bisher geschafft hat, den ach so wichtigen Posten des Vorsitzenden des Ausschusses der Regionen (von der damit verbundenen Vergütung war übrigens noch nie die Rede…) mit dem des Senators zu kumulieren, müsste dies mit dem Posten des Parlamentspräsidenten bei entsprechendem politischen Willen ohne weiteres möglich sein (weniger Reisetätigkeiten).

    Dies wäre zumindest ein kleines Symbol, dessen Bedeutung bei vielen Wählern aber nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Vielleicht hilft diese Maßnahme auch dazu, doch noch etwas Aufbruchstimmung zu erzeugen…

    @OD: Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, auf dieser Website eine Zitierfunktion einzuführen, insbesondere auf dem Smartphone sind derzeit neue Kommentar zu bereits viel kommentierten Artikeln kaum auszumachen…

  8. Man kann über vieles kontroverse diskutieren und jeder sollte sich seine Meinung bilden.
    Mir scheint es unangebracht wenn ein alter persönlicher Streit zweier Männer uns das Wahlergebnis 2019 erklären soll.
    Kein guter journalistischer Stil, Herr Cremer.

  9. Ausufernd

    Was hier ausufert, ist nicht die blühende Phantasie des Bruno Kartheuser.
    Vielmehr scheint es, dass hier ein paar ProDG-Sympathisanten auf Biegen und Brechen alles niederschreien, auf zum Teil unflätigste Weise. Mit dem Ziel, wenn genug Mist rumliegt, traut sich ein seriöser Mensch hier gar nicht mehr hin.

    • @ Ausufernd

      Ach kommen Sie, das ist doch die alt bekannte Taktik der Populisten. Erst Unwahrheiten und Verdrehungen in die Welt hinauspusten, und dann, wenn sie entlavt werden, sich als Opfer darstellen. Pfui!

    • Untergetaucht?

      Die viel zu schnelle Regierungsklüngelei ist allen dabei Verantwortlichen gründlich und im wahrsten Worte in die Hose gegangen, auch dem Velz! Vorige Woche um diese Zeit wurden noch markige Worte geschmettert, und jetzt hört noch sieht man sie nicht mehr. In letzter Zeit waren noch zu wenige Tage und Wochen da um sich bemerkbar zu machen. Versammlungen, Anzeigen, Spots um die Wette, danach grosse Stille. Das was danach kam war Leuteverdummung im allerhöchsten Grade.
      Das war dermassen starker Tobak, das einem die Sprach verschlug!
      Der Gipfel von allem Drumherum, das war die verfrühte Christbaumbescheerung und Geschenke Verteilung!
      Die Folgen habt ihr jetzt!
      Der Baum brennt……und ihr kriegt ihn nicht mehr gelöscht…..oh du fröhliche,oh du…….
      Da habt ihr den „grünen“ Salat!
      Noch obendrauf! Denn die liessen sich nicht von euch veräppeln! Recht hatten sie.

      • Weyckmans sollte sich zurückziehen

        Alle Problemen nach dieser Wahl wären zum grösstenteil nicht aufgetreten , wenn diese weyckmans die Konsequenzen gezogen hätte und nach dieser Wahlschlappe überhaupt nicht mehr angetreten wäre . Diese spezielle Dame hat doch nichts aufzubieten , ausser sinnloses Gelabers , was die Spatzen von den Dächern pfeifen . Es bleibt aber nur zu hoffen , das der Herr Paasch diese Dame nun unter sonder Beobachtung stellen soll und dafür sorgt , das nun ALLE Profitören Aus diesem Kabinett endlich verschwinden .

        • Rechtschreibung4DG

          @ Weyckmans sollte sich zurückziehen

          Also wenn einer nicht mehr antreten sollte oder gar zurücktreten, dann ist das Minister Mollers. Er hat wahrscheinlich versagt, wenn man mit ihren Rechtschreibleistungen aus der Schule entlassen wird.

          Bevor Sie eine gestandene Frau wie Frau Ministerin Weykmans – nicht mal ihren Namen konnten Sie richtig schreiben – angreifen und niedermachen, sollten Sie sich mal an die eigene Nase fassen!

  10. Kopulation

    Ich habe Paasch nicht gewählt, obwohl ich ihn schätze. Ich bin Ecolo-Mitglied. Die Koalition ist bestimmt nicht mein Ding. Trotzdem macht Paasch nicht anderes, als er vor der Wahl gesagt hat. Er musste sein Wort halten . Für Lambertz ist er nicht schuld. Das ist SP- Küche. Das ist ekelhaft, was an Mist hier auf ihn geschüttet wird. Das sollte man mit keinem Mensch machen!

    • Mal nachgedacht?

      Tolle Logik. Hoffentlich denken nicht alle Ecolo-Mitglieder so.
      Was hat Paasch vor der Wahl veranlasst, die Koalitionsaussage zu machen?
      Kann es sein, dass es ihm zuerst darum ging, seinen Posten abzusichern und sich 2 Partner schonmal zu reservieren.
      Sie rechtfertigen wohl auch noch, dass er ECOLO die Verantwortung für die Fortsetzung der Koalition aufs Auge drückt.
      Bei solchen Parteimitglieder, muss sich wahrlich kein politischer Kontrahent fürchten. Er ist vogelfrei ..
      Paasch ist naiven Grünen haushoch überlegen.
      Der überschaubare Zugewinn im PDG ist nicht zuletzt auch darauf zurück zu führen, dass man von Ecolo 5 Jahre kaum etwas gehört hat. Oppositionsarbeit sieht anders aus. Grüne Welle? Wohl eher grüner Rinnsaal.
      Es geht nicht darum etwas über Lambertz auszuschütten, sondern ihn für sein Verhalten zu kritisieren. Aber dazu fehlen den Grünen mal wieder die E..er.

  11. Das nervt..

    Hätte vor die SP und Paasch den Lampertz in den Ruhestand geschickt wo er auch mit 67 hingehört .. wäre das Thema erst gar nicht aufgekommen. Von der SP habe ich nichts anderes erwartet, die kriechen ja alle auf Knien vor Lampertz … von O Paasch hätte ich da mehr Durchsetzungsvermögen zugetraut.
    Was wird denn jetzt aus Lamperz persönlichem Referenten Zimmermann ? Die finden bestimmt auch noch ein Posten für den Herren.

  12. Düstere Minen, bei den 3 da oben!

    Zu spät, ihr Drei! Das Ding hättet ihr euch früher überlegen sollen! Geschenke sollten immer am Festtag überreicht werden, und nicht so schnell wie ihr das machtet?! Jetzt habt ihr den Salat.

  13. Die Liberalen erwachen

    Nicht genug des Ärgers um Paasch und Lambertz, liberale Freunden klagen, dass es an ihrer Parteibasis zu rumoren beginnt. Die Eiltempo-Koalition wird kritisiert, weil es zu den folgenreichen Personalentscheidungen keine Mitglieder-Konsultation gegeben hat. In der PFF wird gefragt, weshalb Alexander Miesen als beliebter junger Präsident des Parlaments in den arbeitslosen Senat verdrängt wurde, um dem Superverlierer Platz zu machen. Auch will man nicht einsehen, dass Isabelle Weykmans, den wichtigen Bereich „Gemeindeaufsicht“ an Paasch abtreten musste, obwohl sie diesen zur Zufriedenheit aller Bürgermeister wahrgenommen hatte. Der Kuhhandel zwischen Paasch und Lambertz sieht so aus: die PFF darf zwar mitspielen, doch zu sagen hat sie nichts. Es widerspricht der Würde dieser Partei, sich so demütigen zu lassen.

    • Die PFF musste aus Freiwilligkeit in die Opposition gehen!! Dann würde Wahlsieger Paasch eine andere Wahl gehabt haben. Die PFFler kleben an ihre Stühlen. Die sind nächstes Mal so daneben, dass sie verschwinden! Der Bericht im GE ist lesenswert heute!

    • FRAU Weykmanns

      Ein Grund, warum die PFF noch in der Mehrheit zu finden ist, ist die Tatsache, dass Frau Weykmanns zwar der Mann der PFF für Ostbelgien, in Wirklichkeit aber eine Frau ist.
      Ein Ministeramt muss von einer Frau besetzt sein und offensichtlich hat kein anderer potentieller Partner eine Frau aufzubieten, die dieses Amt ausüben kann/will. Auch ECOLO nicht.
      Hätte man die PFF durch ECOLO ersetzt hätte die Regierung ein Männerproblem…
      Erstaunlich, dass dies bisher nicht thematisiert wurde.

  14. borderside

    Ein Bravo für Oliver Paasch und das Team der neuen und somit auch alten Regierung!!! Seine Replik auf Karthäuser ist klar und absolut korrekt.
    Wort gehalten = gut so! Eine Mehrheit ist eine Mehrheit ob hauchdünn oder gut gepolstert. Klare Aussage gegen einen wohl altersbedingt verbissenen Schreiberling des „Krautgartens“, der eventuell hofft, auf diesem Weg noch eine paar seiner Pamphlete zu verkaufen. Wer braucht schon ECOLO? Was haben diese Dummredner denn für die Umwelt in Europa getan? Keine der angeblich grünen Parteien in Europa hat sich gegen die Agrarindustrie des amerikanischen Brutalkapitalismus positioniert. Wo ist der Protest gegen die Monokulturen, die maßgeblich für das Aussterben von Bienen und weiteren Kleinlebewesen verantwortlich sind? Wer hat die zuständigen Kommissionen in Brüsselvon den Grünen jemals angegangen? Wo war ECOLO Ostbelgien bei Aktionen gegen Tihange? Ich habe da mehr Grüne aus Aachen und NRW getroffen als aus Ostbelgien.
    Ostbelgien sollte froh darüber sein, diese Regierung zu haben und auch die Mehrheitsparlametarier. Der Altersdurchschnitt ist sehr ermutigend. Die bessere Alternative insbesondere zu den Chaoten von Vivant als auch den Schwätzern von ECOLO. Viel Erfolg die die kommenden Jahre.

  15. Der lange Fred

    Oliver Paasch hat längst gewittert, dass sein Ansehen von Stunde zu Stunde schmilzt. Sonst hätte er sich nicht bei dem von ihm verpönten OD gemeldet. An den Sonntags-Stammtischen wird diese Entwicklung bekräftigen. Wir haben eine Krise. Er könnte diese verhindern, wenn er noch ein Mal von vorne beginnen würde: ruhige Wahlanalyse, Konsultationen mit allen Parteien, Koalitionsbildung, Personalvorschläge, Mitgliederbefragung in den beteiligten Parteien, falls notwendig (!) Korrektur der Personalvorschläge.

    Weshalb eigentlich den Erwartungen der Bevölkerung nicht entgegen kommen und mit dem Bürger-Dialog gleich beginnen? Keine Zeit drängt, jeder käme zu seinem Recht, die Entscheidung hätte eine tragfähige Mehrheit. Es war noch nie eine Schande, einen Fehler einzugestehen. Dies gilt übrigens ebenso für den Holzhammer-Kandidaten Lambertz, wie für Frau Weykmans, die sich diese Woche, über die Köpfe ihrer Parteimitglieder hinweg, von einem „Mann für Ostbelgien“ zu einem „blauen Männchen“ für die eigene Tasche entwickelt hat. In der PFF heist es: „Wenn das Fred Evers noch erlebt hätte“.

    • Andreas D.

      „Oliver Paasch hat längst gewittert, dass sein Ansehen von Stunde zu Stunde schmilzt. “

      Das ist er ja auch selber schuld. Egal wen man trifft, alles reden nicht sehr positiv über ihn.
      Auch Weyckmans trägt die Nase immernoch so hoch, dass sie die Wahlergebnisse gar nicht sehen muss.

      Wenn der Bürger jemanden abwählt und diese dann doch noch ganz nach oben kommen, ist das nichts anderes als Verarschung. Kann man drehen und schönreden wie man will!

  16. Ein beinahe Grüner

    Bruno Kartheuser ist nicht „lächerlich“ Herr Ministerpräsident. Er denkt nur anders und schreibt es kritisch nieder. Doch ist das den in unserem Land verboten, wo doch die Presse-und Meinungsfreiheit zu den ersten Artikeln der Verfassung gehört? Ihm seine Verurteilungen vorzuwerfen, ist sehr schwach wenn man bedenkt, wie diese von einem hinter Gittern gelandeten hohen Magistraten beeinflusst worden sind, der in Ostbelgien sein Unwesen trieb, die Eupener Justiz einschüchterte und von seinem Freund Lambertz, wider besseres Wissen, bis zuletzt protegiert worden ist.
    Herr Ministerpräsident Sie sind ein zu integerer Politiker, um sich hinter dem Karren eines abgestürzten Altsozialisten spannen zu lassen, der seine Gegner in Presse und Partei stets mundtot machen wollte. Ihre 5000 Vorzugsstimmen wiegen schwer, gegen dessen 2000 verlorenen. Ruhen Sie sich aus und sprechen Sie mit den grünen Wahlsiegern.

    • Weyckmans soll sich verabschieden

      Der mündige und kompetente Bürger , der weiß was er von dieser beweihräucherungsanstallt zu halten hat . Viel zu lange ist dieser schon mit schleimereien überhäuft worden , wo jeder nur an sich denkt , einschliesslich deren PROFITÖREN.

  17. Jockel F.

    Was ich noch los werden wollte: Nicht zur Wahl erscheinen ist de facto nicht mehr strafbar.
    Es übrigens auch nicht strafbar, nicht als Wahlhelfer zu erscheinen, wenn die Benachrichtigung nicht dem Gesetz entsprechend erfolgte, nämlich per Einschreiben innerhalb von 48 Stunden nach der Benennung. Keine einzige Gemeinde in der DG handhabt das so und trotzdem sind alle Wahlbüros immer wieder ausreichend besetzt. Kartheuser meint, der DGler sei klug? Dass ich nicht lache. Möh!

    • bruno kartheuser - intelllektueller?

      Werter banger extraterrestrer XMSS, Sie sprechen mir aus der Seele. „intellektuell – und gealtert“. Ganz richtig. In einigen Jahrzehnten wird diese Evolution bestimmt auch Sie erfassen. „In die Jahre“ – nun, über den Start hat meine Mutter entschieden. „Intellektuell“ – auch da war wieder ihre Entscheidung maßgeblich., indem sie mich trotz einer wirklichen Armut zum Studieren schickte. Immer hat sie an mich geglaubt. Ich habe den Parcours durchlaufen, den die Geleiter mir anboten: Abitur und Uni. Danach war ich ehrgeizig in meinem Latein- und Geschichtsunterricht, das werden die mitmachenden Studenten bestätigen können, Menschen, denen ich heute noch zutiefst verbunden bin. Intellektueller bin ich geblieben, weil dies – in allem, was ich unternommen und gewagt habe – mein Maßstab war. Seit ich großjähring war, habe ich auf die Autonomie geschaut. Mein erster Mentor war mein damaliger Schwager LP. Jeden Abend telefonierte er in meiner Anwesenheit mit dem falschen Adligen, dem Altnationalen Frühbuss, der damals noch in der offiziellen CSP war, aber scham- und ehrenlos den neuen jungen Nationalisten belieferte, i-.e. Lorenz Paasch. Am Morgen gab es vor dem „schwarzen Brett“ der BS (in Wirklichkeit eine kartonierte weiße Anschlagtafel) die tägliche Giftdosisübermittlung vom Seelenführer und Aufwiegelmanager Thunus. Die Empfänger waren Dries, Paasch, Palm und auch ich gelegentlich. Ich gestehe es freimütig, gehörte ich doch damals zu diesem infamen Club. Täglich hatte er als Hassprediger (nicht „Gewaltprediger“) als Tageslosung eine Schändlichkeit von Albert Gehlen zu liefern. Am Vorabend hatte er mit dem Hochschulbund telefoniert, mit Hubert Funk oder Rudi Pankert, dem Bruder des nicht unschuldigen Direktors Josef Pankert. Funk und Rudi Pankert waren die alten Führer des Wegweisers und des Hochschulbundes (dem auch in der Frühzeit die simplen Gehlen-Brüder angehörten).
      Über die ersten Nationalistenkontakte nach dem Krieg ist noch wenig bekannt. Bestimmt gehörten Scholzen, Drösch, Schillings, Kohnemann und Funk zu den Vorarbeitern, die den Hochschulkbund gründeten. Es ist nicht zu erwarten, dass die kollaborierenden Krippenhistoriker um Fickers, Lejeune und Brüls hier hilfreich sein werden. Das überfütterte ZOG ist ein reines Blendwerk zur Irreführung der Öffentlichkeit in staatlichem Auftrag. Wie lange noch muss Geschichtsarbeit eine politisch gesteuerte Chefsache des jeweiligen Premierministers sein?
      Ja, ich bin in die Jahre gekommen. Aber wann kommt die „relève“, die souverän und nur sachverpflichtet und unbehindert den Ostbelgiern ihre jüngere Geschichte und unmittelbare Vergangenheit UNVERFÄLSCHT wiedergibt?

  18. Pink Lady

    Allez, Allez!!! Jetzt reicht es aber langsam!
    Warum wird hier ständig versucht, Senator- und Parlamentspräsidentenamt zusammenzulegen? Nirgendwo auf der Welt gibt’s das.
    Man soll doch bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Schrecklich, dass „nur hier in der DG“ darüber so rumgemotzt wird.
    Ich finde ebenfalls, dass „so einige“ sich zuerst einmal richtig informieren sollten, als ständig so nen Stuss von sich zu geben.

  19. Sokrates

    Ist denn keiner bei den Sozialisten oder in den Parteien dieser Pöstchen-Koalition, der einfach sagt:
    „Lieber Karl-Heinz das ist für uns nicht tragbar, wenn jemand Präsident einer Volksvertretung
    werden will, der gerade vom Volk abgewählt worden ist“.

  20. Karthäuser bedient den Hunger nach Erklärung für das Unverstandene. In die Lücke platziert er sein einziges Thema, die 30 Jahre alte Niermann-Story, die es ihm darüber hinaus erlaubt, die damals losgetretenen Privatfehden erneut aufzuwerten. Paasch Senior erhebt er zum Mafia-Paten des DG-Kosmos; der bis hierhin als Arbeitstier, Netzwerker und Fädenspinner in diese Rolle geschriebenen Lambertz degradiert er zum Almosenempfänger; Paasch Junior diskreditiert er zum Türsteher der Machtzentrale.
    Er nutzt die Lücke des Unverstandenen nach der Regierungsbildung. In zwei Monaten Wahlkampf übte er Zurückhaltung. Die Balter-Meyertruppe hätte doch Neuerkenntnisse auf ihrem Feldzug gerne genommen. Eine CSP hätte dies zwecks Durchbruch auch gut gebrauchen können, hat – sofern versucht – sich aber nicht von dem dünnen Aufguss einfangen lassen.

    Die Niermann-Stiftung gibt es – nach Gremienbereinigung – noch heute, unterstützt weiterhin deutschsprachige Minderheiten (ausser uns) und muss sich von einigen vorwerfen lassen, damit Unabhängigkeitsbestrebungen zu fördern. Die Vorwürfe damals. Altdeutsches, rechtslastiges Gedankengut: lassen wir Deutsch weg, gilt der Rest ja in wesentlichen Teilen der heutigen öffentlichen Meinung als geadelt, zumindest aber als hoffähig. Terrorverdächtiges Gremienpersonal: ja aber entsorgt. Paasch Senior in der Verwaltung: etwas ungeschickt, doch an der Quelle der auch für uns interessanten Fördermittel zu stehen, hatte auch seinen Reiz. Von Überalimentierung der deutschsprachigen Gemeinschaft war damals noch keine Rede. Mit dieser These werden die üblichen Neider und die kleinen Steuerzahler (aha) mobilisiert um sie von einer Marx erröten lassenden Sozialromantik zu überzeugen; noch nicht einmal von DG-Verzicht zur Rettung der belgischen Staatsfinanzen schrecken die Verfechter zurück. Karthäuser bewahrte zu diesen Themen ihm gut zu Gesichte stehende Ruhe. Lediglich eine kurze Welle der Empörung als viele Jahre später die Finanzierung seines Lieblingskulturproduktes eingestellt wurde.

    Doch hiermit genug mit dem Exkurs zu Karthäuserschen Thesen. Viel interessanter (und aktueller) sind doch die unverstandenen Entscheidungen Paaschs (Junior).

  21. Die unverstandenen Entscheidungen Paaschs (Junior).

    Es bedurfte wohl keiner Wahrsagerinnen Fähigkeiten, um davon auszugehen, dass auch nach diesen Wahlen zwei Parteien eine grosse Stimmenzahl an sich binden: ProDG und CSP. Daraus ergaben sich 3 (vielleicht 4) wahrscheinliche Szenarien:
    1) Weiterführung der bisher eingespielten Koalition.
    2) Erweiterung besagter Koalition um die (generell im Trend – aber nicht mit der lokalen Personalbesetzung – liegenden) Grünen.
    3) Grosse Koalition mit der CSP.
    4) Eine Koalition gegen ProDG.

    1) lag nahe, ist nun mal eingespielt, und die Koalitionsparteien sind von ihrer Arbeit überzeugt. Das hat Paasch angekündigt (als Vorwahlabkommen beschimpft obwohl sonst gerne Vertrauensbruch bei Koalitionsfindungen bemängelt wird) und so ist es gekommen.
    2) wurde angeboten, jedoch von grüner Seite abgelehnt.Aus Paaschs Sicht geschickt: liess sich einerseits den Koalitionspartnern verkaufen (den Trend konnten auch die nicht ignorieren) und eröffnete ihm die Perspektive 3 Parteien an sich zu binden. Dazu ein paar Zeilen weiter mehr.
    3) Grosse Koalitionen sind zur Bildung starker Mehrheiten beliebt. In Deutschland kann man aber beobachten, wie schnell diese sich abnutzen, und nur noch die Rolle der Rettungsboje bilden. Auch war zu berücksichtigen (und das Ergebnis hat es gezeigt), dass die grosse Koalition (12 Sitze) nicht ausreicht und es eines dritten Partners bedarfs. Dieses Unterfangen mit einem aus seiner Sicht „verprellten“ Partner anzugehen war risikobehaftet; in der Variante „es gibt ja noch die Grünen“ hätte es gegebenenfalls zwei „sich verprellt gesehene“ Partner gegeben. Dieser Ansatz hätte also recht schnell zu einem weiteren Szenario führen können.
    4) ProDG in die Opposition. Das Resultat hat gezeigt, dass die CSP mit sich „verprellt“ gefühlten Sozialisten und den aufsteigenden Grünen auch auf 13 Sitze kommen konnte. Hätte Paasch auf eine Koalitionsaussage verzichtet und das Spiel offen gelassen, wäre er Gefahr gelaufen, den Spieltisch ohne Ergebnis zu verlassen.

    Karthäuser hat seine eigenen Motive, sein Dauerthema aufzuwärmen. Der Zeitpunkt ist natürlich günstig: Frust über Urgestein Lambertz und Sympathien für eine Bewegung, die Verschwörungstheorien nie abgeneigt ist. Paaschs Entscheidung war richtig. Ein paar Tage mehr Zeit hätte er sich lassen können, jedoch: er hat geliefert und dem Szenario 4 umgehend den Boden entzogen.

    Ach ja Lambertz. Ihn als bestvernetzteten Politiker unserer Gegend zu bezeichnen, wird wohl keiner bestreiten. Da er sich nicht als Fundamentalsozialist geoutet hat, kann er in der belgischen Politik mit jedem.
    Ob nun die SP in der belgischen Regierungsbildung eine Rolle spielen wird, bleibe dahingestellt. CDH aber sicher nicht. Angesichts der bevorstehenden (drohenden) innerbelgischen Fundamentaldebatten macht es Sinn, einen Lambertz an seiner Seite zu wissen. Der Senat wird seine (reduzierte) Arbeit noch eine ganze Weile nicht aufnehmen. Als Parlamentspräsident verfügt Lambertz über politische Autorität (für die DG) und kann seine Arbeit umgehend aufnehmen.
    Somit eröffnet sich mir (auch spekulativ aber persönlich unbelastet und nicht schlammwerfend) ein anderer Beweggrund für den 67-jährigen Lambertz: eine letzte Verpflichtung mit seiner Erfahrung und seiner Venetzung, bei den schon angekündigten Gesprächen zu einer weiteren Staatsreform (inklusive der mehrmals genannten 4. Region – NVA und MR) dabei zu sein.

    • Echo des Südens

      @ Der Punkt!
      das ist ja fast so wie eine Bergpredigt, oder „das Wort zum Sonntag“!
      Sie sind wohl ein Fan des Amüsierclubs!? Anders kann man Ihre langen und breiten Phrasen nicht erklären!? Oder, sind Sie etwa ein Referent-Berater unseres MP’s?
      Egal, aber auch! Sie haben sich viel Mühe und Gedanken gemacht! Frische Luft sogleich wird Ihnen gut tun.
      Der kleine Mann von der Strasse wird so einiges nicht verstehen in Ihren Ausführungen.
      Der vergleicht das Getue der Führungseliten in der Politik mit seinem Streben um die Familienernährung und Sorgen um die Zukunft seiner Kinder und Enkel. Dieses „Getue“ ist ihm sehr viel wichtiger wie den in seinen Augen „grossen Unfug“, den die so hoch Studierten Führungspersonen überall auf sehr vielen Stellen (fast hätte ich STÄLLEN geschrieben!?)( NB: wegen der vielen Futterkrippen dort) in unserem Lande veranstalten!?
      Ihre Tatsachen mögen zum Teil stimmen!
      Aber zum GROSSTEIL eben/aber nicht!
      Denn Sie vergessen den Fakten ins Auge zu sehen! Unnötig diese hier zum „abertausendsten male“ wieder auf zu zählen! Sie wissen die zigstelligen Zahlen mit den vielen 00000000000 dabei!?
      Der kleine Mann versucht so viel wie möglich auf Seite zu tun, da seine Enkel und Kinder noch an den 000000000000 von vorhin abzahlen dürfen!?
      Diese aberwichtigen Tatsachen vergessen Sie am frühen Sonntagmorgen? Gewollt oder ungewollt!? Das werden Sie uns sicher bald verraten!?
      Hier dieses Getue, in dieser Woche, das war jedenfalls der Gipfel des Geschachers!
      Dabei kam so wahr und richtig heraus um was es denen da oben wohl ging. Nämlich der „KRIPPENPLATZ“. Der ganze Rest interessierte die gar nicht.
      Schon gar nicht der 00000000000berg, Die Freiheit den zu machen, die nahmen die sich einfach so.
      Ohne den Bürger, Wähler, Geldgeber zu fragen.
      Einfach nur so um zu strunzen! Wir waren das, das war unsere Idee.
      Also @ der Punkt, unsere Aufforderung an Sie, das wäre hoffentlich bald: einen langen Artikel um Erklärungen all dieser hier aufgeführten Fakten und Realitäten.
      Dabei sollten Sie nicht zu viel die Art und Weise der Akteure der letzten Tage beschönigen und in Schutz nehmen, sondern ganz einfach Tacheles schreiben! Besonders aber den Treueschwur der Gilde vor Augen haben, natürlich den Vergleich desselben mit den Taten, Versprechungen, Resultaten der Schwörenden.
      PUNKT.

      • Fan bin ich lediglich von Sachen, die Sinn machen.
        Politisch tätig war ich noch nie; für eine Partei oder Behörde habe ich nie gearbeitet.
        Sie bemühen mit Ihrer Nullsammlung, 100e Milliardenbeträge. Da kann es sich ja wohl nicht um Budget oder Schulden der DG handeln.
        Es ist wohl kaum Aufgabe des PDG, dieses Problem zu lösen. Lediglich Herr Balter ist der Ansicht, dass er dieses neben der Weltrettung auch noch in den Griff kriegt. Ein letztendlich doch überschaubarer Teil der deutschsprachigen Wähler traut ihm dies zu.

    • Schaumschläger?

      Reichlich Sahne geschlagen? Ihre Lambertz Schmeicheleien können Sie schnell ad Acht legen!? Als wenn der Mann Europa retten könnte!? Das einzige was er gut fertig bekommt ist Absahnen! Reist quer durch Europa im Namen der E U, von der er einen Abschiebeposten bekommen hatte! Oder meinen Sie etwa nicht, die Juncker Besuche zu DG Nationalfeiertag, die waren sicherlich als „Gastgeschenk“ an den Roten gedacht? In Europa haben wir auch gerade mal einige zuviel in den hohen Posten, die ja übermässig hoch dotiert sind, ausserdem!? Vernetzen und der Lambertz!? Er soll uns mal erklären was diese „Vernetzung“ uns bis heute einbrachte, er sollte mal sagen was überhaupt Vernetzung ist, und darstellt? Also ich habe bis heute nichts gemerkt davon!? Der Lambertz eröffnete vor Jahren alle seine Versammlungen mit der Lobeshymne:
      -Wir, die DG beschäftigt so und so viele Personen! Wir in der DG haben so und soviele Ehrenamtliche, usw. Er vergass wohl dabei zu sagen, das die oben alle Erwähnten von unserm Steuergeld bezahlt wurden? Er also nur der Umverteiler der Dotationen war!? Eine grosse Eigenschaft der Politik war schon immer: Ich kann das nur! Wir haben das fertig bekommen! Das war meine Idee! Demut bei denen wird mehr als klein geschrieben. Gier und Macht jedoch sehr gross.

  22. Bitte an Herrn Kreins

    Sollte es nicht zu den Aufgaben des Leiters unserer Vertretung in Brüssel gehören,
    den Europäischen Rat der Regionen darüber zu informieren, welch böses Spiel sein Präsident
    in Ostbelgien mit der Demokratie treibt?
    Die Minderheiten in der EU haben ein Recht zu erfahren, was diesem Mann Volkeswille wert ist.

  23. EU-Minderheiten

    Es geht nicht darum, EU-Minderheiten wegen zu Lambertz zu „echauffieren“, sondern gerade in
    solchen Regionen, wo noch für Demokratie und Anerkennung (Deutschrumänien, Katalonien, ua.) gekämpft
    werden muss, die politisch Verantwortlichen darüber aufzuklären, dass dieser REG-Präsident in
    Ostbelgien ganz andere Ziele, seine eigenen verfolgt. In Sibiu tritt er als demokratisches Vorbild auf,
    in seiner Gemeinschaft als Fälscher des Wählerwillens.

    • Da bringen Sie ja recht nette Beispiele an.
      Deutschrumänien hat es ja wohl nie gegeben; sie meinen sicher die Siebenbürger Sachsen. Dort waren die Jungsachen vor gut 100 Jahren vom neuentstandenen rumänischen Nationalstaat so angetan, dass sie diesen der österreichisch-ungarischen Bevormundung bevorzugten. Was dann noch nicht mit dem zweiten Weltkrieg verstanden war, bekamen sie durch Herrn Ceaucescu beigebracht. In diesem Kontext gab es nach dem 2. WK eine grosse Fluchtbewegung, ab den 70er Jahren – soweit möglich – Ausreisen (die meisten lebten auf „gepackten“ Koffern) und mit der Revolution eine weitere massive Auswanderungsbewegung. Verblieben sind wenige (oft schon biblischen Alters); jeden Sommer zieht es Nostalgietouristen zurück in die Heimat ihrer Eltern und Grosseltern. Weitere haben ihre Immobilien zwecks Nebenerwerb genutzt. Vorwiegend um Hermanstadt haben sich deutsche Unternehmen angesiedelt. Zweifel. Schauen Sie sich die Schülerzahlen an den deutschen Gymnasien vor Ort an. Die grosse Minderheit suchen Sie vor Ort vergeblich.
      Bei Katalonien lautet die wesentliche Frage, warum diese wohlhabende Gegend das ärmere Restspanien durchfüttern soll. Diese Debatte ist aus Norditalien und eigentlich auch aus Belgien bekannt.

      Da können Sie und einige andere Genossen ihre Empörungsbekundung an jeder Kirchenpforte von hier bis Kronstadt und wenn Ihnen dann noch danach ist auch den gesamten Jakobsweg entlang anschlagen. Sie werden unverstanden bleiben.
      Eine Parlamentsmehrheit hat diese Positionen besetzt. Angesichts der belgischen Befindlichkeiten – meines Erachtens – sogar eher gut. Kaffeesatzleser des Wählerwillens und ähnliche Weltrevolutionäre bringen unsere DG da nicht weiter.

    • „In Sibiu tritt er als demokratisches Vorbild auf,
      in seiner Gemeinschaft als Fälscher des Wählerwillens.“
      @ EU-Minderheiten
      „Fälscher des Wählerwillens“ klingt jetzt aber zu verbrecherisch. Aber dass Lambertz in seinem persönlichen Wahlresultat keine Abwahl erkennen will, stimmt und spricht nicht gerade für sein demokratisches Verständnis.
      Leute wie @Der. wollen das auch nicht sehen oder gar verstehen. Wahrscheinlich ist er Profitör dieser neuen Mehrheit…
      Da sülzt der lieber rum über Siebenbürgen und Kaffeesatzleser des Wählerwillens und steht voll hinter Lambertz, nach dem Motto „wer weiß wofür der noch mal gut sein könnte“ (so vernetzt wie der ist!).
      Es drängen sich Vergleiche mit Angela Merkel auf: irgendwie hängt man an dem alten Zeug.

  24. Espresso

    Wie bitte, Kaffeesatzleser des Wählerwillens?
    Die Wahlen liegen gerade eine Woche zurück. Bilden Sie sich mit Ihren angelesenen Weisheiten ein, die ostbelgischen Wähler hätten ihre Abstimmung gegen Lambertz bereits vergessen? Außerdem, wenn Sie schon diesen heftig Abgewählten für so unentbehrlich halten, weshalb betreibt er seine Künste dann nicht als einfacher Abgeordneter oder wie sein ehrlicher Genosse Edmund Stoffels, mit einen unbezahlten Sonderauftrag?
    Die Kernfrage ist doch nicht, ob jemand die Erfahrung von Lambertz bezweifelt, sondern ob er die Würde besitzt, eine demokratische Wahl zu respektieren. Hier soll ein Sitzenbleiber mit dem Doktortitel belohnt warden.

    • Der grundlegende Irrtum der Kaffesatzleser ist, dass sie meinen auf Wahlzetteln besteht die Möglichkeit negative Wahlen zu treffen. War auch beim letztewn Mal nicht vorgesehen.
      Ein weiterer Trugschluss ist, aus einem Sitzgewinn von je Ecolo und Vivant revolutionäre Umsturzbewegungen herauszulesen. Einen Sitz zahlte die mit Abstand grösste Oppositionspartei CSP, den anderen die PFF.

      Der nicht vergessende Wähler wird sich beim nächsten Mal mit Folgendem auseinandersetzen:
      – einer vierten Region DG oder einem Statut als deutschsprachiger Wallone
      – einer CO2-Steuer und Ähnlichem auseinandersetzen
      – Lambertz ist dann schon zwei Jahre im Ruhestand
      – die PFF lebt wieder oder auch nicht
      – Balter kann dann versuchen die wallonische Region zur Gesundung der Finanzen …
      Als hätte „der“ Wähler, der vor 2 Wochen keinen Anlass für tiefschürfende Veränderungen hatte, in fünf Jahren nichts anderes im Sinne als blutige Rache zu üben.

      • @ Der.

        Sie haben eine Option vergessen. Wenn es so weiter geht fliegt uns Belgien um die Ohren, Brüssel wird EU Protektorat und wir finden uns als Landkreis Eupen in NRW wieder.
        Ein Gutes hätte es, Herr Lambertz wird Kreistagspräsident und Herr Paasch Landrat. Aus den Ministern werden Dezernenten und bei der nächsten Landratswahl gilt die 5% Hürde. Dann kann auch Herr Balter wieder besser schlafen weil er die Gewissheit hat das die Verantwortung an ihm vorbei geht.

    • Politiverdrussen

      Sehe ich genau so. Was man sich hier erlaubt, ist skandalös!
      Paasch und Co spucken allen Wählern ins Gesicht.
      Jetzt sind Leute an der Macht, die von der Mehheit abgewählt sind.
      Kann das sein, dass man sich vor Balter so in die Hosen macht?

      Wenn die Vorwürfe nicht stimmen, warum zeigt man den Herrn K. dann nicht an?
      Wird schon seinen Grund haben. ;)

      Wenn es heute Neuwahlen geben würde, könnten viele der hochnäsigen Herren und auch die Mann-Dame, ihre Köfferchen packen.
      Ich glaube, die haben, trotz des Ärgers hier, keine Ahnung wie schlecht die Ostbelgier von ihnen denken.

      Ich und die meisten anderen werden dieses lächerliche Klügelspiel auch bis zu den nächsten Wahlen nicht vergessen haben und ich weiss jetzt schon, wer dann der grosse Gewinner sein wird!!!

      • Ich glaube, die haben, trotz des Ärgers hier, keine Ahnung wie schlecht die Ostbelgier von ihnen denken.

        @ Politiverdrussen

        Liegt vermutlich daran das hier ohnehin nur 5 bis 6 Hansel unter ständig wechselnden Namen schreiben. Wer die ernst nimmt ist selbst Schuld.
        Früher hatten wir 3 Mächte im Staat, Legislative, Judikative und Exekutive. Seit die Dummheit oberhand gewinnt ist die Primitive dazugekommen.

      • Onkel Hermann aus dem Grabe

        Lieber Lorenz, guter treuer Freund!
        Du hast den Kritikern auf OD eine „Aufklärung“ angedroht. Bitte nicht.
        Bitte keine neue Niermann-Affäre. Bitte keine neuen Schauprozesse,
        der 1. Generalanwalt kann uns nicht mehr helfen. Die Giftschlange Kartheuser hat
        keinen Krautgarten mehr. Der Ketzer Derwahl hat, wie in seinem neuen Buch
        zu lesen steht, seine Sammlung, für 25 Jahre unter Verschluss, dem
        Staatsarchiv anvertraut. Alles läuft weiter für uns.
        Deshalb, mein alter Geschäftsführer, den Ball tief halten. Schon hat
        sich Walher Janssen zurück gemeldet, wer weiß was der noch aus
        quatscht! Strenge Diskretion also, alles wie abgesprochen: Dries verwaltet
        meine pralle Kasse, wie damals mit Burger abgesprochen und bei den uns
        ans Herz gewachsenen Minderheiten ist unser Reiseonkel Lambertz unterwegs.

      • Bruno Kartheuser - Ein anderes Sprachverständnis

        @ besonders für den Geschäftsführer und seine Truppe. Aber auch für meine Freunde. Ich will doch verstanden werden.

        Über allem die SPRACHE. Meine Sprache ist anscheinend nicht deren Sprache. Ich will es verdeutlichen. Mein Beruf ist Philologe. Das umfasst die Sprache in allen Facetten, Verästelungen, Feinheiten, mit dem breiten Spektrum ihrer kommunikativen Potenz. Aber auch die Sprache in Verbindung mit Liebe und Leidenschaft, der Fähigkeit zur durchdringenden Analyse und zum Tiefenblick, als Medium, das manchmal („Inspiration“ sagt man dann) sich einem „zweiten Gesicht“ annähert. Leider zu viele unter meinen Hassern kennen nur die Polizei- und Kasernensprache, die Advokaten- und Bürokratensprache, die Repressionssprache, die Propaganda- und Verschleierungssprache, die technische Gebrauchsanweisung, das Digitalchinesisch. Und es gibt die ganz Besonderen, die die Sprache mit Hilfe des Justizknüppels regulieren wollen, „des illuminés“. So einer stiefelt wie ein Sherif mit anachronistischem Hut über den Platz, die Hand am Lauf der Knarre, und genießt es, wenn die Leute sich furchtsam in ihre Häuser verdrücken. „High noon!“ oder der ewige Rechthaber Old Shatterhand.
        Sprache ist Mitteilung und Syntax und Wortschatz und Fehlerlosigkeit, ohne Zweifel, aber das Wozu ist noch wichtiger: Rede, Belehrung, Unterhaltung, Aufklärung, Poesie, kurzum für die Brücke von Mensch zu Mensch. Sprache arbeitet mit Bildern und Farben und Gewürzen. Das sind Witz, Satire, Ironie, Sarkasmus, Spott, Humor, Gleichnis …

        Ein reiches Bedeutungsfeld tut sich auf im Umkreis des keltischen und lateinischen Begriffes „VATES“, Seher, Deuter, Dichter. Der Vates „sagt wahr“, er deutet, kündigt an, prophezeit. Oder weiblich: Kassandra am Hof von Troja deutete die Zukunft an, so wie sie sich anschließend tatsächlich ereignete, aber man glaubte ihr nicht. Ich stelle mir ganz unbescheiden vor, dass mein „Blick in den Sumpf“ (31. Mai, OD) in späteren Zeiten als Wegweiser und Route für eine wirkliche, lückenlose Aufdeckung der jetzigen „Kavaliersverbrechen“ (Finanzmanipulation, Verschleierung, Abwesenheit jeglicher demokratischer Kontrolle) benutzt werden wird. Wir bräuchten für eine heutige Klärung die Hilfe eines routinierten Steueroasenkenners und Finanzjongleurs wie J.Cl. Juncker, oder eine Hartnäckigkeit wie die der französischen Ermittler gegen Cahuzac, Sarkozy, Balkany … Und dann könnten endlich die richtigen Prozesse geführt werden.
        Kleine Klammer: Hat noch niemand in Ostbelgien sich Gedanken darüber gemacht, dass mit einem Mal nicht mehr die Lehrer in der vordersten Front der Autonomisten standen, sondern … Banker: OP, H. Mollers, A. Velz (Bruder), C. Scholzen … Noch ein Beobachtungselement, das meinen Deutungsrahmen festigt.
        Ich will nur sagen: Ich praktiziere die Sprache seit Anbeginn in ihrer ganzen Breite, und ich lasse sie mir nicht verbieten und unterdrücken. Dieser Anspruch gehört zu den elementaren Grundrechten jedes Bürgers in der Demokratie. Am Umgang mit der Sprache kann man den Grad der Demokratie erkennen.

          • karlh1berens

            Hat er doch klar gemacht : „Witz, Satire, Ironie, Sarkasmus, Spott,“ gehören zur Sprache. Das fand Erdogan auch nicht lustig, war sogar beleidigt, ist aber trotzdem mit seiner Klage gescheitert. Personen des öffentlichen Lebens sollten schon ein bischen was einstecken können.

          • Bruno Kartheuser - Mimose

            @ DGPA.
            Beleidigung ist ein weitgehend subjektive Einschätzung, ist kein objektiv messbarer Tatbestand. Beleidigt ist, wer beleidigt sein will. Du hast Dir einen Schnitt am Finger zugezogen, wie auch immer. Dann sagst du, ich verbinde das, das ist nicht schlimm. Oder du heulst das Telefon voll, rufst die Ambulanz und den Notarzt. Auf unseren Kasus übertragen: Der seit 1978 gerissen im Dunkeln Agierende sagt beschwichtigend und lachend: Alles Unsinn. Nur blühende Fantasie! – Oder er schreit Zeter und Mordio, von der Tarantel gestochen, und lässt seiner Gewaltbereitschaft freien Lauf. Er hat die Wahl. Ist er souverän oder zimperliche Mimose?
            Wie auch immer: Die Sonne bringt es an den Tag.

  25. Ostbelgische Presseschau

    Die Gegner von Bruno Kartheuser mögen toben, aber er gehört immer noch zu den meistgelesensten Autoren in Ostbelgien.
    Zu seiner Stellungnahme auf OD gab es mehr als 200 Kommentare an nur einem Tag. Sogar der Ministerpräsident persönlich widmete ihm ein Antwortschreiben…Zieht man den inzwischen weggeschalteten Schrott ab, waren es gewiss sehr kritische Stellungnahmen, darunter jedoch auch zahlreiche nachdenkliche, zumindest lesenswerte. Im Vergleich: Gestern im Grenz-Echo zur gesamten ostbelgischen Regierungskrise nur zwei Leserbriefe… Im angeblichen Unkrautgarten quellt noch ein Jungbrunnen. Der „alternde Intellektuelle“ kann noch Hand anlegen. Fazit: Unsere Gemeinschaft hat ein Presseproblem. Auch deshalb muss sie in Zukunft vom unheimlichen Zensor Lambertz verschont bleiben bevor er wieder vor den Türen der Redaktionen mit den Zähnen fletscht.

    • Adjektive mit Steigerungen im ostbelgischen Kontext: … zu den meistgelesenen Autoren. Wie viele Autoren halten wir denn da zur Zeit vor?
      Impakt auf OD? Das packen Dax und EdiG jede Woche. Keiner von beiden würde sich wohl als meistgelesener Autor bezeichnen.
      Presseproblem in Ostbelgien. Meines Wissens gibt es eine Tageszeitung, einen Blog und ein paar Werbeblätter.

  26. Numerus clausus

    Spätestens seit seinen Bemerkungen über Literatur und Journalismus in Ostbelgien
    hat der alles besser wissende „Der.“ bewiesen, dass er an sich nichts weiss, außer die Technik,
    vermutlich im Auftrag der Paasch-Lambertz-Koalition, heiße Luft zu verbreiten.
    Falls er sich jedoch tatsächlich bilden möchte, lese er die von Fachleuten verfasste
    Pressegeschichte (GEV) oder die bibliographischen Arbeiten von Werner Mießen.

    Es ist typisch für solche Blender, dass sie ihre Klappe stets am größten aufreißen.

    • Dann mal langsam mit den scheuen Pferden. Welche Presseprodukte erscheinen denn noch so im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts? Zur Kaiserzeit war das noch etwas vielfältiger; zwischen den Kriegen wurde dann aufgeräumt.

      Wenn wir dann bei den Literaten die Sachbücher weglassen, sind wir auch schnell rund. Setzen wir mal vorsichtig voraus, dass Freddy Derwall von seinen Autorenrechten leben konnte. Wen habe ich dann übersehen? Viktor Gielen?

  27. Echeance 2038!?

    Und noch eines, Herr Paasch und Herr Lambertz, und auch Frau Weyckmans!

    Die von ihnen Dreien mit heraufgeschraubten Schulden mit Verfalltag oben, also in 20 Jahren erst, die bremsen unsern Lebenslauf, den unserer Kinder, den unserer Enkel auch noch!?
    Und das nur weil ihr die Enden nicht zusammen bekamt. Einfach nur um zu glänzen gegenüber der Wählerschaft, welche ihr benötigt um im Sattel der Macht drauf zu bleiben!?
    So wie es aussieht, es wird ja noch immer draufgesattelt, immer mehr an Referenten eingestellt, dann wird niemals diese Fälligkeit eingehalten werden, geschweige dann die Summe!?
    Es wird euch nicht gross stören! Die Bürger werden es zu blechen haben.
    Davon werdet ihr schon nicht sprechen. Hauptsachen alles bleibt ruhig Drumherum!?

    • Ostbelgien Direkt

      Zur Erinnerung: Kommentare, in denen Namen (z.B. von Politikern) absichtlich falsch geschrieben werden, um die betreffende Person zu diskreditieren oder mit welchem Ziel auch immer, werden nicht freigeschaltet. Diejenigen, die dies tun, wissen, was gemeint ist. Es ist ehrlich gesagt auch kindisch. Gruß

      • bruno kartheuser zum "."

        So bitte ich also auch den hochwürdigen Herrn Punkt („.“), meinen langjährigen Berufskollegen, meinen Namen richtig zu schreiben: nicht ä sondern e. Wir sind eitel und legen Wert darauf. Es ist womöglich keine absichtliche Verschreibung eines Halb-Germanisten, sondern eher eine dem Alter geschuldete Nachlässigkeit, wie sie ja leider auch in seinen Aufsätzen durchscheint. Es heischt Bewunderung, dass er im sophistischen Argumentieren noch so fit und unverschlissen (indécrottable) ist.

        • Dann möchte ich Ihnen versichern, dass die Fehlschreibung Ihres Namens auf einem Irrtum beruhte. So sei hiermit in diesem Punkt Ihrer Eitelkeit Genugtuung widerfahren.
          Ob dieses Balsams wird es besagter Eitelkeit wohl keinen Abbruch tun, dass ich umgehend das Kartenhaus (zur Auflockerung des Textes unvermeidlich) Ihrer Vermutungen einreißen muss. Ich bin weder einer Ihrer heutigen oder ehemaligen Berufskollegen, noch Halb-, Viertel- oder Irgendwas-Germanist und brauche noch länger zur Rente hin als Sie die schon geniessen.
          Persönliches in sein Werk einzubringen ist rechtmässig, doch sollten Mutmaßungen und Fiktion als solches gekennzeichnet sein. Weder hält Vivant einen Orson Welles vor, noch ist OD die New York Daily News.

    • bruno kartheuser - autor

      Gerne, Herr Bestsellerliste, beantworte ich Ihre Frage. Von mir gibt es 71 Hefte der Literaturzeitschrift ‚Krautgarten‘, des einzigen überpersönlichen literarischen Mediums über 35 Jahre (1982-2017). Ich habe nie für mich allein Literatur betrieben. Das gilt für die Zeitschrift, die Bücher, die Lesungen, die Außenprogramme Österreich, Berlin, Schweiz und RLP. Das Paket (ca. 60 schöne Hefte) kann man für 100 euro erwerben. Es ist wegen des „Journals“ auch ein Stück kulturelle und politische Zeitgeschichte von 1982 bis heute.
      Dann gibt es meine und UNSERE Poesiebücher: Schaus, Gillessen, Vincke, Schäfer, Stolze, Izoard … Eine dankbare Sparte, da es keinen Poesie-Herausgeber in Ostbelgien gibt. Nur der GEV hat einmal einen schüchternen Gedichtband des Sohnes von Küchenberg veröffentlicht!
      Hinzu kommen meine Geschichtsbücher (5 Bände) über ein Kriegsverbrechen in Tulle (Corrèze, F), bei dem ein St. Vither eine zentrale Rolle gespielt hat. Das war für mich ein stellvertretender Bericht für die über 8000 ostbelgischer Nazi-Rekruten, die sich ihre „Einsatzorte“ in Ost und West nicht ausgesuchen konnten. Diesen Freitag fahre ich wie seit 1997 nach Tulle (900 km) zum Gedenken am 9. Juni. Auch mein Bericht über Stavelot im Dezember 1944 ist eine Hommage an das vergessene Verbrechen in der Nähe (kaum 20 km!).
      Ich wollte meine Heimat Ostbelgien mit allen Facetten einbringen in die literarische, poetische und historische Produktion einer zwar kleinen, aber deshalb nicht gering zu schätzenden Kultur-„Identität“, die unbeholfen und verunsichert – mit miesen „Führern“ – ihre Gestaltung sucht. Es beleidigt mich, dass bei dieser „Identitäts“-suche die alten und neuen Nazis, die Reaktionäre und die faschistischen Priester und Pseudo-Adligen oder sonstigen Gesinnungsführer darauf bestehen mitzumischen. Und kopulationshaft neben ihnen diese anderen Kreaturen, die sich als Sozialisten bezeichnen. FAKE. Nein! Sie haben 1945 definitiv verloren. (Sorry, Herr Punkt).
      Meine Bücher enthalten sowohl persönliche Substanz als auch notarielle Festschreibung zur Deutung des Zeitgeschehens. Das ist ein Dienst an der Bevölkerung, an der Heimat (ja, ich weiß), dazu stehe ich. Ich habe seit Jahrzehnten stur daran festgehalten, hier zu bleiben, trotz Niermann-Paasch-Lambertz und den übrigen Verschmutzern.
      All das müssen wir uns jetzt zu Gemüte führen. Morgen bin ich nicht mehr da.
      Ich weiß auch, dass man all das nach meinem Weggang großzügig anerkennen wird. Et je m’en fous.
      Morgen dürfen wir uns auch wieder auf eine solch herrliche Sonne freuen. Lasst es uns gemeinsam genießen.

      • el verde

        „…da es keinen Poesie-Herausgeber in Ostbelgien gibt“
        Da muss ich Ihnen leider widersprechen:

        Gedichtsband Eupen 1976:“Es ist einmal“
        “ 1980: „Wo wir uns trafen“
        Die Autoren bzw. Dichter waren: W. Barth, P. Gerkens, E. Gries, G. Havenith, G. Hick, L. Müllender, U. Timmermann.
        Gedichte Eupen 1979: „Sa-tierchen von Gerd Havenith.
        Gedichte Eupen 1989: „Unsichtbar sein“ ebenfalls von G.Havenith.

  28. Norbert Schleck

    „Unglaublich, wie er dann noch die angeblich „letzten vergoldeten (wörtlich!) Pensionstage“ von Lorenz Paasch mit dem hier verknüpft: „Wie vor ihm bereits Tausende Eifeler und Eupener in der Abwehruniform: Coups landen mit der Tarnkappe und sich nicht erwischen lassen.“
    Da soll er sich doch bitte mal näher erklären! »

    Das hat er bis jetzt nicht getan. Wesentlich rascher reagiert er, wenn es gilt, sein literarisches Licht auf den Scheffel zu stellen:

    „Hinzu kommen meine Geschichtsbücher (5 Bände) über ein Kriegsverbrechen in Tulle (Corrèze, F), bei dem ein St. Vither eine zentrale Rolle gespielt hat. Das war für mich ein stellvertretender Bericht für die über 8000 ostbelgischer Nazi-Rekruten, die sich ihre „Einsatzorte“ in Ost und West nicht ausgesuchen konnten.“

    „Nazi-Rekruten“? So? Spricht da der objektive Historiker oder der Polemiker?

    „stellvertretend“? Inwiefern? Wie viele Zwangseingezogene aus den damaligen Kantonen Eupen und Malmedy hatten einen vergleichbaren Werdegang über Abwehr und SD zu Beteiligung an der Hinrichtung von Zivilisten?

    „Einsatzorte“ zwischen Anführungszeichen? Warum? Im Zusammenhang mit der Rolle des SD-Mitgliedes Schmald erhält dieser Begriff eine besondere Bedeutung: Die „Einsatzgruppen der SiPo und des SD“ waren Sondereinheiten, die im Osten hinter der Front, eben an ihren „Einsatzorten“ systematisch mit äußerster Brutalität „aufräumten“. Was soll da suggeriert werden?

    Ich bitte nochmals um Aufklärung.

    • Jockel F.

      https://ostbelgiendirekt.be/bruno-kartheuser-empoert-202160

      Da war doch was.

      Ich persönlich bin selbst nach Jahrzehnten der Beschäftigung mit den Geschehnissen in Tulle und Oradour (oder auch Baugnez) nicht zu einem Schluss gekommen. Zu verwirrend und zweideutig war die Vorgehensweise der französischen Justiz, die Urteile, deren Nichtvollstreckung oder Umwandlung. Immer wieder bleibt die Frage: Was denn nun? Und wieso blieb zum Beispiel Peiper nach seinem Prozess unbehelligt, bis er dann schlussendlich doch aber eben nicht von der Justiz (hin)gerichtet wurde?
      Wenn, und davon bin ich überzeugt, ein Opfer von Gewalt genau eines zuviel ist, dann gehört auch jeder wirkliche Täter zur Rechenschaft gezogen. Ist das geschehen?

      Den inflationären Gebrauch des Wortes Nazi in politischen Diskussionen halte ich übrigens für sehr bedenklich. Sie dazu auch das von mir immer wieder gepostete Klonovsky-Zitat.

  29. bruno kartheuser - unsere vergangenheit

    ich trage diese beschäftigung mit mir in der sukzession kalavryta (griech. peloponnes), oradour, stave- lot. es war immer das gleiche handlungsmuster. mehrere autoren haben geschrieben: tulle und oradour, das hat es hunderte male im nazi-machtbereich gegeben, im osten und am mittelmeer. die morde von oradour sind vom französischen staat (de gaulle) als das verbrechen „par excellence“ (verzeihung) aufgearbeitet worden. tulle ist im schatten geblieben, weil hier eine starke kommunistische präsenz im widerstand beteiligt war. in meiner biografie „caulet“ habe ich sozusagen das musterbeispiel eines französischen widerständlers portraitiert.
    MEIN CREDO – in konfrontation mit den dümmlichen thesen der regierunhistoriker („übersteigerter nationalismus“ statt nationalsozialistisch bei lejeune, und jetzt der neue bandwurm „situativer opportunismus“ (!) bei den neu-luxemburgern fickers-brüls, der es erlaubt, alle verbrechen zu relativieren) – enthält diese kernsätze:
    – jeder erwachsene ostbelgier (so wie jeder mensch) hat ein gewissen und damit eine verantwortung.
    – die taten zählen, nicht der advokatenbericht.
    – es ist nicht statthaft und angemessen, vor gericht mit den mildernden umständen zu beginnen und ein urteil zu sprechen, ohne dass die fakten untersucht werden.
    es ist tatsache, dass bei keinem der aus dem krieg heimkehrenden soldaten untersucht worden ist: wo warst du – woran hast du mitgewirkt?
    wer ein bedrückendes gewissen hatte, ging in den beichtstuhl oder weinte sich bei der ehefrau aus.
    in jedem fall ist es unsachlich, den belgischen Staat zu beschuldigen, er habe die verbrechen hart geahndet.
    das gesellschaftliche und politische deutschland hat seine nachforschung und aufdeckung überwiegend korrekt betrieben, nicht aber die belgischen ostkantone. dieses versäumnis ist natürlich nicht folgenlos.
    die krönung des schrägen umgangs mit der geschichte liegt darin, dass der jeweilige eupener ministerpräsident sich die geschichte als höchstwichtige chefsache unter den nagel reißt. und die gegängelten rumpfhistoriker lassen sich das gefallen, weil man ihnen eine gutdotierte klitsche bereitstellt. !
    und was die höhere ebene der befehlshierarchie betrifft: nein, herr jockel, die wirklichen täter – außer diejenigen des nürnburger prozesses – sind nicht gerichtet worden.

    • Zu dem Kriegsverbrechen in Oradour muss man auch die Hintergründe nennen. Diese entschuldigen zwar nichts, sind aber Teil der Wahrheit. Die SS-Division „das Reich“ lag nach schweren Kämpfen an der Ostfront zur Auffrischung in Frankreich als die Landung in der Normandie stattfand. Sie wurde sofort in Gefechtsbereitschaft versetzt und gegen die Alliierten Verbände in der Normandie in Marsch gesetzt. Während des Marsches begann nun die Französische Resistance diese Verbände anzugreifen. Militärisch völlig sinnlos, aber mit schrecklichen Folgen. SS-Verbände mit Ostfronterfahrung als Partisanen anzugreifen musste in einer humanitären Katastrophe enden. Diese SS-Leute waren keine drittklassigen Wehrmachtstruppen die sonst in Frankreich die Besatzungsarmee stellten, das hätte die Resistance wissen müssen. Aufklärung betreiben und die Alliierten über den Standort der Division unterrichten wäre militärisch viel effektiver gewesen und hätte das Verbrechen wohl verhindert. Einen angeschossenen Löwen noch mit dem Messer piksen, das ist vielleicht heldenhaft, aber noch mehr leichtsinnig und gefährlich….

      • kriegsbeobachter - frankreichs vergangenheit

        sie sprechen hier etwas an, was die franzosen nicht gerne hören wollen: die resistance hat ihren namen doch nicht verdient. wäre die resistance eine anhäufung von partisanen gewesen wie in jugoslawien oder in der ukraine, dann hätte die wehrmacht nicht jahrelang leben können wie gott in frankreich. dass jeder franzose einen onkel in der resistance hatte, wie oft während der de-gaulle-epoche in der grande nation behauptet wurde, ist ein märchen. erst als die alliierten im juni’44 landeten, wurden die franzosen mehrheitlich aus opportunismus zu widerständlern.

      • Bruno Kartheuser - Frankreich

        @dax und kriegsbeobachter. Ihr doppelter Beitrag ist zynisch und nazi-arrogant. Auch die französische Résistance hat eine längere Vorgeschichte, die nicht den nazideutschen Parametern entsprach. Sie werden einsehen, dass die französische Résistance (in Wirklichkeit zwei Gruppen, zwei Strategien und Taktiken, AS und FTP) ihre eigene Logik hatte, die nicht von den Nazis genehmigt werden musste, wie Sie es sich vorstellen. Haben Sie jemals ein französisches Dokument gelesen? Natürlich nein. die Résistance hatte ein Ziel, das sie auch verwirklicht hat. Die Nazis haben sich daran die Zähne ausgebissen. Ende August 1944 war der französische Südwesten befreit, 8 Monate vor dem Kriegsende! Ihre Darstellung des Sommers 1944 ist naiv und dumm-parteiisch. Die französische Republik hat sich seit dem Sommer 1944 neu aufgebaut, bereits vor dem Kriegsende. Aus der Résistance ist die neu begründete Republik hervorgegangen. Da ist eine Kraft, die über die rein militärischen Siege hinausging. Der Dax-Zyniker spielt die Karte der letzten Nachhut der französischen Nazitruppen, die bereits das Spiel verloren haben. Wer sich ein authentisches Bild vom französischen Widerstand und zugleich vom Wiederaufbau der französischen Republik machen will, lese meinen „Caulet“.

  30. @Bruno Kartheuser

    Die von OP monierten „Anschuldigungen des BK“ zielten auf eine Einflussnahme LPs bei der Postenverteilung nach den letzten Wahlen. Gemäss Ihrer Darstellung beruhe diese Einflussnahme auf Absprachen zwischen LP und KHL im Kontext bzw. im Nachgang der Niermann-Affäre.
    In einem weiteren Beitrag sprachen Sie eine „deutschnationale Einstellung“ einiger PdB-Gründer an.

    Das Ursprungsthema verwaiste, da Sie sich nunmehr (in den letzten beiden Beiträgen) mit einigen Massakern des 2. WK befassen.

    Sie lassen den Konflikt zwischen Ihnen und einigen anderen Historikern jüngeren Semesters wieder aufleben. Ob die Kommentierung Ihrer Werke von diesen sachlich bzw. fair war, möchte ich weder anzweifeln noch befürworten. Sie haben mein Verständnis, dass Ihnen da noch etwas auf dem Magen liegt, doch es erschließt sich mir der Zusammenhang mit dem Ausgangsthema so nicht. Es sei denn, Sie möchten einen grossen Kreis ziehen, der eines Spin-Doktors würdig wäre.

    Nunmehr sind wir bei Massakern angelangt, die im 2. WK stattfanden und bei denen im einen Falle, die Beteiligung eines Ostbelgiers dokumentiert ist. Diesen Massakern haben Sie ausgiebige Recherchen gewidmet und diese zu Papier gebracht. Da ich weder Ihre diesbezüglichen Werke noch die Repliken bzw. Verrisse der Anderen gelesen habe, übe ich Zurückhaltung diese zu kommentieren.

    Diskutierbar erscheinen mir jedoch einige der hier aufgestellten Thesen:
    1) Der Vorwurf des „übersteigertem Nationalismus statt Nationalsozialismus“ Lässt sich nicht auf die eine von Ihnen visierte Person beschränken.
    2) Gleiches gilt für den „situativen Opportunismus, der es erlaubt, alle Verbrechen zu relativieren“ in erster Linie an andere Adresse.
    3) Nach einem (etwas verunglückten Diskurs) zum Thema Rechtsfindung und Advokaten, bemängeln Sie, dass nicht jeder heimkehrende Soldat einer Befragung respektive Untersuchung zu seinem Handeln im Kriege unterworfen wurde.
    4) Der Vorwurf an den jeweiligen Eupener Ministerpräsidenten über diese Sachverhalte ein Mäntelchen zu legen.

    Nun möchte ich vorausschicken, dass der Begriff des Kriegsverbrechens ein recht moderner ist. Weder die Haager Landkriegsordnung, noch die Genfer, noch die Zusatzprotokolle haben ein einziges Kriegsverbrechen verhindert. Nicht zu vergessen bleibt, dass Kriegsverbrechen von Kriegsverlierern begangen wurden (wenn es um eine Verurteilung geht); die Zuschreibung von Kriegsverbrechen an beispielhaft und in keiner Weise werten an die USA verpufft wirkungslos.
    Den angewandten Kriegshandlungen ist die Aufhebung aller Rechtsmassstäbe inhärent.
    Das Rechtsempfinden hat sich in der Geschichte entwickelt und noch heute gibt es geographisch-kulturell gewichtige Unterschiede.
    Karl der Grosse, eine Reihe von Heiliggesprochenen und viele andere grosse historische Personen würden heute vom UN-Tribunal umgehend verurteilt.
    Sei auch noch vorangestellt, dass ich Massenvernichtungen (beispielhaft Juden, Zigeuner, Behinderte, …) verurteile und ich diese in keinster Weise unter dem Vorwand des Kriegszustandes rechtfertige. Auch betrachte ich die von Ihnen angesprochenen Massaker als Demonstration der Niederungen der Menschheit, die im Kollektiv keine Grenzen nach unten finden.

    Zurück zu Ihren Thesen:
    1) Beabsichtigen Sie mit dieser Bewertung („übersteigerter Nationalismus statt …“) – im Kontext der angesprochenen Massaker – Verbindungen herzustellen?
    2) Betrachten Sie sich (und ihr „Credo“) als moralische Richtschnur für die Bewertung aller Taten (Sie Schränken das ja letztendlich nicht ein)? Jeglichen Ansatz der Nuancierung verurteilen Sie als Relativierung; Vorsicht: Ihre These geht weit über die von Ihnen angesprochenen Massaker hinaus.
    3) Schwebt Ihnen eine „peinliche“ Befragung vor? Reicht Ihnen die Befragung der Heimkehrenden? Haben die Toten für Sie schon ausreichend gesühnt? Schränken Sie dies auf die kriegsverlierenden Soldaten ein? Schliessen Sie Widerständler von solchen Befragungen aus? Wo ist Ihre Motivation, den Mangel solcher Untersuchungen für den ostbelgischen Fall einzufordern?
    4) Bis hierhin zählen wir vier Ministerpräsidenten. Nur einer war bei Kriegsende 9 Jahre alt; dementsprechend beschuldigen Sie keinen der Teilnahme an Kriegsverbrechen. Der „jeweilige“ suggeriert jedoch, dass sie allen eine Beteiligung an der Vertuschung, moderater Nichtaufklärung, von Kriegsverbrechen zuschreiben.

    Nach diesen etwas längeren (habe den Warnhinweis am Anfang vergessen) Gedankengängen, möchte ich nun doch versuchen, die Sache auf besagten Punkt zu bringen:
    – Sie betrachten sich in der Bewertung Ihrer historischen Werke und seiner Schlussfolgerungen ungerecht (bis hin zur Unwahrhaftigkeit) behandelt. Dies kann ich menschlich nachvollziehen. Dies könnte man jedoch als Disput unter Historikern ausleben; ob es dabei Verunglimpfungen (beide Seiten) oder Diskreditierungen (Ihre Seite) bedarf bleibe dahin gestellt.
    – Sie betrachten Ihre Beschreibungen und Interpretationen zur „Niermann-Affäre“ als unzureichend rezeptioniert. Es ist nicht auszuschließen aber nicht zwingend, dass man diese heute in einem anderen Lichte betrachten könnte, es sei denn Sie können neue Elemente vorbringen (ich für meinen Teil konnte diese aber noch nicht entdecken).
    – Das bis hierhin Vorgebrachte ist suggestiver Natur, erstellt dramatisierende Verbindungen, stellt schon lange verschiedene Kriegsteilnehmer unter Generalverdacht. Sie bewegen sich von Ihrer (einer von mir aus rechtmäßigen) moralischen Sicht zu einer Verurteilung unserer „Führungseliten“ der letzten 30 Jahre. Meiner Meinung nach bedienen Sie dabei bewusst, den menschlichen Hunger nach Verschwörungstheorien zur Erklärung der Welt (früher reichten da Mystik und Religion).
    – Dies in den Kontext von heutigen politischen Entscheidungen – ob nun gemocht, angemessen, statthaft oder nicht – zu stellen, veranlasst mich die Motive zu hinterfragen. Wenn Sie Ihrem eigenen moralischen Anspruch gerecht werden wollen, könnten Sie dies auch tun und gegebenenfalls für mehr Abgrenzung zwischen den von Ihnen angesprochenen Themen Sorge tragen.

  31. Norbert Schleck

    Nun, leider muss man feststellen, dass Herr Kartheuser statt ganz konkreter Antworten auf ganz konkrete Fragen wieder nur einen Wortschwall liefert. Auf Französisch nennt man das „noyer le poisson.“

    Es würde daher auch keinen Sinn haben, ihn zu anderen Punkten zu befragen, etwa dazu, wessen unser damaliger, sehr geschätzter Direktor an der BS, Joseph Pankert, sich denn nun schuldig gemacht hat („…des nicht unschuldigen Direktors…“).

    Das gilt wohl auch für die folgende Aussage: „das gesellschaftliche und politische deutschland hat seine nachforschung und aufdeckung überwiegend korrekt betrieben, nicht aber die belgischen ostkantone.“

    Weiß Herr Kartheuser nicht, dass in Deutschland z.B. kein einziger Richter für die von ihm verhängten Todesurteile zur Rechenschaft gezogen wurde? Der Name Filbinger ist ihm doch sicher ein Begriff.

    https://www.bundesgerichtshof.de/DE/DasGericht/Praesidenten/Hirsch/HirschReden/rede29092004.html?nn=11287202
    oder: https://www.spiegel.de/einestages/nachkriegsskandal-a-948742.html
    auch: https://zeitgeschichte-online.de/thema/der-dolch-unter-der-richterrobe-0

    „Mit Paragraph 116 des Deutschen Richtergesetzes (DRiG) vom 8. September 1961 wurde den Richtern, die während des Krieges in der Strafrechtspflege mitgewirkt hatten, die Möglichkeit eines freiwilligen vorzeitigen Eintritts in den Ruhestand unter Belassung ihrer Versorgungsbezüge gegeben.“

    So sah die „korrekte“ Aufarbeitung damals in Deutschland aus. Als Historiker weiß Herr Kartheuser das natürlich auch, als Polemiker in einem ostbelgischen „Historikerstreit“ ignoriert er es aber lieber.

  32. Jockel F.

    Ich frage mich mehr und mehr, worum es Ihnen, Herr Kartheuser, eigentlich geht. Wieso beispielsweise die intensivste Beschäftigung mit der Person Schmald und das mantraartige Wiederholen seiner Herkunft? Um zu beweisen, dass auch die beschauliche belgische Eifel Täter, Gewissenlose, ja Nazis hervorbrachte? Dazu hätte es nicht der Beschäftigung mit derlei Personalie bedurft. Denn, um noch einmal Klonovsky zu bemühen, auch am demokratischen Verhalten erkennt man, wer zum Nazi getaugt hätte. Nun kann man Ihnen nicht vorwerfen, einen Blick in die Gegenwart zu unterlassen. Nur ist der rote (braune?) Faden, den Sie dabei von den Refraktären über Niermann bis hin zu Paasch junior spinnen das sujektive psychologische Ergebnis einer historischen Untersuchung. Und das ist m.E. das Problem: Mir deucht, dass es Ihnen in dieser Angelegenheit darum geht, Ihre These der Kontinuität auf Biegen und Brechen zu bestätigen. Dabei verlassen Sie zwischen den Zeilen das Feld des Historischen, da sich dort der Beweis nicht finden lässt. Ich meine, dass Sie vor allem den klar belegbaren „ostbelgischen“ Opportunismus zu sehr außen vor lassen.
    Ihre antifaschistische Haltung, die ich selbstverständlich teile, in Ehren. Jedoch scheint es derzeit, als hätten Sie sich da in etwas verrannt.

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