Politik

„Lambertz und die Paaschs“: Für Bruno Kartheuser ist „Papa Lorenz“ der Strippenzieher im Hintergrund

Vater Lorenz Paasch. Foto: OD
Der Autor und Historiker Bruno Kartheuser hat in einem Beitrag fürs Forum von „Ostbelgien Direkt“ schwere Vorwürfe an Oliver Paasch (ProDG), dessen Vater Lorenz Paasch (PDB-Mitgründer) und an Karl-Heinz Lambertz (SP) gerichtet. Laut Kartheuser gibt es seit Jahren einen „Kopulationspakt“ zwischen Lorenz Paasch und Lambertz. Oliver Paasch habe sich nach den Wahlen von 2014 dem „Diktat von Papa Lorenz“ unterworfen, so der Literat aus Neundorf.

Bruno Kartheuser hasst anonyme Kommentare, deshalb hat er nach eigenen Angaben „Ostbelgien Direkt“ seit dessen Gründung vor fast sieben Jahren immer eifrig gelesen, aber bisher nie genutzt, um seine Meinung zum Ausdruck zu bringen. Nach der PDG-Wahl vom 26. Mai 2019 macht der verantwortliche Herausgeber der Literaturzeitschrift „Krautgarten“ eine Ausnahme.

Unter dem Titel „Lambertz und die Paaschs“ berichtet Kartheuser, dass Lorenz Paasch, Vater von Ministerpräsident Oliver Paasch, noch immer seine schützende Hände über Karl-Heinz Lambertz (SP) hält. Auch jetzt sei Sohn Oliver wieder gezwungen worden, sich an das „Diktat von Papa Lorenz“ zu halten.

Kartheuser schreibt „Ostbelgien Direkt“ zu dem Thema „Lambertz und die Paaschs“ wörtlich Folgendes:

„Vorab: ich benutze dieses Forum zum ersten Mal. Ich verabscheue die anonyme Stellungnahme.

Mein Thema: BLICK IN DEN SUMPF: Lambertz und die Paaschs.

Bruno Kartheuser. Foto: Gerd Comouth

Bereits bei der letzten Wahl 2014 waren der altgewordene Lambertz und die SP für den Rauswurf fällig. Nur der alte Paasch, also Lorenz, hat mit einem Diktat seinem Sohn Oliver die Fortsetzung der PS-Allianz aufgezwungen. Lambertz war um 1980 (Niermann) der politische Lebens- und Ehrenretter von Lorenz in der DG gewesen (siehe den Reinwaschungsbericht des RdG, redigiert von dem Lambertz-Subjekt Timmermann unter dem Diktat des Schoppener Juristen). Seiner Partei – damals 8 bis 12 Prozent – stehen drei goldene Jahrzehnte bevor. Ab da läuft der Kopulationspakt zwischen Karlheinz und Lorenz. Immer, wenn einer der beiden in Gefahr ist, springt der andere hilfreich bei und rettet ihn. Beweis: die Mehrheitsbildung von 2014. In die Haftung des Schwures wird auch der krankhaft ehrgeizige Paasch-Sohn eingebunden.

Karlheinz darf in den Senat und nutzt dies als Lohnzahlstelle, um seine Euro-Minderheiten-Hobbys (exakt die Domäne des alten Niermann) zu pflegen und zu fördern. Aber es geht um Wichtigeres als nur die Natio-Folklore. Mein Gefühl sagt mir, dass dieser Nexus erklärt, dass auch weiterhin gewaschene Niermann-Millionen nach Ostbelgien geflossen sind, die dem Nachwuchs-Oliver eine Erfolgskrone aufsetzen (z.B. die gigantischen Bauprogramme).

Was tut Lorenz in der Zeit? Öffentlich sozusagen nichts. Außer: Vom Himmel gefallener Präsident des für ihn neuerfundenen „Medienrates“. Wieder Kulturschöffe in St. Vith. Bauplaner und -vorarbeiter des Triangel. Mit Dries Kabinettsberater und Präzeptor (bzw. Spieß) beim noch jungen Oliver. ppp-Planer Schulen 1 und Schulen 2 beim Schulminister Oliver. Vernetzer der Schulmediotheken. Installierung von Kaleido für den sozialen Fürsorgekomplex. Und IMMER ist Lorenz Präsident in den neuen Clubs – fast so, als wäre er der Geldgarant und liefe nichts ohne sein Geldköfferchen. De facto steht Lorenz über der Regierung.

2014 ist Karlheinz ein erstes Mal in höchster Gefahr, als Wahlverlierer rauszufliegen. Zunächst hat es den Anschein, als sehe Oliver das auch so, dann kommt aber rechtzeitig über Nacht das Diktat von Papa Lorenz: ‚Karlheinz MUSS bleiben. Ich brauche ihn noch. Es muss doch einer die Geldsäcke von Europa nach Eupen bzw. zu ProDG tragen!’ Und Karlheinz bleibt. Die Christen (7 Sitze) staunen und haben bis heute den Mechanismus nicht begriffen (mit einer präziseren Landschaftsanalyse hätten sie eine bessere Strategie und könnten auch mal gewinnen).

V.l.n.r.: Lorenz Paasch (links) und Oliver Paasch (2.v.r.) im Februar 2014 bei einer Pressekonferenz im St. Vither Triangel. Foto: OD

2019. Der letzte Akt ist angebrochen. Karlheinz, der jetzt wieder einmal, nach seinem zweiten Treppensturz, gerettet werden musste, verspricht kleinmütig: ‚Bitte, nur noch ein letztes Mal. Ich kann mich nicht trennen. 2024 gehe ich, versprochen! Bitte!“ Oliver akzeptiert (zähneknirschend? aber: pacta sunt servanda!), und auch die PFF-Verlierer sind einverstanden, sind sie doch selber Gerettete. Mit dieser Legislatur läuft der Lorenz-Karlheinz-Pakt aus. Beide haben ihre Schuldigkeit an wechselseitiger Nibelungentreue gehalten. Dann wird das Feld endlich frei werden für neue Leute, neue Kräfte, sogar demokratische, und auch die CSP wird wieder beim Weichenstellen tonangebend dabei sein. Der dann endlich gestrandete Blender Oliver geht zurück in irgendeine hochdotierte Bankenaufsicht. Der Pate Lorenz mit seinem ungebrochenen Primadonna-Selbstwertgefühl („Huch! meine Ehre!“) erlebt letzte vergoldete (wörtlich!) Pensionstage, ohne jemals für seine Burger-Allianz und seine undemokratischen und unmoralischen Geldkumpaneien Rechenschaft abzulegen. Clever! Wie vor ihm bereits Tausende Eifeler und Eupener in der Abwehruniform: Coups landen mit der Tarnkappe und sich nicht erwischen lassen.

Meine Einschätzung: Die Autonomie war und bleibt eine zu große Herausforderung. Wir haben zu viele Canaillen unter uns. Mit den Menschen unserer Gegend erlebe ich immer wieder die mich begeisternde Kombination von Intellekt und Ehrlichkeit. Leider hat sie keine Heimstatt im protzenden Autonomie-Eupen.“

87 Antworten auf “„Lambertz und die Paaschs“: Für Bruno Kartheuser ist „Papa Lorenz“ der Strippenzieher im Hintergrund”

  1. Truman Capote

    Eine wahrlich herrliche Aneinanderreihung sinnbefreiter Wort die uns BK hier präsentiert. Ein Denkmal auf dem Friedhof der gekränkten Eitelkeiten auf dessen Sockel praktisch als Karrikatur seiner selbst der Truman Capote vom Schlommefurth thront.

  2. Intipuca

    Mir ist auch aufgefallen wie Lambertz aus der Schusslinie vom Grenz-Echo und von Paasch selbst genommen wird. Christian Schmitz vom G-E (31/05/19) stellt überhaupt keine Fragen zu dem eigentlichen Problem „Lambertz“, für einen Journalisten ein klares no go! Auch habe ich nicht verstanden, warum der Gedanke, die PS mit Ecolo auszutauschen, garnicht angedacht wurde.

  3. Max la menace

    Kartheuser ist immer für eine Überraschung gut, auf die man im GE stets warten muss.
    Jetzt könnte auch verständlich werden, weshalb Paasch jun. das Risiko einer solchen Volks-Verdummung
    in Kauf nahm und Lambertz, trotz 2157 verlorener Stimmen, in das höchste Amt
    Ostbelgiens hievte, Lambertz mit EU-Spesen zu den Sorben und Siebenbürgen reiste,
    und die beiden „die schwarze Null“ ankündigen. Es fehlt nicht an Geld, sondern an Moral.

    • nobodys darling

      Sagt ein Mastschwein zum anderen: „Du, ich glaube, der Bauer füttert uns nur so gut, um uns nachher zu schlachten.“ Sagt das andere: „Ach du mit deinen ständigen Verschwörungstheorien!“

  4. Jockel F.

    Sehr geehrter Herr Kartheuser,
    ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Sie Anonymität nicht mögen. Dass aber sehr viele sie zur Stellungnahme nutzen, wirft auch ein eindeutiges Licht darauf, wie es um das freie Wort in der DG bestellt ist.
    Leider hat Ihre Kritik an Lorenz Paasch auch nach all den Jahren immer noch ein G’schmäckle. Sie wissen am besten, warum.
    Sei’s drum. Die Reaktionen auf Ihren Aufsatz werden mindestens Unterhaltungswert haben.
    MfG.

  5. Ich denke mal dass die SP mit 4 Sitzen sich von der ProDG mit 6 Sitzen nicht unbedingt die Personalien vorschreiben lässt, wer welchen Posten bekleidet kann jede Partei sicherlich noch selbst bestimmen, oder?
    Ebenso bei der PFF, die wohl selbst entschieden hat den Senatorenposten zu splitten. Hier hat wohl die PFF Vorsitzende ihr ganzes Gewicht als Kammerabgeordnete in den Ring geworfen.

  6. Walther Janssen

    Als früherer Vorsitzender des Kuraoriums der Hermann Niermann-Stiftung möchte ich mich in dieser Diskussion zu Wort melden, da die Stiftung ja auch hier wieder häufig genannt wird (ich spreche nicht für die Stiftung, sondern als früherer Akteur). Aber lieber Bruno (ich darf hoffentlich Bruno sagen, weil ich Dir vor nahezu 30 Jahren durchaus als Literat und Schriftsteller mit Achtung begegnet bin), was in dem Beitrag so alles steht darf nicht unkommentiert bleiben. Ich bin eigentlich schockiert über einige eher abstrusen Feststellungen. Ich weiß nicht ob Herr Cremer mir die Möglichkeit bietet, in einem längeren Beitrag darauf einzugehen, denn ich kann das nicht in einem Kommentar oder in einem 200 Buchstaben Tweet verfassen. Nebenbei gesagt ich habe keinen Kontakt zur politischen Szene ich spreche nur für mich.
    Ansonsten meine ich sollte Ostbelgien Direkt die Anonymität aufgeben und Vorreiter sein, ansonsten meine ich manchmal, ich sei im PEGIDA Land aufgewacht.

    • Pensionierter Bauer

      Ich bin davon überzeugt, dass es nach all den Jahren mal gut wäre, wenn Sie Herr Janssen, die Sache mal aus Ihrer Sicht erklären würden.
      Denn in der durch Bruno Karthäuser und Freddy Derwahl sehr aufgewühlten Situation von damals, blieb meines Erachtens nach, doch sehr viel auf der Strecke. Obwohl ich nie PDB Wähler war, war und bin ich mir bewusst, welche Leistung die PDB für die Ostbelgische Autonomie erbracht hat. Typen wie K.Ortmann, W.Schyns, A.Gehlen u.A. wollten uns doch schutzlos den französisch Sprachigen in Belgien überlassen. Trotzdem fühlten sich die von mir genannten dann pudelwohl , als sie sich als Kapitän im Sessel des Schiffes, dessen Bau sie eigentlich verhindern wollten, bequem machen konnten.
      War nicht auch sogar der Bruno K. mal ein PDBist?

  7. Das nervt..

    So abwegig ist die Vermutung nicht .. da soll einer mir mal erklären wie das zusammen passt dass Joseph Dries gleichzeitig Kabinetts Chef bei Paasch Junior war und Kurator bei der Hermann Niermann Stiftung??
    Quelle : cumuleo.be

    Ich kann nur eins sagen, das was die Herren damals in den ’80 Jahren auf der BS St.Vith an politische Beeinflussung gegenüber der Schüler ausgeübt haben, würde heute sofort zu einer Suspendierung führen. Und das zu Recht !!

    • Pensionierter Bauer

      Sind Sie sich da sicher, dass das heute zu einer Suspendierung führen würde?
      Ich habe da doch dieser Tage hören oder lesen müssen, dass da in St.Vith eine heutige ECOLO Lehrerin (früher war sie meines Wissens nach PDBisten) die Schüler bei der Anstiftung zu einer Irrsinnigen Klimademo unterstützt hat.

  8. Aus dem Manderfelder Land

    Wichtig für Ostbelgien ist allein die Tatsache, dass Bruno Kartheuser, nach dem Rausekeln von „Herrn“ Weykmans, wieder an die Öffentlichkeit tritt. Dass er es mit offenem Visier in „Ostbelgien direkt“ tut, ist ein Gewinn für die gebeutelte Presse- und Meinungsfreiheit in der kleinen Gemeinschaft., wo der Chefredakteur des mit Staatsgeldern geförderten Monopolblattes seit Monaten die Mehrheit protegiert und der BRF ängstlich zaudert. Wer, außer Gerard Cremer, garantiert uns diese Freiheit?
    Gewiss wird sich beim Krautgarten-Herausgeber mancher Leser Fragen stellen oder mit ihm nicht einverstanden sein, aber darauf kommt es nicht an. Was zählt ist demokratische Offenheit, die unsere Autonomie belebt. Gerade diese wird von einer kümmerlichen Koalition schwer verletzt, die uns nach innen mit Zorn erfüllt und nach außen lächerlich macht.

  9. Bitte melden

    Dass sich, nach Bruno Kartheuser, nunmehr auch Walther Jansen, ein Urgestein aus der Niermann-Stiftung, nach Jahrzehnten zu Wort meldet, lässt aufhorchen. Vielleicht steigt sogar der Bomben-Burger aus seinem Tiroler Grab und erzählt, was es damals beim Treffen mit Paasch sen. und Dries zu besprechen gab. Dann könnte gewiss auch der Autor Derwahl noch einmal seine Feder spitzen, wenn er nicht gerade auf dem Marktplatz an kontemplativen Lebenserinnerungen bastelt.

    Der Paasch-Lambertz-Skandal dieser Woche beginnt Kreise zu ziehen. Gerard Cremer hat in ein Wespennest gestochen.

  10. X Y ungelöst

    Nach so langer Zeit, mal wieder was „Gefundenes“ in diesem damaligen Sumpf!? Würde mich nicht wundern wenn die Schildermaler aus den Jahren jetzt endlich namhaft gemacht würden? Deren „Gemälde“ sieht man heute noch auf einigen Stellen!? Wahrlich kein Ruhmesblatt!

  11. Gottlieb Wendehals

    Hier hat Herr Kartheuser so richtig in’s Wespennest gestochen , wo diese angesprochenen sich richtig überlegen müssen ob sie etwas dagegen Unternehmen . Herr Kartheuser ist eine Person , die absolut informiert ist bevor sie unüberlegte Tatsachen veröffentlicht und preisgibt . Nur fest steht , das diese beschriebenen sich nun mit einem Thema konfrontiert worden sind , das wie Salz auf noch nicht verheilten Wunden wirkt und nur sehr nachdenklich stimmt . Es ist nicht’s so rein gesponnen es kommt an’s Licht der Sonne .

  12. Der einarmige Bandit

    Herr Paasch und Herr Lambertz , zieht euch warm an , denn die Allgemeinheit lässt nicht mehr lange auf sich warten und befolgt mit innigen Interesse , was sich nun alles anbahnt .Herr Kartheuser ist keine Person , welche leerlose lapalien vom Stapel kratzt .

  13. Secret Service

    Zunächst hielt ich Kartheusers heutige Offenbarungen für sehr fragwürdig. Dann bestätigte mir ein Freund, der es wissen muss, dass Lambertz sich in der Niermann-Affäre über Jahre hinweg als Komplize der Geldempfänger betätigt hat. Wer zwischen gewissen Zeilen lesen kann, werde das bald entdecken. Vielleicht hätte auch der Lambertz-Schützling Timmermann aus der RDG-Verwaltung dazu noch etwas zu berichten.
    Die heutige Paasch – Lambertz – Intrige läuft also auf hohem Niveau weiter, während das wahre Ausmaß des Skandals der geplanten Ernennung von Lambertz zum Parlamentspräsidenten bei 2157 verlorenen Stimmen, immer mehr ans Licht kommt.

  14. Der Mürringer? Der ist so langsam, der ist noch immer des Balters Stimmen am zählen? Der kann noch immer dessen gutes Resultat nicht verdauen!
    Wartet mal ab! Das wird jetzt erst richtig heiter in Eupen!? Da braut sich so richtig etwas zusammen!

  15. Norbert Schleck

    „Herr Kartheuser ist eine Person , die absolut informiert ist bevor sie unüberlegte Tatsachen veröffentlicht und preisgibt.“

    So? Das war vor Jahren aber anders, ist damals sogar gerichtsnotorisch geworden. Man erinnert sich…
    Für Vergessliche: GE vom 04.10.1995 S. 26-27 und vom 15.11.2002 S. 5.

    Auch hier wäre es jetzt an Herrn Kartheuser, Beweise für seine Verschwörungstheorien zu liefern und seine hoffentlich gut überlegten Aussagen mit den nötigen Tatsachen zu unterfüttern.

        • Jockel F.

          Dann wäre er extrem verbittert und ebenso dumm. Ersteres halte ich wie schon erwähnt für möglich. Letzteres? Nein. Wahrscheinlich ist alles mal wieder ein Sturm im Wasserglas. Wenn zwei sich streiten, heißt das eben noch lange nicht, dass einer auch Recht hat. Wer sich wohl als Dritter freut?

          • Norbert Schleck

            Das ist doch mal eine Verschwörungstheorie, die es in sich hat:

            Die ostbelgische Justiz unter der Fuchtel des Generalanwaltes Schmitz, der den Richtern das Urteil diktiert.
            Schmitz, CSP und Co., royalistisch, belgisch-nationalistisch bis auf die Knochen, sorgen also dafür, dass die aufrechten Kämpfer Kartheuser und Derwahl gegen die PDB und deren deutschfreundliche Umtriebe wegen Verleumdung verurteilt werden?

            Das Urteil gegen Kartheuser (Derwahl hat es vorgezogen, das Urteil zu akzeptieren) wird in zweiter Instanz vom Appelationshof in Lüttich im Jahre 2002 bestätigt, auch sicher wieder auf Betreiben desselben (nun Ex-) Generalanwaltes, der schon 2001 vom Brüsseler Appelationshof zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er 1997 verhaftet worden und seitdem nicht mehr in Amt und Würden war.

            Da Herr Schmitz bekanntlich nichts für nichts tat, stände dann die Fragen im Raum: Wer hat gezahlt?

            Das ist wirklich der Stoff, aus dem Polit-Krimis gemacht werden.

  16. Ein Germanist aus Lüttich

    Lambertz hat machtgierig in den drei großen Affären der Nachkriegszeit versagt. Im Niermann-Skandal konspirierte er mit den Millionen-Kassierern aus der alten PDB. Im Schmitz-Skandal protegierte er einen korrupten 1. Generalanwalt, der hinter Gittern landete. Im Horn-Skandal wollte er einen deutschen Rechtsaußen als Vertreter unserer Gemeinschaft in Brüssel durchsetzen, der den Anschluß Ostbelgiens an Deutschland forderte. Die massiven Angriffe gegen den BRF-Chefredakteur Rudi Schröder oder seine infame Rolle beim Rausschmiss des GE-Chefredakteurs Gerard Cremer sind im Vergleich dazu nur „Kavaliersdelikte“.
    Dass er sich aber jetzt mit der Unterstützung einer von der Bevölkerung abgewählten Koalition, bei mehr als 2000 verlorenen Stimmen, als höchster Repräsentant unserer Gemeinschaft anbiedert, ist sein größter Skandal. Er und seine Lakaien müssen befürchten, ihn politisch nicht zu überleben.
    Trop c´est trop. Te veel is te veel.

  17. Klar gab es Interessen seitens der SPD damals die Gelder dieser Stiftung zu verwalten bzw zu nutzen. Die SPD war Aufsichtsbehörde
    Im Innenministerium sie ,hatte das Geld entdeckt und wollte es , genau wie die Vorgänger nutzen ohne sich über den“ Edlen Spender“ Gedanken zu machen. Alles was Herr Kartheuser schreibt ist nicht nachgewiesen aber die Verbindung Paasch Lambertz. /und sogar Stoffels ist klar in der Zeit.entstanden oder gefestigt worden Ob diese Geschichte jemals geschrieben wird ,sei dahingestellt. Sicherlich nicht von Journalisten die damals ihre Sternstunde entdeckten und dann sogar im Dienste der alten Gefolgen des Onkels eintraten. . Morgen kommen vielleicht bessere Zeiten wo Söhne nicht dauernd die verloren Ehre der ….retten müssen und sich selbst sein dürfen.

  18. karlh1berens

    Hier geht’s alleine und ausschließlich um die Personalie des Parlamentspräsidenten. ProdgSppff stellen die Regierung – Basta ! Das ist schließlich keine höhere Mathematik. Nur diese Person, dieser Verlierer auf diesem Posten ist der ABSOLUTEN Mehrheit der ostbelgischen Wähler ein Dorn im Auge. Merkt Euch das !
    Und wer hier nicht in der Lage ist, diesen Sachverhalt richtig einordnen zu können hat ein Problem mit seinem Intellekt.

    • Jockel F.

      Der Spiegel als seriöse Quelle? Nun ja…
      Den Südtiroler Spieß kann man auch umdrehen und zwar dahingehend, dass die „Bumser“ vor allem eine Reaktion auf die Schandtaten der italienischen Behörden waren. Und wenn Sie mal frisch renovierte faschistische Denkmäler und Prunkbauten bewundern möchten, dann ab ins Bozener Land. Eigentlich reicht aber auch ein Blick auf die Landkarte, denn alle „italienischen“ Ortsbezeichnungen Südtirols sind Erfindungen der Faschisten.
      Neubelgien oder gar die PDB mit dem Geschehen südlich des Brenners in einen Topf zu werfen war und ist unseriös. Die Geschichte beider Landstriche hat natürlich Parallelen, sie sind aber sehr weit davon entfernt, sich in ihrer Entwicklung und im heutigen politischen wie gesellschaftlichen Bild auch nur zu ähneln. Belgien war nie faschistisch, man hat auf das Errichten von kolonialen Standbildern in Eupen verzichtet und vor allem hat man es geschafft, die Geschichte der Kantone Eupen und Malmedy vor 1950 (bis auf ein paar markante Ereignisse) für Jahrzehnte aus dem kollektiven Gedächtnis zu löschen. Südtirol hat eine Geschichte, die für Außenstehende zwar schwer zu verstehen ist, aber es hat eine. Eupen-Malmedy, die DG, Ostbelgien oder welchen Namen man „unserem“ Landstrich auch immer verpassen möchte, verneint seine Geschichte und hat deshalb auch keine wirkliche Identität. Schade eigentlich.

      • karlh1berens

        Ich hab’s bis gestern Abend nicht gelesen ! Bescheid wusste ich wohl !
        Haben Sie ’nen Link der nicht hinter einer Bezahlschranke (trotz Subventionierung seitens der DG) versteckt ist ? Danke

  19. geistesblitz

    Herr Berens !
    Das ist ein Faden !
    oder
    .http://prodg.be/wp-content/uploads/2012/11/PSBRF20120918.pdf
    Fakten sind Fakten.
    Es geht weiter,
    ANSPIELUNGEN gehen an mir vorbei.
    Das Internet hat noch viele Türen Offen,für den der .PDF:: Dateien
    EINTIPPT:
    https://www.belgieninfo.net/die-zeitung-fuer-eine-jahrzehntelang-zerrissene-leserschaft/

    So weit so gut,
    Dies nun alles lesen.
    Wir machen lieber den Geistesblitz runter.
    Oder wehn auch immer.
    Gruss an den SCHMIEDT

  20. Mit Verlaub...

    … aber Bruno ich sehe in deinen Ausführungen hauptsächlich alte Probleme, die zwischen dir und Lorenz P. nicht aufgearbeitet wurden. Ich kenne euch beide relativ gut und kann mich erinnern, wie ihr damals als Schwäger diskutiert habt und euch Sachen an den Kopf geworfen habt. Die Diskussionen waren von Hass geprägt. Ihr seid beide kluge Köpfe, aber die Meinung des andern zu respektieren, war nicht eure Sache. Keiner von euch beiden soll sich Hoffnungen auf den Friedensnobelpreis machen! Dass bei der Hermann-Niermann-Stiftung nicht alles koscher war, ist bekannt, soll aber jetzt nicht wieder ausgekramt werden, um die Koalition in Eupen zu diskreditieren. Auch darüber kann man diskutieren, aber es sollte sachlich zugehen. Und objektiv betrachtet, K.H.Lambertz kann man mögen oder nicht, aber er war und ist einer der fähigsten und kreativsten Politiker Ostbelgien’s. Das sage ich, obwohl ich ihn nie gewählt habe!

  21. Freddy Derwahl

    Es ist für alle ostbelgischen Demokraten ein Schande, was von einem bösartigen Kommentator mit dem Pseudonym „Die Randfichte vom Schlommefurt“ gegen Bruno Kartheuser veröffentlicht worden ist. Es verletzt nicht nur zutiefst dessen persönliche Ehre, sondern auch das Empfinden jedes anständigen Menschen. Da dies im Rahmen einer von der neuen Koalition und ihrer heftigen Unmut auslösenden Debatte über die Ernennung von Karl-Heinz Lambertz zum Parlamentspräsidenten geschieht, müssen diese sich die Frage stellen, welche Niedertracht sie mit ihrer die Bevölkerung provozierenden Personalentscheidung ausgelöst haben. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, diese in Würde zu korrigieren.

    Ich habe in meinem neuen Buch in dem Kapitel „Die Kasse von Onkel Niermann“ meine Erfahrungen in der Affäre detailliert beschrieben und die Rollen, die dabei Lambertz, als Beschützer und Kartheuser als Gegner der Geldempfänger gespielt haben, beim Namen genannt. Niemals ist es jedoch in dem langjährigen Streit zu solch gemeinen Verletzungen der Menschwürde gekommen, wie sie jetzt in dem Schmähwisch der „Randfichte“ zum Ausdruck kommen, deren Erguss aus der Pissrinne stammt.

    Deshalb gilt meine Solidarität dem Kollegen Bruno Kartheuser, ob er nun Gift und Galle spuckt, aneckt, vor dem Kopf stößt oder was auch immer. Er ist ein hervorragender Schriftsteller, ein weit über Ostbelgien hinaus geschätzter Krautgarten-Herausgeber und ein kritischer Geist, den eine echte Demokratie als Salz in der faden Gemeinschaftssuppe, tolerieren muss.

  22. Jetzt ist Funkstille!?

    Hallo ihr Verursacher bei der DG Regierung!

    habt ihr nun die „Maulschellen“ an? Man hört, liest noch sieht man etwas von euch? Ihr kriegt den Misswillen der Medien, und ganz besonders denselben des Volken und Wählers doch hoffentlich mit!?
    Vor den Wahlen, da ward ihr ja im Tag/Nachtrytmus unterwegs. Es gab keinen Tag ohne irgend etwas, keine Mediumstunde ohne viele Palaver, Versprechungen und Voraussagen! Aber jetzt, auf einmal nichts mehr von alledem!?
    Habt ihr keine Eier mehr, dem Wähler und Bürger, irgend etwas zu erklären?
    Eure Handhabung und Vorgänge sollten es aber der Wert sein!?
    Ihr bekommt ja sicherlich mit das des Volkes Seele überkocht?
    Ihr habt es verursacht, daher habt die Courage es auch aus zu löffeln!?
    Sonst bekommt ihr es noch mehr zu hören und sehen!

    • @ Funkstille

      Sie meinen sicher einen Maulkorb. Die Maulschellen werden doch von den Mimimi-Sängern hier verteilt.
      Was allerdings die Regierung den Hasspredigern hier erklären soll erschliest mir nicht. Nach Auszählung der Stimmen hat die Regierung 13 Stimmen und die Opposition 12. Eine komfortablere Mehrheit ist durch die Weigerung von Ecolo nicht möglich. Dann muss es halt so gehen.
      Warum soll also irgendwer auf den Hass in diesem Forum reagieren?

  23. geistesblitz

    Herr Derwahl !
    Ich habe mir das Erlaubt,als Antwort an K-H ;Beerens.
    Meine Gedanken.
    Das hier mal wieder Bürger so Ausfallend werden ist eine Schande.
    Mit Faust und Feder. Signiert.
    ,Danke
    Ich halte es in EHREN :
    Ohne dich und Deine Aufrichtigkeit.,
    währen viele reale Aussagen unter den Teppich geraten.
    Mir wahr Bewusst das Du dazu einen Kommentar abgibst.
    https://www.youtube.com/watch?v=cZI6EdnvH-
    Alles GUTE :

  24. Franz-Josef Heinen

    Mit dem Kommentar von „Randfichte“ haben wir einen neuen Tiefpunkt auf OD erreicht. Nur in Schutz der Anonymität gedeihen solche Gewächse. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass man solch einen Schund ausbrüten könnte. Mit solchen Dreckschleudern könnte man ohne Schwierigkeiten perfides Denunziantentum aufbauen. Einfach ekelhaft!

  25. Norbert Schleck

    Einleitend zu seinem Beitrag, den man eigentlich nur als Pamphlet bezeichnen kann, schreibt Herr K.:

    „Vorab: ich benutze dieses Forum zum ersten Mal. Ich verabscheue die anonyme Stellungnahme.“

    Aha, er verabscheut anonyme Stellungnahmen. Dem war aber nicht immer so. Hätte er sonst in seiner Abrechnung mit der Kulturbürokratie und dem politischen System in der DG, wie er sie im letzten Heft des „Krautgarten“ betrieben hat, auf eben einen solchen anonymen Kommentar hier auf OD zurückgegriffen und ihn wortwörtlich zitiert ?

    Auch dafür, dass er nicht immer ein fanatischer Gegner jeder Subsidiierung durch ausländische Organisationen, sprich Niermann war, gibt es hier auf OD einen Beweis:

    https://ostbelgiendirekt.be/bruno-kartheuser-2-21830 mit einem Kommentar „Da war doch mal was“ vom 23/06/2016 16:23, in dem ein Brief von B. Kartheuser (Krautgarten) an L. Paasch (damals Gemeinnützige Hermann-Niermann-Stiftung) vom 16.04.1990 wiedergegeben wird.

    Hier nur der Schlusssatz: „Wenn ich in meiner WESENTLICHEN Zweitbeschäftigung, der Literatur, Hilfe erfahre, werde ich dankbar sein, und das auch bekunden. Mit freundlichem Gruß. B.K.“
    Dieses Schreiben soll sich in den Gerichtsakten befinden. Seine Echtheit wurde nie in Frage gestellt.

    Am Schluss seines Pamphlets schreibt Kartheuser:
    „Mit den Menschen unserer Gegend erlebe ich immer wieder die mich begeisternde Kombination von Intellekt und Ehrlichkeit.“

    In der schon erwähnten Schlussnummer des „KG“ vom November 2017 hörte das sich noch anders an: „Und andererseits gibt es die Genugtuung, dass die Zeitschrift in einer tumben Region eine kräftige Selbstbehauptung der Literatur ermöglicht, …“

    Eine „tumbe“ Region, so damals sein verächtliches Urteil über die Menschen in seiner Heimat, denen er jetzt einen „begeisternden Intellekt“ bescheinigt, allerdings von den „vielen Canaillen“ abgesehen, die er dennoch dort verortet.

    Wie es übrigens mit dieser „kräftigen Selbstbehauptung“ stand, wird daraus ersichtlich, dass die Autorenlesungen am Anfang – der Reiz des Neuen? – bis zu 180 Zuhörer anlocken konnten, dass aber bei der letzten 1995 nur mehr eine – eine einzige! – Zuhörerin anwesend war.

    Unglaublich, wie er dann noch die angeblich „letzten vergoldeten (wörtlich!) Pensionstage“ von Lorenz Paasch mit dem hier verknüpft: „Wie vor ihm bereits Tausende Eifeler und Eupener in der Abwehruniform: Coups landen mit der Tarnkappe und sich nicht erwischen lassen.“
    Da soll er sich doch bitte mal näher erklären!

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern