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Nach einstündiger Verspätung wegen Blitz und Donner: Mexiko-Gala gegen Ecuador

30.06.2026, Mexiko, Mexiko-Stadt: Der Mexikaner Julian Quinones (oben) wird von seinen Mannschaftskollegen in die Luft geworfen, um den Sieg zu feiern. Foto: Ricardo Mazalan/AP/dpa

Nach einstündiger Verspätung wegen Blitz und Donners hat WM-Mitgastgeber Mexiko seine erste große WM-Gala gezündet undbEcuador besiegt. Angeführt von Wunder-Teenager Gilberto Mora zeigten die Mexikaner vor 80.824 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Tempel Aztekenstadion einen phasenweise berauschenden Auftritt.

Die Mexikaner bezwangen die defensivstarken Südamerikaner im Sechzehntelfinale der XXL-WM souverän mit 2:0 (2:0). Julián Quiñones traf in der 22. Minute, Raúl Jiménez legte neun Minuten später nach. Ecuador beendete die Partie zu zehnt, weil Arsenals Verteidiger Piero Hincapie in der Nachspielzeit mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Hincapie hatte sich die Hand vor den Mund gehalten, was Referee Slavko Vincic nach Sichtung der Bilder entsprechend ahndete.

– Wieder im Viertelfinale wie 1970 und 1986? Im Achtelfinale erneut in der Mexiko-Festung Aztekenstadion kommt es entweder zum Duell mit der Demokratischen Republik Kongo oder Titelanwärter England.

30.06.2026, Mexiko, Mexiko-Stadt: Der Mexikaner Raúl Jiménez (9) kämpft mit dem Ecuadorianer Moisés Caicedo (23) um den Ball. Foto: Eduardo Verdugo/AP/dpa

Wer auch immer es sein wird, der Gegner ist nach diesem beeindruckenden Auftritt der Mannschaft von Trainer-Fuchs Javier Aguirre – dem vierten Sieg im vierten Turnierspiel – gewarnt. Mexiko ist bei der WM weiter ohne Gegentor. Zudem erreichte Mexiko bei seinen Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 stets das Viertelfinale.

– Lärmende Fans machen Nacht zum Tag: Die Furcht vor Deutschland-Bezwinger Ecuador erwies sich als weitgehend unberechtigt. Allerdings wurde der Trip nach Mexiko-Stadt für die Mannschaft von Sebastián Beccacece auch vorher schon zum Stresstest. Nachdem die Anreise schon neun statt der geplanten sechs Stunden gedauert hatte, machten mexikanische Fans vor dem Team-Hotel Ecuadors die Nacht zum Tag.

Doch damit nicht genug: Wenige Stunden vor dem Anpfiff setzte ein heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen ein. Das Spiel musste aus Sicherheitsgründen um eine Stunde verschoben werden. Den Mexikanern schienen die 60 Minuten des Wartens nur noch mehr Lust zu machen. Ecuador wirkte angesichts der Kulisse nahezu eingeschüchtert. „Die Fans sind unser bester 12. Mann“, sagte Aguirre vor dem Anpfiff. Genauso kam es. (dpa)

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