Gesellschaft

Seine Liebesbeziehung zu Klimaaktivistin Neubauer bringt Moderator von „Hart aber fair“ in Schwierigkeiten

Louis Klamroth (l), neuer Moderator der ARD-Polit-Sendung „Hart aber fair", und Luisa Neubauer (r), Klimaschutzaktivistin. Fotos: Carsten Koall/dpa - Fabian Sommer/dpa

Normalerweise ist egal, zu welcher Frau der Moderator einer Talksendung im Fernsehen eine Beziehung hat. Das gilt auch für Louis Klamroth, den Nachfolger von Frank Plasberg bei der ARD-Sendung „Hart aber fair“, die auch von vielen Ostbelgiern regelmäßig eingeschaltet wird. Weil es aber nicht um irgendeine Liebesbeziehung geht, sondern um die zur Klimaaktivistin Luisa Neubauer, regt sich beim WDR Widerstand.

Louis und Luisa sind nämlich ein Paar. Problematisch ist dabei, dass Klamroth seine Beziehung zu Neubauer erst nach seiner Vertragsunterzeichnung als Moderator von „Hart aber fair“ öffentlich gemacht haben soll.

Viele im WDR-Rundfunkrat sehen die verspätete Information als Verstoß gegen die Compliance-Regeln des Senders. Demnach müssen Mitarbeiter Berufliches und Privates strikt voneinander trennen, auch um die Öffentlich-Rechtlichen vor dem Vorwurf politischer Interessenkonflikte zu schützen.

12.01.2023, Nordrhein-Westfalen, Erkelenz: Umweltaktivistin Luisa Neubauer wird von Polizisten während einer Sitzblockade gegen die Räumung des Braunkohledorfes Lützerath weggetragen. Foto: Federico Gambarini/dpa

Am Dienstag will sich der WDR-Rundfunkrat mit der Causa Klamroth befassen. Bereits am Vorabend moderiert der in die Schusslinie geratene Moderator die nächste Folge von „Hart aber fair“ in der ARD. Das Thema hat übrigens mit der Klimakrise zu tun: „Letzte Abfahrt: Wie verändert die Klimakrise Alltag und Leben?“

Luisa Neubauer gehört indes nicht zu den Gästen. Die Klimaaktivistin wird nie dabei sein, solange Klamroth Moderator von „Hart aber fair“ ist. Denn das hat er bereits zugesichert: „Dass meine Partnerin nicht Gast meiner Sendung sein wird, versteht sich doch von selbst.“

Derweil hat „t-online“ bei einem Meinungsforschungsinstitut eine Umfrage in Auftrag gegeben. „Schadet es der Glaubwürdigkeit von Fernsehsendern, wenn ihre Journalisten und Journalistinnen private Liebesbeziehungen mit politischen Akteuren pflegen?“, lautete die Fragestellung. Mehr als zwei Drittel der Befragten antworteten mit „Ja, auf jeden Fall“ oder „Eher ja“.

Die Zeitung „Die Welt“ sprach von einer „miefigen Debatte über eine ganz normale Liebe“ und meinte: „Dass Louis Klamroth und Luisa Neubauer ein Paar sind, geht die Öffentlichkeit in etwa so viel an wie die Frage, welches Klopapier der neue ‚Hart aber fair‘-Moderator benutzt: nämlich gar nichts.“ (cre)

30 Antworten auf “Seine Liebesbeziehung zu Klimaaktivistin Neubauer bringt Moderator von „Hart aber fair“ in Schwierigkeiten”

      • 9102Anoroc

        @ – Absolut nicht

        Wenn man anfängt über die Partnerwahl der für die Öffentlichkeit tätigen Personen zu diskutieren, dann reicht dieser Artikel nicht ;
        Da müsste Ostbelgien direkt ein Buch schreiben.
        Oder sie übernehmen das .-)

        Wenn es sich um eine gleichgeschlechtliche Beziehung gehandelt hätte , dann würde wahrscheinlich nicht diskutiert, sondern verteidigt, muss ich ja auch nicht jeder verstehen.0

        • Katar 2022

          Ist mir schon lange klar, das Ostbelgien direkt, ein Buch über Partnerschaften von Personen des öffentlichen Lebens schreiben könnte.
          Im Fernsehen sind doch nur linke, grüne, Klimaaktivisten und noch jede Menge andere Menschen, die Ihre Meinung der Andersdenkenden Mehrheit aufdrängen wollen. Grenzt schon an Nötigung.

  1. Der Zyniker

    Naja,… für Neubauer-Sympathisanten ist es natürlich egal, mit wem ein Moderator fraternisiert. Zumindest, wenn es dem eigenen Lager entspricht. Ich würde sogar behaupten, den meisten Links/Grünen Idiologen*innen (Furchtbar dieses *innen. So benutzt man das: *Würg!*) es an der Fähigkeit zur Reflexion fehlt. Einfach mal die Positionen vertauschen.

    Wie sähe es den aus, wenn z.B. es sich um Fr. Weigel oder Fr. Wagenknecht handeln würde? Wäre es „der Welt“ auch noch egal bzw. Privatsache? … oder ganz verrückt, er hätte eine Liaison mir Hr. Scholz – Das wäre mal ein Doppel-Wumms! (Als Wortspiel würde ich jetzt so gerne ein „b“ kaufen!)

    • „Ein Moderator darf nicht befangen sein! Erst recht nicht, wenn er von öffentlichen (Steuer) Geldern fürstlich bezahlt wird.“

      Da läuft nicht nur grüne Farbe aus dem Fernsehgerät wenn man WDR schaut in die Wohnstuben, auch dunkelrot ist dabei. Im übrigen haben Kandidaten/innen, die ein Praktikum beim WDR oder bei der „Mutter“ ARD absolvieren möchten, die größte Chance dort angenommen und danach bei diesen Sendern beschäftigt zu werden, wenn sie eine dementsprechende politische Einstellung haben. Diesbezüglich hat sich mal ein ehemaliger Praktikant und jetziger Mitarbeiter des Öffentlichen Zwangsgebührensenders bei einem Interview „verplappert“.

  2. Guido Scholzen

    2 Schmarotzer der Gesellschaft.
    Der eine Nichtsnutz mit deutschem Medien-Steuer-Geld, die andere Wohlstandsfrau wird aus anderen Töpfen gefüttert.
    Wer braucht solche degenerierten Gestalten?
    Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Verblödung der Bewunderer zusammen.

  3. Der lachende Vagabund

    Noch gestern Abend die Sendung „Hart aber Fair“! Diese neuen „Entdecker und Eroberer“ sind eine sehr sehr peinliche Sippe! Wenn’s nach denen ginge, lebten wir nur mehr von rohen Kartoffeln und Löwenzahnsalat! Welt, wo steuerst du noch hin??! Absurde Methoden jedenfalls!

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