AKTUALISIERT – In ihrem zweiten Vorbereitungsspiel auf amerikanischem Boden im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2026 mussten sich die stark umgestellten Roten Teufel nach einer ersten Halbzeit, die man lieber vergessen sollte, mit einem 1:1-Unentschieden gegen Mexiko begnügen.
Die belgische Startelf: Sels – Castagne, De Winter, Ngoy, De Cuyper – Witsel, Tielemans, De Bruyne – Lukebakio, Godts, Openda.
Die B-Elf der Roten Teufel, in der nur zwei-drei Spieler von Anfang an dabei waren, die am Samstag WM-Gastgeber USA mit 5:2 besiegt hatten, wurde in der ersten Halbzeit von den schnellen, wendigen und auch zweikampfstarken Mexikanern dominiert.

01.04.2026, USA, Chicago: Der mexikanische Stürmer Raul Jimenez (M) und der belgische Stürmer Dodi Lukebakio (r) jagen den Ball während der ersten Halbzeit eines Freundschaftsspiels in Chicago. Foto: Matt Marton/AP/dpa
Wie schon am Samstag gegen die USA zeigte Belgien anfangs erneut Nervosität und geriet nach einer von der Abwehr schlecht geklärten Ecke in Rückstand. Nach dem Abpraller schob Jorge Sanchez den Ball ins Netz und brachte Mexiko in Führung (1:0, 19.). Auch die USA waren am Samstag nach einer Ecke in Führung gegangen. Da bleibt für Garcias Team bis zum WM-Start einiges zu verbessern.
Die Trink- oder Werbepause änderte nichts. Die Roten Teufel hatten sowohl spielerisch als auch in der Intensität Schwierigkeiten, wurden vom gegnerischen Pressing gestört, zeigten nichts und erspielten sich keine Chancen, sodass Mexiko das Tempo diktierte.

01.04.2026, USA, Chicago: Der mexikanische Mittelfeldspieler Brian Gutierrez (l) und der belgische Verteidiger Axel Witsel (r) kämpfen um den Ball während eines Freundschaftsspiels in Chicago. Foto: Matt Marton/AP/dpa
In der zweiten Halbzeit zeigte Belgien ein ganz anderes Gesicht. Gleich nach der Pause gelang Dodi Lukebakio, der bereits gegen die USA einen Doppelpack erzielt hatte, erneut ein Schuss mit dem linken Fuß ins lange Eck (1:1, 46.).
Das Tor hat den Belgien gut, sie gewannen die Kontrolle über das Spiel zurück, ohne jedoch das Tempo zu erhöhen oder echte Torchancen zu kreieren.
Nach einer Stunde nahmen beide Trainer zahlreiche Wechsel vor. Gegen ein Mexiko, das jetzt unorganisierter und weniger hartnäckig war als in der ersten Halbzeit, gelang es den Belgiern trotzdem nicht, den Unterschied zu machen, um Chicago mit einem Sieg zu verlassen.
Die Roten Teufel haben bis zum WM-Start noch zwei Testspiele im Juni gegen Kroatien und Tunesien. Trainer Garcia kann bis dahin aus den beiden Spielen gegen USA und Mexiko etliche Lehren ziehen, was ja auch der Sinn dieser aufwendigen US-Reise der Roten Teufel war. (cre)
Bei der WM findet jedes zweite Spiel nach Mitternacht (MESZ) statt
Das Testspiel der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Mexiko in Chicago wird in Europa in der Nacht zum Mittwoch, dem 1. April 2026, um 3 Uhr MESZ (live auf RTL-TVI und vtm) angepfiffen. Für die Fans der Roten Teufel bedeutet das: entweder den Wecker stellen oder erst gar nicht schlafen gehen!
Die Begegnung liefert einen Vorgeschmack auf das, was Fußballfans bei der Weltmeisterschaft 2026 erwartet. Denn das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bringt aufgrund der Zeitverschiebung zahlreiche Anstoßzeiten mitten in der europäischen Nacht mit sich.
Insgesamt stehen bei der erstmals auf 48 Teams erweiterten Endrunde 104 Spiele auf dem Programm. Davon werden 53 Partien nach Mitternacht mitteleuropäischer Sommerzeit angepfiffen, während 51 Spiele in einem für europäische Zuschauer günstigeren Zeitfenster zwischen frühem Abend und späten Abendstunden beginnen.

Wegen der Zeitverschiebung erfolgen bei der WM 2026 in USA, Mexiko und Kanada zahlreiche Anstoßzeiten mitten in der europäischen Nacht. Foto: Shutterstock
Der Grund dafür liegt in der geografischen Lage der Gastgeberländer: Zwischen Nordamerika und Mitteleuropa besteht je nach Spielort eine Zeitdifferenz von sechs bis neun Stunden. Ein klassischer Abendtermin um 20 Uhr Ortszeit entspricht somit häufig einer Anstoßzeit zwischen 2 und 4 Uhr morgens in Europa.
Ganz neu ist diese Erfahrung für belgische Fans allerdings nicht. Schon bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko, bei der Belgien sensationell den vierten Platz belegte, saßen die Anhänger der Roten Teufel häufig bis tief in die Nacht vor dem Fernseher.
Besonders die K.-o.-Spiele hatten es in sich: Das Achtelfinale gegen die Sowjetunion, das Viertelfinale gegen Spanien und das Halbfinale gegen Argentinien wurden jeweils um Mitternacht MESZ angepfiffen. Dabei ging das Achtelfinale in die Verlängerung, das Viertelfinale sogar in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen. Entsprechend lang waren die Nächte für die Fans, die die Spiele live verfolgten. Nach dem dramatischen Erfolg gegen Spanien wurde vielerorts sogar noch bis in die frühen Morgenstunden hinein gefeiert, zum Teil mit einem spontanen Autokorso.
Was aber damals schon als außergewöhnlich galt, wird 2026 fast schon zu einer Regel: Während es 1986 nur einzelne späte Anstoßzeiten gab, wird bei der kommenden WM mehr als die Hälfte aller Spiele aus europäischer Sicht erst nach Mitternacht beginnen. Im Weltfußball ist Europa nicht mehr der Nabel der Welt. Verhältnisse wie bei der WM 1970 in Mexiko, als die Spieler in der Mittagshitze gefordert wurde, nur damit die Begegnung in Europa zur besten Sendezeit übertragen werden konnte, sind vorbei.t
Für Fußballfans bedeutet das einmal mehr: Wer in der Nacht zum Mittwoch die Partie der Roten Teufel gegen Mexiko ab 3 Uhr MESZ live verfolgen will, braucht nicht nur Fußballbegeisterung, sondern auch eine gute Portion Durchhaltevermögen. (cre)
Tja, man muss eben Prioritäten setzen …
oder erst gar nicht schauen
dreht sich doch nur alles um viel geld in den taschen der funktionäre
raffgier…
Alternativ guckt man sich das Spiel gemütlich im Replay bei Rtlplay an. Ob dann morgens um 8 Uhr mittags oder abends um 20 Uhr ist jedem selbst überlassen
Guter Tip 👍
Wen interessiert es. Ich muss es nicht unbedingt sehen. Das läuft sowieso nicht gut ab. Einige warten schon drauf !.
Tja, daran hätten die Experten ja auch früher denken können bevor Sie das ganze Schwarzgeld erhielten.
Einfach nur noch irgendwas.
Es richtet sich eben nicht alles nach uns Europäern.
Stimmt. Wir haben alle Tendenz uns als Nabel der Welt zu sehen. Nun ja, trifft wohl mehr auf sog. größere Länder (aber was heißt größere wenn China und Indien Teil des Planeten sind?) zu als auf das kleine Belgien.
Und wenn die WM in Europa stattfindet, haben die Zuschauer von den anderen Erdteilen ein ähnliches Problem. Dann wird da gejammert oder auch nicht; das Jammern gehört eher zu uns
AKTUALISIERT – Nur Lukebakio ragt aus der belgischen B-Elf heraus – Rote Teufel beim 1:1 gegen Mexiko ohne Glanzpunkte https://ostbelgiendirekt.be/laenderspiel-belgien-gegen-mexiko-438038
B Elf ?. Was ist das. Wieviele Lânderspiele muss man haben für nicht als B Spieler betitelt zu werden. Ist das nicht Diskriminierung !. De Bruyne, und ein Paar andere zählen die auch als B Spieler ? ,und die Wechsel waren ja auch nicht ohne. Was sich so einige Zeitungsschreiber erlauben !. Es sind doch alles Spieler die in verschiedenen Ländern eine gute Rolle Spielen. Das sie heute Nacht nicht gut waren, kann ja sein, aber B Mannschhaft ?.
@Peter Müller: Das war eindeutig eine B-Mannschaft, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen. De Bruyne, Tielemans und De Cuyper waren deshalb auf dem Platz, weil sie nach langer Verletzungspause bzw. wegen mangelnden Einsatzzeiten in ihrem jeweiligen Verein (De Cuyper) Spielrhythmus brauchten. Sie brauchen nur die beiden Mannschaften von Samstag und Mittwoch nebeneinander zu legen, dann werden Sie sofort den Unterschied zwischen der Startelf A und der Startelf B erkennen und einsehen, dass die Spieler von letzter Nacht gegen Mexiko (bis auf die genannten drei Ausnahmen) B-Spieler waren, was nicht ausschließt, dass sie je nach Lage der Dinge auch bei der WM gelegentlich oder sogar regelmäßig zur A-Mannschaft vorstoßen, was ja auch der Sinn des Experiments von Trainer Garcia gegen Mexiko war. Das gilt insbesondere für Lukebakio.
Startelf Belgien gegen USA: Lammens – Meunier, Debast, Mechele, De Cuyper – Onana, Raskin – De Bruyne – Saelemaekers, De Ketelaere, Doku.
Startelf Belgien gegen Mexiko: Sels – Castagne, De Winter, Ngoy, De Cuyper – Witsel, Tielemans – De Bruyne – Lukebakio, Openda, Godts.
Einige A-Spieler waren erst gar nicht mit in die USA gereist: Vanaken, Trossard, Lukaku.
Es grüßt
Ihr Zeitungsschreiber 😄
Dafür kennt Pie die DE-Auswahl besser
Danke lieber Zeitungsschreiber? Aber ich weiss schon, dass sie oft die Rot -Schwarze Brille auf haben. Ist aber verständlich, wenn man Fan von einer Mannschaft ist. De Bryune und auch einige andere werden hier immer als Weltstars betitelt. Man sollte schon wissen das einige ihren Zenit überschritten haben , und es nicht wahr haben wollen. Was soll das mit Witsel ?. Der neue Trainer ist nicht besser als der alte. Ein Neuanfang wäre der richtige Weg. Aber er traut sich nicht ,und will seinen Job nicht verlieren. Kennen wir von unserem Nachbarn. Wir werden die WM abwarten. , vielleicht leben totgesagte länger !. Dann hat er alles richtig gemacht.