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Kriegerdenkmal

Das restaurierte Denkmal auf dem Eupener Werthplatz. Foto: OD

Am kommenden Sonntag, dem 15. September 2013, wird auf dem Eupener Werthplatz, zum Auftakt des Lambertusmarkts, das restaurierte Kriegerdenkmal feierlich eingeweiht. Das vor mehr als 100 Jahren errichtete Bauwerk erinnert an die in den Feldzügen von 1866 (deutsch-österreichisch) und 1870-1871 (deutsch-französisch) gefallenen Eupener Soldaten.

Die Namen der Soldaten, die in den beiden vorgenannten Kriegen ihr Leben ließen, sind an zwei Seiten des Sockels eingemeißelt, genauso wie die Inschrift „Seinen gefallenen Söhnen – Der Kreis Eupen“.

Diskussionen über Standort des Denkmals

Eine Nahaufnahme des Reiterstandbilds. Foto: OD

Eine Nahaufnahme des Reiterstandbilds. Foto: OD

Wie der Eupener Lokalhistoriker Leo Kever in einem Beitrag fürs Grenz-Echo berichtete, kam es im Jahr 1911 über den Standort des Denkmals innerhalb des Stadtrats und der Bürgerschaft zu heftigen Diskussionen: „Manche wollten das Denkmal auf dem Marktplatz, andere auf der Klötzerbahn, und auch der Platz vor der damaligen Fabrik Peters unter der Haas fand seine Befürworter.“

Als Standort des Denkmals entschied man sich schließlich für den Werthplatz , „weil hier das über 10 Meter hohe Denkmal mit seiner weit auslaufenden Einfriedung am besten passte“, so Kever.

Zwei Weltkriege und drei Nationalitätenwechsel nach seiner erstmaligen Einweihung am 1. September 1912 wurde das Kriegerdenkmal mehrfach instandgesetzt. Allerdings beschränkten sich die Arbeiten meistens auf die Säuberung des Reiterstandbildes, das St. Georg, den Drachentöter, darstellt. Dabei ging man nicht immer zimperlich vor, sodass der empfindliche Sandstein im Laufe der Jahrzehnte einige Schäden davontrug.

Feier nach 101 Jahren

In den Sockel wurden die Namen der Eupener Soldaten eingraviert, die in den Feldzügen von 1866 und 1870-1871 (Bild) gefallen sind. Foto: OD

In den Sockel wurden die Namen der Eupener Soldaten eingraviert, die in den Feldzügen von 1866 und 1870-1871 (Bild) gefallen sind. Foto: OD

Durch Erlass der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft vom 14. September 2010 wurden das Monument und seine Umgebung unter Denkmalschutz gestellt, wodurch die DG die seit langem geplanten Restaurierungsarbeiten bezuschussen konnte. Diese wurden von September 2012 bis Juni 2013 durch die spezialisierte Steinmetz- und Steinbildhauerei Schwartzenberg aus Aachen mustergültig abgeschlossen, sodass einer Feier nach 101 Jahren nichts mehr im Wege steht.

Am 15. September wird nach der Begrüßung durch Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF) um 11 Uhr und einer kurzen Ansprache der Kulturministerin der DG, Isabelle Weykmans, der Präsident der Kgl. Denkmal- und Landschaftsschutzkommission, Rudolf Kremer, einen Vortrag über die wechselhafte Geschichte des Denkmals halten, das in mancher Hinsicht einmalig ist.

Die Stadt Eupen teilt mit, dass interessierte Bürger zur Einweihung des restaurierten Denkmals, der sich um 12 Uhr ein Platzkonzert des Kgl. Harmonieorchesters Eupen anschließt, recht herzlich eingeladen sind. (eb/cre)

Siehe auch Artikel „Der Werthplatz – Eupens verkanntes Prachtexemplar“

2 Antworten auf “Kriegerdenkmal”

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