Leute von heute

„Hau den Joseph!“

Joseph Maraite in seiner Eigenschaft als Bürgermeister von Burg-Reuland. Foto: privat

DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz muss in diesen Tagen ja einiges an Kritik einstecken, aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was seinem Vorgänger im Amt des DG-Regierungschefs, dem Reuländer Bürgermeister Joseph Maraite, auf der Internetseite der Bürgerinitiative „N62“ an Kommentaren an den Kopf geworfen wird.

„Hau den Joseph!“ scheint das Motto im Gästebuch des Webauftritts der Bürgerinitiative „STOPP! Umgehung N62 SOFORT!“ zu sein. Vor allem die Amtsenthebung der früheren Schöffin Valerie Groven (siehe Meldung „Valerie Groven“) hat eine neue Flut an Anti-Maraite-Kommentaren ausgelöst. Nachstehend einige Auszüge:

– „Das Neue Jahr hat begonnen, und ich hätte gedacht, dass sich der Politstil in Burg-Reuland zum Positiven wendet. Doch anstatt einer Besserung vermieft Maraite mit seinen Hasstiraden gegen seine Ex-Schöffin den letzten Krümel seines politischen Anstands. Nachtreten, wenn die Leute schon aus dem Ring gezogen wurden, ist allertiefste Schublade…“

– „Geht es dem Mann eigentlich noch gut? Hat der sein gesamtes Gehirn jetzt weggesprengt? Wie ein Schulkind mault und krakeelt er jetzt herum und gibt erneut anderen Menschen die Schuld an seiner eigenen Schieflage! Mann, oh Mann, wie tief muss der noch sinken, um endlich aufs Altengleis abgeschoben zu werden?“

– „Das mit der Groven ist doch eine Frechheit sondergleichen: Wenn jemand bei Maraite aus der Reihe tanzt, wird er abgekanzelt, sonst wird alles unter den Teppich gekehrt.“

– „Also mal ehrlich, Herr Maraite! Wie glaubwürdig sind Sie denn, wenn Sie Ihrer einstigen Schöffin nun das Wohnrecht rückwirkend aberkennen? Auch hier wäre es mal angebracht, vor der eigenen Haustüre zu kehren, denn die Tage und Nächte, die Sie in der Gemeinde Burg-Reuland verbringen, sind auch recht dünn gesät. Also mit gutem Beispiel vorangehen und das eigene Amt niederlegen…“

 

17 Antworten auf “„Hau den Joseph!“”

  1. Jürgen Margraff

    Der hatte zu Zeiten seines Amtes in der Regierung der DG, eine Wohnung Ecke Aachenerstrasse, Hook soviel ich weiss & war trotzdem Gemeinderatsmitglied in Reuland. (Wird aber keine Adressenänderung bei der Gemeinde und/oder der Post beantragt haben, denn sonst wäre das kaum möglich gewesen)
    Zweierlei Maß ist ein Vorrecht der Herrschenden, solange sie denn Schwarz oder Rot sind, nicht wahr Herr Lambertz und Herr Maraite!

    • Jerome Gennen

      Erstens glaube ich kaum, dass ein Wohnwagen in Belgien als Wohnsitz angemeldet werden KANN und zweitens hat jeder das Recht sich eine (oder mehrere) Zweitwohnung/Ferienwohnung/Wohnwagen/… zuzulegen, warum sollte es einem Bürgermeister/Gemeinderatsmitglied also nicht erlaubt sein? Zweierlei Maß? Wohl eher gleiches Recht!

      • Desaster2013

        Lieber Berater, es ist höchst ehrenwert, für Ihren Obersten ins Feuer zu springen – aber Vorsicht! Verbrennen können nur Sie sich! Erstens hinkt Ihr Vergleich mit dem Wohnwagen ungemein, bezog und bezieht Maraite doch nach wie vor ein üppiges und feudal eingerichtetes Appartement. Und Sie können mir auch nicht weismachen, dass ein in Eupen und noch weiter weg residierender Bürgermeister eng an den Problemen seiner Bürger ist.

  2. Leider erinnern sich die erbosten Lambertz-Kritiker nicht mehr an die Zeit, als Joseph Maraite Ministerpräsident der DG war. Mit seinem divenhaften, überheblichen und oftmals „hochprozentigen“ Auftreten stellte er Lambertz regelrecht in den Schatten. Auch die Beantwortung von Fragen der Parlamentarier ließ u.U. Monate oder Jahre auf sich warten. Manchmal hilft ein Blick zurück, vor allem wenn die Kritik aus der Oppositions- bzw. CSP-Ecke kommt.

  3. senfgeber

    “hochprozentig” war wohl auch die Ursache für sein jüngstes Posting in Sachen Groven. Taugt der Mann eigentlich noch für etwas anderes als Politik und hat der Mann in seinem Leben eigentlich schon mal einen nicht vom Steuerzahlern gesponsorten Job gehabt?

  4. Joseph Verheggen

    Wenn man weiß, unter welchen Umständen Valerie Groven zur Schöffin katapultiert wurde und unter welchen Bedingungen dieser junge Mensch behandelt, geschweige begleitet, motiviert und unterstützt wurde, darf man nicht mehr schweigen. Gerade der Bürgermeister mit 64 Jahren, dazu auch noch Lehrer von der Ausbildung her, hätte hier aus menschlicher und erzieherischer Sicht vom Gefühl her diesem jungen Menschen helfen müssen. Mit Erschrecken muss ich auf „Osbelgien direkt“ aus der Feder des Bürgermeister seinen Seitenhieb lesen “ ….. ,schaut euch die Arbeit der ehemaligen Schoffin an Gerne gebe ich einen Einblick, dann werden eure Kommentare sich sehr schnell andern. ….“ Abgesehen von der holprigen Sprache wird hier deutlich, wie ein junger Mensch bewusst nicht nur zu Boden gedrückt sondern regelrecht vorgeführt wird; und das von einer älteren Person, die eher wie ein Vater helfend und ermutigend wirken sollte. Nein, lieber Joseph, hiermit hast Du bei mir den letzten Respekt verspielt. Das ist eines Bürgermeisters nicht würdig.
    Dass die Mehrheit, wie in den Foren erwähnt, noch einmal mit einem Amtsenthebungsverfahren zusätzlich auf eine, ohnehin am Boden liegende Person nachtreten muss, ist schrecklich. In den Internetforen begründet sie auch noch diesen unmenschlichen Schritt mit dem drohenden Verlust der Gültigkeit u.a. der Sitzung vom 30.11.2012. Die Mehrheit sieht nur eins, der Bürger muss mehr zur Kasse gebeten werden. Das wurde nämlich am 30.11.2012 beschlossen.
    Zieht man nun noch die demnächst anstehenden Turbulenzen in betracht, wird in der Gemeinde Burg-Reuland ein rauer Wind wehen.

    Joseph Verheggen
    Mitglied der Opposition KLAR! im Gemeinderat

    • Ich glaubte, hiervor die Meinung gelesen zu haben, das Posting sei wahrscheinlich nicht mal von Herrn Maraite (was in Foren leider durchaus möglich und Usus ist).
      Als politisch Interessierter und unbeteiligter Betrachter freue ich mich jedenfalls auf das angekündigte Feuer und Knallen in der Gemeinde B-R . Die Gemeinde B-R ist eben immer wieder mal gut für einen politischen Schwank …

      Meine Überzeugung ist es auch, dass mehr hinter der Affäre Groven steckt, als es hier an die trübe Oberfläche hochsprudelt. Auch da ist sicher noch mehr drin …

      P.S.: was hat das eigentlich alles mit der N62 zu tun? Die gehört(e) medial doch bisher eher dem Michel „hein ouai hein“ Daerden und dem Abgeordneten Stoffels, oder? Auch dieses Dossier hat in B-R wohl noch eine viel versprechende Zukunft, jetzt wo der neue Aufsichtsminister „schwarz“ geworden ist …

      • @ Zappel:
        Sie schrieben zuvor :“

        „ich glaubte, hiervor die Meinung gelesen zu haben, das Posting sei wahrscheinlich nicht mal von Herrn Maraite (was in Foren leider durchaus möglich und Usus ist).“

        Das haben Sie höchstwahrscheinlich im Thread zu Valerie Groven gelesen. Ich hatte dort bei einem posting meine Zweifel am „echten“ Joseph Maraite geäussert. G.Cremer hat aber darin klar gestellt, dass es sich bei dem Schreiber um den Bgm. Joseph Maraite handelt ;(Das nur zu Ihrer Info)

    • Jerome Gennen

      Hallo Joseph, du hast die Replik des Bürgermeisters aus dem Kontext gerissen. Seine Antwort bezieht sich auf die vorherigen anonymen Leser-Kommentare zu besagtem Artikel, die ihn privat (unter der Gürtellinie) angreifen (@OD: WO WAR DA DER HERR CREMER?). Sich zu verteidigen ist sein gutes Recht, Bürgermeisteramt hin oder her. Wer hat den nachgetreten? Sie hätte in Ruhe gehen können! Aber sie selbst hat im Sommer mit treten angefangen, jetzt muss sie sich nicht wundern wenn die Antwort kommt! Ursprünglich war keiner gegen Frau Groven! Diese Reaktion ist im Kontext zu sehen mit dem Verhalten der Schöffin während der 4 Jahre die sie im Amt war. Man(n) hat sich bezüglich der Versammlungstermine mehrmals an ihre Zeitpläne angepasst, doch sie ist nie zu BSK-Versammlungen erschienen! Dann hat sie im nachhinein behaupten, sie wäre nie gefragt/gehört worden und wollte die Anderen zurecht weisen, das hätte ich mir auch nicht gefallen lassen!

      • Desaster2013

        Tja werter Berater, mit dieser Antwort bescheinigen Sie doch eindeutig die Unfähigkeit Ihres „Meisters“… oder wie ist es möglich, eine Mitarbeiterin während vier Jahren zu dulden ohne dass diese Arbeit leistet? In der Privatwirtschaft sind solche Zustände nicht möglich: da müsste der Chef und auch die „bequeme“ und „nicht belehrbare Mitarbeiterin“ unweigerlich ihren Hut nehmen. Im Klartext: der brave Bürger der Gemeinde Burg-Reuland hat eine Schöffin während vier Jahren teuer bezahlt ohne auch nur den geringsten Nutzen davon zu haben?! Tja, wenn Sie, werter Berater, mit dieser Situation leben können, zweifele ich ebenfalls an Ihrer Kompetenz und Aufrichtigkeit. DIe Zeiten der „politischen Marionetten“ in der Gemeinde Burg-Reuland sollen jedenfalls Vergangenheit darstellen, da die Probleme und Schwierigkeiten zu flagrant und praktisch nicht mehr überschaubar sind. Daher mein Vorschlag an Sie: bewegen Sie Ihren Oberguru mitsamt seinen zwielichtigen Mitstreitern doch zum geschlossenen Rückzug, damit die junge Garde endlich Innovation an den Tag legen kann, denn… lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

  5. wenn es wohl so ist, dass die Schöffin den Wohnsitz während ihrer Schöffenzeit gewechselt hat, obwohl sie wusste, dass sie sich und der Gemeinde damit Probleme machte, muss man sich fragen,ob sie in andern Dingen bewanderter war, Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Kollegen sie ohne jeden Grund beschuldigen und jetzt verletzend nachhaken wollen. Hätte man den Schritt nicht getan, hätten sie sich von der Opposition sagen lassen müssen, dass das Gemeindekollegium auf Kosten der Steuerzahler nachlässig mit Geldern umginge.
    Schlimmer aber noch , welcher Frust und welche Verbitterung aus dem Munde von Joseph Verheggen und anderer spricht. Das erinnert ja an die Grüfflinger Schweinestallaffäre, zumindest von der Duftnote her!

    • Desaster2013

      Kann denn eine Opposition, die in Burg-Reuland keinerlei Einsicht in die Akten erhält, die Arbeit eines Schöffen überhaupt ausreichend bewerten, kontrollieren und begutachten? Wohl kaum! Allerdings ist es bedenklich, die einstige Mitstreiterin jetzt, nach ihrer Amtszeit plötzlich als „Faultier ohne Kompetenz“ zu diskreditieren. Ich kann im Gegensatz zu Ihnen, werter Pitter, den Frust und auch teilweise die Ohnmacht von Joseph Verheggen nachvollziehen – denn die gesamte politische Lage stinkt derzeit deutlich schlimmer und strenger als es die Schweine vor Jahrzehnten getan haben! Und damals stanken ebenfalls weniger die Schweine als vielmehr die undurchsichtigen politischen Machenschaften in denen auch der jetzige Bürgermeister und seine Kollegen engmaschig verstrickt waren.

      Da fällt mir noch eine tolle Stammtischparole ein, die hier treffend zum Thema passt: „Wo der Maraite ist, klappt nichts – aber auch er kann nicht überall sein!“

  6. Joseph Verheggen

    Hallo Jerome, ist das schön, mit einem Bekannten auszutauschen. Wäre es nicht besser, sich mit seinem richtigen Namen zu identifizieren. Nach dem Motto „hart aber fair“ kann man doch unter Erwachsene austauschen. Oder was meinst Du, Pitter? ;-)
    Nun zu der Situation von Valerie Groven. Ein Problem hat immer erst einen Ursprung und anschließend kommen an zweiter Stelle die nicht bedachten Folgen. Ich verstehe Eure Konfliktsituationen. Sie sind ausschließlich auf der 2. Ebene der Folgen des Problems angesiedelt. Ihr habt den Ursprung des Problems aus den Augen verloren. Wo liegt der Ursprung ? Vor gut drei Jahren zog sich die damalige Schöffin aus familienbedingten Gründen zurück. Die noch vorhandene Reserve an Ratsfrauen waren dünn. Eigentlich wollte keine der noch vorhandenen Ratsfrauen als Schöffin nachrücken; auch Frau Groven als junge, dynamische Person war nicht begeistert. Hatte sie doch andere Lebensprojekte. Was sagt das Gesetz, wenn keine Ratsfrau als Schöffin nachrücken will? Die Gemeinde hätte die Schöffinnenstelle ausschreiben müssen. Und hier liegt das Problem. Ich gehe davon aus, dass Joseph M. und seine beiden Schöffen Angst vor dieser noch unbekannten Dame hatten. Es hätte nur eine Bewerbung vorliegen können. Sie sahen sich schon vor einer stolzen, großen und resoluten Dame zitternd unter dem Tisch sitzen. HIER liegt der Ursprung des Problems. Um diese resolute Dame zu vermeiden, hat Joseph M. mehr oder weniger die noch vorhandenen Ratsfrauen liebevoll gezwungen, sich zu einigen. „Eine von euch muss ins BSK, einigt euch!“ Zähneknirschend hat Valerie dann zugesagt. Nun begann der Leidensweg, nämlich die Folgen dieses unglücklichen Starts für beide Seiten. Hier kann ich nur vermuten, dass man einem verunsicherten und motivationsbedürftigen jungen Menschen nicht genügend – wenn überhaupt – Aufmerksamkeit und Unterstützung gegeben hat. Hier stand und steht Joseph M. in der Verantwortung. Ich bin überzeugt, dass man Valerie nie als vollwertige Kollegin anerkannt und integriert hat. „Es musste ja eine Dame her!“ Dass man ihr jetzt daraus einen solchen Strick dreht, ist in meinen Augen, wenn auch unbewusst, Mobbing im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann noch ein Amtsenthebungsverfahren nachschieben! War denn kein Dialog möglich zwecks Klärung der Abmeldung? Als Oppositionsmitglied sehe ich mich in der Pflicht, die Aufsichtsbehörde einzubeziehen. Junge Menschen zu bestrafen ohne ihnen die Chance einer Hilfe und Begleitung zu geben, kann ich nicht nachvollziehen.
    Fazit: wären die verbleibenden Ratsfrauen zu Beginn bei einem Nein geblieben, hätte eventuell eine angeworbene stolze, große und resolute Dame dem Bürgermeister und den beiden Schöffen das Fürchten beigebracht und eine Steuererhöhung hätte sich erübrigt. ;-)
    Lieber Jerome, ich habe versucht, Dir als junger Mensch meine Sicht der Dinge zu schildern und bin davon überzeugt, dass Du Valerie vielleicht etwas besser in ihrer jetzigen Situation verstehen kannst.

    Zum dem Vorschreiber „Pitter“ noch soviel. Das Problem „Schweinestall in Grüfflingen“ hat sich mit viel Mühe lösen lassen. Ich bedauere, dass einige Grüfflinger diesen Einsatz nicht erkannt haben. Ein Dank gilt der Mehrheit des Dorfes für die Unterstützung. Die positive Folge ist aber, das bereits viele junge Familien sich im Einzugsgebiet des ehemaligen maroden Schweinestalls angesiedelt haben, was das Dorf und folglich die Gemeinde aufblühen lässt. Was ist daran denn noch verwerflich? Das ist keineswegs gegen die Landwirte gearbeitet, im Gegenteil.

    • Jerome Gennen

      Nein Joseph, es war keine gütliche Einigung mehr möglich da in dem Moment, wo Frau Groven an einer Abstimmung teilgenommen hat ohne berechtigt zu sein, der Krug schon zerbrochen war und faktisch eine Fehler vorlag den man nur durch dieses Verfahren lösen konnte. Bei jedem anderen Vorgehen (gütliche Einigung) hätten sich die Gemeindeoberen strafbar gemacht (DANN wäre womöglich es eine Strafakte geworden)
      Hab leider nicht viel Zeit, werd bei Gelegenheit die anderen Postings lesen
      MfG

  7. Ist ja interessant der Verheggen. Einerseits beschreibt er die Geschasste wie eine quasi Behinderte, die man sanft in das Amt einzuführen hätte. Andererseits geht er davon aus, dass eine weibliche Kandidatin gleich resulut auftreten würde. Logik wo bist du?
    Und warum hat der Kandidat weiblich zu sein? Gibt es da eine Quote?
    Ist es dann nicht eher so, dass der Weiberquotenquatsch zu diesen Problemen führt?

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