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Hitzealarm: „Temperaturen gefühlt wie fast 40 Grad“

Ein Außenthermometer in einem Kleingarten zeigt die Temperatur von knapp 40 Grad an. Foto: Jens Büttner/dpa

Belgien steht vor seiner ersten Hitzewelle des Jahres. Das Königliche Meteorologische Institut (IRM) hat für einen Großteil des Landes, mit Ausnahme der Küstenregion, eine gelbe Warnung wegen Hitzewelle und Ozon-Spitzenwerten herausgegeben.

Die Temperaturen könnten bereits am Freitag 33 bis 34 Grad erreichen, wobei sich die gefühlte Temperatur auf fast 40 Grad belaufen dürfte.

Das Thermometer wird in den nächsten Tagen in Belgien allmählich steigen. Nach noch relativ erträglichen Temperaturen am Dienstag von etwa 24 bis 25 Grad dürfte bereits am Donnerstag die 30-Grad-Marke überschritten werden. Der Freitag wird voraussichtlich der heißeste Tag der Woche mit Temperaturen zwischen 33 und 34 Grad im Landesinneren und lokal bis zu 35 Grad.

– Belgien erlebte den drittwärmsten Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen des IRM: „Wir werden in weiten Teilen des Landes mit Temperaturen konfrontiert sein, die die Schwelle von 32 Grad erreichen oder sogar überschreiten könnten, was die Ausrufung einer gelben Warnung rechtfertigt“, erklärt Pascal Mormal, Meteorologe beim IRM.

Hitze und beruflicher Alltag im Büro vertragen sich nicht. Foto: Shutterstock

Abgesehen von den gemessenen Temperaturen ist es vor allem die Luftfeuchtigkeit, die die Situation besonders unangenehm machen könnte. Der Meteorologe betont, dass der „Humidex“, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit kombiniert, am Freitag sehr hohe Werte erreichen könnte.

„Die Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit den Temperaturen könnte die gefühlte Temperatur auf bis zu 39 Grad steigen lassen, während die Temperaturen im Schatten eher bei 33 oder 34 Grad liegen würden“, präzisiert er. Diese gefühlte Temperatur könnte aufgrund des schwülen, feuchten und möglicherweise gewitterartigen Wetters lokal sogar an 40 Grad heranreichen.

– Vorsicht für gesundheitlich geschwächte Personen: Das IRM ruft zur Vorsicht auf, insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Personen mit gesundheitlichen Problemen. „Für manche Menschen ist es wirklich besser, ihre Aktivitäten so weit wie möglich einzuschränken und sich eher auszuruhen“, erinnert Pascal Mormal.

Seiner Meinung nach sind die prognostizierten Temperaturen an sich schon hoch, doch das durch die Luftfeuchtigkeit verursachte Unbehagen erhöht die Risiken für besonders empfindliche Personen noch weiter.

– Eine erste Hitzewelle in Sicht: Sollten sich die Vorhersagen bestätigen, könnte Belgien seine erste offizielle Hitzewelle des Jahres erleben. Damit eine Hitzewelle an der Referenzmessstation in Uccle anerkannt wird, müssen mindestens fünf aufeinanderfolgende Tage mit Temperaturen über 25 Grad verzeichnet werden, davon mindestens drei Tage mit 30 Grad oder mehr.

23.06.2019, Nordrhein-Westfalen, Mülheim: Emma (l) und Lotta, zwei Jahre alt, essen bei 30 Grad im Schatten ein Eis. Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen weiter steigen. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Ältere Menschen, Kinder und andere Personen, die empfindlich auf Luftverschmutzung reagieren, sollten im Fall von hohen Ozonwerten zwischen 12.00 und 22.00 Uhr auf starke körperliche Anstrengungen verzichten. Foto: ODDiese Bedingungen könnten in den nächsten Tagen erfüllt sein. Nach einem für Samstag erwarteten leichten Temperaturrückgang dürfte die Hitze am Sonntag und Montag rasch wieder an Intensität zunehmen, mit Höchstwerten von erneut 32 bis 33 Grad. Ein deutlicherer Rückgang könnte ab Dienstag oder dem kommenden Mittwoch eintreten.

Das IRM hat bereits ab diesem Dienstag für mehrere Provinzen die Warnstufe Gelb ausgerufen, mit Ausnahme der Küste. Diese Warnung erfolgt im Rahmen der Phase 2 des Hitzewellenplans. Auch wenn die Temperaturen noch nicht über 30 Grad liegen, rechnen die Behörden mit einer anhaltenden Phase intensiver Hitze, die mit hohem Unbehagen einhergeht.

– Noch schlimmer in Frankreich: Während Belgien stark betroffen sein wird, könnte die Situation in bestimmten französischen Regionen noch ausgeprägter sein, wo die Temperaturen 40 Grad überschreiten könnten. „Wir sprechen hier von Temperaturen, die im Schatten gemessen werden“, präzisiert der Experte.

Für Pascal Mormal liegt das Besondere an dieser Hitzewelle sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrem frühen Auftreten. „Normalerweise werden die höchsten Temperaturen zwischen Mitte Juli und Anfang August gemessen. Diese Hitze ist wirklich extrem früh“, betont er. Nach den aktuellen Trends dürfte das insgesamt sommerliche Wetter bis Ende Juni anhalten. (cre)

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