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Grünes Licht für Übernahme der Medienaktivitäten von IPM durch Rossel – Unmut in den Redaktionen

Ein Zeitungsstand in Brüssel. Durch die Fusion von Rossel und IPM entsteht im frankophonen Landesteil quasi ein Pressemonopol. Foto: Belga

Nach der Genehmigung der historischen Fusion zwischen Rossel und IPM durch die belgische Wettbewerbsbehörde (ABC) herrscht Unmut in den Redaktionen der betroffenen Presseorgane. Im frankophonen Landesteil entsteht quasi ein Pressemonopol.

Zur Rossel-Gruppe gehören Le Soir, Sudinfo mit La Meuse, La Capitale, La Nouvelle Gazette, La Province und Nord Éclair, außerdem 7Dimanche, Vlan, Ciné Télé Revue, und Soir Mag.

Am Grenz-Echo ist Rossel zu 75 Prozent beteiligt, seitdem der ehemalige Verleger Alfred Küchenberg seinen Anteil von 25 Prozent an den Mehrheitseigner verkauft hat. Die restlichen 25 Prozent gehören der Familie Thommessen.

Bernard Marchant, Geschäftsführer der Mediengruppe Rossel. Foto: Belga

Zur IPM-Gruppe zählen: La Libre Belgique, DH Les Sports+, L’Avenir, Moustique, Paris Match Belgique, Télé Pocket, Journal des Enfants (JDE), Courrier International, außerdem audiovisuell LN24, LN Radio und FUN Radio.

Über den Verband der Berufsjournalisten (AJP) prangern die Redaktionen der beiden Medienkonzerne einen völligen Mangel an Abstimmung an. Besorgt ist man u.a.über die geplante Einstellung der Zeitung „La Capitale“, die Ungewissheit um die Zukunft der „Dernière Heure“ und mögliche verdeckten Entlassungen.

Die von der Fusion der beiden wichtigsten französischsprachigen Medienkonzerne IPM (La Libre, La Dernière Heure bzw. DH, L’Avenir, Moustique…) und Rossel (Le Soir, Sudinfo, 75 Prozent vom Grenz-Echo, 50 Prozent von L’Echo, 50 Prozent von RTL Belgium…) sind besorgt und fordern Konsultationen, wie sie am Freitag in einer Erklärung der Vereinigung der Berufsjournalisten (AJP) mitteilten.

Die belgische Wettbewerbsbehörde (ABC) hatte die Übernahme der Pressegeschäfte von IPM durch Rossel unter bestimmten Auflagen genehmigt. Nach mehrmonatigen Gesprächen mit den Ermittlungsbehörden hat Rossel verschiedene Zusagen gemacht. Deren Umsetzung soll bis Ende September abgeschlossen sein.

Es bestehen weiterhin große Bedenken in Bezug auf die Pläne von Rossel für die Regionalpresse, insbesondere was den Fortbestand der Regionalausgaben von „L’Avenir“ und damit die Arbeitsplätze der Journalisten betrifft.

Auch zum redaktionellen Konzept für „La Dernière Heure“ enthalten die Verpflichtungserklärungen keine Angaben. Die Zeitung „La Capitale“ soll eingestellt werden. Die Zusagen enthalten zudem keine Angaben zu „La Libre“ und „Le Soir“ sowie zu allen Zeitschriften. Inwieweit die geplante Fusion der Medienaktivitäten von Rossel und IPM Folgen fürs Grenz-Echo hat, ist ebenfalls unklar.(cre)

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