Politik

Frankreich investiert weiter massiv in die Kernenergie: „Sauber, sicher, unabhängig und wettbewerbsfähig“

Illustration: Shutterstock

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen 30 Milliarden Euro schweren Investitionsplan zur wirtschaftlichen Modernisierung des Landes präsentiert.

Frankreich solle wieder stärker zu einem Industriestandort und einem Innovationsland werden, sagte Macron bei der Vorstellung des Plans „Frankreich 2030“ am Dienstag in Paris. Der Plan ziele darauf ab, der französischen Wirtschaft die Möglichkeit zu mehr Wachstum über Innovationen zu geben.

Die Investitionen sollen in den kommenden fünf Jahren unter anderem in Kernbereiche der französischen Wirtschaft wie die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt, sowie den Ernährungs- und Pharmaziesektor fließen.

12.10.2021, Frankreich, Paris: Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, spricht während einer Präsentation des Investitionsplans „France 2030“ im Elysée-Palast. Foto: Ludovic Marin/AFP POOL/AP/dpa

Investiert werden soll auch in die Kernenergie mit der Entwicklung kleinerer Atomreaktoren, sagte Macron. Die Kernenergie sei CO2-frei, sauber und billig. Der Präsident bezeichnete es als „Glücksfall“, dass Frankreich über zahlreiche Atommeiler verfüge, die 200.000 Menschen beschäftigten. Dadurch produziere das Land bereits jetzt deutlich weniger Kohlendioxid als die meisten seiner Nachbarn.

Tatsächlich kommen 70 Prozent des französischen Stroms aus den emissionsarmen Atomkraftwerken. Diese Besonderheit gelte es abzusichern und weiter auszubauen, so Macron.

Frankreich will das führende Land im Bereich des grünen Wasserstoffs werden. Bis 2030 soll das Land außerdem bei einer Produktionskapazität von jährlich zwei Millionen E- und Hybridautos angekommen sein.

Macron präsentierte den schon länger erwarteten Investitionsplan im Anlauf zur Präsidentschaftswahl im April kommenden Jahres in einer fast zweistündigen Rede vor Studierenden und Firmenleitungen.

Nach Ansicht Frankreichs ist es unmöglich, den Energiebedarf bis 2050 allein aus erneuerbaren Energien zu decken. Foto: Shutterstock

Eine Wiederwahl Macrons wäre Voraussetzung dafür, dass der Plan in künftiges Regierungshandeln einfließt. Noch hat der 43-Jährige seine Kandidatur nicht offiziell angekündigt, sie steht aber nicht in Frage.

Nach Ansicht Frankreichs ist es unmöglich, den Energiebedarf bis 2050 allein aus erneuerbaren Energien zu decken. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hatte bereits am letzten Wochenende einen Ausbau der Atomkraft in Europa gefordert. „Wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen wollen, brauchen wir Kernenergie. Sie ist für uns alle ein unverzichtbarer und verlässlicher Faktor für eine kohlenstofffreie Zukunft“, heißt es aus einem offenen Brief, der der Tageszeitung „Welt“ und den Partnerzeitungen der Leading European Newspaper Alliance (Lena) am Sonntag vorlag.

„Kernenergie ist eine saubere, sichere, unabhängige und wettbewerbsfähige kohlenstoffarme Energiequelle“, heißt es weiter. „Für uns Europäer bedeutet die Kernenergie eine Chance, eine starke, ausgesprochen rentable Industrie zu entwickeln, Tausende von qualifizierten Arbeitsplätzen zu schaffen, unsere Führungsrolle in Sachen Klimaschutz zu stärken und Europas strategische Autonomie und Energie-Unabhängigkeit zu sichern.“ (dpa)

121 Antworten auf “Frankreich investiert weiter massiv in die Kernenergie: „Sauber, sicher, unabhängig und wettbewerbsfähig“”

  1. Johann Klos

    Ob es uns nun passt oder nicht, an Atomstrom geht bis auf weiteres (nächste Jahrzehnte ) kein Weg vorbei. Die sogenannten bisherigen Erneuerbaren sind nichts anderes als „“ Beibrot „“.
    Mir sind die Risiken dieser Tecjhnologie bestehst bekannt. Aber solange die Menschheit nicht merklich schrumpft gibt es keinen anderen Weg.

  2. Ich wage die Prognose dass Belgien den Atomausstieg 2025 nicht vollziehen wird weil ansonsten das Licht ausgeht. Die Zahlen sind eindeutig:
    https://www.elia.be/en/grid-data
    Aktuell, heute, geht in Belgien ohne Kernkraftwerke das Licht aus und das wird sich bis 2025 nicht grundlegend ändern. Gaskraftwerke sind bis dahin nicht zu bauen, und selbst wenn, man muss sich nur die Situation auf dem Energiemarkt ansehen, das benötigte Gas wäre gar nicht zu beziehen. Modulare Kernkraftwerke sind die Zukunft, es werden keine Reaktoren heutiger Bauart mehr errichtet werden, sondern die Stromversorger bauen einen konventionellen Teil (Turbine + Generator) und der nukleare Dampferzeuger wird modular angedockt. Seine Errichtung und sein Betrieb werden geleast, die Entsorgung übernimmt der Systemanbieter, z.B. Rosatom (Russland). Belgien sollte sich auf solche Geschäftsmodelle vorbereiten statt Wind- und Sonnenträumen nach zu laufen die nur im Blackout enden können….

      • Viel besser wäre es wenn Europa diese Industrie wieder selbst aufbaut. Nur sehe ich hier keinen politischen Willen dazu, man hechelt den Ökoträumen hinterher und hat sich selbst im öko-Gefängnis der Pariser Klimabeschlüsse eingesperrt und den Schlüssel weg geworfen. Aktuell verfügt nur Russland über einen funktionsfähige Brütertechnologie (BN 800) die diesen Brennstoffkreislauf ermöglicht. Kernbrennstoffe bedingen eine viel geringere Abhängigkeit als z.B. Gas, welches schnell verbrennt und in großen Mengen nach fließen muss. Ein KKW wie Tihange kann mit einer einzigen LKW Ladung Brennstoff über Jahre 24h/24h Strom produzieren, bei genügend (volumenmäßig kleinem!) Vorrat ist man damit über Jahre unabhängig von launischen Lieferanten.

    • Also wenn eine Fabrik wie Tesla in einem Jahr gebaut werden kann, schafft man es bis 2025 auch egal was für Kraftwerke zu bauen!!! Die sind auch nur zu ganz geringem Anteil Sonderanfertigung!!

  3. besserwisser

    Das finde ich eine richtige richtlinie für die Zukunft, saubere Energie ist nicht alleine mit nur erneuerbare Energie . So ist es liebe Ecologisten und Umweltverbesserer, Kernernergie ohne geht’s nicht

  4. Wo soll der Strom herkommen, der Flackerstrom von Wind und Solarenergie reicht nie schon alleine durch die E Autos also braucht man einen Puffer wenn die Energie mal nicht reicht, Es reicht auch nicht die Strompreise hochzusetzen und sagen wir haben eingespaart so wie es die Grünen machten Barley von der SPD sagte der billigste Strom ist den man nicht verbraucht, nur Strom den man nicht braucht muß man nicht bezahlen, also Licht aus Heizung aus Herd aus, meine Meinung die SPD gehört weg so was wie ein Schröder hat gereicht, Lerne aus der Vergangenheit für die Zukunft, die SPD mit Sicherheit nie

  5. Stromausfall

    Die richtige Wahl der Franzosen in punkto Klimaschutz, Emissionen im allgemeinen, Strompreis und solange wir weder Energiesparen noch erneuerbare Energiequellen « richtig drauf haben » … Belgien wird aus populistischen Gründen diesen Zug wohl verpassen und dann französischen Atomstrom oder braunen Kohlestrom aus dem « großen Loch in der Landschaft » bei Aachen teuer zukaufen müssen… nicht entscheiden ist stets die schlechteste Entscheidung ebenso wie Ausstieg ohne Alternativen !

  6. Don Quichotte

    Was will Macron denn mit 30 Milliarden? Er muss nach und nach 58 Meiler ersetzen. Die letzten haben oder werden allemal mindestens 10 Milliarden € kosten, … pro Stück. Seien wir gnädig, sagen wir Frankreich braucht 500 Milliarden in den nächsten 20 Jahren… woher ? Kernenergie wird auch für Frankreich zu teuer und zu unflexibel sein. Aber OK, eins haben sie mehr als Länder wie Belgien, D oder NL: Platz für die Berge von Atommüll… . .. Und ein europäischer Strommarkt von NordNorwegen bis Südspanien kann sehr gut bis 2050 mit 100% erneuerbarer Energie funktionieren.

    • Das regelt sich kurzfristig über Laufzeitverlängerung. Wie ich schon erwähnte, die neue Generation wird nicht der EPR sein sondern die modulare Bauweise. Was das Geld angeht, Deutschland „verbrennt“ jedes Jahr 25 Mrd EURO alleine an EEG Umlage! Mit 10 Jahre „EEG Umlage“ lässt sich ein komplett neuer, modularer, KKW Park aufbauen. Man muss es nur wollen…..
      Ihre Träume vom 100% EE Strommarkt von Südspanien bis Nordnorwegen sind Phantasien von MINT Versagern die noch nicht einmal den Unterschied zwischen Leistung und Energie kennen. Eure „Energieträume“ haben den Strommarkt genau dahin gebracht wo wir jetzt stehen, nämlich kurz vor dem Blackout bei horrenden Strompreisen!

  7. Corona2019

    Man darf nicht vergessen, das Deutschland zwar als
    –‐sauber Frau Merkel –da stehen wollte, in Wirklichkeit aber den fehlenden Strom in Frankreich bei kauft.
    So werden es die anderen Länder , die um Frankreich liegen, in Zukunft wohl auch machen.
    Und genau das haben die Franzosen in Ihrer Rechnung schon einkalkuliert.

  8. Taratata

    Die Energiekosten gehen durch die Decke und werden auf Dauer unbezahlbar. Wenn wir in der EU nicht schleunigst dafür sorgen unabhängig von Gas und Öl zu werden dann werden wir ein Problem haben. Strom ist die einzige Alternative. Und dazu braucht es Kernkraftwerke. Alles Andere ist augenwischerei. Die modernen Kraftwerke produzieren Strom ohne Ende und hinterlassen fast keinen Müll mehr. Es wird Zeit das wir das mal begreifen.

  9. Alter Schwede

    Kernkraft, eine zukunftssichere Technologie, d.h. dass es sicher ist, dass auch zukünftige Generationen sich mit unserem Atommüll beschäftigen müssen.

    Ich weiß ja nicht, aber ist eine Technologie, für deren Abfall man noch keine richtige Lösung hat, wirklich ausgereift? Und sollte nicht derjenige, der den Abfall produziert, auch für die Kosten der Beseitigung bzw Endlagerung aufkommen? Wie günstig bzw teuer ist der Atomstrom dann noch?

    Wenn sich mittlerweile eine eigene Wissenschaft (Atomsemiotik) damit beschäftigt, wie man zukünftige Generationen vor unserem Atommüll warnen kann, dann ist das Konzept mit dem „wir machen mal billigen Strom und verbuddeln den Schrott“ weder ausgereift noch besonders nachhaltig.

    https://www.mdr.de/wissen/atom-endlager-zukuenftige-generationen-warnen-100.html

    • Kleine Randbemerkung

      Warum steigen die Preise derzeit so stark? Den rasanten Anstieg vor allem der Preise für Gas und Rohöl beziehungsweise Benzin in den vergangenen Wochen führen Experten auf mehrere Faktoren zurück. Der Zusammenschluss der Ölförderländer OPEC+ hat Anfang Oktober zwar an der Steigerung der Ölförderung um 400.000 Barrel pro Tag festgehalten. Dies ist aber angesichts der stark gestiegenen Nachfrage nach dem Corona-bedingten Einbruch im vergangenen Jahr weniger als erhofft. Öl bleibt knapp und damit teuer. Im europäischen Gasmarkt haben leere Gasspeicher und Wartungsarbeiten an der Infrastruktur zu einem rapiden Anstieg der Preise geführt. Tanker mit verflüssigtem Erdgas (LNG), das überwiegend aus den USA kommt, steuern statt Europa Asien an, wo noch höhere Preise zu erzielen sind. Experten halten auch die Spekulation durch Finanzmarktakteure auf dem Gasmarkt für einen Faktor. In den letzten Monaten haben sich laut Experten die Beschaffungspreise für Erdgas und für Strom am Terminmarkt rund verdreifacht.

  10. Wenn man sich die letzten Jahre Anschaut ist das Vorhaben „saubere Energie“ zu erzeugen ein Unding.Alle sollen elektrisch in einigen Jahren fahren? Wie soll das denn gehen? Woher soll der Strom kommen wenn nicht von Atomkraftwerken? Elektroautos sind nur eine wirtschftliche- und daher auch politische Entscheidung. Der deutschen Autoindustrie ging’s schlechter, also verkauft man E-Autos obschon die Energie die dafür erzeugt wird alles andere als “ sauber “ ist. Der Strom wird teils noch aus Kohlekraftwerken erzeugt. Die lösung liegt eigentlich auf der Hand: Wasserstoffantrieb.
    Atomenergie ist das vernünftigste. Klar bleibt die Entsorgung ein Problem, aber wieviel Jahre sind keine grossen Probleme aufgetreten außer Fokushima und Tschernobil. Die eine wurde auf kritischem Terrain gebaut und das andere ist den russischen Wartungsproblemen zum Opfer gefallen.

  11. Die „wooke Jugend“ bekommt schneller die Folgen ihrer „Klimarettung“ spüren als sie sich das vorstellen konnten…
    https://www.welt.de/wirtschaft/article234378138/Gaspreise-E-ON-schliesst-vorerst-keine-neuen-Gasvertraege-ab.html
    „Leider können wir Ihnen derzeit keine Erdgas-Produkte anbieten“, heißt es auf der Webseite von E.ON. Wegen der stark gestiegenen Gaspreise bietet der Energiekonzern vorerst Privatkunden keine neuen Verträge mehr an.

  12. Corona2019

    Keine Sorge.
    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Chinesen hier Thorium Reaktoren aufbauen werden.
    Dann könnte eventuell der Strom so billig werden, dass wir es so wie die Franzosen machen, und sogar mit Strom heizen.
    Was dann den Vorteil hätte, dass wir weder von den Ölmultis abhängig sind, noch von Gerhard und Putins kurz( GP) Gas.
    Das würde am besten Deutschland auch so machen, dann würde der Ex Bundeskanzler , sprich Russland Überläufer aber ganz schön dumm aus der Wäsche gucken.

  13. Erdwärme

    Meine Nachbaren haben mir die Briketts Verheizung verboten!
    Möchte jetzt in meinem Garten Bohren, wir liegen doch in einem Vulkangebiet, oder?
    Aber mein Black & Decker Schlagbohrer schafft es nicht! :-(

    • Der Irrsinn dabei, diese Technologie hat Europa entwickelt, aber dank grün versiffter Energiepolitik an China verscherbelt! Jetzt müssen wir für die eigenen Erfindungen den Chinesen hinter her rennen…. Das kommt davon wenn „wooke Kinder“ die Politik bestimmen statt Menschen mit MINT Kompetenzen.

  14. Corona2019

    @ – Robin Wood

    Ob wir uns dann von den Chinesen abhängig machen? Das wird daran liegen ob die Verhandlungen mit den Chinesen durch korrupte oder ehrliche Politiker geführt werden.
    Man kann Verträge so aushandeln, dass beide Seiten daran verdienen, und zufrieden sein werden.
    Die Gefahr besteht aber effektiv, das wieder jemand ein paar Immobilien im Süden bekommt , und somit nur eine Seite glücklich würde.

  15. Robin Wood

    @Dax
    Das wusste ich nicht, danke für die interessante Info. Die Chinesen lachen sich über uns kaputt.

    @Corona2019
    Kennen Sie ehrliche Politiker? Wie ich schon Dax antwortete: Die Chinesen lachen sich ins Fäustchen.

  16. Corona2019

    @ – Robin Wood

    Ob ich ehrliche Politiker kenne?
    Persönlich kenne ich eigentlich wenige Politiker.
    Ich habe aber immer die Hoffnung dass die ehrlichen Politiker, die unehrlichen schwarzen Schafe aus der Politik rausekeln werden, und am besten dafür sorgen, dass diese dahin kommen wo sie hingehören, in den Knast mit Leuten zusammen die oft viel weniger verbrochen haben.

    Ich weiß, Wunschdenken.
    Das immer mehr sichtbar werdende System der Diktatur , die mit den Worten Demokratie getarnt werden , verhindern solche Aktionen.

    • Der kleine Belgier

      @-Robin Wood,
      Sie schreiben
      „ Ich habe aber immer die Hoffnung dass die ehrlichen Politiker, die unehrlichen schwarzen Schafe aus der Politik rausekeln werden“

      das wünsche ich mir auch, aber leider ist es umgekehrt.

      • Robin Wood

        @Der kleine Belgier und @Corona 2019
        Sie schreiben
        „ Ich habe aber immer die Hoffnung dass die ehrlichen Politiker, die unehrlichen schwarzen Schafe aus der Politik rausekeln werden“

        das wünsche ich mir auch, aber leider ist es umgekehrt.

        Wie wahr!!! Leider…

  17. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen, NICHTS von dem was aktuell in China in Sachen Kernkraft abgeht wurde dort entwickelt, ALLES kommt aus dem Westen (Europa und USA). Das ist die Tragik, unsere grün versiffte Gesinnungspolitik hat erst unsere aktuelle Situation und unseren wirtschaftlichen Niedergang verursacht. Den Ast abgesägt auf dem wir sitzen. Statt Physikunterricht Klimademo in Brüssel. Jetzt kommt die Rechnung und die wird gesalzen….

  18. Der kleine Belgier

    hier kann man erkennen, wie dumm die Menschen sind.
    Wir wollen das Klima retten und vergiften uns mit Atommüll.
    Tote brauchen keinen Strom mehr und Atommüll ist auch keine Zukunft für unsere Kinder.

  19. Gut, dass es hier so viele Fachleute gibt! Und nicht alle Ökos sind übrigens MINT-Versager…

    Die politischen Weichen in Belgien scheinen jedenfalls gestellt:
    – Ausbau von Offshore Wind vor der belgischen Küste: https://www.belgianoffshoreplatform.be/nl/productie-data/ – Inklusive Zubau von Verteilerleitungen.
    – Schließung von KKW (wahrscheinlich müssen einige Reaktoren nach 2025 weiter laufen, die Option hat man bereits genommen).
    – Bis 2025: Zubau von etlichen Gaskraftwerken, die den Wegfall der KKW abdecken müssen. Da wird sich jetzt schon gestritten, wo die genau hinkommen sollen (https://www.tijd.be/politiek-economie/belgie/algemeen/als-er-gascentrales-komen-dan-ook-in-vlaanderen/10330475.html). Ob man das bis 2025 schafft ist sehr fraglich, man hat viel zu lange abgewartet…
    – Erhalt von guten Beziehungen zu Nachbarstaaten, denn Import bei Mangel bleibt (so wie bisher) wichtig ( https://press.siemens-energy.com/global/en/pressrelease/siemens-energy-supplies-hvdc-technology-first-electricity-link-between-germany-and ). Frankreichs Atomstrom ist also sehr willkommen.
    – Über Solarenergie habe ich schon lange nichts mehr von politischer Seite gehört. Da will sich wohl niemand mehr die Finger verbrennen nach der Pleite mit den grünen Zertifikaten. Solarausbau ist auch massiv verlangsamt worden in Belgien seitdem. 2021 erreichen wir erst langsam wieder das Niveau von 2011, nachdem beinahe 5 bis 7 Jahre gar nichts passiert ist (Mit Ausnahme des beinahe kompletten Bankrotts der europäischen Solarindustrie…).

    Dass es in Zukunft teurer wird, ist unausweichlich. Die Zeiten des billigen Oels und Gases scheinen nun mal vorbei. Der EROI für fossile Brennstoffe sinkt seit Jahren ( https://www.sciencedirect.com/topics/engineering/energy-return-on-investment ), mit anderen Worten: wir müssen immer mehr investieren um Oel und Gas aus der Erde zu holen. Außerdem nähert sich der Lebensstandard in weiten Teilen Asiens unserem Lebensstandard an. Die wollen auch was vom großen Energie- und Wohlstandskuchen… Mehr Nachfrage -> höhere Preise… Alles nicht ganz so kompliziert wie es scheint, selbst MINT-Versager können das verstehen, und die Ökos sind da nun auch wirklich nicht Schuld dran…

    • Gut gebrüllt, Löwe, nur das den fehlenden MINT-Kompetenzen bewahrheitet sich auch bei Ihnen…
      Offshore vor der Küste unterliegen, wie alle Windräder, der v³ Regel die eine Grundlastfähigkeit sowie eine nachfrageorientierte Stromproduktion systemimmanent ausschließt. Ein Windrad auf dem Meer ist letztlich nicht besser als eines auf dem Land! Neue Stromleitungen können auch keine fehlende Kraftwerksleistung ersetzen, nebenbei bemerkt…
      KKW durch Gaskraftwerke ersetzen ist keine gute Lösung, der zusätzliche Gasbedarf wird weit unterschätzt und ist kaum lieferbar.
      Das mit den Nachbarstaaten ist ein Witz, wenn alle „aussteigen“ und sich dabei auf die Nachbaren verlassen, die denselben Fehler begehen, dann ist letztlich keinem geholfen. Das müssten selbst Ökos verstehen können…
      Solarenergie, besonders im Winterhalbjahr, ist der programmierte Totalausfall. Auch scheinen Sie die Begriffe Leistung und Energie nicht richtig zuordnen zu können.
      Es wird teurer? Ehrlich? Und das nachdem ich 2 Jahrzehnte hörte dass „Sonne und Wind keine Rechnung schicken…“
      Was den energetischen Erntefaktor ERoEI angeht (den meinten Sie ja wohl), dass der für die „Erneuerbaren“ grottenschlecht ausfällt hat ProF. Lüdecke dem Deutschen Bundestag schon vorgerechnet (Seite 8)
      https://www.bundestag.de/resource/blob/806702/313c6c63f26df81ac1eb58a68e0b7bd1/19-9-862_Luedecke_htw_saar-data.pdf
      Und doch, an der aktuellen Situation sind die Ökos maßgeblich Schuld, sei es durch MINT-Versagen oder politischer Berechnung….

      • Ein Glück

        @ Dax

        Ein Glück, dass wir SIE als MINT-Überflieger in diesem Forum haben – aber wie fühlt man sich eigentlich in so einer Versagergemeinschaft? Ist das nicht wie „Perlen vor die Säue werfen“.

      • @ DAX… Ihre Meinungen teile ich ja noch teilweise, aber ihr Charakterzug, alle anderen als blöde darzustellen, finde ich schon sehr abstoßend. Ich schätze mal deshalb haben sie es auch in der Politik nicht weit gebracht, da ist so etwas nicht erwünscht.

        Ich habe übrigens nirgends von Grundlastfähigkeit von Windkraft gesprochen. MINT stark, Leseverständnis mangelhaft, man kann halt nicht alles können…

        • Ich bin in keiner Partei aktiv und habe auch nicht vor es in der Politik noch weit zu bringen. Dazu bin auch zu alt… Was meine Art zu argumentieren angeht, ich habe mir nach 15 Jahren Forumstätigkeit einen direkten Ton angewöhnt, jede Diskussion endet sowieso immer dort, das kann man abkürzen und direkt zur Sache kommen. Ich arbeite in einem MINT Beruf und bin es leid mich von Leuten belehren lassen zu müssen die in meinem beruflichen Umfeld nicht einen Tag überstehen würden….

              • Um Meinungen geht es nicht, man muss nur unterscheiden können wozu man eine Meinung haben kann und was Fakten sind. Und Leute mit MINT Berufen wissen i.d.R. dass man z.B. zum Ohmschen Gesetz keine „Meinung“ haben kann, das versteht man oder man versteht es nicht. Anders in der Politik- und Medienblase, hier glaubt man alles sei eine Sache der korreten Haltung. Das ist aber nicht neu, beschäftigen Sie sich einmal mit Lyssenko, daselbe erleben wir heute bei der Energiepolitik….
                https://de.wikipedia.org/wiki/Lyssenkoismus
                Das Getreide wächst nicht nach kommunistischer Ideologie und der elektrische Strom fließt nicht nach Öko-Ideologie…

            • Das „M“ steht für Mathematik und wer selbstständig rechnen kann bemerkt schnell wenn man anfängt mit Zahlen zu lügen. Ich muss kein Möbelverkäufer sein um zu verstehen dass die „%“ im Möbelgeschäft nur Betrug sind. Sie merken es vielleicht nicht da Sie ja kein Möbelverkäufer sind…..

              • Dow Jones

                Wie ich schon sagte.

                Möbelverkäufer ist jetzt nicht unbedingt ein MINT Beruf, aber Dax weiß besser Bescheid über die Möbelbranche als jeder andere.

                Wahrscheinlich ist er so eine Art Universalgenie, nur leider bisher unerkannt. So wie Galileo Galilei zu seiner Zeit. Irgendwann in ein paar Jahrhunderten wird man die alten OD-Archive rauskramen und dann merken, dass Dax schon immer alles gewusst und vorausgesehen hat. Dann wird er posthum verehrt und man baut ihm ein Denkmal.

    • Ich habe gerade ein Buch zum Thema „Erneuerbare Energien – Wind, Sonne – aus den Wüsten Nordafrikas für Europa“ übersetzt.
      Das magische Wort bei dem Club-of-Rome-Schwachsinn ist Wasserstoff. Der technische Umbau-Ausbau um diesen als Speicherungs- bzw. Transportmöglichkeit zu nutzen kosten ein Vermögen.
      Anstatt die Kernfusion und den Import von Gas aus Russland zu fördern…

  20. Der nächste Schlag…
    ////
    Magnesium-Monopolist China stellt seine Lieferungen ein – mit enormen Folgen, nicht nur für die Aluminiumhersteller. Der Lieferstopp betrifft weite Teile der deutschen Industrie auf dramatische Weise. Noch vor Weihnachten droht ein großflächiger Produktionsstopp.
    ////
    Jetzt fragen die Ökos ganz unschuldig „und was hat das mit uns zu tun“? Ja, eigentlich alles…. Magnesium ist nur ein Produkt stellvertretend für viele andere. Das sind Grundstoffe deren Herstellung ist dreckig, energieintensiv und somit CO2 lastig. Um sich die „Klimaziele“ schön zu rechnen hat man die Grundstoffindustrie nach Asien verlagert, es ist billig dort, und das „böse CO2“ wurde den Chinesen auf den Bierdeckel geschrieben. Jetzt kommt die Rechnung, die Abhängigkeiten in die man sich hinein begeben hat, nur um als „Klimaretter“ zu gelten, ziehen uns den Boden unter den Füßen weg. Wir „retten“ nicht das Klima, wir werden zur wirtschaftlichen Kolonie Chinas. Wie konnte es nur soweit kommen? Fragen Sie ihren grünen Abgeordneten….

    • Und wieder: Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Ökos zu tun. Das ist eine Folge der liberalen Wirtschaftspolitik in Europa der letzten Jahrzehnte, das rächt sich jetzt. Ein bisschen mehr Wirtschaftsstrategie und Protektionismus hätte Europa gut getan. Stattdessen hat man nur auf den Geldbeutel geschaut und alle möglichen Wirtschaftsfelder nach China verscherbelt. Das jetzt den Ökos in die Schuhe zu schieben ist schon dreist.

      • Dass Kosteneinsparung eine der Gründe war für diese Auslagerung ist richtig, aber über allem schwebt (noch immer!) die irre „Klimapolitik“ in Europa die sich der „Dekarbonisierung“ verschrieben hat und somit die Grundstoffindustrie aus Europa verdrängt! Das jetzt abstreiten zu wollen ist mehr als dreist, das ist verlogen! Es geht ja immer weiter, auch jetzt noch. Der CO2 Preis wird unter dem Jubel der Grünverführten immer weiter hoch getrieben und dann kommt die große Ernüchterung wenn die Industrie-Grundstoffe fehlen. Weg mit der irren grünen „Klimapolitik“, alles andere wird uns nur weiter in die Sch**ße reiten.

        • Dow Jones

          Daxilein, hat ein Ecolo dir mal ne Freundin ausgespannt oder woher kommt der Groll auf alles Grüne?

          Jahrzehntelang sind die Großen nach Asien gepilgert um dort billiger zu produzieren und sich schöne Dividenden auszuschütten. Zu der Zeit hatte nirgendwo ein Grüner etwas zu sagen.

  21. Gerhard Schmitz

    Ich kann ja die Argumente der AKW-Befürworter nur zu gut verstehen, dennoch spüre ich ein flaues Gefühl im Magen angesichts der Atommüllproblematik und der Sicherheit der AKWs.

    Laufen wir nicht Gefahr, wenn wir uns allzu früh auf die AKWs ausruhen, unsere Kreativität für wirklich nachhaltige Lösungen einzubremsen?

    Die EU hat im Süden die Sonne, im Westen den Wind und im Norden, was weiß ich, Platz für riesige Pumpspeicherkraftwerke, mit deren Hilfe die unstabile Stromleistung evtl. gezähmt werden könnte. Und die Erforschung von Kernfusions- anstelle von Kernspaltungsreaktoren sollte meinetwegen ruhig forciert werden.

  22. Corona2019

    Machen wir uns nichts vor, unsere teils fast 50 Jahre alten Dampfmaschinen die sich noch Atomkraftwerke nennen dürfen gehören eigentlich sofort ausgeschaltet. Wer fühlt sich sicher in einem 50 Jahre alten Flugzeug, oder mit 120 kmh in einem 50 Jahre alten Auto auf der Autobahn?

    Sicherlich werden jetzt einige sagen, die Technik hat sich bewährt, und mit guter Wartung laufen die noch 50 Jahre. Das stimmt aber nur bedingt, und der Müll ist und bleibt ein Problem.
    Oder meldet sich hier jemand freiwillig bei dem man das Zeug im Keller lagern kann?
    Kleiner?
    Dachte ich mir.
    Alleine aus diesem Grund ist es wichtig die alten Kisten besser heute als morgen auszuschalten.

    Natürlich, eine Sache der Unmöglichkeit, wir brauchen den Strom. Aber nur so kann man verdeutlichen das die Sache nicht Tod diskutiert werden soll, sondern dass es Zeit ist zu handeln.

    Und wenn moderne Kernkraftwerke kleiner werden, das Risiko eines Erlebnisses wie in Fukushima oder Tschernobyl dadurch erspart wird, und zusätzlich die gesamt Abfallmenge durch moderne Kernkraftwerke drastisch reduziert wird, kann das ganze nicht verkehrt sein.

    Erstens von den Kosten, und zweitens für die Sicherheit ständig genügend Strom zur Verfügung zu haben, ohne sich von anderen Ländern wie die Gas Erpresser ,oder die Öl Erpresser abhängig zu machen.
    Dazu kommt natürlich noch der Staat selbst ,der auf Öl und Gas Steuern drauf knallt die jenseits von Gut und Böse sind und dadurch auch eher erpresserisch wirkt.

    Am besten wäre natürlich dass jede Straße in einer Stadt sich ihren eigenen Strom produzieren sei es durch Solaranlagen oder Windkrafträder. Da würde der Staat natürlich nicht auf die Idee kommen diese Sachen vor zu finanzieren .
    Ist die Sache abbezahlt , kann man ja schlecht Steuern von denen fordern, die selber die Investition getätigt haben bzw die Projekte selber organisiert haben.
    Dieser Traum, fällt also aus.

    Es geht sich unseren Politikern also gar nicht um grün oder nicht grün .Es geht sich einzig und allein darum, auf welchem Produkt unsere Politik im Preis-Leistungsverhältnis die meisten Steuern erheben kann.

    Der Autofahrer und die benötigten Fahrzeuge zum Transport waren bis jetzt die Melkkuh der Nation, sollten die dafür notwendigen Fahrzeuge, durch Fahrzeuge ersetzt werden die nur Strom verzehren, dann müsste man ja auf erneuerbare Energien so viel Steuern verlangen wie auf Benzin und Diesel.

    Dann kommen also zu unserer normalen Stromverbrauch eine Mehrwertsteuer von 80% obendrauf.
    Frage, Wer soll das bezahlen.??

    Also wird uns nichts anderes übrig bleiben, wenn unsere Politiker weiter schlafen, uns an Strompreise gewöhnen zu müssen, bei denen man sich die Frage stellen muss, habe ich jetzt noch genügend geld um meine miete zu zahlen?

    • Ach Macron

      Halb Frankreich wird mit Strom beheizt, seit 25 Jahren 0 Anstrengungen zur Abkehr um dann zu behaupten 2050 völlig unmöglich. Ist in Belgien bis hierhin nicht anders gelaufen, der neue Haushalt lässt Besserung vermuten. Ob es immer richtig ist einen Zeithorizont hinterher zu laufen, ich denke nicht. Man muss den Dingen Zeit geben sich zu entwickeln, aber eben auch nicht ausbremsen. Photovoltaik rechnet sich auch ohne Zuschüsse, warum brechen dann die Zahlen ein. Unverständlich. Viele erneuerbare Energien haben noch nicht ihren maximalen Wirkungsgrad erreicht, hier ist Potential, bei Atomstrom ist man am Ende. Und wir reden über 2050. Da hilft der Blick 29 Jahre zurück, um sich vorzustellen welche neue Dinge darauf warten entwickelt zu werden. Es hatte immer schon Leute gegeben wie Dachs, die behauptet haben, dass Dinge nicht gehen. Es hat immer Leute gegeben die das nicht wussten und es einfach gemacht haben. Mit Mint können Sie Rechnungen lösen, aber keine Probleme.

  23. Corona2019

    @ – Ach Macron

    Teilweise gebe ich Ihnen ja recht, kommt die Bremse aber nicht aus der Politik selbst?

    Wenn man Leute bestraft die zu viel Strom mit der Photovoltaik Anlage produzieren, muss man sich nicht wundern wenn auch niemand mehr Interesse daran hat diese zu erneuern, oder Leute die neu bauen sie überhaupt nicht auf dem Dach haben wollen.

    Machen kann man effektiv viel, man muss aber auch die Leute machen lassen.
    Und es ändert auch nichts daran das wenn jeder machen würde, dem Staat Milliarden Einnahmen an steuern fehlen.
    Wenn es jemand schafft das Steuersystem komplett umzukrempeln, dann würde nicht mehr ständig auf die Bremse getreten, sondern das Gaspedal.
    Ups, sorry , in Zukunft heißt es wohl -Strom- Pedal.

    Und genau aus diesem Grund, dass auch alle Fortbewegungsmittel mit einem normalen Motor, durch Fortbewegungsmittel mit einem Elektromotor ersetzt werden sollen, habe ich so oder so meine Zweifel dass es überhaupt ohne Atomkraftwerke reichen wird.
    Dazu müsste man ja erste Mal berechnen, wie viel Strom man benötigt um alle Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren zu ersetzen.

    Und bis zum Jahr 2050 können Sie dann noch mal über 30% dabei rechnen, an Elektrofahrzeugen, weil dies auch so mit Verbrennungsmotoren sein würde, weil immer mehr Fahrzeuge hinzukommen.

    • Ach Corona 19

      Ja Klar ist die Politik Schuld, die weiterhin dem Lobbyismus frönen. Sieht man doch an Laschet wie wenig Abkehr und Kreativität zustande kam. Dachs meint, man sollte die EEG Subvention in Atomstrom stecken, da hätte man keine Probleme mehr. Umgekehrt wird da ein Schuh draus. EEG können enorm zur Arbeitsplatzentwicklung beitragen, die Wirtschaft neu umverteilen, das sind zwei wichtige Elemente unabhängig von der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Auch der regionale Wirtschaftskreislauf wird gestärkt. Eigentlich haben die Günen eine erstaunlich Entwicklung durchgemacht. Die Vorschläge sind durch die Bank umsetzbar und auch der Rahmen wird mitgeliefert. Sie sagen was geht und nicht immer die Leier über das was nicht geht.
      @ Dachs: wenn Sie schon das ohmsche Gesetz bemühen, dann konzentrieren sie sich dabei mal bitte auf den R-Wert.

      • Auch eine Million Windräder produzieren bei Windstille keinen Strom. Der ist aber notwendig für die Netzstabilität. Außerdem wollen die Bewohner keinen solchen Riesen vor die Nase gesetzt bekommen. Ebenso wenig wie Stromtrassen. Probleme über Probleme. Da nützen auch die tollsten Pläne nichts.

        • Ach Logisch

          Es ist aber kein Wünsch Dir was, sondern ein entweder oder. Viel zu viele haben das noch nicht verstanden. Von wegen Stromtrassen, bei einem solchen Vorgehen, hätte es ja nie eine Eisenbahn gegeben.

    • Corona2019

      @ – Peter Müller

      Ein eigenes Windrad auf dem Dach, natürlich ein kleines, keine schlechte Idee, die aber schon viele hatten.

      Das Problem .
      Sie bekommen keine Genehmigung, an Sachen wo der Staat nichts dran verdient, werden Genehmigungen nur ungerne verteilt.

  24. @Dax
    Sie haben natürlich recht, und Jeder der sich mit EE befasst weiss das auch, dass Sonne und Wind bei uns nur mit der entsprechenden Langzeit-Stromspeicherinfrastruktur – (power-to-gas und power-to-liquid- eine stabile 24/24 Stunden Stromversorgung leisten können.
    ABER, und ich denke mal das wissen Sie auch, technisch ist das allemal möglich, es braucht 1. genügend Wind- und Sonnenstrom, {wobei die Sonne ja jetzt schon unser allerbester Kernfusionsreaktor ist, immerhin wäre die Erde, im Sommer wie im Winter, ohne die Sonnenwärme für uns Menschen unbewohnbar! Also die Sonne hat genug Potential!}, 2. den entsprechenden regionalen Netzausbau, 3. die Installation um mit erneuerbarem Strom das überschüssige CO2 in der Luft mit H2 aus H2O zu Methan und Methanol umzuwandeln, um dann 3. Beides bei Wind- und Sonnenflaute in Gaskraftwerken wieder als Stromquelle zu nutzen.
    Kompliziert? Ja, aber machbar, und verglichen mit Kernkraft egal in welcher Form, nicht komplizierter, wesentlich ungefährlicher, wesentlich sozialer weil dezentral mit regionaler Wertschöpfung, wesentlich versorgungssicherer denn der Wind weht überall und die Sonne strahlt überall, mit wesentlich mehr geschaffenen Arbeitsplätzen, wesentlich Frieden stiftender weil ohne Abhängigkeit von den Ölscheichs, und letzten Endes wirklich nachhaltiger weil die kostbaren fossilen Ressourcen, auch Uran, dann nicht mehr so banal wie jetzt, um Strom zu bekommen, verbraten werden.
    OK, jetzt habe ich mich also auch im Energiebereich “geoutet”, nach “Corona” also noch mehr Angriffsfläche … Aber vielleicht geht es ja im gegenseitigen Respekt und mit Sachargumenten – ein Traum?!

    • Ach Jospeh

      Was Dachs nicht verstehen will, es geht darum das zu tun was machbar ist. Dann kann man eben noch nicht auf Atomstrom „gänzlich“ verzichten, aber auf so einige Akw’s schon.
      @karlh1berens: Die Aussage von Dachs werden doch jetzt schon eingeholt. Auch wenn man die Einfamilienhäuser autark betreiben kann, ohne viel Aufwand, dann aber nicht die Industrie und schon garnicht die Hochöfen. So seine Aussage
      ///

      Wir schaffen die Kohle ab, nicht das Stahlwerk.
      Dr. Arnd Köfler, CTO thyssenkrupp Steel
      ///
      https://www.thyssenkrupp-steel.com/de/unternehmen/nachhaltigkeit/klimastrategie/?gclid=EAIaIQobChMIvKH_-vjO8wIVkbt3Ch1fiQPbEAAYASAAEgLtaPD_BwE

      Thyssenkrupp Steel verfolgt dabei einen technologie offenen Ansatz und setzt auf zwei Pfade: die Vermeidung von CO2 durch den Einsatz von Wasserstoff.
      Und Dachs redet weiter oben noch von Dingen die er wohl noch erleben werde, ob sie funktionieren. Ach Dachs, Du wirst überollt werden, so schnell wird das gehen.

      • China produziert 1065 Mio T Stahl pro Jahr, Deutschland 35,7 Mio T ==> 3.3% von China. Der „grüne “ Deutsche Stahl, zum vielfachen des Weltmarktpreises, wird an der CO2 Bilanz der Stahlindustrie nicht das geringste ändern. Die Deutschen Ökos in ihrer Blase reden vom grünen Stahl und können den Anteil Deutschlands am weltweiten Stahlmarkt noch nicht einmal einschätzen. Man will „Zeichen setzen“, zahlen sollen das dann der Pöbel an Ladenkasse. Dr. Arnd Köfler rennt dann los um Steuergeld für seinen „grünen Stahl“ zu bekommen, seine Aktionäre werden sicher nicht den „Öko-Aufschlag“ auf die Stahlprodukte zahlen. Das dürfen dann so Schlauberger wie Sie einer sind zahlen…..

        • Ach Dachs

          Die machen das, weil es Sinn macht und sich rechnet. Dann verkaufen wir eben keine Akw’s mehr nach China, Problem gelöst, wirtschaftsvorteil wieder bei uns. Eigentlich ganz einfach, hätten Sie selber drauf kommen können, wie weiter oben beschrieben.

          • Im Gegensatz zu Ihnen habe ich beruflich mit den Chinesischen KKW zu tun. Es gibt auch in Ostbelgien Firmen die daran beteilgt waren. Waren, weil die uns inzwischen abgehangen haben, China baut selbst und entwickelt selbst Kerntechnik wärend wir Windmühlen aufstellen. Leute wie Sie, für die „eigentlich alles ganz einfach“ ist haben gar nichts verstanden – deswegen auch die Begeisterung für Windmühlen, passend zum MINT Niveau….

      • karlh1berens

        @ Ach Jospeh 16/10/2021 14:42
        Vielen Dank für diesen Link. Ich habe in 2007 und 2008 bei ThyssenKrupp Wämebehandlungsanlagen montiert. In 2007 habe ich innerhalb 6 Wochen 14000 € gescheffelt.

  25. karlh1berens

    @ Joseph 15/10/2021 20:56

    Auch das Speichern des Photovoltaikstroms durch Redox-Flow-Zellen in Lignin ist serienreif – und für so manchen unter uns wohl auch erschwinglich.
    Was jucken mich die Probleme der Großindustrie.
    Und auch der Holzvergaser könnte wieder aktuell werden. Die Wallonie besteht zu ⅔ aus Holz(köpfen). Also, entweder vergasen oder köpfen – wo ist das Problem ?
    Im Extremfall : Ich bin für fast jede jede Sauerei zu haben. (Ausnahme im Moment : COVID-Impfung)

    • Ach karlh1berens

      Hab ich eben noch nach geschaut. Die verkaufen keine mehr weil Sie Ihre Kapazität für die Großenergieverbraucher benötigen. Das muss man sich mal vorstellen. Nicht weil es nicht rentabel wäre, sondern weil die Kapazitäten nicht reichen um beides umzusetzen. Wie bekloppt muss man sein. Da gibt es ein Unternehmen das Marktreife entwickelt und muss sich auf den lukrativeren Zweig konzentrieren. Nicht weil es nicht wirtschaftlich wäre, nein das Andere ist noch wirtschaftlicher. Wie krank. Und Dachs diskutiert, das EEG nicht voran kommt, na bravo.

      • karlh1berens

        Nennt sich Marktwirtschaft ! Wenn du mir den doppelten Preis für mein Produkt zahlst komst als erster dran – und wenn ein anderer noch mehr zahlt erst als zweiter.

        Man kann die Dinger übrigens auch selber bauen. Oder das Patent kaufen oder ……

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