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CSP an Minister Mollers: Wann steht Konzept für Defibrillatoren?

Ein Defibrillator, auch Schockgeber genannt. Foto: Shutterstock

Die CSP-Parlamentarierin Patricia Creutz weist im Zusammenhang mit der Forderung des Sportrates der DG nach einer flächendeckenden Anbringung von Defibrillatoren darauf hin, dass Gesundheitsminister Harald Mollers (ProDG) auf ihre Nachfrage hin bereits im Jahre 2010 ein entsprechendes Konzept angekündigt habe. Trotzdem habe es seither in dieser Angelegenheit keinerlei Bewegung gegeben.

Wie berichtet, hat es kürzlich in der Gemeinde Bleyberg zwei Vorfälle gegeben, einer davon endete am vergangenen Wochenende tragisch. Ein etwa 50-jähriger Fußballspieler der Altherren-Mannschaft von Bleyberg überlebte die Herzattacke nicht – trotz Defibrillator.

Bereits 2010 eine mündliche Frage gestellt

DG-Sozialminister Harald Mollers. Foto: Christian Willems

DG-Sozialminister Harald Mollers. Foto: Christian Willems

Wenige Wochen vorher konnte auf dem Fußballplatz von Hombourg ein 14-jähriger Fußballspieler nach einem Herzinfarkt dank des Einsatzes eines Defibrillators gerettet werden.

Patricia Creutz hatte den Minister für Gesundheit im September 2010 mit einer mündlichen Frage darauf aufmerksam gemacht, dass in der DG nur wenige automatische Laiendefibrillatoren in Sportstätten und Schwimmbädern zur Verfügung stehen.

Creutz wies damals ebenfalls auf die Möglichkeit eines Sammelankaufs innerhalb der Provinz Lüttich hin, durch den die Kosten pro Gerät auf circa 1000 Euro gesenkt werden könnten, was einer Einsparung von 500 bis 1000 Euro je Gerät entspräche.

In seiner Antwort habe der Gesundheitsminister damals erklärt, dass er sich nicht „Hals über Kopf“ in eine Kaufaktion mit der Provinz Lüttich stürzen werde, sondern zunächst ein eigenes Konzept für die DG erstellen wolle. Dazu gehöre ein Plan, der sinnvolle Orte für die Anbringung festlegt, der Schulungen vorsieht und Verantwortliche bestimmt, die eine regelmäßige Überprüfung und Wartung der Defibrillatoren gewährleisten.

Bei einem Patienten wird ein Defibrillator eingesetzt. Foto: Shutterstock

Bei einem Patienten wird ein Defibrillator eingesetzt. Foto: Shutterstock

Es besteht Dringlichkeit

Genau diese Fragen werfe der Gesundheitsminister auch heute, mehr als 3 Jahre später, wieder auf, so die CSP. „Dies verdeutlicht, dass es in dieser Angelegenheit – entgegen der Ankündigung – keinerlei Bewegung gegeben hat“, betonte die PDG-Abgeordnete Creutz: „Was ist in der Zwischenzeit passiert, und weshalb wurden diese Fragen, die 2010 dieselben waren wie heute, inzwischen nicht beantwortet?“

Die CSP weist in einem Kommuniqué darauf hin, dass in dieser Angelegenheit offenkundig Dringlichkeit besteht, da Defibrillatoren vielerorts bereits das Leben von Sportlern gerettet haben: „Daher soll das von der Regierung angekündigte Konzept – nach 3 Jahren – endlich beherzt angepackt werden.“

Siehe auch Artikel „Defibrillator half diesmal nicht: Spieler einer Altherren-Elf stirbt in Bleyberg“

Siehe dazu auch Artikel „Junge auf Fußballplatz in Hombourg zusammengebrochen – Defibrillator rettet Leben“

4 Antworten auf “CSP an Minister Mollers: Wann steht Konzept für Defibrillatoren?”

  1. Eupenmobil

    Frau Creutz verhält sich in dieser Angelegenheit zwar ziemlich opportunistisch, denn auch sie hat seit 2010 in dieser Frage nicht mehr nachgehakt, sondern erst jetzt nach den aktuellen Zwischenfällen. Trotzdem hat sie natürlich Recht: In dieser Frage ist Eile geboten.

  2. Marc Van Houtte

    Von DG-Sozialminister Harald Mollers hat man nicht viel gehört seit er im Amt ist. Oder täusche ich mich da?
    Für die Kosten der Empfange in Berlin, Bxl oder sonst wo in den Letzen 3 Jahren hätten alle Defibrillatoren beschafft werden können.

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