Gesellschaft

Belgien atmet auf: Dem „Corona-Tsunami“ nur knapp entkommen – Aber es wird kein unbeschwerter Winter

20.11.2020, Belgien, Brüssel: Der Vize-Premierminister und Minister für Gesundheit und Soziales, Frank Vandenbroucke, trifft zu einem Ministertreffen ein. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Im Oktober noch drohte Belgien von einem „Corona-Tsunami“ überwältigt zu werden. Mit letzter Kraft und einem Lockdown schaffte das Land zwar die Kehrtwende, ein unbeschwerter Winter ist dennoch nicht zu erwarten.

Belgien atmet auf, das Land hat die Corona-Kehrtwende geschafft. Im Oktober noch waren die Infektionszahlen so sehr explodiert, dass man Belgien in den Top 3 der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa wiederfand.

Über 20.000 Neuinfektionen wurden in der letzten Oktoberwoche an manchen Tagen registriert, etwa so viele wie derzeit in Deutschland. Dabei hat Belgien nur 11,5 Millionen Einwohner, Deutschland dagegen 83 Millionen.

02.11.2020, Belgien, Brüssel: Menschen gehen an den geschlossenen Läden in der Shoppingmeile „Rue Neuve“ vorbei. Foto: Thierry Roge/BELGA/dpa

Die Nerven lagen blank. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (sp.a) warnte vor einem „Tsunami“, es drohe der Kontrollverlust. Die Regierung zog die Notbremse: Nach der Gastronomie mussten auch fast alle Geschäfte außer Supermärkte schließen, das Homeoffice wurde verpflichtend eingeführt. Kontakte wurden stark eingeschränkt, Mitglieder eines Haushaltes durften, ohne Abstandsregeln einhalten zu müssen, nur noch eine einzige Person treffen, den sogenannten „Knuffelcontact“.

Die Strategie zeigte Wirkung. Die registrierten Fallzahlen in den letzten Tagen waren deutlich niedriger: Im Schnitt waren es in der vergangenen Woche landesweit täglich 4.800 Neuinfektionen.

Belgisches Beispiel als Vorbild für Deutschland?

Könnte das belgische Beispiel nun Deutschland als Vorbild dienen, wo kommende Woche entschieden werden soll, wie es mit den bestehenden Corona-Maßnahmen weitergeht?

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigte sich am Donnerstag jedenfalls beeindruckt von den Erfolgen – auch von denen in Frankreich und den Niederlanden. Den Rückgang der Infektionszahlen führte er aber auch „auf die große Disziplin der Bürgerinnen und Bürger in diesen Ländern“ zurück (siehe dazu Artikel an anderer Stelle).

18.11.2020, Belgien, Brüssel: Ein Patient wird im Krankenhaus Cliniques d’Europe eingeliefert. Die Armee hilft dort bei der Schaffung eines neuen Flügels für Covid-Patienten. Foto: Ophelie Delarouzee/BELGA/dpa

Auch die Zahl der Toten mit nachgewiesener Corona-Infektion ist in Belgien rückläufig. Dennoch führt das Land auch hier eine traurige Statistik an: Laut der US-Universität Johns Hopkins (JHU) verzeichnete Belgien im weltweiten Vergleich die meisten Corona-Toten pro 100.000 Einwohner. Mehr als 15.000 Tote forderte die Pandemie bislang. Zum Vergleich: In Deutschland sind es derzeit knapp 13.400.

„Wir hätten früher reagieren müssen“, sagt Professor Steven van Gucht, Virologe und Leiter des staatlich-belgischen Gesundheitsamtes Sciensano, der bereits im September Alarm geschlagen hatte. Aber es sei schwierig gewesen, die belgische Öffentlichkeit von der Dringlichkeit eines Lockdowns zu überzeugen. „Als Virologen haben wir uns ziemlich einsam gefühlt.“

Auch jetzt warnt er vor einer zu schnellen Lockerung der Maßnahmen zum Jahresende, auch in Deutschland: „Ich verstehe, dass die Menschen sich nach einem schwierigen Jahr entspannen möchten.“ Aber eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Neujahr berge die Gefahr einer dritten Pandemie-Welle. Menschen, die sich über das Weihnachtsfest infizierten, könnten wiederum andere an Silvester mit dem Virus anstecken. Auch Skiurlaub steht der Virologe eher kritisch gegenüber. Erfahrungen mit dem Grippevirus hätten gezeigt, dass „sich treffen, küssen, tanzen“ der ideale Nährboden für eine schnelle Verbreitung sei.

Das Krankenhaussystem wurde heruntergewirtschaftet

Auch wenn die Infektionszahlen deutlich zurückgehen, das belgische Gesundheitssystem ächzt. In Teilen des Landes mussten Ärzte und Krankenpfleger trotz Corona-Infektion zum Dienst antreten. „Ich glaube, uns stehen schwierige Zeiten bevor“, sagt Marei Schwall, eine Krankenpflegerin in der Hotspot-Provinz Lüttich, die selbst auf einer Corona-Station im Einsatz war.

17.11.2020, Belgien, Brüssel: Mitglieder der Föderation der frankophonen Studenten (FEF) halten bei einem Protest vor dem Kabinett der Fédération Wallonie-Bruxelles Schilder und sitzen zwischen auf dem Boden platzierten Schuhpaaren, um auf die prekäre Situation vieler Studenten im Land aufmerksam zu machen. Foto: Ophelie Delarouzee/BELGA/dpa

„Das Krankenhaussystem wurde in den letzten Jahren heruntergewirtschaftet“, man fühle sich mit der Pandemie „alleingelassen“, sagt Schwall. Das Krankenpflegepersonal sei „ermüdet“, und dadurch anfälliger für Erkrankungen. Auch gäbe es Kollegen, die nach einem schweren Corona-Krankheitsverlauf mit Komplikationen wie chronischer Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Gedächtnislücken zu kämpfen hätten.

“Die zweite Welle tut mir viel mehr weh“, sagt Schwall. Die Politik habe zwischen Juli und September die Chance verpasst, das Personal aufzustocken.

Nicht nur unter dem Pflegepersonal herrscht Frustration. Jedes fünfte Unternehmen in Belgien drohe der Konkurs, warnte der Arbeitgeberverband bereits vor dem Lockdown.

Virologe van Gucht bekommt täglich Emails von wütenden oder ratlosen Mitbürgern, manche äußern sogar Selbstmordgedanken. „Ich fühle wirklich mit“, sagt van Gucht mit Blick auf die grassierende Verzweiflung. „Aber wir hatten keine Wahl. Diese Pandemie fühlt sich selbst für einen Virologen surreal an.“ (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

60 Antworten auf “Belgien atmet auf: Dem „Corona-Tsunami“ nur knapp entkommen – Aber es wird kein unbeschwerter Winter”

  1. schlechtmensch

    Das eigentliche Problem wird doch sein, dass die Politik wiedermal nichts lernen wird. Ausser Lippenbekenntnissen und heisser Luft wird da nichts kommen. Und im Frühling geht dann die dritte Welle los. Und alle werden wie immer völlig überrascht sein. Bis wir damit durch sind dauert es noch Jahre. Und dann kommt Covid 21 oder das nächste Virus. Game Over!

      • „Wie könnte die Pandemie beendet werden?“ Sie stellen die selbe Frage wie ein Politiker!
        Die Frage sollte lauten: kann eine Pandemie beendet werden? Per Definition ist eine Pandemie nämlich schon weltweit (oder sehr weit) verbreitet. Sie zu beenden ist nahezu unmöglich und der Versuch sie zu beenden fordert Opfer!
        Die Antwort muss also sein, dass, wenn es nahezu unmöglich ist es zu stoppen, man sich auf solche Pandemien einstellt und dem entsprechend seine Kapazitäten anpasst. Wir müssen lernen damit zu LEBEN und uns nicht darauf fokussieren nicht zu sterben. Vor dem Tod haben wir nämlich ein Leben und das geht gerade für viele Betroffenen den Bach runter!
        Genug aufgeklärt?

        • China hat gezeigt, dass es mit der ganz harten Methode geht. Aber China fackelt auch nicht mit Maßnahmen-Verweigern. Die Menschen wurden einige Wochen eingesperrt und gut war. Geht hier nicht, werden Sie entgegnen. Aber genau das ist das Problem der westlichen Politiker. Bei schon den kleinsten Maßnahmen regt sich ein Teil der Gesellschaft mächtig auf und verweist auf die Nachteile. Auf diese Art werden wir aber Jahre mit dieser Seuche zu tun haben. China ist bestimmt kein nachahmenswertes Regime. Aber in dieser Sache hat es genau das Richtige getan.

          • Leute wie Sie, die „mit der ganz harten Methode“, haben schlimme Dinge im letzten Jahrhundert ermöglicht, die auch mit so etwas wie einer „Maske“ für bestimmte Teile der Bevölkerung angefangen haben….

          • „Die Menschen wurden einige Wochen eingesperrt und gut war.“ Genau das meinte ich. Sie schreiben selber, daß es kein nachahmenswerte System ist und am Anfang finden sie es toll. Entscheiden Sie dich, entweder das eine oder andere.

    • Joseph Meyer

      20.11.2020
      Belgien atmet auf: Dem „Corona-Tsunami“ nur knapp entkommen, es wird aber kein unbeschwerter Winter
      „Belgien atmet auf, das Land hat die Corona-Kehrtwende geschafft. Im Oktober noch waren die Infektionszahlen so sehr explodiert, dass man Belgien in den Top 3 der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa wiederfand.“
      Der Grund für diese „Explosion“ der „Infektions“-Zahlen war wohl nicht das – wahrscheinlich längst mutierte – Virus, es hat sich aus dem Staub gemacht, weil die Belgier als tapferste der Gallier ihm, mit ihrer noch einigermaßen intakten Immunabwehr, zu widerstandsfähig sind, denn wenn es angreift und sich in einer Zelle vermehren will, wird es prompt von den Helfer- und Killerlymphozyten zerstört. {Also zieht es dieses schlaue Virus vor zu verschwinden oder sich ein neues Kleidchen anzuziehen … besser so @Johann Klos?} Die Explosion der „Neuinfektionen“ liegt an der Explosion bei der Anzahl durchgeführter PCR-Tests! Ebenso in Deutschland. Wenn also in Belgien pro Tag genau so viele Tests durchgeführt werden wie in Deutschland, dann spielt der Unterschied bei der Einwohneranzahl keine Rolle … Was eine große Rolle dabei spielt ob ein Test positiv ausfällt oder negativ, ist die Anzahl der Verstärkungszyklen des entnommenen genetischen Materials bei der Durchführung des PCR-Tests – unterschiedlich von Labor zu Labor, bei 50 und mehr Zyklen sind so gut wie alle Tests positiv, so viel zur Wertigkeit dieses Tests als Diagnosemethode bei Infektionserkrankungen! Man lese die Klagegründen von RA Füllmich gegen Drosten, Wieler und Co wegen krimineller Irreführung und Schädigung der gesamten Bevölkerung …! (*). Irgendwann sind auch in Belgien van Gucht, Van Ranst, Vlieghe, und die wenigen Anderen, alle von der Pharmabranche und deren Investoren bezahlt, an der Reihe – die Mühlen der Wahrheit malen langsam aber sie malen!
      Dass die Zahlen der „Neuinfektionen“ jetzt sinken das hat doch eindeutig damit zu tun, dass man zeitweilig aufgehört hat die gesunden MitbürgerInnen zu testen! Die belgische Bevölkerung muss sich zeitweilig etwas beruhigen können und wieder Hoffnung schöpfen, nur so kann man sie bei der Stange halten – d.h. weiter mit Maske und ohne menschliche Wärme durch Küsschen, Hände schütteln und Gespräch – sie könnten ja mal „sich verschwören“ und hinterfragen und dann anfangen zu protestieren …

      Ein für mich sicherer Beweis, dass die Pharmabranche jetzt von der relativen Harmlosigkeit dieses Virus überzeugt ist, dürfte deren Vorpreschen mit dem Corona-Impfstoff sein! Es wäre sonst doch nicht auszudenken, wenn nach einer ausgedehnten Impfkampagne mit hundert Tausenden Impfungen plötzlich das Virus wirklich zuschlagen würde und es zu vielen Todesopfern käme. Während der ganzen Phase der Impfstoffentwicklung seit dem 19 Jahrhundert bis heute ist die Pharmaindustrie immer auf den fahrenden Zug einer fast gegen Null tendierenden Erkrankungs- und Todesrate durch diejenige Infektionskrankheit aufgesprungen, gegen die der Impfstoff dann angeblich so gut gewirkt habe um die Krankheit besiegt zu haben. Dabei war es immer eine bessere Immunabwehr dank besserer Ernährung, besserer Hygiene, weniger Stress, etc. welche die Infektion gestoppt hat, nicht die Impfung, siehe dazu die offiziellen statistischen Verläufe in dem Buch “Die Impf-Illusion” von Dr. Suzanne Humphries und Roman Bystrianyk.

      Der Frust des Krankenhauspersonals ist mehr als verständlich! Große Versprechungen in Form von wesentlich besserer regulärer Bezahlung, Fehlanzeige, mehr diplomierte Pflegekräfte, Fehlanzeige, Entlastung durch Hilfskräfte welche dann aber den diplomierten Pflegekräfte unterstellt sein müssen (!), weitgehend Fehlanzeigen, Entlastung bei den geforderten zeitraubenden statistischen Eintragungen, für wen eigentlich?! – Alles weitgehend Fehlanzeige! Das Krankenhauspflegepersonal und die Pflegekräfte in Pflege- und Altersheimen in Belgien sollte massiv auf die Straße gehen und nicht mehr locker lassen! Und sich auch schlau machen in Sachen “Corona-Maßnahmen” um die ständige Panikmache durch Pharmavirologen, Politiker und Medien zu durchschauen, und um zu verstehen warum das geschieht was jetzt geschieht, sie werden dann feststellen, wie unsäglich sie im Grunde von der Politik missbraucht werden! (**)

      (*) https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/corona-luege-reiner-fuellmich-christian-drosten-virologe-charite-lothar-wieler-rki-goettingen-90096522.html

      (**) https://www.youtube.com/watch?v=bsdyrpGsNL0

      • Scharlatan Dr. Meyer

        Das Problem bei ihrer Verschwörungstheorie Dr. Meyer ist, dass sie keinem Faktencheck standhält.
        Dass nicht nur die Zahl der Neuinfektionen nach dem „Lockdown light“ rückgängig ist, sondern auch die Positivrate (!!!), die Zahl der Krankenhausaufnahmen, die Zahl der Intensivbehandlungen und auch langsam die Todeszahlen rückläufig sind, nehmen sie einfach nicht zur Kenntnis.
        Sie nehmen diese Entwicklung genausowenig zur Kenntnis, wie sie die steigenden Zahlen im September zur Kenntnis genommen haben.
        Stattdessen immer die gleichen Verschwörungstheorien und ignorante, ja menschenverachtende Haltung.

        Würde alleine die Zahl der Neuinfizierten mit der Anzahl durchgeführter Tests schwanken, könnte man die Kritik ja noch nachvollziehen. Da alle anderen pandemischen Parameter rückläufig sind, wird die Wirksamkeit der Maßnahmen gepaart mit einer freiwilligen oder durch die Maßnahmen geförderten Verhaltensanpassung überdeutlich.

        Sie hingegen schwafeln davon, es gebe keine Pandemie, oder keine Erkrankten oder keine Toten oder die Pandemie sei vorbei und man solle alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie abschaffen und sich an keine Regeln halten. Zwischendurch faseln sie von Herdenimmunität oder es gebe keine Übersterblichkeit. Widerlegungen ihrer Behauptungen nehmen sie nicht zur Kenntnis.

        Sie ziehen Deutschland, dass im Gegensatz zu fast allen anderen europäischen Ländern und darüberhinaus vergleichsweise gut mit der Pandemie umgeht und davonkommt (dank in erster Linie einer verantwortungsbewussten Kanzlerin) als Maßstab dafür, dass die Corona-Grippe völlig harmlos sei. Auch in D. stößt das Gesundheitssystem, das anderswo schon kollabiert, an seine Grenzen.

        Sie haben zur Bewältigung der Pandemie, an der zur Zeit täglich über 10.000 Menschen sterben und die zu zum Teil dramatischen Situationen in den Krankenhäusern führt, nicht das Geringste beigetragen.
        Im Gegenteil, sie desinformieren und manipulieren die Menschen mit nachweislich falschen Fakten, unzutreffenden Zahlen, Verschwörungsszenarien und dummem senilen Geschwätz.

        Sie sind – und ich wiederhole dies, solange sie sich nicht solidarisch und verantwortungsvoll und ihrem ärztlichen Eid folgend, verhalten – ein Scharlatan, ein Ignorant und für die Volksgesundheit gefährliches Individuum.

        Hören sie mit ihrer zynischen Propaganda auf, denn es gibt Menschen, die auch den Dümmsten folgen und dies mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben bezahlen.

        Hören sie auf Dr. Meyer!

        • Rarität DR Meyer

          @Scharlatan Dr Meyer! Vertane Mühe von Ihnen! Der Typ hört nie auf, der drast und drast und drast, bis ihm die Finger qualmen! Am besten wäre Keiner antwortete dem darauf, dann hörte der von selber auf!

      • Friedrich Meier

        Dr. Joseph Meyer sagt:
        Die Pflegekräfte in Pflege- und Altersheimen in Belgien sollte massiv auf die Straße gehen und nicht mehr locker lassen!
        Das stimmt sie sollten solange streiken bis alle Spinner à la Joseph Meyer eingebuchtet sind.
        Dann gäbe es eine Möglichkeit, dass der normale Bürger endlich die Regeln einhält und d

        • Walter Keutgen

          Friedrich Meyer, lesen die normalen Bürger die Kommentare auf OD oder BRF oder Leserbriefe im GE? Ich denke, wir haben die jetzige Welle, der Tatsache zu verdanken, dass viele dachten, es sei vorbei, und das insbesondere die Jugend genau wie bei den Autounfällen sich irgendwie als unverletzlich betrachtet.

    • „So viele Ärzte und Krankenpflegerinnen arbeitslos?“ Nein, die haben sich nur eine andere Arbeit gesucht weil sie keine INAMI/LIKIV Nummer bekamen oder wegen den schlechten Arbeitsbedingungen und der schlechten Bezahlung. Das man dem dann entgegenwirkt indem man genau das ändert, was Politiker in den vergangenen Jahren verbockt haben, ist natürlich undenkbar!

        • Die Anzahl Studienplätze sind aber direkt an die Anzahl INAMI/LIKIV Nummern geknüpft! Wenn also dann noch unsere Ärzte und Pflegekräfte ins Ausland gehen, dann haben wir die auch noch weniger. Und genau das passiert auch, aber sie gehen nicht nur nach Deutschland.

        • Alfons van Compernolle

          Walter Keutgen: Das Mediziner in Deutschland besser verdienen als in Belgien gilt aber auch nur bedingt. Fragen Sie einmal nach den Gehältern der Assistenzärzte und setzen diese in Relation zur Arbeitszeit / Schichtarbeit und schon wird es dunkel !
          Was die Anzahl der Pflegekräfte und deren Bezahlung anbelangt , da sieht es in Deutschland noch schlechter aus als in Belgien. Anbei in allen EU.-Ländern verdienen die Pflegekräfte ungerechtfertigt wenig / unangemessen wenig ! Das gehört dringend geändert. Was aber noch sehr viel wichtiger ist, das Kaputt-sparen der Krankenhäuser
          muss ein ENDE haben, gleichsam so auch die Ausbildung von Pflegekräften massiv
          gefördert werden. Zu Dr. Meyer und seine (geistig-wirren)Thesen sage ich nichts mehr !

          • @Alfons van Compernolle: Hier hätten Sie im gleichen Atemzug auch sagen müssen, die KH gehören verstaatlicht, das dürfen keine Unternehmen sein, welche Profit erwirtschaften müssen, solange das nicht geändert wird, wird es nicht besser!

          • Walter Keutgen

            Alfons van Compernolle, Albert hat geschrieben „haben sich eine andere Arbeit gesucht“, mit „zurückkommen“ meinte ich aus der anderen Arbeit. Der Verweis auf eine Auswanderung nach Deutschland war an Ärzte, die keine LIKIV-Nummer erhalten. Natürlich gibt es andere Länder, wie Albert bemerkt. Ansonsten haben Sie Recht mit Ihrem Beitrag.

          • Joseph Meyer

            @Alfons van Compernolle
            Sie schreiben “ .. in allen EU.-Ländern verdienen die Pflegekräfte ungerechtfertigt wenig / unangemessen wenig ! Das gehört dringend geändert. Was aber noch sehr viel wichtiger ist, das Kaputt-sparen der Krankenhäuser muss ein ENDE haben, „… Ich hatte geschrieben, siehe oben: „Große Versprechungen in Form von wesentlich besserer regulärer Bezahlung, Fehlanzeige, mehr diplomierte Pflegekräfte, Fehlanzeige, Entlastung durch Hilfskräfte welche dann aber den diplomierten Pflegekräfte unterstellt sein müssen (!), weitgehend Fehlanzeigen, Entlastung bei den geforderten zeitraubenden statistischen Eintragungen, für wen eigentlich?! – Alles weitgehend Fehlanzeige! “ Wo sehen Sie da Unterschiede, oder bescheinigen Sie Ihren eigenen Posts jetzt einen „geistig-wirren“ Charakter?
            @Friedrich Meier, geht´s noch! Ihre Vorgehensweise erinnert an schlimmste frühere Zeiten auf deutschem Gebiet! Das geht in die Richtung die auch Prof. Didier Raoult, der Direktor des IHU Méditerranée, beklagt: Arrêtons d’avoir peur! Pour finir il dit: “Il faut se calmer! Ce n´est pas l´épidémie qui m´inquiète, c´est l´état de tension dans la société qui est trôp stimulée qui m´ inquiète,.., des gens qui écrivent qu´il faut envoyer une voiture.. pour me tuer …donc il faut faire attention, il ne faut pas manipuler trôp la peur des gens, il faut pas faire, c´est très dangereux.”(*)

            @ B-Alter, @Zaungast, @Beleidigern antworte ich nicht
            Ich behaupte nicht, noch einmal, ein Experte auf den gefragten Gebieten Virologie, Epidemiologie, Immunologie, usw. zu sein, und ich gebe deshalb die Quellen an auf die ich mich hier im Forum beziehe. Ich kupfere also garnichts ab, sondern zitiere Textauszüge aus den angegebenen Quellen! Und ja, ich habe auch nicht genug Kompetenz um sicher zu sein, dass die von mir zitierten Experten immer Recht haben. Zumindest aber sind sie nicht so direkt von der Pharmaindustrie abhängig wie das bei van Gucht, van Ranst, Drosten, Wieler, usw. der Fall ist! Und dann gehe ich immer noch davon aus, dass alle Forumsteilnehmer ein eigenständiges Gehirn zum selber denken und recherchieren benutzen können und nicht NUR das Narrativ der Mainstream-Medien kennen, das muss ich mir allerdings auch noch, qualvoll, täglich anhören um zu wissen welche Märchen mal wieder auf der Basis des PCR-Tests erzählt werden. Dazu hier:
            (**) Weltweites Totalversagen: Studie bestätigt völlige Wirkungslosigkeit aller Corona-Maßnahmen:
            „Nachdem das CDC in den USA bekannt gegeben hatte, dass von den offiziell rund 145.000 dortigen „Corona-Toten“ nur höchstens sechs Prozent (!) seit Beginn der Pandemie tatsächlich nachweislich-kausal an Covid verstorben waren, zog nun auch Schweden nach – mit ähnlich frappierenden Realzahlen, …“

            @ und zum Schluss an alle Interessierten noch einmal kurz zusammengefasst drei Punkte für die es bei der großen Mehrzahl der medizinischen Wissenschaftler einen Konsens gibt:
            1. Der PCR-Test solle nicht für die Diagnose einer Infektionserkrankung benutzt werden, so hat es der Entwickler dieses Testverfahrens, Kary B. Mullis, gefordert, und so steht es auch auf dem Beipackzettel im Test-Set.
            Trotzdem werden die ganzen Anticorona-Maßnahmen mit den „Fallzahlen“, den „Neu-Infektionen“ begründet, welche dieser Test angeblich ermittelt hat. Studien besagen, dass die Ergebnisse dieses Tests bei Infektionserkrankungen bis zu 90% falsch positiv sind. Der Grund: Der Test kann nicht die Menge der vorhandenen Viren feststellen und deshalb kann er auch keine Aussage darüber machen, ob eine Infektion vorliegt und ob also eine Ansteckungsgefahr besteht. Das ist doch nicht so schwer zu begreifen, oder?!
            2. Wenn aktuell die Krankenhäuser stark in Anspruch genommen werden, dann neben “Corona-Erkrankten” vor allem mit Patienten welche während des Lockdowns nicht behandelt werden konnten und die man jetzt versucht, zu recht, schnellstmöglich zu behandeln, und auch weil sehr viele Patienten durch die pausenlose und erlogene – siehe Testverfahren und Zählweise – mediale Panikmache, seit 8 Monaten, so sehr verunsichert und geängstigt wurden, dass sie mit jeder Erkältung und Grippe direkt zum Krankenhaus gehen.
            Wohin ist in 2020 die saisonale Grippewelle verschwunden, die seit Jahrhunderten kompetent von den Hausärzten behandelt wurde und welche die HÄ auch in 2020 kompetent behandelt haben – oder hätten?! Wo war die Frühjahrsgrippe und wo ist die Herbstgrippe? Kann es sein, dass “positiv-corona-getestet, gleich ist mit Covid-19, auch wenn es eine Influenza-Grippe ist? Die Symptome sind jedenfalls weitgehend identisch.
            3. Der gegen das Sars-Cov-2 Virus entwickelte genmanipulierte Impfstoff ist laut Aussage der renomiertesten Wissenschaftler nicht ausreichend geprüft, um ihn jetzt schon beim Menschen einsetzen zu können. Negative Veränderungen im menschlichen Organismus durch diesen ARN-Impfstoff treten eventuell erst Jahre nach der Impfung in Form von Autoimmunerkrankungen auf. Es sei nicht wissenschaftlich und deshalb verantwortungslos was jetzt hier passiert! Wir müssen also, sagen diese Experten, lernen mit diesem und kommenden Viren zu leben, so wie wir schon seit Jahrhunderten mit den unterschiedlichsten Viren leben, und das bedeutet schlicht und ergreifend, wir müssen alles dafür tun, die eigene Immunabwehr zu stärken! Wie, das habe ich schon oft genug hier wiederholt.
            (*) https://www.youtube.com/watch?v=hxrMT6NhlpQ 29:41
            (**) https://www.journalistenwatch.com/2020/09/08/weltweites-totalversagen-studie/?fbclid=IwAR1qNbHf9irxk_gWHS1WYBGV_lYDMSEc1ZEe4kJdOXCvQ3UxFZmyqHqrlEI

  2. Corona2019

    Es ist in der Geschichte schon immer so gewesen-
    Das man versucht hat Menschen absichtlich zu schädigen ,

    Um danach mit Zucker Würfel an Stelle von Kuchen angeblichen Frieden zu schließen ,

    mit dem Ziel Die -Geschädigten besser Lenken zu können .

    • Corona2019, schon wieder so einer, der mitteilt, dass „man“ die Menschen schädigt, aber nicht mitteilt, wer konkret denn „man“ ist. Kommen Sie aus sich heraus, lassen Sie es krachen und uns auch den Rest Ihres Glaubensbekenntnisses wissen!

      • Corona2019

        @- Oh nein

        Das habe ich Gestern um 20h08 beschrieben.

        Wenn Sie das Beispiel mit dem Zucker Würfel und Kuchen nochmal lesen , verstehen Sie den Zusammenhang mit der Nachricht von 20h08 .

        Ich kann natürlich nicht jedem helfen

  3. Virologe van Gucht bekommt täglich Emails von wütenden oder ratlosen Mitbürgern, manche äußern sogar Selbstmordgedanken. „Ich fühle wirklich mit“, sagt van Gucht mit Blick auf die grassierende Verzweiflung. „Aber wir hatten keine Wahl. Diese Pandemie fühlt sich selbst für einen Virologen surreal an.“
    ////
    Geheuchelte Anteilnahme, wenn er schon Menschen in diese Situation bringt soll er wenigstens dazu stehen. Leute wie van Gucht bekommen auch nach dem x-ten Lockdown noch pünktlich ihr Gehalt überwiesen. Ich würde den Mann einmal gerne erleben wenn ER mit dem letzten 20 € Schein in der Tasche vor der Ladentüre steht….

  4. Gott sei Dank hat Dax nichts, aber auch gar nichts zu sagen, denn bei Dax zählt nicht der Mensch, sondern nur das Portemonnaie. Er kümmert sich lieber um Aktienkurse als um seinen Nächsten.
    Total frustriert in dieser Zeit der Dax.

    • Ja, und der Aktienkurs vieler kleiner Gastronomiebetriebe, Frisöre usw… geht im Moment gegen Null. Aber das kümmert den „Pierre“ nicht, denn der bekommt sein Geld ja pünktlich von… ja von wo eigentlich?

      • Ach Dachs

        Ja die Aktienkurse. Sie machen sich sicherlich auch schon in die Hose, weil Engie-Aktien drohen in den Keller zu fallen. Vielleicht sollten wir eine kleine Coronaprämie nach Frankreich rüber schieben?

        • Also meine Geldanlagen sind erstaunlich stabil, wahrscheinliche wegen der Öko-Fonds. Aber Sie dürfen natürlich nach Frankreich rüber schieben was Sie wollen, hier wird Sie möglicherweise eh niemand vermissen….

  5. Joseph Meyer

    Weltweites Totalversagen: Studie bestätigt völlige Wirkungslosigkeit aller Corona-Maßnahmen (*)
    Von Tag zu Tag tritt die von Politik und „Veröffentlichkeit“ hartnäckig geleugnete, bittere Wahrheit offensichtlicher zutage: Bei Corona handelt es sich um den mutmaßlich krassesten und folgenschwersten Fehlalarm der Medizingeschichte. Nun bestätigt eine umfassende Studie eines der renommiertesten Forschungsinstitute weltweit klipp und klar: Lockdown und Maskenzwang waren wirkungslos – nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern in allen untersuchten Ländern.
    Beim Lockdown wurde dies von den Verantwortlichen immerhin bereits (ebenso frei- wie reumütig!) eingestanden; vermutlich deswegen, weil die weiteren Planungen zwar eine „Verewigung“ der Pandemie vorsehen, aber keinen Lockdown mehr. Die Maske hingegen ist als psychologisches Disziplinierungsinstrument für den permanenten Ausnahmezustand auch in Zukunft wichtig – deswegen wird sie nicht angetastet. Dabei ist auch ihr Sinn, wie nun erneut bestätigt wird, nicht annähernd gegeben.
    Die umfangreiche Metastudie des National Bureau of Economic Research (NBER), eine der interdisziplinären Top-Forschungseinrichtungen der USA, aus der nicht weniger als bislang zwei Dutzend Nobelpreisträger (!) hervorgegangen sind, bestätigt in aller Schonungslosigkeit: Weder Lockdowns noch Maskenzwang hatten einen Einfluss auf den Verlauf von Covid-19 hatten. Wie „unzensuriert.at“ schreibt, analysierten die Wissenschaftler alle nicht-pharmazeutischen Corona-Maßnahmen und ihre Auswirkung auf die Zahl der Todesfälle, und gelangten zu dem Schluss: Die Corona-Todesrate sank „unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen“, und zwar in ALLEN untersuchten Ländern. „Weder Ausgangssperren, Reisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen noch die Maskenpflicht – nichts von alledem hat den Verlauf der Coronavirus-Entwicklung beeinflusst„, schreibt das Portal.
    (*)
    https://www.journalistenwatch.com/2020/09/08/weltweites-totalversagen-studie/?fbclid=IwAR1qNbHf9irxk_gWHS1WYBGV_lYDMSEc1ZEe4kJdOXCvQ3UxFZmyqHqrlEI

    • Scharlatan Meyer

      Mal wieder ein Beitrag zur Desinformation und Manipulation der Menschen.
      Die zitierte Studie bestätigt keinesfalls die völlige Wirkungslosigkeit der Corona-Maßnahmen.
      Dies könnte Dr. Meyer wissen, wenn er die Studie gelesen hätte.
      Er beruft sich hier wie bei allen seinen Behauptungen und Aussagen auf einschlägig-fragwürdige Internetquellen.
      Dr. Meyer unterliegt dem Confirmation-Bias, dem sogenannten Bestätigungsfehler, der ihn dazu verleitet, nur die Informationen zur Kenntnis zunehmen, die seine vorgefasste Meinung bestätigen.
      Dabei ist ihm jede auch noch so dubiose Quelle recht.
      Egal ob rechte Internetportale, Verschwörungskanäle oder unseriöse Youtube-Videos.
      Dr. Meyer ist ein narzisstischer Scharlatan, dessen Realitätsverweigerung gefährlich und gesellschaftsschädigend ist.

      Hören sie auf, Dr. Meyer, die Menschen zu manipulieren!

      • Meyer ist einfach nur ein lausiger Internettroll, der sich seinen Cocktail abseitiger Quellen, die ganze Versammlung schräger Sonderlinge, Einzelgänger in ihren Professionen, zusammensurft und meint, uns damit zu beglücken. Wenn’s ihn glücklich macht, reicht das ja immerhin schon, um in diesen wilden Zeiten einen zufriedenen Menschen zu verbuchen. Gönnen wir ihm das und machen uns klar, dass man anderenorts für Kabarett zahlen müsste.

  6. @B Alter
    Es wird an keiner Stelle der Arbeit behauptet, dass staatliche Maßnahmen keinen Einfluss auf die Corona-Pandemie gehabt hätten. Die Studienautoren warnen lediglich davor, die Wirksamkeit dieser Maßnahmen überzubewerten……………….. 😂😂😂😂DPA Faktencheck nah wunderbar.
    Das ist ja pure Verschwörungstheorie.

    • B. Alter

      Es stimmt ja schonmal bedenklich, wenn jemand die Theorien eines Meyer als Wahrheit und den Faktencheck einer dpa als Verschwörungstheorie ansieht.

      Wenn man sich dann noch die Mühe macht und die Originalfassung der Studie liest, dann stellt man fest, dass Meyer (der die Studie genau so wenig wie Alibaba selber gelesen hat) einer sehr „freien“ Interpretation derselben aus einer Sekundärquelle auf den Leim gegangen ist, während die dpa den Inhalt der Studie widergibt.

      Lustig wird es dann aber, wenn Kandidaten wie Alibaba und Co. OD als letzten Vertreter der freien Meinungsäußerung und als Fels der Wahrheit in der Brandung der Verschwörungstheorien à la dpa preisen, diesen Kommentar dann aber unter einem Artikel posten, den OD mal eben von der dpa übernommen hat.

  7. Zaungast

    1. Ihr Artikel, Herr Dr. Meyer, ist von A bis Z abgekupfert. Sie haben sich noch nicht mal die Mühe gemacht, einige Zeilen als Einleitung oder Schluss hinzuzufügen. Reines copy/paste.

    2. Das wird aber erst ersichtlich, wenn man die verlinkte Quelle anklickt, da Gänsefüßchen bei Ihnen völlig fehlen. Unwissenschaftliches Zitieren also.

    3. Sie vertrauen blind einer einzigen Quelle, nämlich Journalistenwatch, deren Umfeld überdies zur Vorsicht mahnen müsste: https://de.wikipedia.org/wiki/Journalistenwatch

    4. Sie zitieren eine Sekundärquelle und nicht den Text der Studie selbst, was auch völlig unwissenschaftlich ist. Den Originaltext verlinken Sie nicht mal.

    5. Sie berücksichtigen keine anderen Quellen, etwa diese hier: https://dpa-factchecking.com/germany/200914-99-556895/

    6. Sie setzen sich also nicht kritisch mit dem Sachverhalt auseinander und lassen jede persönliche intellektuelle Eigenleistung vermissen.

    Bewertung: Völlig ungenügend, schon nur aus rein formalen Gründen, ohne auf den Inhalt einzugehen.
    Fazit: Wie weiter oben schon gefordert haben, geben Sie Ihren Doktortitel zurück!
    Oder haben Sie das schon stillschweigend getan, da Sie hier jetzt nur mehr als „Joseph Meyer“ firmieren?

  8. Kommt mal runter und hinterfragt euch mal.

    Kurzes Statement einer die nicht mehr wollte:

    Die Arbeit mit Covid-19-Betroffenen ist eine sehr einsame Angelegenheit. Wir waren auch Seelsorgerinnen, pflegten übers Telefon Kontakt zur Familie, die sich nicht vorstellen konnte, wie es ihren Liebsten eigentlich ging. Diese Leute haben mir auch so wahnsinnig leidgetan, was eine zusätzliche Belastung war. Es ist unglaublich schwierig, die verschiedenen Rollen als Pflegefachfrau und Betreuerin der Angehörigen auszufüllen. Obwohl ein starkes Teamgefühl entstanden war, haben wir auch darüber in der Gruppe kaum gesprochen, wir haben einfach gearbeitet.

    Aber nicht nur die Länge der Schichten, auch die Arbeit in der Schutzkleidung und die Angst, ich könnte mich selber anstecken und das Virus weiterreichen, waren belastend. Ich habe noch nie zuvor solche Krankheitsverläufe gesehen, dass zum Beispiel innerhalb von Minuten Blutdruckschwankungen stattfinden können, die zu sehr instabilen, unberechenbaren Situationen führen. Es gibt viele Covid-Patienten, die über Wochen bis Monate auf der Intensiv liegen, und ihre Perspektive ist ungewiss. Am Anfang gab es eine Sensationsgeilheit der Medien und auch der Ärzte, aber irgendwann hat sich niemand mehr für die Menschen interessiert. Das hat mich alles hinterfragen lassen.

    Zwar ist das Horrorszenario für uns ausgeblieben, was ein grosses Glück war, aber dies hat auch ein Vakuum erzeugt. Vieles, was wir aufgebaut hatten, konnten wir nicht nutzen. Im Sommer fielen unsere Anspannung und Ängste, und wir fielen mit, in ein tiefes Nichts. Schlimm waren die Bilder von den Hygienedemos, wie die Menschen ohne Schutz nahe beieinander standen, das ist respektlos der Bevölkerung gegenüber, das macht mich wütend und traurig. Und es ist einfach nur dumm!

    Im Sommer durften wir Urlaub nehmen, und an meinem ersten Ferientag habe ich dann meine Kündigung eingereicht. So etwas wie die erste Welle will ich nie wieder erleben. Es gab keine Veränderungen, keine Aussicht auf Verbesserungen unserer Arbeitsumstände, und ich musste mich jetzt um meine eigene Gesundheit kümmern.

    Kurze gesellschaftliche Anerkennung
    Das Klatschen auf den Balkonen war eine Aufmerksamkeit, die die Pflege so nie zuvor von der Bevölkerung erhalten hat. Aber mittlerweile ist die Solidarität verschwunden, die Leute sind mit sich selber beschäftigt. Wir erhalten jetzt keine Aufmerksamkeit mehr, obwohl die Situation nun viel schlimmer ist. Heute werde ich total aggressiv, wenn ich an das Geklatsche denke. Denn auf politischer Ebene ist nichts geschehen, das ertrage ich nicht mehr. Der Personalmangel lässt sich so schnell natürlich nicht lösen. Die ständerätliche Gesundheitskommission findet keine Mehrheit für konsequente Massnahmen gegen den Mangel an Pflegepersonal. Die Kantone werden nicht verpflichtet, Ausbildungsbeiträge an angehende Pflegefachpersonen zu leisten. Es fehlen Verbesserungen unserer Arbeitsbedingungen, und wir haben überhaupt keinen Pflegebonus bekommen, es gab lediglich Schokolade.

    Das ist sehr ernüchternd, und ich kann damit sehr schlecht umgehen – weil wir jetzt sehen, welche Auswirkungen diese Versäumnisse haben: Noch viel mehr Menschen werden aus dem Beruf aussteigen, dabei haben wir schon lange zu wenig Personal. Meine Berufsgruppe ist gefragter denn je, aber wir sind auf dem Arbeitsmarkt rar geworden, ich habe viele Kolleginnen und Kollegen aussteigen sehen, oder sie arbeiten in Teilzeit. Jetzt haben wir auf unserer Station schon wieder einen Höchststand an Covid-Patienten, und die Infektionszahlen steigen weiter an.

    Ich bekomme fast täglich Nachrichten vom Betrieb. Da wird gefragt, wer kurzfristig den Abend oder den Nachtdienst übernehmen könne, weil wir die Bettenkapazität erhöhen müssen. Und es gibt schon wieder Aufrufe zum Ferienstopp, zum Einspringen und zur Erhöhung des Pensums. Im Frühling hatten wir sehr viel zusätzliches Personal mobilisiert, aber da waren die Betten nicht ausgelastet. Jetzt sind die Betten nahezu voll, und wir sind nicht parat, auch mental nicht, das Personal ist erschöpft. Auch ich bin müde. Ich kann nun gehen und weiss, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Aber ich mache mir Sorgen um meine Kollegen. Es wird ein langer Winter.»

  9. Corona2019

    @- A V

    Sehr interessanter Beitrag.
    Dankeschön für die Informationen aus der wirklichen Nähe der Patienten .

    Sie werden wohl recht behalten , unter den Umständen möchte niemand Arbeiten und wahrscheinlich werfen dann noch mehr Leute das Handtuch als Menschen die bereit sind den Job zu wählen .

    Eigentlich schade , aber bekanntlich ist es ja nicht die einzige Brache in der Arbeitsbedingungen wie zu Kriegszeiten herrschen

    Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles gute .

  10. Joseph Meyer

    @B-Alter und @Zaungast
    Meine Güte, da habe ich doch glatt versäumt die Anführungszeichen anzubringen, obschon ich den Link gepostet hatte und aus dem Text jetzt Abschnitte bringe, damit Sie und Ihresgleichen nicht irgend etwas Anderes behaupten können, als das was in dem verlinkten Bericht steht …!
    Herrgott nochmal, es geht doch überhaupt nicht um mich, ich kann als Nichtexperte(!), genau so wie Sie denke ich mal(!), nur das hier angeben, was ich bei Experten als richtig zu erkennen glaube – und JEDER/JEDE muss v…….. n… m.. selber denken und ohne dabei wie ein Wilder um sich zu schlagen und zu beleidigen. So, das musste jetzt mal sein!
    Ich verlinke noch zwei tolle Leute, das sind sie jedenfalls für mich, und dann muss ich mal sehen um ich mir den S…. hier, mit feigen anonymen Beleidigern, noch weiter antue! Und das sage ich noch, auf allen seriösen Internet-Diskussionsforen die ich kenne, gibt es eine Netiquette, hier offensichtlich nicht – sehr schade!
    Hier die beiden Links, die sich – meine Meinung – wirklich lohnen und auch hierhin passen!
    – „Wacht auf und habt keine Angst mehr!“ (*)
    – Zur Zukunft unserer Demokratie! (**)
    (*) https://www.youtube.com/watch?fbclid=IwAR0YfHIcynxf9y7C3eHFkudfNKL9zHK_A9o2Y04PHwfp7o9nq9UflUwikKM&feature=youtu.be&v=8N6doaR_CPQ
    (**) https://www.youtube.com/watch?v=cHjYtaGBM_I

    • Scharlatan Meyer

      Ach so, Herr Meyer. Sie sind gar kein Experte!
      Das hörte sich bisher in ihren Leserbriefen und Kommentaren aber anders an, wenn sie behaupten, es gebe keine Pandemie, keine Erkrankten oder Toten oder die Pandemie sei vorbei…
      Sie wissen noch nicht einmal, wo die statistischen Zahlen der John Hopkins Universität oder andere relevante Infos zu der Pandemie zu finden sind und haben in der Tat keine Ahnung, worüber sie reden.

      Sie sind weder ein Experte noch ein verantwortungsbewusster Arzt.

      Sie verbreiten Verschwörungstheorien am laufenden Band, leugnen und verharmlosen eine Pandemie und verbreiten Informationen aus dubiosen Quellen und von fragwürdigen Autoren.
      Die „Beleidigungen“ waren in Wirklichkeit nur ein ihnen vorgehaltener Spiegel, in den sie bisher nicht hineinschauen wollten.

      Jede Netiquette hätte es verhindern müssen, dass ihre Pamphlete veröffentlicht werden.
      Das GE hat sie ja bereits in ihre Schranken verwiesen und seine Verantwortung übernommen.
      Keiner zwingt Sie, sich das hier anzutun aber vor allem, tun sie den Menschen in Ostbelgien die von ihnen betriebene Desinformation, Manipulation und Verbreitung von Verschwörungstheorien nicht mehr an.
      Sie gefährden deren Gesundheit und im schlimmsten Fall deren Leben.

      Hören Sie auf Dr. Meyer!

  11. B. Alter

    @Meyer, ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber ich muss Ihnen jetzt mal wirklich in 2 Punkten Recht geben: 1. Sie sind Nichtexperte und 2. das hier ist kein seriöses Internet-Diskussionsforum.

  12. Eifel_er

    Die Restaurantbesitzer aus Ostbelgien sind’s ja selber schuld ? Wollen Ihren Take Away kram genauso teuer verkaufen wie in ihrem LAden selber. Die Leute sind auch nicht komplett verblödet.

    Letzt Woche auf FB gesehen, dort wurden Muscheln à 24 Euro zum Take away angeboten. Auf der KArte im Restaurant zum gleichen Preis.

    Man kauft sich dann lieber Muscheln à 4 Euro (2 kg) und macht sie selber + Flasche Wein. 15 Euro.

    • Dow Jones

      Unglaublich. Und es geht sogar noch weiter, der Bäcker verlangt auch mehr für sein Brot als man im Geschäft für das Mehl bezahlt !

      Ob das vielleicht damit zusammenhängt, dass die das nicht als Hobby machen sondern damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen ?

    • karlh1berens

      Der Meyer liegt nah an der Wahrheit. Ich kenne diese „Binsenweisheiten“ allerdings schon aus mindestens 5 anderen Blogs bzw Foren. Wenn ich die dort verlinkten Artikel mitzähle sind’s -zig

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