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Rettungsversuche für Ostsee-Wal werden eingestellt

01.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Weitendorf-Hof: Der Buckelwal liegt am Nachmittag noch immer vor der Insel Poel. Die Rettungsversuche für den vor Wismar erneut gestrandeten Wal werden eingestellt. Foto: Marcus Golejewski/dpa

AKTUALISIERT – Der in der Wismarbucht festsitzende Wal hat kaum noch Überlebenschancen. Der Meeressäuger soll nun in Ruhe gelassen werden. Der Umweltminister spricht von einer „einzigartigen Tragödie“.

Die Rettungsversuche für den vor der deutschen Ostseeküste erneut festsitzenden Buckelwal werden eingestellt.

Das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden, sagte der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, der von einem sehr emotionalen Tag sprach.

Es sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Der Wal solle zur Ruhe kommen, um am Ende das Zeitliche segnen zu können. „Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben. Das ist eine einzigartige Tragödie. Die hat er sich aber so ausgesucht“, sagte Backhaus.

01.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums (r-l), Till Backhaus (SPD), Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Sven Biertümpfel, Taucheinsatzleiter Sea Shepherd und Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace, stehen bei einer Pressekonferenz. Foto: Philip Dulian/dpa

Der Buckelwal liegt noch immer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns in flachem Wasser. Bereits seit Anfang März war der Wal Behördenangaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen der Stadt Wismar. Das Tier liegt derzeit in der Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht.

– „Maximale Ruhe und Respekt“: Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, betonte, man gehe davon aus, dass das Tier sterbe. Die Aussichten, dass der Wal frei komme, seien sehr gering.

Dieser sei deutlich geschwächter, seine Atemfrequenz sei am Vormittag sehr unregelmäßig und zum Teil im Abstand von mehr als vier Minuten gewesen. Die Brustflossen seien nah am Körper angelegt. „Die Reaktion auf uns, auf unsere Präsenz, war quasi null“, sagte Baschek. Zudem seien die Bedingungen in der Bucht schlecht. Der Wasserstand werde weiter sinken, um rund 10 bis 15 Zentimeter. Das Tier liege jetzt deutlich freier.

„Wir müssten ihn so massiv animieren, was aussichtslos wäre, weil er die Kraft nicht mehr hat. Und die Erfolgschancen sind so gering, dass wir das als reine Tierquälerei empfinden würden“, sagte Baschek. „Der Ansatz der maximalen Ruhe und der Respekt vor der Natur gebietet es auch, irgendwann dann mal ihn gehen zu lassen.“ Realistisch gesehen habe der Wal am Morgen seine letzte Chance gehabt. „Die konnte er nicht nutzen.“ (dpa)

40 Antworten auf “Rettungsversuche für Ostsee-Wal werden eingestellt”

    • Der deutsch Mensch in seiner grenzenlosen Gutmütigkeit hält den Wal, der wahrscheinlich sterben will (viele Tierarten ziehen sich dafür aus ihrer Gemeinschaft zurück), am Leben um seine Qualen zu verlängern.

    • In Deutschland werden jährlich 45 Millionen Schweine geschlachtet, abgesehen von Hühner und Rindfleisch.
      Ein einziger Wal schafft es eine Woche lang Thema in den Medien zu sein.
      Deutschland rettet die Welt…und den Wal.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Nach Tagen auf See und ohne Wasser: 22 Migranten vor griechischer Mittelmeer-Insel Kreta gestorben
      Das Boot irrte rund sechs Tage lang zwischen der libyschen Hafenstadt Tobruk und Kreta. Überlebende berichten, wie sie ihre toten Mitreisenden über Bord warfen.

      Stand: heute, 08:50 Uhr
      Quelle tagesspiegel.de

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          Es war mir nicht ironisch gemeint.
          Sondern eine Information, weil ich denke dass #HansA recht hatte.
          Und bevor hier dumme Kommentare kommen, hoffe ich auch, dass der Meeressäuger es schaffen wird.
          Das Tier hat man entdeckt und bekommt die Hilfe die möglich ist.
          Die Menschen im Boot, hat man am ersten, von sechs Tagen mit Satelliten beobachtet und zwischendurch sicher auch. Bekamen aber in dieser Zeit, leider keine Hilfe.

          • #Hugo Egon Bernhard von Sinnen

            Ist Ihnen oder sogar beiden schon die Idee gekommen, dass es sich bei den Nachrichten über die Walrettung um ein Ablenkungsmanöver handeln könnte?
            Wissen Sie vielleicht noch, dass die Bordkapelle auf der Titanic, bis kurz vor dem Untergang – die Musikanten hatten schon nasse Füße – noch musiziert hatte?

            • Der wirkliche Skandal ist, dass dieses Tier sich bei diesem Ablenkungsmanöver als Komplize zur Verfügung gestellt hat.
              Ablenkung wovon eigentlich? Muss ja logischerweise etwas sein, worüber im Gegensatz zum Walproblem nicht berichtet wurde…

  1. Hermann B.

    Preussens Gloria lebe wieder mal hoch!! In der Ukraine sterben täglich tausend Soldaten und die deutsche Presse liefert pausenlos Schlagzeilen von einem Wal, der artgerecht die Einsamkeit sucht, um in die ewigen Fischgründe zu gehen. Peinlicher und perverser geht es nicht; oder doch : der Ober-Grüss-August (Steinmeier) empfängt den syrischen Terroristenchef, lässt ihn mit einem dreifach donnernden Allahu Akbar begrüssen und grinst zufrieden und dümmlich. Dann wiederholt er gebetsmühlenartig, dass der Angriff auf die Mullahverbrecher einen Bruch des Völkerrechts darstellt, obwohl diese finsteren Gestalten geschworen haben, Israel auszuradieren. Ideologisch, gedanklich und moralisch ist die Distanz zwischen Bundespräsident und verstorbenem Reichskanzler alias Führer nicht sonderlich weit….

    • @Hermann B.
      Vollkommen richtig, dies ist an Perversion kaum zu überbieten. Deutschland verhandelt mit Terroristen und rollt diesen den roten Teppich aus.
      Für mich ein politisches Kalkül, Nach zig Versuchen die AfD zu verbieten, die allesamt gescheitert sind und von Wahl zu Wahl mehr Stimmen bekommen,versucht die CDU und SPD die Wähler zurück zu gewinnen. Das sie sich aber mit solchen fragwürdigen Handlungen selbst ein Ei legen scheint ihnen nicht bewusst zu sein.
      Mit Terroristen verhandelt man nicht.

      • Ex-Terrorist

        Mit dem kleinen Unterschied er ist ein Ex-Terrorist und jetzt Staatschef.
        Hintergrund ist tatsächlich den AFD- Wâhlern zu zeigen, schaut her wir schieben 80% der Syrer ab.

        Anderseits wird hier dauernd propagiert doch mit Putin zu verhandeln. Ein Terrorist ohne EX davor

          • Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer. Einige Terroristen sind Staatschefs geworden, Menahem Begin z.B. Die Syrer die hier vor dem Krieg geflohen sind, haben ein zeitlich begrenztes Bleiberecht. Kehren sie nach Ablauf nicht zurück, kann man sie ausweisen. Um sie zurückzuführen, muss man mit Syrien verhandeln und wäre es nur um das Landerechts des Flugzeugs.

    • Herbert G.

      @ Hermann B.
      Was ich nicht verstehe: Deutschland hat doch den Schutz Israels zur “ Staatsraison“ erhoben, andererseits distanziert es sich von einem Angriff auf die, die Israel vernichten wollen….

      • Karli Dall

        #Herbert G.
        „Staatsräson“ gilt zuallererst für die Anhänger von „unsereDemokratie“, also für die Mitglieder einer sehr speziellen Demokratie.

        Merkel
        bekräftigte am 10. Oktober 2021 bei ihrem Abschiedsbesuch in Israel: „… die Sicherheit Israels ist Teil unserer Staatsräson und demnach müssen wir auch handeln, selbst wenn wir unterschiedlicher Meinung in verschiedenen Einzelfragen sind.“
        Merz:
        „Im Oktober 2025 verwies Bundeskanzler Friedrich Merz darauf, dass es keine bedingungslose Unterstützung für eine Regierung geben könne; zudem habe man Staatsräson „in der Regel für das eigene Land und nicht für andere“.

  2. „Inzwischen soll der Wal abgetaucht sein.
    Vielleicht wollte das Tier auch sterben, weil es krank oder Alt ist. ?“

    Diese von „Zuhörer“ in den Raum gestellte Vermutung konnte ich jetzt verifizieren. Mit der freundlichen Hilfe einer Heilpraktikerin aus der Voreifel, bei der ich früher einmal ein teures Pendel zum Auspendeln des Weltgeschehens und der Strichcodes auf Mineralwasserflaschen gekauft hatte, ist es gelungen, eine telepathische Verbindung zu dem Wal herzustellen. Er hat bestätigt, in suizidaler Absicht auf Sand geschwommen zu sein. Allerdings ist er, nachdem die Rettungsteams zwei Seelsorger (einen Priester und einen Schamanen, ebenfalls aus der Voreifel) mit ihm haben sprechen lassen, von dieser Absicht aus religiösen Gründen abgerückt. Möge er, wie auch immer, sein Seelenheil finden!

  3. Ein tränenreicher Beitrag von green peace im WDR zum sterbenden Wahl…. Was für eine Show…. Es gibt weltweit rund 80.000 Buckelwale und immer mal wieder gerät einer in die Nord- oder Ostsee wo er nicht mehr raus kommt. Fisch essen ist gesund, wird empfohlen, aber die Hochseefischerei wird verdammt; finde den Fehler…

  4. Guido Scholzen

    Welch ein grüner Hype! Es lenkt wunderbar von wirklichen Problemen ab!

    Hier mal ’ne Meinung eines (ich glaube es war ein US-Amerikaner) Wal-Experten zu solchen Strandungen:
    „Wale wollen in Ruhe sterben, Wale legen sich dazu in flacheres Gewässer“
    Es ist keine Massenstrandung von vielen Tieren sondern ein einzelnes Tier.
    …und dieser hier wurde jetzt tagelang von Menschen und Maschinen daran gehindert.
    Würde mich mal gerne interessieren, was Greenpeace und andere ‚Tierschützer“ davon halten.

  5. Wie die Zeitschrift Titanic berichtet, blockiert der Wal nun die Straße von Hormus.
    Trump hat bereits angekündigt, den Wal kontrolliert zu sprengen, fordert aber die Unterstützung Deutschlands. Die Bundesrepublik bat allerdings um Bedenkzeit, da sie erst mal ausrechnen will, ob sich eine solche Sprengung lohnt: Gerüchten zufolge hat der Wal eine teure Bartenzusatzversicherung abgeschlossen. Der Wegfall dieser Walbeiträge würde die Krankenkassenreform noch dringlicher machen und die Bundesregierung zu unpopulären Maßnahmen zwingen.

  6. Eifel_er

    Lasst den Wal doch endlich mal sterben. Diese Getue und Gedöns in D ist doch einfach unmöglich. Experten über Experten – keiner bekommt was hin.
    Es kostet ein Vermögen und im Bahnhof krepieren die Leute vor Hunger. Unfassbar- typisch Deutschland 🇩🇪

  7. Wenn jemanden die Frage quält, ob der Wal, wenn er stirbt, in den Himmel kommt oder doch nicht, weil er vielleicht keine unsterbliche Seele hat oder womöglich nicht sündenfrei gelebt hat, so findet er nun jedenfalls teilweise Antwort bei Rainer Hagencord, Zoologe, Hochschullehrer und katholischer Priester, Leiter des Instituts für Theologische Zoologie an der Universität Münster.
    Hagencord sieht, dass der Wal nach dem christlichen „Mainstream“ wohl keine Chancen hätte, denkt aber weiter bzw. anders. Er lobte schon die Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus für die darin enthaltene Forderung, „dass wir uns endlich davon verabschieden müssen, nur den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“. Des Weiteren spricht sich Hagencord für eine „ökologische Spiritualität“ aus. Das Artensterben sei nicht nur eine politische Herausforderung, sondern auch eine religiöse, Näheres:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Theologische_Zoologie

  8. Rogate-Frage: Kommen Tiere in den Himmel? Und welche Folgen sollte diese Erkenntnis für uns haben?

    Rainer Hagencord: Wohin denn sonst, wenn nicht in den Himmel? Es ist doch eine merkwürdige Vorstellung, an einen Gott zu glauben, den die Bibel den Liebhaber des Lebens nennt, der nur ein Geschöpf aus der unendlichen Fülle der Geschöpfe am Ende zu sich zieht. Es ist die Friedensvision des Jesaja, die mich ermutigt: In Jesaja 11,1-9 macht der Prophet deutlich, dass Gott eine Welt ohne Gewalt – den Himmel also – will, und dort freunden Kuh und Bärin sich an, ebenso wie Wolf und Lamm.
    Also undenkbar: Das Heil OHNE Tiere!
    Und es ist die fast vergessene Zusage des Bundes vonseiten Gottes mit Mensch und Tier. Wenn sie die Dritten im Bunde sind, können wir nicht mehr daran festhalten, die Erde sei für uns da.
    Diese Erkenntnis kann alles verändern: Vom Gebetsleben über die Würdigung des Tierisch-Tierlichen in uns bis in die Einkaufs- und Ernährungspraxis.

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