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2:2 – Bärenstarke AS schrammt an Sensation in Brügge vorbei – Eupen kassiert Ausgleich in der 103. Minute

Eupens Torhüter Abdul Manaf Nurudeen. Foto: Belga

Der AS Eupen wäre am Sonntag fast die ganz große Sensation gelungen: Die Schwarz-Weißen erreichten beim amtierenden Meister FC Brügge ein 2:2. Die Eupener kassierten den Ausgleich in der …103. Minute!

Für dieses erste Spiel des Landesmeisters war das Jan-Breydel-Stadion gemäß den Corona-Vorschriften zu einem Drittel belegt. Demnach verfolgten rund 10.000 Zuschauer die Partie auf den Rängen.

AS-Trainer Stefan Krämer wartete mit einer Überraschung auf: Im Tor stand nicht Robin Himmelmann, sondern Abdul Manaf Nurudeen. Ansonsten wies die Startelf keine Überrraschung auf:

Charles De Ketelaere vom FC Brügge ist eines der größten Talente im belgischen Fußball. Der 20-Jährige erzielte den Ausgleich zum 2:2 in der 103. Minute. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa

Nurudeen – Beck, Heris, Agbadou, Amat – Cools, Peeters, Kayembe – Ngoy, Prevljak, N‘Dri.

Schon nach wenigen Minuten setzte Starkregen ein. Die erste Möglichkeit hatten nicht die Gastgeber, sondern die Gäste aus Eupen durch Ngoy (7.), der auf Zuspiel von Peeters aus kurzer Distanz den Ball übers Tor von Mignolet-Ersatz Lammens jagte.

Danach brannte es aber einige Male im Eupener Strafraum. Im strömenden Regen kamen die Brügger gleich zu vier Eckbällen, bevor Nurudeen glänzend das 1:0 durch Okerere verhinderte.

Die Dominanz des Landesmeisters wurde immer intensiver, auch wenn Eupen zu dem einen oder anderen Entlastungsangriff kam. Nach einer halben Stunde stand es noch 0:0. In der 31. Minute prüfte Prevljak nach einem schnellen Gegenangriff Lammens, doch der Schuss des Bosniers war zu schwach.

Eupens Kapitän Jordi Amat. Foto: Belga

In der 34. Minute handelte sich Heris unnötig eine Gelbe Karte ein, was für einen Abwehrspieler immer ein Handicap ist. Die nächste Chance war aber für Eupen, doch der Schuss von Peeters ging neben das Brügger Tor. Danach sorgte die AS abermals für Torgefahr durch N‘Dri.

Brügge wurde etwas nervös. Vormer handelte sich ebenfalls Gelb ein. Derselbe Vormer prüfte Nurudeen per Freistoß, den der Schlussmann der Eupener parierte. So blieb es beim 0:0 zur Pause nach einer starken Mannschaftsleistung der Schwarz-Weißen, die nach Torschüssen ihrem hochfavorisierten Gegner sogar ebenbürtig waren.

Kurz nach Wiederbeginn rechtfertigte AS-Torwart Nurudeen mit einer erstklassigen Parade in den Beinen von Okereke, dass sein Trainer zu Recht auf ihn als Stammkeeper gesetzt hatte.

Noa Lang vom FC Brügge. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa

Das sehr aggressive Brügger Publikum heizte nach dem Seitenwechsel die Stimmung an. In der 53. Minute gewährte der Schiedsrichter nach Videobeweis den Gastgebern einen Elfmeter, nachdem Agbadou den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand abgewehrt hatte. Dost verwandelte den Strafstoß zum 1:0.

Die Freude der Brügger währte nicht lange, denn in der 60. Minute gelang Kayembe der Ausgleich zum 1:1.

Eine Viertelstunde vor Schluss bewahrte Nurudeen mit einer weiteren Parade Eupen vor einem erneuten Rückstand. In der 77. Minute dann der Paukenschlag: Ngoy brachte die AS Eupen in Führung, 1:2.

In der 88. Minute wartete Nurudeen mit einer weiteren Glanzparade auf. Es gab 10 Minuten Nachspielzeit. Es sollten deren 14 werden, weil es in der Nachspielzeit noch zu Unterbrechungen gekommen war.

Die Brügger wurden immer nervöser. Nurudeen wuchs weiter über sich hinaus. Doch in der 103. Minute hatte der AS-Torwart beim allerletzten Angriff der Gastgeber das Nachsehen, als De Ketelaere noch der Ausgleich zum 2:2 gelang.

Trotzdem eine herausragende Leistung der AS Eupen, die Mut macht im Hinblick auf das Heimspiel gegen den RSC Anderlecht am 2. Spieltag. Der Rekordmeister kann kommen! (cre)

Zum Thema siehe folgende Artikel auf OD:

52 Antworten auf “2:2 – Bärenstarke AS schrammt an Sensation in Brügge vorbei – Eupen kassiert Ausgleich in der 103. Minute”

  1. M der Block

    Man lässt das Spiel dann eben solange laufen bis der Ausgleich fällt (12 Minuten) wenn schon ein Elfmeter für den Meister nicht reicht . So schützen die Schiedsrichter die grossen Mannschaften vor Blamagen . Trotzdem Eupen hat sich gut verkauft 👍👍👍

  2. Georg Kremer

    Eine tolle Leistung der AS Eupen! Nur ganz knapp an einem der groessten Erfolge in der Vereinsgeschichte vorbei geschlittert. So darf es weiter gehen. Schoenen Gruss an Philippe Albert.

    • @Georg Kremer
      Richtig,Herr Kremer.Sehe ich genauso.
      Aber bitte,wer ist Philippe Albert?
      Ist das, der etwas korpulente Herr auf dem unteren Photo.Hat der Mann,selber Fußball gespielt?Muss aber schon sehr lange her sein,denn der gute Mann hat ja überhaupt keine Ahnung,was im Fußball hier in Eupen abgeht.
      Oder, ist er einfach gegen die KAS(Eupen), weil er unsere Sprache nicht versteht?(Satiere?aus)

  3. Toll gespielt, die Handschrift des neuen, besseren Trainers ist erkennbar. Angst um den Abstieg habe ich nicht. Leider dramatisch die Sensation verpasst, aber die Zeitschinderei war leider zu krass, somit geht die Nachspielzeit moralisch in Ordnung und ein Unentschieden ist dem Spielverlauf nach gerecht. Hätten wir alle vor dem Spiel so unterschrieben.

    • Ostbelgien Direkt

      @Boah nee…: Sie wäre berechtigt gewesen, wenn alle Schiedsrichter bei Unterbrechungen so lange nachspielen lassen würden. Das ist aber nur ganz selten der Fall. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass in den meisten Fällen zu wenig nachgespielt wird. Wenn in Brügge der Schiedsrichter vor dem letzten Angriff, der zum Ausgleichstreffer führte, abgepfiffen hätte, hätte sich niemand beklagen können. AS-Torwart Nurudeen lieferte ein sensationelles Spiel ab. Andererseits ist zu vermuten, dass sich der Schiedsrichter durch das Zeitschinden auf Eupener Seite – insbesondere durch Torhüter Nurudeen – provoziert fühlte und deshalb womöglich (noch) länger nachspielen ließ. Viele Eupener Fans werden aber der Meinung sein, dass zu lange nachgespielt wurde. Gruß

    • 7-8 Minuten waren angebracht und erwartet.
      10 waren schon extrem wie auch die Kommentatoren sagten. Am Ende waren es dann 14 bis der Ausgleich fiel. Das empfinden sogar etliche flämische Fussballfans als total überzogen. Es hagelt in den sozialen Netzwerken auch harsche Kritik daran. Schon der ElfmeterPfiff war diskussionswürdig, da nach der neuen Handregel dies kein Elfmeter mehr ist.
      Im Endeffekt ein nicht eindeutiger Elfmeter und Tor in der 103ten Minute bescheren Brügge einen Punkt. Da darf man ruhig skeptisch und sauer sein als Eupen Fan.

  4. Totgesagte leben länger, nicht wahr, Philippe? Der Sieg wäre nicht gestohlen gewesen. Leider fiel dann doch noch der Ausgleich in 103. Minute. Aber auch das 2:2 sollte für genügend Auftrieb in den nächsten Wochen sorgen. Guter Einstand für den Trainer. Noch ein Punkt gegen Anderlecht, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

  5. Danke an den Schiedsrichter.
    10 Minuten waren schon grenzwertig. Dann nochmal 4 Minuten bis der Ausgleich fällt. Welch Zufall.
    Eupen richtig gut eingestellt und auch sehr ansehnlich und clever. Verdient was mitgenommen und ohne diese skandalöse Nachspielzeit wäre es ein Sieg gewesen.
    Von wegen Abstiegskandidat Nummer 1.
    Das sah richtig gut aus. Ich hoffe und dachte mir schon dass es vielleicht besser läuft als alle denken dieses Jahr. Für mich gibt’s schwächere Mannschaften als Eupen wie STVV, Ostende, Beerschot oder Seraing.
    Denke Eupen kann und wird sich retten wenn vor allem Ngoy und Prevljak bleiben. Werden sie doch noch verkauft, wirds schwer.
    Klasse der Matchplan des Trainers und die Umsetzung der Spieler. Das macht Hoffnung und Lust auf mehr

  6. Ehrlich gesagt, es war höchste Zeit, dass die AS mal einen Trainer bekommt, der zu Eupen passt. Nichts gegen Spanier oder Franzosen, aber ein deutscher Trainer lässt einen Fußball spielen, wie ihn die Leute bei uns mögen. Das 2:2 in Brügge ist Werbung für Eupen und die AS im ganzen Land. Jetzt unbedingt nachlegen gegen Anderlecht!

    • Propaganda

      @jaja, Ihr Kommentar stimmt. Selbst als Tourist an der belgischen Küste ist man im eigenen Land der Deutsche, also der Ausländer. Habe es vor kurzem noch selbst erlebt als ich ein Fahrrad an der Küste gemietet habe und deutsch gesprochen habe und dann den belgischen Pass vorlegte. Der Verkäufer konnte nicht glauben das ich in Belgien wohne. Die Deutschhasser vor allem unter den Schiris sterben nicht aus.

    • Warum macht die AS es nicht wie die kelmiser Ringer oder manche Handball Jugendmannschaften und spielt zB in der zweiten Bundesliga… wenn die belgische Bierkickerliega unser Lizenzgeld nicht braucht.

    • @Propaganda – Haben Sie einen Minderwertigkeitskomplex? Bin noch nie an der belgischen Küste als Deutscher angesprochen worden. Wie heißt das doch so schön: Wie du kommst gegangen, so wirst du empfangen.

  7. Ostbelgien Direkt

    HINWEIS – Nächste faustdicke Überraschung. RSC Anderlecht verliert auf eigenem Platz gegen Aufsteiger Union St. Gilloise 1:3. Ex-Eupener Hendrik Van Crombrugge im Tor von Anderlecht. Dritter Treffer für Union durch Ex-Eupener Jean-Thierry Lazare. Am Samstag, 31. Juli, um 20.45 Uhr muss Anderlecht im Eupener Kehrweg-Stadion antreten. Gruß

    • Erschreckend schwache Vorstellung von Anderlecht. In der zweiten Hälfte nicht eine Torchance von denen gesehen. Kein Druck, kein System, kein Wille, kein Aufbäumen. Gegen diese Mannschaft muss die AS drei Punkte holen.

  8. Tolle mannschaftliche Leistung. Brügge total frustriert. Die 10 Minuten waren gerechtfertigt, aber fast 14 Minuten einfach skandalös. Eupen wird nie und nimmer zu seinen Gunsten eine solche Nachspielzeit erhalten. Nach dem Ausgleich war dann auch sofort Feierabend. Verdienter Punkt beim Titelverteidiger, das wird der Mannschaft viel Mut geben. Mit der gleichen Mannschaft hat man schon nach einem Spiel den Unterschied zum Vorjahr gesehen. Die Zweikampfstatistiken besagen vieles.

  9. AS-FAN-KELMIS

    Suuuper Spiel unserer AS. Leider hatte der Clown mit der Pfeife etwas dagegen. 14 Min. Nachspielzeit ist ein Treppenwitz. Elfer musste er auch nicht geben aber da half der VAR nach. Schade das der Kopfball bei 1-2 Spielstand nicht reinging. 7 gelbe gegen uns auch folkloristisch. Ein Glück das Brûgge noch getroffen hat sonst würde man jetzt sicher immer noch spielen.Jetzt versteht man das kein belg. Schiri auf grossen Turnieren pfeift. Diese Blattläuse würden uns bis auf die Knochen blamieren. Schade,ein Punkt nach grossem Kampf fühlt sich an wie eine Niederlage. Weiter so Jungens,wir sind super stolz auf unseren Abstiegskandidaten nr.1. Gelle Onkel Albert !!!

  10. Peter Müller

    Das ist der ganz normale Wahnsinn. Das wird sich alles im Laufe der Saison einpendeln. Sicher wird es auch wieder die eine oder die andere Mannschaft geben die für Furore sorgt. Vieleicht die A.S. !!

  11. Eine Lehre sollte Eupen aus dem Spiel in Brügge ziehen: Man sollte nicht, wenn die AS kurz vor Schluss führt, durch übertriebenes Zeitschinden dem Schiedsrichter einen Grund liefern, zu lange nachspielen zu lassen. Zumindest in der Nachspielzeit sollte man dies nicht tun.

  12. Walter "Honsfeld"

    Wenn unser Torwart schon Krämpfe bekommt,beweist dass endlich mal richtig trainiert wird.
    Ab dem 5.Spieltag bekommt keiner mehr Krämpfe,dann sind alle topfit.
    Auch wird jeder dazu lernen.
    Lambert wird nächstes mal nicht grätschen(seine Aktion zum 1-2 war Klasse), sondern mitlaufen und unser Trainer wird auch anders wechseln,wenn er die Spieler besser kennt.
    Dėom, Nuhu und Rocha hatten keinen Zugriff zum Spiel.
    Aber alles wird davon abhängen ob die Mannschaft zusammen bleibt.
    Dieser Spieltag hat gezeigt dass es jede Mannschaft schwer bekommt wenn man die Besten verkauft. Siehe Anderlecht und Ostende
    Hoffentlich haben unsere Verantwortlichen dies auch gesehen.
    Wenn ja, vielleicht sind wir diesmal das Ostende der letzten Saison.

    • Walter "Honsfeld"

      Lieber Peter
      Du traust diesem 21Jährigen Jungen der auf dem Weg zum Man of the Match ist zu, dass er nach einer Glanzparade auf die Idee kommt, ich simulieren jetzt mal einen Krampf?
      Ich glaube mit Javi Ruiz ist das Torwarttraining bedeutend anstrengender geworden, genau wie unter Stefan Krämer.
      Daran müssen sich die Spieler erstmal dran gewöhnen.
      Falls ich aber falsch liege,ist er mit dem Ausgleich bestraft worden und wird daraus lernen.

  13. Warum sass Nurudeen bis jetzt auf der Reservebank oder noch nichtmal.
    Wenn der so weiter macht braucht sich Eupen vor keinen Gegner zu fürchten.
    Antwort vielleicht schon im nächsten Spiel.

    • …er saß bisher auf der Bank weil er noch sehr jung ist und auch noch viel lernen muss ( Strafraumbeherrschung zum Beispiel)
      Prima das der Trainer ihn in Brügge hat spielen lassen und das er supersuper gehalten hat.
      Das kann und wird er aber nicht immer bringen…..so einfach ist das mit jungen Spielern!!

      • Natürlich wird er das nicht immer bringen. Allerdings verstehe ich nicht warum er unter dem alten Trainer gar nicht gebracht wurde zumal das Aspire Projekt ja gerade solche Spieler nach vorne bringen sollte.

  14. Fußballkritiker

    Eine großartige Mannschaftsleistung der AS Eupen: Die Moral stimmte nach dem 0-1. Mit etwas Glück hätte Eupen 3 Punkte in Brügge geholt. Nun ein Sieg gegen Anderlecht, und die kleine schwarzweiße Welt ist wieder in Ordnung. Der deutsche Trainer tut der AS Eupen sehr gut.

  15. Laut Statistikbüro „Opta“: insgesamt 105 Minuten Spieldauer >> nur 58 Minuten effektive Spielzeit. In der 2ten Halbzeit lag der Ball 19 Minuten still. Laut Ex-Schiedsrichter Serge Gumienny: „Bram Van Driessche hat versucht Eupens skandalösem Zeitspiel entgegenzuwirken“. Bei der EM, als Italien mehr als 20 Minuten Zeit gegen Belgien geschunden hat, war das Geheule gross, jetzt wo die AS das Gleiche macht ist es Schiebung (jedoch ging dieser Schuss nach hinten los). So objektiv sind eben nur Fussballfans.

  16. übrigens – was die reine Spielzeit angeht. In der Bundeslioga wird im Schnitt von 92 Minuten nur 57 Minuten gespielt. Ich möchte mal sehen was Club Brügge macht wenn sie 2:1 bei Real Madrid führen. Diese 14 Minuten Nachspielzeit ist der reinste Hohn. Aber der belgische Vorzeige Club darf natürlich nicht zu Hause gegen einen Dorfclub aus Ostbelgien verlieren.

  17. ohje ohje

    Die 10 minuten waren total gerechtfertigt:
    + 4min VAR (vor dem gegebenen elfmeter)
    + 2,5 min für 5 Wechsel (5 x 30sec)
    + 3 min für 3 Tore + das Feiern der Tore
    Das macht schon 10min. Und dann ist noch nicht einmal das systematische Zeitschinden + 3x Krämpfe des Torhüters berücksichtigd in der Berechnung. (Auch noch +1min Unterbrechung wegen Problemen mit dem Kommunikationssystem zwischen den Schiris nicht mitgerechnet).

    Eupen sollte stolz sein: 2-2 gegen und in Brügge ist beiweitem kein schlechtes Ergebnis, die Leistung stimmte.
    Einziger negativer Punkt: das Zeitschinden. Aber gegen Gegner auf Augenhöhe wird das wohl hoffentlich nicht nötig sein.
    Habe auch noch nie gesehen das ein Torwart 3x wegen Krämpfen liegen bleibt. Ansonsten ein sehr starkes Spiel von unserem Keeper !

    Weiter so !

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