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AS-Eupen-Torhüter Nurudeen trotz vieler Klasseparaden nicht in der „Elf der Woche“

Die „Elf der Woche“ von Eleven Sports. (Zum Vergrößern Bild anklicken). Foto: Twitter

Der Torwart von Fußball-Erstligist AS Eupen, Abdul Manaf Nurudeen, war zweifellos der „Man of the Match“ beim Spiel zwischen Meister FC Brügge und der AS Eupen, das 2:2 endete.

Der Schlussmann aus Ghana war seiner Mannschaft ein ganz starker Rückhalt (siehe Spielbericht an anderer Stelle). Zu einem Großteil ist es dem 22-Jährigen zu verdanken, dass die Schwarz-Weißen einen Punkt aus dem Jan-Breydel-Stadion entführen konnten, wobei es ohne den Ausgleichstreffer des Brüggers Charles De Ketelaere in der 103. Minute sogar deren drei gewesen wären.

Nurudeen, der seit 2017 bei der AS Eupen unter Vertrag steht, wartete in Brügge mit einer Klasseparade nach der anderen auf. Auch der Reporter von Eleven Sports (frz.), Gil Lejeune, machte keinen Hehl aus seiner Bewunderung für den Eupener Keeper, der wegen seines Kopfschutzes an den Tschechen Petr Cech erinnert, den Ex-Schlussmann von Chelsea und Arsenal London.

Philippe Clement, Trainer von Brügge, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Trotzdem steht Nurudeen überraschend nicht im „Team of the Week“ von Eleven Sports, sondern der Torwart vom RFC Antwerp, Jean Butez (siehe anbei). Den Grund kann man sich leicht ausmalen: Nurudeen hat sich durch die von ihm verursachten Unterbrechungen nicht nur bei Spielern und Fans des FC Brügge unbeliebt gemacht, sondern auch bei etlichen Sportjournalisten – so zum Beispiel bei denen von Rechteinhaber Eleven Sports. Einziger AS-Spieler in der „Elf der Woche“ ist Emmanuel Agbadou.

Der Brügger Meistertrainer Philippe Clement sagte nach dem spektakulären Spiel gegen Eupen in Anspielung auf Nurudeen: „Ich habe noch nie gesehen, dass ein Torwart dreimal wegen Krämpfen liegen bleibt. Die UEFA führt derzeit Tests durch, um auf Spiele mit effektiver Spielzeit umzustellen. Heute haben wir gesehen, dass diese Methode sehr interessant sein kann. Auf diese Weise kann man dem ganzen Theater ein Ende bereiten.“

Für sporza.be war Nurudeen trotzdem „Mann des Spiels“. So schreibt die Sportredaktion der VRT: „Der Eupener Torhüter Nurudeen hielt sein Team einige Male mit guten Paraden im Spiel. Okereke und Perez schafften es nicht, den Eupener Schlussmann zu überwinden. Wenn er das Zeitschinden bleiben lässt, werden wir in dieser Saison noch viel mehr von ihm sehen.“ (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

6 Antworten auf “AS-Eupen-Torhüter Nurudeen trotz vieler Klasseparaden nicht in der „Elf der Woche“”

  1. Peter Müller

    Wat für ne Aufregung. So eine Auszeichnung ist für die Tonne und interessiert keinen. Gibt es auch eine Auszeichnung für die Flasche des Spiels?. Der Junge hat super gehalten, dass sollte ihn Stolz machen, und motivieren. Morgen kann er schon wieder der Depp sein .

  2. Fred vom Jupiter

    Vorweg, ich habe das Spiel nicht gesehen. Wenn der eupener Torwart, tatsächlich so auf Zeit gespielt hat, wie hier, in dem anderen Artikel und in den Kommentaren dargestellt, gehört der zurecht nicht in die „Elf der Woche“. Dann gehört er gesperrt für paar Wochen. Als abschreckendes Beispiel, damit das endlich mal aufhört.
    PS: Darf man die AS noch als „schwarz“-weiss bezeichnen 🤭

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