Gesellschaft

Tausende Asylbewerber in Belgien sind obdachlos

05.01.2023, Belgien, Brüssel: Ein Mann überquert eine Straße vor dem Hintergrund einer Reihe von Zelten in der Brüsseler Innenstadt. Viele Asylbewerber in Belgien leben seit Monaten unter erbärmlichen Umständen. Foto: Mia Bucher/dpa

In Belgien sind Tausende Asylbewerber obdachlos, weil es in den Wohnheimen nicht genügend Plätze gibt. Zwischen dünnen Zeltwänden, umgeben von Dreck, leben sie seit Monaten auf der Straße.

Rund 3.000 Schutzsuchenende warten nach Schätzungen der Behörde für die Unterbringung von Asylbewerbern (Fedasil) derzeit auf eine angemessene Unterkunft, die ihnen laut europäischem Recht zusteht.

Fedasil-Sprecher Benoit Mansy bezeichnete die Situation für die Asylbewerber als inakzeptabel. Angesichts der gestiegenen Zahl von Asylanträgen im vergangenen Jahr reichten die Aufnahmeplätze nicht mehr aus, sagte er. Zudem dauerten Asylverfahren zu lange, wodurch Wohnheimplätze im Durchschnitt 15 Monate lang besetzt blieben. Das sei viel zu lang.

05.01.2023, Belgien, Brüssel: Faraidoon, ein afghanischer Asylbewerber, steht vor einem Zeltlager gegenüber des belgischen Ankunftszentrums für Asylbewerber. Foto: Mia Bucher/dpa

Seit fast drei Monaten schläft Faraidoon in einem kleinen blauen Zelt neben einer stark befahrenen Straße in der Brüsseler Innenstadt. Auf von Regen durchweichten Holzpaletten stehen gut 20 weitere Zelte eng an eng. Oft teilen sich zwei Männer eine spärliche Behausung.

Wie der 27 Jahre alte Fairadoon kommen die meisten von ihnen aus Afghanistan. Nach ihrer Ankunft in Belgien haben sie einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt. Einen Platz in einem Asylwohnheim, der ihnen gesetzlich zusteht, haben sie bislang jedoch nicht erhalten.

Asylunterkünfte in Belgien und den Niederlanden sind seit Monaten hoffnungslos überlastet. Schätzungen der zuständigen belgischen Behörde Fedasil zufolge waren Anfang des Jahres rund 3000 Schutzsuchende in Belgien obdachlos. Sie leben in Zelten wie Faraidoon oder in einem verlassenen Gebäude in der Brüsseler Innenstadt.

„Das ist inakzeptabel“, sagt Fedasil-Sprecher Benoit Mansy der Deutschen Presse-Agentur. Doch die Kapazitäten reichten einfach nicht aus.

Wieso gelingt es Belgien nicht, die Asylsuchenden besser zu versorgen? Faraidoon beklagt, Fedasil teile ihm Woche zu Woche mit, weiter auf eine Unterkunft warten zu müssen. Magali Pratte von der Brüsseler Obdachlosenhilfe Samussocial wirft der Politik fehlenden Willen vor. Um Menschen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren, gebe es auch in Belgien leerstehende Gebäude, in denen Schutzsuchende zumindest vorläufig unterkommen könnten. Schnelle pragmatische Lösungen gehörten jedoch nicht zu den Stärken der staatlichen Organe, kritisiert Pratte.

05.01.2023, Belgien, Brüssel: Ein Mann schaut aus einem Zelt am Rande einer Straße in der Brüsseler Innenstadt. Foto: Mia Bucher/dpa

2022 haben knapp 37.000 Menschen einen Asylantrag in Belgien gestellt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspreche das einem Anstieg von 42 Prozent. Die meisten Menschen kamen demnach aus Afghanistan, Syrien, Burundi und Palästina. Zudem haben der Statistikbehörde Eurostat zufolge rund 57.000 Ukrainer zwischen März und November Schutz gesucht. Sie müssen in der EU jedoch kein Asyl beantragen und haben etwa freien Zugang zum Wohnungsmarkt.

Insgesamt gibt es in Belgien laut Fedasil 33.500 Plätze in Asylunterkünften. 5.000 davon seien im vergangenen Jahr neu geschaffen worden. Die Plätze seien teils jedoch über lange Zeiträume besetzt, weil Asylbewerber monatelang auf ihren Bescheid warten müssten, sagt Behördensprecher Mansy.

Die belgische Regierung fordert, Asylbewerber müssten gleichmäßiger auf alle EU-Länder verteilt werden. Doch die EU-Staaten streiten schon seit Jahren erbittert über eine solche Verteilung.

Mit der Not vieler Asylbewerber in Belgien beschäftigte sich zuletzt sogar der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Knapp 150 Schutzsuchende hatten gegen den belgischen Staat geklagt, weil sie wie Faraidoon auf der Straße schlafen müssen – und keine sauberen Toiletten und Duschen zur Verfügung haben.

Das Gericht gab ihnen Recht und wies Belgien dazu an, den Klägern eine Unterkunft zu bieten. Mehr als zwei Monate sind seit dem Urteil vergangen. Fedasil-Sprecher Benoit Mansy versicherte, dass die Kläger bevorzugt behandelt würden. Trotzdem seien einige von ihnen immer noch obdachlos.

05.01.2023, Belgien, Brüssel: Zwei Männer laufen durch einen Eingang des belgischen Ankfunftszentrums für Asylbewerber. Foto: Mia Bucher/dpa

Wie lange Faraidoon und die anderen Männer noch in ihren Zelten ausharren müssen, wissen sie nicht. Manche sind eigenen Angaben zufolge schon seit fünf, sechs Monaten auf der Straße.

Frauen sieht man in dem Camp keine. Genauso wie Kinder und Familien werden sie Mansy zufolge bei der Unterbringung bevorzugt. Laut Pratte gibt es unter den Obdachlosen Fälle von Krätze, Diphtherie und Tuberkulose. Viele hätten einen schweren Lebensweg hinter sich und seien traumatisiert. Das Leben auf der Straße verschlimmere die Probleme. Trotz der widrigen Umstände sind sich die Männer aber einig: Sie sind lieber in Belgien auf der Straße als in Afghanistan bei den Taliban.

Auch in den Niederlanden müssen viele Asylsuchende unter erbärmlichen Umständen leben. Rund 22.000 wohnen bereits seit über einem Jahr in Notunterkünften, etliche von ihnen seit über einem Jahr auf Feldbetten in Turnhallen oder großen Zelten, dünne Stellwände sorgen kaum für Privatsphäre.

„Die Lage ist unter die humanitäre Untergrenze gesunken“, erklärte das Flüchtlingshilfswerk des Landes und zog im vergangenen Sommer vor Gericht – mit Erfolg. Die Richter entschieden, dass die Umstände nicht internationalen Normen entsprächen.

Die niederländische Asylkrise ist vor allem hausgemacht: Im vergangenen Jahr waren es laut der zentralen Behörde für die Aufnahme von Asylsuchenden COA rund 47.000 Menschen, die hier Asyl suchten – keine außergewöhnlich hohe Zahl. 2015 waren noch rund 60.000 registriert worden. Doch um zu sparen, hatte die Regierung Personal und Plätze in Aufnahmezentren gestrichen.

Die Wartezeit für die Bearbeitung der Asylanträge wurde immer länger. Zusätzlich sorgt die allgemeine Misere auf dem Wohnungsmarkt dafür, dass kaum Plätze in den Wohnheimen frei werden. Daher werden viele Ankömmlinge in Notunterkünften untergebracht, in Turnhallen oder auf Passagierschiffen.

In Deutschland müssen Asylbewerber nach Erkenntnissen des Deutschen Städte- und Gemeindebunds nicht auf Straßen übernachten, auch wenn sich die Zahl der Schutzsuchenden 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhte (um knapp 47 Prozent). Im vergangenen Jahr stellten rund 218.000 Menschen einen Asylerstantrag. (dpa)

63 Antworten auf “Tausende Asylbewerber in Belgien sind obdachlos”

  1. Peer van Daalen

    @ Oh je 20/01/2023 12:36: „Ich „freue“ mich schon auf die Kommentare der OD Gemeinde zu diesem Thema.“

    Gut, dann fang ich mal an!

    Warum fahren die dann nicht nach Hause in ihre Hütten, wo die hergekommen sind? Und die mögen bitte den Herrn Anarok-Anorak-Karona mitnehmen oder wie er sich auch immer nennt …

    • Frage an den Betreiber

      Ist Xenophobie erlaubt, nur geduldet oder fester Bestandteil des Geschäftsmodells? Anders kann ich mir nicht erklären dass solche Kommentare durchgehen, andere aber nie veröffentlicht werden.

      • 9102Anoroc

        Ein digitales Leben führen ohne Update scheint sich als schwierig zu gestalten Herr Vandalen.
        Ihre Festplatte ist mir etwas überlastet , so winzig kurze Daten wie die eines Nicknamens nicht mehr speichern zu können , ist ein Anzeichen dafür das zwischen ihrem Körper und ihrer damit verbundenen künstlichen Intelligenz , ohne ein schnelles WLAN sich ihr Leben zu Ende neigt.
        Weisen Sie bitte Ihren Schöpfer daraufhin wenn es zu Ende geht, damit bei neuen Generationen ihrer Art dieser Fehler nicht mehr auftritt.
        Auch einen Bericht zwecks verbesserung ihrer Gefühle hinterlassen Sie bitte ihren Schöpfer.
        Man hat sie ja leider übelst programmiert .
        z.B die Sache mit der Hütte , sollte nicht klingen wie von einer primitiven Blechbüchse.

  2. delegierter

    oje, wer hat sie wohl alle gerufen? Ha denn keiner angerufen, dass es keinen Platz mehr gibt? Es haben doch alle Handys.
    Und jetzt heißt es, wurde auch noch das angekündigte Asylheim in Büllingen an private Investoren abgegeben. Dran bleiben.

  3. Wolfgang

    Und dann kommen in Belgien noch viele Asylsuchende hinzu die in anderen Ländern abgelehnt wurden, in Manderfeld sind einige gelandet mit französischen und polnischen Nummernschildern. Die fahren dann von einem ins nächste Land.

  4. dumm gelaufen

    Mist.
    Ich habe was falsch gemacht.
    Etwas französisch gelernt, arbeiten, Papiere umschreiben, anmelden, neue Kennzeichen, Haus, arbeiten, arbeiten, arbeiten.
    Wenn ich brav bleibe bekomme ich sogar einen Pass – ohne Nationalität „deutsch“… Nach nur 10 Jahren.
    Vielleicht sollte ich mich einfach auf ein Schlauchboot setzen und Asyl rufen und wenn es nicht klappt Klage ich als gefühlte Minderheit.

  5. nix "rechts"

    Hier ist nichts rechts oder populistisch wenn ich einen Umzug von 30 Fahrtminuten schildere.
    Ich heule auch nicht rum und will nicht mein Gastland verklagen weil es gerne wissen wollte wer ich bin, ob ich zum Wehrdienst muss ob es Vorstrafen gab, etc.
    Für deutliche Meinungen fragen die Ponyhof-Leute bitte mal Menschen die hier seit 10 Jahren leben und legal aus China oder Russland gekommen sind.

  6. Der Zyniker

    JaJa… wie herzlos. (zyn.)

    Wie wäre es den mit diesen Meldungen:

    20. Jänner 2023:
    Illegale Migration nimmt zu: Bund registrierte 2022 über 52.000 Fälle von rechtswidrigen Aufenthalten
    https://weltwoche.ch/daily/illegale-migration-nimmt-zu-der-bund-registrierte-2022-ueber-52000-faelle-von-rechtswidrigen-aufenthalten/

    Überwachungskamera: Messerattacke mit „Allahu Akbar“-Rufe gegen junge Frau [Brüssel]
    https://exxpress.at/ueberwachungskamera-messerattacke-mit-allahu-akbar-rufe-gegen-junge-frau/

    „Spiegel“-Skandal um Maria: Chice Influencerin erfand das Flüchtlingsdrama
    https://exxpress.at/spiegel-skandal-um-maria-chice-influencerin-erfand-das-fluechtlingsdrama/

    Migrant mit zwei Kindern: Monatlich 2361 Euro netto Sozialgeld in Wien!
    https://exxpress.at/migrant-mit-zwei-kindern-monatlich-2361-euro-netto-sozialgeld-in-wien/

    Video zeigt Migranten bei Einbruch: Hilfsbereite Dorfbewohner von Flüchtling bestohlen
    https://exxpress.at/video-zeigt-migranten-bei-einbruch-hilfsbereite-dorfbewohner-von-fluechtling-bestohlen/

    18. Jänner 2023:
    15 Jahre für Syrer wegen Bluttat an Ehefrau in Linz
    https://exxpress.at/15-jahre-fuer-syrer-wegen-bluttat-an-ehefrau-in-linz/

    Bandenkrieg am Praterstern: Afghanische Täter wieder frei
    https://exxpress.at/bandenkrieg-am-praterstern-afghanische-taeter-wieder-frei/

    16. Jänner 2023:
    Mord und Totschlag in Schweden: Polizei sagt Migranten-Banden den Kampf an
    https://exxpress.at/mord-und-totschlag-in-schweden-polizei-sagt-migranten-banden-den-kampf-an/

    17. Jänner 2023:
    Linzer Amoklauf: Unfassbare Ausreden des Irakers
    https://exxpress.at/linzer-amoklauf-unfassbare-ausreden-des-irakers/

    11. Jänner 2023:
    Sinan B. (17) tötete Lehrerin: Es war Rache für Schulverweis
    https://exxpress.at/sinan-b-17-toetete-lehrerin-es-war-rache-fuer-schulverweis/

    … etc etc. etc.

    Oder andere News, die in den Öffentlich Rechtlichen Medien nicht behandelt werden.
    – EU erlaubt das Beimischen von Insekten als „Mehlersatz“
    – Lützenisch: „Last Generation“ lügt dreist über Polizeigewalt und wird ungeprüft vom WDR & Co. übernommen.
    – Lützenisch: Inszenierte Abführung von Greta Thunberg
    – WEF: … … schon sprachlos, was da so die Politiker der Welt und vor allem der EU los lassen!
    (WW-III wir kommen und ironischer Weise spielt Deutschland da erneut eine zentrale Rolle – Was nicht die einzigen Parallelen wären…) [zyn.]
    – Was ist eigentlich aus den Protestantinnen im Iran geworden oder der Protestanten in Brasilien und den ganzen Verhaftungen samt Zensurmaßnahmen seitens der Luna-Regierung
    – Wo bleiben die Meldungen über Selenskyjs Zensurmaßnahmen und Korruptionsverdächtigungen
    – Wo bleiben die News über die Twitter-Files oder den mittlerweile bestätigten Lügen & Manipulationen bzg. der Corona-Impfstoffe samt erwiesenen Spätfolgen…

    Ach ja! – Vergessen,… alles nur Schwurbelei und Rechts und was weiß ich noch alles (zyn.)
    Obwohl man mittlerweile gut Behaupten kann, dass Links und Rechts eh vertauscht ist.

    • Robin Wood

      @Der Zyniker
      Die 2015-wir-schaffen-das-Einladungspolitik von Merkel hat dazu gefüht, dass viele illegale Migranten nach Europa kamen. Sie mussten weder nachweisen, woher sie kamen noch sonstige Angaben machen.
      Die Migrationspolitik hat versagt. Jeder Migrant sollte verpflichtet werden, die Sprache des Aufnahmelandes zu lernen, Migranten-Kinder müssten alle zur Schule, Migranten müssten dazu verpflichtet werden, so schnell wie möglich Arbeit zu suchen. Wenn aber Parallel-Gesellschaften entstehen, kann Migration und Integration nicht funktionieren.
      Aber es ist politisch nicht korrekt, diese Mängel anzuführen. Man sieht es auch an den Silvester-Krawallen in Deutschland, wo die Herkunft der Täter nicht genannt werden darf.

      Wie Sie schreiben, müsste die Presse auch viele andere Themen aufgreifen, das ist aber politisch auch nicht gewollt. Es ist schlimm, dass die Medien keine richtige journalistische Arbeit machen. Gerade sie sollten auf Missstände aufmerksam machen. Ich sehne die Zeiten von Woodward und Bernstein zurück.

  7. Kein Plan

    In Afrika, Afghanistan oder so wär’s zum Zelten viel wärmer und sonniger derzeit. Bitte gerne zurück reisen… leider für den Einzelnen tragisch aber Ergebnis einer völlig falschen Migrationspolitik und inkonsequenten Asylpolitik.

  8. Sichere Drittstaaten

    Im deutschen Asylgesetz (Art. 16a) steht:

    „Bei der Einreise über einen sicheren Drittstaat ist eine Anerkennung der Asylberechtigung ausgeschlossen.“

    Im belgischen Gesetz wird wohl was Ähnliches stehen – wenn nicht, hat wieder Jemand geschlafen.

    Demnach müssen alle diese Asylanten über den belgischen Nordseestrand (illegal mangels Visum) eingereist sein?!

    • Wer illegal eingereist ist, muss selbst für sich sorgen – denn was hat man sich denn bei der illegalen Einreise gedacht?
      Weiterhin weiß man nicht, handelt es sich um Bewerber, Fachkräfte, New Consumer, Einwanderer in die Sozialsysteme, Zuwanderer….?
      Soziale Leistungen können diese Leute auch nicht erwarten, da kein fester Wohnsitz (Hausnummer?)
      „Im Schlafsack Nr. 34“ oder „Unter schwarzer, kleinkarierter Wolldecke“, dies klappt in unserem System nicht…..

      Die italienische Ministerpräsidentin Meloni wollte deshalb in Nordafrika schon EU-Büros aufbauen lassen, die von europäischen Einwanderungs-Spezialisten besetzt wären.
      Wie weit ist man dort, läuft das Projekt?

          • Das IST die „Praxis“, zumindest in einem Rechtsstaat:
            Der Asylbewerber hält sich legal im Land auf, bis dass über den Antrag entschieden wurde. Die Länder der europäischen Gemeinschaft haben sich verpflichtet, diesen Menschen für die Zeit der Bearbeitung des Antrages Beistand zu leisten.

            • Karli Dall

              #Antwort
              Richtig ist, der Illegale hält sich in einem „Rechtsstaat“ auf…

              Das ist Praxis, wenn das Recht ausgehebelt wird….
              „Da guckst Du“,

              würde der Deutschsprachige mit Migrationshintergrund sagen…
              wenn man ihn fragt.

      • Sichere Drittstaaten

        @ Frage

        Leider kann ich Ihrem Post nicht entnehmen was Sie sagen oder oder fragen wollen.

        Zum Thema:

        Die Überschrift des OD Textes spricht von tausenden „Asylbewerbern“ für die Fed“Asyl“ zuständig ist. Den Status Asylbewerber hat aber Niemand, der über einen sicheren Drittstaat eingereist ist. Da man Belgien nur über die Nordseeküste erreichen kann ohne über einen sicheren Drittstaat zu kommen, handelt es sich bei den tausenden „Asylanten“ eher um tausende „illegale Migranten“ – das ist ein großer Unterschied. Im „Werte–Europa“ spielen aber leider die Gesetze keine Rolle mehr – nur noch die „Werte“ und die werden uns auf Dauer zum „Armenhaus“ machen!

          • Sichere Drittstaaten

            @5/11

            Ach, Sie legen das fest?! Sorry, das wusste ich nicht.

            Mein anscheinend „veraltetes Wissen“ sagt immer noch, dass das die EU aus souveränen Staaten besteht und dass für die Einreise ein Visum erforderlich ist. Zudem, so kann man den Medien entnehmen, beantragen viele Migranten Asyl in verschiedenen EU Staaten – ist Ihnen anscheinend noch nicht aufgefallen, macht aber nix.

            Sichere Drittstaaten sind aber auch die Türkei, Lybien und viele andere nordafrikanische Staaten – zugegeben mit anderen Sitten und einige ohne staatliches „rundum sorglos Paket“ auf Kosten der Steuerzahler.

  9. Zuhörer

    Es leben auch viele Belgier auf der Straße, weil sie sich die hohen Mieten nicht mehr leisten können , oder durch Corona ihre Jobs verloren haben. Ich fände es gut, wenn da auch mal drüber berichtet würde. Oder sind Belgier nichts mehr wert?

    • Robin Wood

      @Zuhörer
      Das ist eine gute Frage.
      Inzwischen hat man schon Angst, die Migrationspolitik zu kritisieren, weil man sofort in die rechte oder rassistische Schublade gesteckt wird.
      Gerade im Moment gibt es z;B. Milliarden Hilfen für die Ukraine, aber hiesige Flutopfer warten noch auf ihre Entschädigungen.
      Natürlich soll man sich um Migranten kümmern, aber man kann nur anderen helfen, wenn man selbst genug hat.

  10. Es gibt da einen Spruch der Peter Scholl-Latour zugeschrieben wird und der da lautet: „Wer halb Kalkutta zu sich holt rettet nicht Kalkutta, hat aber selber eines“. Ich befürchte die Slum ähnlichen Zustände die sich jetzt in den ersten Städten einstellen sind der Anfang dieser Entwicklung. In Europa, in der EU, läuft im Moment so ziemlich alles falsch….

  11. Nicht in Europa ...

    …im „Werte – Europa“ läuft alles falsch. Die Werte sind unseren Politikern ja viel wichtiger als die Gesetze die sie selbst formuliert haben. An diesen Werten wird Europa kaputt gehen. Der Anfang ist doch schon gemacht, wer nimmt Europa denn noch ernst … wir sind längst zu einer Lachnummer in der Welt geworden.

    Ein Richter bestimmt, dass Fedasil gepfändet wird um illegal eingereisten Migranten ein würdiges Zuhause zu bieten (mit sauberer Dusche und sauberem WC – so stand irgendwo). Um das zu tarnen spricht man von Asylanten, ja sind die denn alle mit dem Flugzeug ohne Visum angekommen oder in einem Boot von Afrika bis zum belgischen Strand?!

    Soviel ich weiß ist Fedasil eine Behörde, gehört also dem Steuerzahler – nur um klar zu stellen wer hier mal wieder zur Kasse gebeten wird, dank der „Europäischen Werte“.

    Gefährliche Terroristen weigern sich zum Gerichtssaal gebracht zu werden. Dank unserer „Werte“ ist sowas hier möglich, aber nirgendwo sonst auf der Welt. Das ist doch ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer dieser Bande.

    Nur weiter so „heute stehen wir am Abgrund und morgen sind wir einen Schritt weiter“ …

  12. Anonymos

    Laut EU Recht steht den Asylbewerbern eine Unterkunft zu ?
    Laut Asyl und Flüchtlingsrecht dürften die nicht mal hier sein !

    „bis ins nächste Sichere Land, danach verfällt der Asyl Ansptunch“ !!!

  13. Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Angeln ohne Angelschein oder wenig zu schnelles fahren verfolgt u bestraft werden, jedoch nicht für illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.

    Es ist egal wer das gesagt hat, aber vollkommen recht hatte die Person

  14. Anonymos

    Kommt man aus einem EU Land nach Belgien, hat man 6 Monate Wartezeit auf Sozialleistungen, Aufenthaltrecht und Recht auf Unterkunft, etc.

    Kommt man aus einen NICHT EU Land, hat man vom ersten Tag an Anspruch auf alle Sozialen Leistungen.

    Laut belgischen, europäischen Recht spricht man hier u.a. von RASSISMUSS, Landzwang gegen das eigene VOLK ! Ergo verbrechen gegen die Menschlichkeit durch UNSER POLITUKER gegen dass eigene VOLK !

      • Anonymos

        Die Notunterkünfte der Stadt Eupen, stehen Einheimischen max. 9 Moante zur Verfügung danach muss ein Einheimischer diese Verlassen, nicht EU Bürger bekommen diese Unterkunft ohne Probem um 18 Monate Verlängert.

        Im Prizip geht es sich nicht um die Flüchtlinge/ Asylanten, sondern darum dass diese dem eigenem Volk gegenüber finanziell, materiell und administrativ und sogar juristisch bevorzugt und übervorteilt werden.

        Obwohl, wenn wir es geanu nehmen “ juristisch “ keiner von den Flüchtlingen ein anrecht auf irgendetwas hat.

        Asylrecht hört sich nett an, „als hätte jemand Recht auf Asyl,“ FALSCH, ein Asylrecht ist eine freiwillige Leistung des jeweiligen Staates, kein Staat MUSS dritten Asyl gewähren, es ist eine freiwillige Leistung des jeweiligen Staates. Und der Staat hat auch nur dann das Recht, dritten Asyl zu gewähren wenn das Wohlergehen der eigenen Bürger nicht nicht beeinträchtigt wird.

        Fakt hingegen ist es jedoch, dass der Staat in erster Linie den Wohlergehen des eingen Volkes verpflchtet ist und dem kommt er derzeit definitiv nicht nach ! Mit der von Merkels und Bearbocks Flüchtlingspolitik, begeht auch Belgien ein Verbrechen an der Menschichkeit am Eigenen Volk.

        Und Sorry, wer Waffen liefert will auch keinen Frieden ! Denn Krieg ist nur ein Geschäfft wo es nur einen Verlierer gibt, und dass ist immer das VOLK, nie die Politiker oder Politiker.

        Der Krieg ist einzig und alleine da um die Wirtschaft in der Ukraine und Russland anzukurbeln. Kolateralschäden nimmt die Politik gerne in Kauf, da es ein finanzieller Vorteil für die Politik ist.

        Sorry, nach dem Krieg, weniger Menschen, mehr Arbeit, mehr Geld für die Politik.
        Krieg ist legendlich ein Geschäft, zum Vorteil der Politiker, das Leid der Menschen wird billigend und wissendlich von unseren FÜHRERN in kauf genommen. Denn die sogenannte Elite, versteckt sich hinter dicken Mauern und Bunckern.

        Keiner von denen oder dessen Kinderen müssen an die Front, dafür sind die alle zu Feige.

        Das Volk muss sich für die unentliche GIER der Politiker gegenseitig Abschlachten. So sieht es nun mal aus.

  15. Gastleser

    Es reicht.
    Ich möchte auch mal gerne nach Namibia, ich habe irgendwo da sogar Verwandte.
    Oder Königsberg, da steht noch ein Gut, dass mein Erbe gewesen wäre.
    Oder Hawaii -soll auch toll sein.
    Also spare ich nichts, lernen keine der nötigen Sprachen, reise illegal ein, scheisse den Leuten dort in den Garten und verklagen diese dann weil es zu warm oder kalt ist und der Schokopudding im Obdachlosenheim immer zu wenig ist?!
    Echt jetzt?!
    Soll ich klein anfangen und Eupen verklagen, irgend ein Ahne kam von dort um 1600.
    Oder Schweden für den 30 jährigen Krieg, oder Frankreich für 1870?
    Oder Neuseeland weil ich einfach da hin möchte, ich fühle mich hier manchmal unwohl und irgendwie verfolgt und nach Bedarf als Minderheit des aktuellen Zeitgeistes.
    Das muss doch reichen – oder?

    So ernsthaft:
    Qualifikationen, Visa, Geld, Jobgarantie und Sprache mitbringen – oder verpissen.
    Egal ob Kölner oder Kongolese !

  16. Walther Janssen

    Für mich hier sind die meisten Posts die ich hier sehe eine Schande. Es ist nämlich eine frage der humanität zu helfen, wir werden uns noch daran gewöhnen müssen. Es ist auch keine Frage von Belgien oder Deutschland oder einzelnen EU-Staaten. Es werden immer mehr Migranten kommen, man braucht sich ja nur die Weltlage anzusehen oder die Umweltkatastrophen. Da wird auch kein Frontex und kein Autokrat etwas daran ändern. Natürlich sind eine Destinationen besser als andere, weil sie humaner sind. Dazu zählte Belgie vor dem 2. Weltkrieg und bis zuletzt auch. Aber jetzt ist es scheinbar so, dass die Bevölkerung die Menschen auf der Straße dahinvegetieren lässt. Es ist zum Fremdschämen. Ich weiß dass meine Sichtweise in diesem Forum nichts ändern wird, ich wollte sie allerdings mal loswerden. Wo ist die Solidarität, um diese Menschen human unterzubringen.

    • Natürlich sollte man Human sein, wenn man es sich leisten kann.
      Belgien ist Pleite, mehr als Pleite, hoch verschuldet.
      Nachts wird die Beleuchtung ausgemacht für Steuerzahler.
      Aber Menschen die oft nicht mal einen Ausweis dabei haben und durch andere EU Staaten einreisen dürfen den Staat verklagen damit Sie hier eine Unterkunft kriegen.
      Und weil kein Platz/Geld vorhanden ist für Personen die eigentlich garnicht hier sein sollten wird emnächst sogar bei Staatssekretärin Nicole de Moor Gepfändet…
      https://brf.be/national/1683473/

      Ausgewiesene Iraner weigern sich, Flugzeug in Zaventem zu besteigen
      https://brf.be/national/1684266/

    • In den Palästen und Luxusvillen der oberen Zehntausend ist genügend Platz. Dort ist auch genügend Geld vorhanden um den illegalen Obdachlosen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
      Es ist allerdings das Maß voll bei den meisten Leuten. Es ist eine Schande dass zehn Prozent der Bevölkerung mehr besitzt als die restlichen 90 %. Wo ist deren Solidarität? Leute wie Sie lassen sich von diesen Genannten mit Freuden vor den Karren spannen mit dem moralischen Zeigefinger. Sie sollten vor der richtigen Tür kehren.

    • Im Forum diese Meinung vertreten ist eine Sache, aber was ist Ihr persönlicher Beitrag zu Ihrer Meinung? Wie viele Migranten haben Sie bei sich zu hause untergebracht. Auf Ihre Kosten natürlich… Eine Forderung dass der „Staat“ gefälligst allen Menschen helfen müsse damit ich von verstörenden Bildern und Eindrücker verschont bleibe ist keine praktizierte Nächstenliebe. So etwas läuft unter Gutmenschentum = ich habe die richtige moralische Einstellung, aber andere die daraus resultierenden Probleme.

  17. Karli Dall

    @Walther Janssen
    „Wo ist die Solidarität, um diese Menschen human unterzubringen.“

    Es wird erst eine Solidarität geben können, wenn unsere Länder und Sozialsysteme nicht mehr unkontrolliert überschwemmt werden können.
    Es hilft auch nichts, wenn man den „Humanen“ als „Blinden“ oder gar als „Blindgänger“ ansieht.

  18. Anonymos

    Kein Mensch hat das Recht in ein fremdes Land einzuwandern
    und sich dort sein Leben von den Bewohnern finanzieren zu lassen !

    Dies Gesetz ist wohl mehr als EINDEUTIG und unmissverständlich !

    Ergo hat kein Flüchtling oder Asybewerber Anspruch auf finanzielle Unterstützung.
    Sorry, so sieht es die Rechtslage nun Mal vor.

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