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Sanierung der Türme der Eupener Pfarrkirche: Ritter Alfred Bourseaux spendete angeblich 45.000 Euro

Ritter Alfred Bourseaux wurde von mehreren Lesern für eine Nominierung vorgeschlagen. Foto: Gerd Comouth

Mit der seit langer Zeit erwarteten Sanierung der Türme der Eupener Pfarrkirche St. Nikolaus wird aller Voraussicht nach im April begonnen. Viereinhalb bis fünf Monate sollen die Arbeiten dauern.

Die Kosten werden nach wie vor auf insgesamt eine Million Euro veranschlagt. 60% übernimmt die DG, die restlichen 400.000 Euro werden je zur Hälfte von der Stadt Eupen und dem Kirchenfabrikrat gezahlt.

Letzterer organisierte zu diesem Zweck eine Spendenaktion, die nach Angaben des Grenz-Echo bisher rund 96.000 Euro eingebracht hat. 45.000 Euro soll Ritter Alfred Bourseaux, Generaldirektor der Eupener Kabelwerke AG, beigesteuert haben.

Eigentlich hätte die Sanierung längst durchgeführt werden müssen, doch hatte die Stadt Eupen die dringend notwendigen Baumaßnahmen im Oktober 2014 mit Rücksicht auf die klammen Haushaltskassen auf das Jahr 2016 verschoben.

Ob die Sanierung bis Herbst 2016 abgeschlossen werden kann, hängt laut Grenz-Echo „nicht zuletzt von dem Bild ab, das sich bietet, wenn die Kupferbekleidung der Türme entfernt ist und der Zustand der Holzstruktur in deren oberen Teil offen liegt“. Warten wir’s ab…

Die Türme der Eupener St. Nikolaus-Pfarrkirche. Foto: OD

Die Sanierung der Türme der Eupener Pfarrkirche lässt schon lange auf sich warten. Foto: OD

 

  1. Ich sehe Ritter Alfred Bourseaux regelmäßig in der St. Nikolauskirche im Gottesdienst. Für diese großzügige Spende gebührt ihm ein herzliches Dankeschön.
    Den Kirchtürmen bzw. unserer Stadt fehlen noch ein paar Ritter.

    Ich persönlich finde die ganze Spendenaktion nicht sehr transparent. Ich hatte erwartet, dass die Kirchenfabrik an St. Nikolaus von Anfang an mit offenen Karten spielen würde. Ich verstehe darunter, dass die Kirchenfabrik ihren Kirchgängern — dazu gehöre ich auch — offen gelegt hätte, wie viel Reichtum oder Besitz sie ihr eigen nennt, in Form von Ländereien oder Immobilien. Dann hätte ich erwartet, dass die Kirchenfabrik mitteilt, was sie von ihrem Besitz bereit wäre, zu verkaufen. Dann hätte jeder sehen können, wie viel noch fehlt. Ich bin überzeugt, dass es dann einfacher gewesen wäre, den Restbetrag durch Spenden „herein zu bekommen“.

  2. Toll das es noch Gläubige Heimststreue Menschen gibt. Und die Kirche kann selbst nichts ausgeben ??? Dabei ist die Kirche nicht arm … Das die Kirche nichts bezahlt ist bei deren Finanzlage beschämend !

    • wer sieht denn die Institution Kirche als glaubwürdig an? Ich nicht! Aufgrund Selbsterlebtem dreht sich mir fast der Magen um, wenn ich diese „braven ehrlichen“ Worte hören (muss) und deren Glaubwürdigkeit kenne. Muss allerdings für einen einzigen Geistlichen meines Wohnortes eine positive Lanze brechen. Danke!!! Besagter liest hier darf angenommen werden. DAAAS war der Einzige DER gehandelt hat.
      Gott sei Dank „muss“ ich mir die leeeeeren Worte seine Kollegen nicht mehr lange anhören!

  3. Nicht der KirchenfakrikRAT, sondern die Kirchenfabrik leistet einen Eigenanteil. „Dass die Stadt Eupen den Sankt Nikolaus VerwaltungsRAT zur Kasse bittet, wirft Fragen auf“ schreibt auch Herr F. Derwall im Grenz Echo. Es wirft in der Tat die Frage auf, warum das journalistisch nicht richtig dargestellt wird. Die Stadt Eupen praktiziert auch mit Sportvereinen ein 60-20-20 Finanzierungssystem: 60 die DG, 20 die Stadt, 20 der Verein. Das begrüsse ich als Bürger, auch bei Gebäuden der Kirchen. Die Kirchenfabrik hat ja auch eigene Einnahmen aus Spenden, und die werden dann eben eingesetzt. Respekt vor Bürgern, die solch hohe Spenden leisten; ich frag mich nur, ob das in ihrem Sinne ist, wenn darüber im Internet und in der Zeitung so geschrieben wird.

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