Gesellschaft

Eupen führt Umsonstläden („Giveboxen“) ein – zum Schenken oder zum Mitnehmen

In der kreativ gestalteten Geschenkebox kann man gebrauchte Sachen hinterlassen, um sie zu verschenken. Wer will, kann sich hier kostenlos bedienen. Foto: dpa

Eine Facebook-Initiative wird in vielen Städten zum Trend – auch in Eupen: In einer kleinen Holzbude, einer sogenannten „Givebox“, verschenken Menschen gebrauchte Dinge aus ihrem Haushalt. Andere können sich diese einfach nehmen, wenn sie dafür Bedarf haben. Mit solchen Umsonstläden sollen Ressourcen geschont werden.

Ab dem 12. November kann in Eupen jedermann nach dem Prinzip „Wer hat, der gibt – wer braucht, der nimmt“ die drei neuen „Giveboxen“ nutzen.

Intradel und die Stadt Eupen laden jeden ein, über eine dieser „Giveboxen“ nicht mehr benutzte Sachen wieder in den Gebrauchskreislauf zu bringen und damit die Lebens- bzw. Nutzungsdauer von Dingen zu verlängern und Abfallmengen zu verringern.

Wie funktioniert das System?

Jeder kann intakte Gegenstände hineinlegen, die er nicht mehr braucht, und sie somit verschenken statt wegzuwerfen.

Jeder legt selbst seine Sachen in die „Givebox“, solange ausreichend Platz in der Box ist.

Jeder darf kostenlos und ohne jede Gegenleistung Gegenstände für sich herausnehmen. So fördert die „Givebox“ das Schenken, den Austausch und die Solidarität untereinander im Viertel, in der Gemeinde.

Was kann man hineinlegen?

Intakte Dinge, die nicht mehr gebraucht werden: Spielsachen, Bücher, Haushaltsartikel, Accessoires (Taschen, Gürtel etc.), Dekorationsartikel …

Ein Umsonstladen in Berlin. Foto: Wikipedia

Ein Umsonstladen in Berlin. Foto: Wikipedia

Nicht in die „Givebox“ gehören zum Beispiel Lebensmittel, Medikamente, Reinigungsmittel und andere verderbliche oder gefährliche Sachen. Auch für Kleidung und Elektrogeräte gibt es spezielle Regelungen.

Wo stehen die neuen „Giveboxen“?

Ab dem 12. November stehen die „Giveboxen“ in folgenden Einrichtungen zur Verfügung:

– Animationszentrum Ephata, Bergkapellstraße 46 (keine Kleidung, keine Elektrogeräte);

– Viertelhaus Cardijn, Hillstraße 7 (keine Kleidung);

– SOS-Hilfe, Hostert 4A.

Weitere Informationen zur „Givebox“ jeweils vor Ort, unter www.eupen.be oder beim Städtebau- und Umweltdienst der Stadt Eupen, Tel. 087/59 58 33.

  1. Eupenmobil

    Sehr gute Initiative. Ich glaube wohl nicht, dass die Eupener Geschäftswelt davon begeistert sein wird. Die Geschäfte haben lieber, man wirft etwas weg und kauft etwas Neues.

      • Bürger der Stadt

        Frau Nix, wie kann Ihnen geholfen werden ?
        Ich sehe sehrwohl Geschäft in Eupen, von der Herbesthaler Strasse, bis zu Unterstadt über der Oberstatdt.
        Was wollen Sie mit Ihrem respektlosen Kommentar gegenüber Menschen die dort Ihren Broterweb haben ?

        • Linda Nix

          Dies war ein ironischer Seitenhieb auf das Geschäftesterben in der Stadt Eupen.
          Ich darf das, ich bin selbst ehemalige Betreiberin eines Geschäftes in der Innenstadt von Eupen.
          Übrigens ist verschenken glücklicherweise immer noch legal, weswegen sich Geschäftsleute, die etwas dagegen hätten, wohl eher lächerlich machen würden.

          Wer mal unseren ökologischen Fußabdruck betrachtet, der kann solche Initiativen nur begrüßen..

  2. Sehr gute Idee, ich glaube nicht das Geschäftswelt, sogar die Einkaufs und Konsumtepel dagegen sind.
    Wir leben doch alle auf dem selben Planeten.
    Mann könnten Ihnen Böswilligkeit gegenüber den Händlern unterstellen Monsieur Eupenmobil !
    Sind Sie böse ?

    Gruss

  3. auch ich begrüße diese Idee, kann nur hoffen, dass dies nicht irgendwie doch noch in die unkorrekte Richtung sich entwickeln könnte, denn wo geht’s heutzutage noch ehrlich zu?

  4. Mischutka

    Das ist mal eine Super Idee ! Hoffentlich diese Aktion auch gewürdigt und nicht missbraucht.
    „Mutti“ und ich haben immer alle Sachen, die noch in Ordnung waren aber nicht mehr (oder kaum noch) verwendet wurden, zu einem Second-Hand-Laden gebracht. Bis vor ca. 2 Jahren : da hatten wir mal einige Kartons voll mit (noch sehr guten) Sachen, doch der „Laden“ hatte zufällig geschlossen. Da sagte uns eine Frau, man könne die Sachen ruhig „an der Seite“ stellen, es käme noch jemand nach dem Rechten sehen und würde dann alles hereinholen. So haben wir es dann auch gemacht. Allerdings : als wir ein paar Wochen später mal an einem Sonntag auf einem Trödelmarkt waren, sind wir fast auf den A**** gefallen : „Unsere“ Sachen wurden bei einem Trödelmann…… zum Verkauf angeboten…..!!! Und es waren zu 100 % „unsere“ Sachen, was an diversen „Merkmalen“ zu erkennen war …
    MfG.

    • Peter Müller

      So wird es sein. Die Trödeltrupps werden es schon richten. Dieses jeder macht einen auf Tödel ist bei vielen Arbeitslosen schon Schwarzarbeit. Aber oh weh man geht nach Feierabend einen Rasen mâhen.

  5. Bürger dieser Stadt

    Die Bemerkungen über unsere Stadt, seine Initiativen, seine Geschäfte, seine Bewohner und seine Projekte werden immer peinlicher und primitiver. Hier ist (fast) nur noch ein Tummelplatz für Hetzparolen, Hasstiraden, Billigwitze ohne Witz und Nieau. Wir sind ALLE – die Hetzer auch – für unser Tun verantwortlich, so auch für die Entwicklung der Stadt in der man leben will. Wer in dieser Stadt nur wohnt und schläft und tagtäglich flüchtet, auswärts arbeitet, lebt, feiert, isst, spaziert und kauft, der trägt tagtäglich unter anderem zu der Entwicklung seiner Stadt bei! Wer es anderso schöner, besser, billiger, abwechslungsreicher und interessanter findet sollte auch dorthin gehen, dort wohnen und schlafen.
    Oder ist unsere Stadt Eupen möglicherweise doch nicht soooo schlecht, da der Unzufriedene immer noch HIER wohnt und schäft? Ist es anderswo auch nicht gut genug? Dann sollte er dies bitte auch sagen.

    • Sie scheinen anscheinend hier der Einzige zu sein, welcher den Durchblick hat. Könnte man auch als Realitätsverlust bezeichnen! „Schäfen“ Sie mal schön weiter in Ihrer hochgelobten Stadt Eupen. ;-)

        • @ Lösing
          Sind Sie allgemein zufrieden?
          Wenn ja , dann herzlichen Glückwunsch. Manche Menschen kann man auch mit Kleinigkeiten beglücken!
          PS. Sollte es nicht Lösung anstelle von Lösing heissen?
          Korrekte Rechtschreibung kann auch glücklich machen!!! ;-)

  6. @Bürger dieser Stadt, mit einer Ausnahme volle Zustimmung. Die Ausnahme ist, die Öffnungszeiten müssten angepasst werden, d;h. besser dem veränderten Trend entsprechen. Diesbezüglich ist nun mal AC besser. Doch in AC konnte ich vergangenen Samstag folgende Feststellung machen. Musste noch ein dringend ärztlich verordnetes Rezept einlösen, da ich es erst genau am Samstag erhielt. Hatte ziemlich Probleme, das noch an besagtem Samstag einlösen zu können, fast alle Apotheken hatten ab 16 h geschlossen, im Stadtzentrum war lediglich noch eine geöffnete zu finden

  7. Monique Kelleter

    Die Initiative ist sehr lobenswert. Auch die Gemeinde Lontzen soll demnächst eine Givebox erhalten.
    Zu den Standorten in Eupen fällt mir allerdings auf, dass Kettenis außen vor bleibt. Wäre doch schön, wenn die Ketteniser auch ‚vor Ort‘ davon profitieren könnten. Vorschlag zu einem passenden Standtort : die Schule in Kettenis.

  8. Aha, Ihr Vorschlag bezüglich öffnungszeiten ist sehr konstruktiv und sollte von Geschäftswelt aufgegrieffen werden.Mit den Notdienst der Apotheke hätte Eupen Ihnen wahrscheinlich auch helfen können oder ?

    MfG

    • Heul doch!

      Sind ich denke sie schlagen sich dann mit den „Ausländern“.
      um die stinkfeinste Socke des Jahres.
      Also ne ,ich denke die Idee ist witzig ,aber ich denke nicht, dass unsere Kultur sowas akzeptiert.
      Es wird wohl sehr schnell, von UNSEREN ach so lieben auffälligen EINHEIMISCHEN Jugendlichen zerstört, die sicher noch filmen wie sie es zerstören und auf YouTube posten.
      Wenn es die Jugendlichen nicht zerstören , dann werden es die Kritiker selber tun, nur um zu sagen :“Ich hab ja gesagt es wird zerstört.“

  9. Eine gute Idee und fast nur negative Kommentare. Was ist aus uns geworden? Ein Volk von Pessimisten und Dauerkritikern. Destruktiv und traurig.
    Ich hoffe weiterhin auf das Gute im Menschen. Hat bisher immer funktioniert

  10. Astrid, richting. Leider treffen doch hier oft Menschen die frustriet scheinen und in der Gesellschaft keine Akzeptanz finden sich aber hin gedanklich realisieren können. Und Abend oder Morgens bei Lidl an der Kasse stehen und brav den Einkaufskorb schieben ! Schade Sie könnten Ihr Leben ändern und positiv etwas verändern … Aber das ist schwieriger wie motzen ! Denkt bitte nach

  11. Monique Kelleter

    @ Astrid /+ @ Artz : ich teile ihre Meinung. Wenn man nichts unternimmt, wird gemotzt, wenn man sich Gedanken macht und etwas versucht – wird auch gemotzt! Schade eigentlich, dass es so viele frustrierte Menschen gibt. Vielleicht schlagen die Pessimisten hier mal etwas Sinnvolles vor, das nicht sofort zerredet wird, bevor es begonnen hat.

    • EIERHOF ;-)

      Frustierte Menschen? Woher kommt das?
      Wenn zb. die Politik versagt!
      Sind Sie nicht auch in der Politik tätig?
      Wenn ja , dann handeln, oder besser den Schnabel halten! (oder Eier verkaufen) ;-)

  12. Michael Schmidt

    Vielleicht wartet man ja mal ab – bei Facebook habe ich bisher nichts Negatives zu „GiveBoxen“ gesehen, dies scheint andernorts gut zu laufen. Allerdings habe ich keine „Eupener Givebox“-Gruppe gefunden…

  13. Tokgoz Christa

    GIBT ES WIRKLICH KEINE ANDEREN Probleme.Ich kann diese Aufregung nicht verstehen.Die Idee ist gut,hoffen wir auf den Respekt der Menschen.Wer nicht will,lasst es.Wer kein Respekt hat,soll eine Belehrung bekommen und dies egal wie alt und egal woher,Fall erledigt.

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